Chefin ist weg - und nu? Verhalten der Zwerge

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Rovena

Rovena

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Hallo zusammen,

direkt Entschuldigung für den langen Text, der jetzt folgen wird. :oops:

Es geht um Ginger und Isi, 2,5 Jahre alt, Geschwister (aka "die Zwerge" :mrgreen: ).

Seit sie bei uns eingezogen sind im Alter von 12 Wochen, war Sockie da, und sie war hier die unangefochtene und durchaus dominante Chefin. Sockie ist nun nicht mehr da, sie starb heute vor 3 Wochen mit 5 Jahren. Und seitdem hat sich hier natürlich einiges verändert, auch wenn wir uns die allergrößte Mühe geben, soviel "normales" Verhalten gegenüber den Zwergen zu zeigen, wie eben möglich.
Nur weiss ich nicht ob ich es bin die Verunsicherung rein bringt, oder ob das Verhalten der Zwerge normal ist, da sie sich neu sortieren müssen... :oops:

Deswegen ein DANKE an jeden, der sich die Mühe macht, das alles zu lesen und mir dann vielleicht noch sagen kann ob das alles normal ist und ich einfach zu....wasauchimmer...bin oder ob ich irgendetwas tun kann.
Feliway ist im Einsatz, bekommt mMn besonders Isi gut (s.u. bei Beschreibung von Isi).

Ginger:
Gin ist relativ gut mit Sockie ausgekommen. Das war keine große Freundschaft, Gin hat Sockie als Chefin anerkannt, Sockie wiederum hat durchaus auch mal mit Ginger gespielt oder sie geputzt, sie konnten auch nebeneinander im Garten liegen oder zusammen auf Jagd gehen, aber generell ist Gin eher eine "Menschenkatze". Wenn wir da sind, und sie neben mir auf dem Sofa liegen darf, ist Gin glücklich. Sie ist für mich durchaus ein Typ Katze, die man theoretisch als Freigängerin auch alleine halten könnte, sofern "ihr" Mensch 24/7 da ist und somit immer verfügbar wenn sie kuscheln will :wink:

Sockies Tod scheint sie nicht groß zu interessieren, denke ich manchmal. Sie war stark verunsichert, als Sockie krank hier zuhause war, sie hat auch mitbekommen, dass wir das Grab ausgehoben haben, aber ob sie so wirklich verstanden hat, dass das Sockies Körper war...da bin ich mir nicht sicher. Sie hat die ersten paar Tage das Haus abgesucht, aber dann war es für sie okay, dass eben nur noch Isi und sie hier sind.
Es macht sehr den Eindruck, dass Gins kleine Welt in Ordnung ist, solange wir da sind, sie raus darf, und ihr Napf gefüllt ist.

Sie übernimmt aber auch "Aufgaben" von Sockie. Jetzt ist es Gin, die mich abholt, wenn ich abends nach Hause komme, und sie hält die "Nachtwache" bei uns (was mich nicht weiter erstaunt, denn bei uns im Bett schlafen bedeutet ja, sie kann ganz viel kuscheln :lol: ). Sie hat die Rolle der Aufpasserin auf die Menschen übernommen.


Isi:
Isi und Sockie, das war schwesterliche Liebe unter Katzen wie ich sie so auch noch nicht gesehen habe. Sockie hat Isi mehr oder weniger direkt adoptiert, Isi war ihr kleiner schwarzer Schatten. Sie hat ALLES bei Sockie abgeschaut: Welche Pfote setzt man zuerst auf, wenn man losgeht, wie fängt man an sich zu putzen, welche Schlafstellung ist die bequemste, wie bettel ich am besten um ein Leckerchen....also wirklich 1:1 Sockies Verhalten. Sie hat immer deutlich gezeigt "Du bist die Chefin! aber ich lieb dich..." wobei sie sich auch gewehrt hat, wenn Sockie zu grob wurde beim spielen oder so.

Auch sie war sehr verunsichert, als sie merkte dass Sockie so krank ist. Und sie hat mMn auch erkannt, wessen Körper da beerdigt wurde, im Gegensatz zu Gin war sie nämlich an der Transportbox und hat kurz geschnuppert als ich Sockie darin in den Garten gebracht habe.

Die ersten ca. 7 Tage hat sie jeden Abend unten vor der Katzenklappe gewartet, dass ihre "große Schwester" nach Hause kommt. Dort steht ein Sessel der als "Sprungbrett" zum Tisch vor der Klappe genutzt wird und da lag sie und war auch durch nichts da weg zu bewegen. Wir haben sie natürlich auch gelassen, ich bin nur immer mal wieder bei sie gucken gegangen und hab mit ihr geredet.

