Hallo,
ich habe (mal wieder) eine Frage und hoffe, dass Ihr mir weiterhelfen könnt.
Seit nunmehr drei Wochen wohnen Kater Louis und Katze Katinka bei uns. Die beiden sind 4,5 Jahre alt, waren 2,5 Jahr in einem Tierschutzverein, weil sie Fremden gegenüber sehr schüchtern sind und keiner sie "entdeckt" hat, und haben bei uns ihr erstes echtes Zuhause gefunden. Aus diesem Grunde hat es bisher keine Vorbesitzer gegeben, die ihnen Besonderheiten "anerzogen" haben.
Nun ist es so, dass wir von vornherein ein Zimmer zur "katzenfreien Zone" erklärt haben, da dies der Arbeitsbereich meines Freundes ist. Das wurde anstandslos akzeptiert. In dem Verein haben sie es auch immer so gehabt, dass Türen mal auf und mal zu waren, nachts dann immer ein bestimmter Raum (immer der gleiche) bezogen wurde, bis morgens dann (je nach Katzenbestand) auch mal die Tür aufgemacht wurde.
Ich bin wirklich kein großer Fan von verschlossenen Türen, vor allem den Tieren gegenüber, daher blieb der Rest in der Nacht auf. Seit letzter Woche hat mein Freund nun aber darauf bestanden, die Tür zum Schlafzimmer nachts zu schließen, da unsere Wohnung schon etwas zieht, was den Schlaf behindert, aber auch, weil die beiden Katzen sich grundsätzlich nachts quer durch die Wohnung jagen, miauen etc und er schon einen gehörigen Schlafdefizit aufgebaut hat, bevor er sich dann doch mal beschwert hat.
Jetzt ist es so, dass Louis ein sehr schüchterner, unsicherer Kater ist, und sich unter unserem Bett seine Komfortzone eingerichtet hat, die ihm nachts nun nicht mehr zur Verfügung steht. Und damit beginnt das Problem: Während Katinka die geschlossene Tür nachts lässig hinnimmt (alle Spielsachen, Cat Walks, Fressen, Klos, Wasser und Kuschelplätze) befinden sich draußen, daher ist das für sie ok. Morgens kommt sie dann sofort ins Schlafzimmer und freut sich einfach über die erneute Türöffnung. Louis aber findet das natürlich weniger toll. Die ersten Stunden akzeptiert er das, bis es zum frühen Morgen hin wirklich schlimm wird. Er mauzt, krazt, heult. Wir ignorieren ihn bestmöglich, aber langsam bekommen wir auch etwas Sorgen bezüglich der Toleranz der Nachbarn. Blöd ist auch, dass ich doch auch ab und an nachts zur Toilette muss, was Louis als Anlass nimmt, mich anzumaunzen.
Mein Freund ist mittlerweile schon ziemlich sauer, mir tut der Kater total leid... Die Situation ist langsam etwas belastend und ich versuche halt, allen gerecht zu werden. Blöd ist auch, dass es zwischen meinem Freund und den Katzen noch nicht ganz hinhaut (wir haben sie beide ausgesucht, damals kamen sie auch direkt zu ihm) und die beiden mich als Bezugsperson nehmen und vor allem Louis zum Teil panisch vor ihm die Flucht ergreift, wenn er nur ganz unbeteiligt den Flur herunterkommt...
Habt Ihr Tipps, wie ich vorgehen kann, um vor allem Louis etwas zu unterstützen? Ich habe ja noch de Hoffnung, dass Katinkas Selbstbewusstsein ihn etwas mitzieht... Die Tür nachts aufzumachen ist leider gerade keine Option. :sad:
Ich würde mich wirklich über Tipps und/ oder Erfahrungsberichte freuen!! Natürlich weiß ich, dass das "Gewohnheitsrecht" der ersten Wochen erstmal stark in Louis verankert ist, aber ich muss was unternehmen...
VG Kerstin