Uns gegenüber verändert sich Isi zum positiven. Sie war nie die große Kuschelkatze, aber sie spricht viel mehr mit uns, sie sucht mehr unsere Nähe. Beim Kuscheln braucht sie ihren Freiraum, sprich auf den Arm nehmen ist eine ganz schlechte Idee, aber streicheln während sie um uns rum laufen kann ist super!
Abends sieht es mittlerweile so aus, dass Gin weiterhin bei mir auf der Couch liegt, Sockies Platz bei meinem Mann auf der Couch bleibt frei, aber Isi legt sich auf einen der Kratzbäume oder einen Hocker, der zwischen unseren Sofas steht. Ihre abendliche Kuschelzeit bei mir (wir clickern oder spielen, nur Isi und ich, das machen wir schon fast von Anfang an) hat sich nicht verändert. Da bleibt Gin auch ganz bewusst aussen vor, entweder ist sie bei meinem Mann oder draussen.

Die beiden Zwerge untereinander:
Ja sogar mir ist klar, sie müssen jetzt irgendwie miteinander ausmachen, wer jetzt die Chefin ist oder ob sie sich den Posten teilen. Und ja, alles ist gut, solange sie nebeneinander fressen -was sie tun, nicht Nase an Nase, aber immerhin friedlich sitzend nebeneinander- und kein Blut fliesst.

Gefaucht wird von Isis Seite aus.
Bsp. von heute morgen: Gin lag bei mir (wo auch sonst... :lol: ), Isi kam auch zum Guten-Morgen-sagen, sieht Gin und faucht. Ich habe darauf wie immer mit einem beruhigenden (hoffe ich), leisen "Sssschhh..ist ja gut" reagiert. Das nutze ich immer, egal wer hier faucht, das kennen sie also von Anfang an. Habe beide gestreichelt, beide sind dann vor mir her zu den Näpfen gelaufen, nebeneinander.

Als ich dazu kam, sass Isi mitten in der Küche und miepte nach ihrem Frühstück, Gin lag in der Tür und hielt einen sichtbaren Abstand zu ihrer Schwester, auch während sie dann beim Näpfefüllen beide um mich rumwuselten.
Aber das Fressen nebeneinander klappt, sie sitzen beide beim Fressen (das hat Gin nicht getan als Sockie noch da war, da stand sie immer noch so halb) und sitzen wie gewohnt über Eck vom Tablett mit den Näpfen nebeneinander.

Ist das also alles noch im Rahmen? Kann ich irgendetwas tun? Ich möchte ja gar nicht dass sie engumschlungen miteinander kuscheln (von dem Wunsch hab ich mich schon lange verabschiedet :lol: ) aber so ganz reibungslos ist das doch noch nicht oder?
 
  • Chefin ist weg - und nu? Verhalten der Zwerge Beitrag #2
Zuerst einmal möchte ich mein Beileid zu eurem Verlust aussprechen.

Meiner Meinung nach hört es sich nicht so schlecht an. Sie akzeptieren sich. So wie du es schreibst war Sockie nicht nur die Chefin im Hause, sondern auch eine Art Bindeglied.
Gib deinen beiden etwas Zeit. Sie müssen sich auch erst neu sortieren und die "Aufgaben" verteilen.

Wir hatten letztes Jahr auch eine ähnliche Situation. Unsere Lucy ist ganz plötzlich verstorben. Sie war auch die Chefin im Hause und unser Scheuchen Lilly hat sich bei ihr alles abgeschaut und hat Lucy gebraucht um eine "gefährliche" Dinge zu meistern.
Ich hatte schon befürchtet Lilly wird sich verkriechen und sich nicht mehr blicken lassen. Aber das Gegenteil ist passiert. Lilly kam zum kuscheln und ist selbstbewusst durch das Haus marschiert. Das wäre sonst undenkbar gewesen. Sie hat gewusst, ich muss jetzt die wichtigen Aufgaben erledigen, Lucy ist nicht mehr da.
Dabei hatten wir extra eine selbstbewusste neue Katze ausgesucht, welche Lilly auch wieder leiten könnte.
Wir haben es trotzdem mit dieser Katze versucht. Lea und Lilly waren sich von Anfang an sympathisch. Lilly hat Lea gezeigt, wie es hier läuft um nach und nach das Zepter wieder abzugeben. Sie ist einfach keine Chefin.
Ihr neues Selbstbewusstsein ist aber geblieben.

Also, lass ruhig die Katzen machen und trinke Tee.
 
  • Chefin ist weg - und nu? Verhalten der Zwerge Beitrag #3
Danke Dir.

Hat hier sonst noch jemand Erfahrung mit einer solchen Situation?
 
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