Hey,
ich bin noch ganz neu hier. Habe mich hier angemeldet weil ich einfach nichts passendes im ganzem Netz zu meinem Problem finde.
Vor ca. 3 Jahren habe ich einen zweiten Kater zu meinen Hades (5 Jahre) aus dem Tierheim geholt den kleinen Pablo (6 Jahre). Habe mich sofort in diese kleine Seele verliebt. Insgeheim hielt ich Ausschau nach einem Kater der es sicher schwer hat ein neues Zuhause zu finden. Zwar war auf dem ersten Blick zu erkennen das er eine gerade erst frisch verheilte Schwanzamputation hinter sich hat, aber mit allem anderen habe ich nicht gerechnet. Die Pflegerin die mir die Gehege zeigte erzählte mir absolut gar nichts ausser das er dort eine Verletzung hatte. Ich muss aber auch zugeben das mich bei seinem Anblick nur interessiert hat ob da noch was gemacht werden muss oder ob das mit der OP durch ist. Danach wollte ich ihn nur noch mit nach Hause nehmen.
Nun zum Problem:
Einige Tage nach seinem Einzug fand ich kleine aber ziemlich dicke Kotstücke in der Wohnung. Habe es zuerst für ein kleines Schlamassel gehalten (neue Umgebung, neue Menschen, ein fremder Kater), bis ich sah das er den Kot einfach beim rumlaufen verliert. Hatte mich belesen, dass sowas nach einer Amputaion möglich sein kann wenn die Nerven in Mittleidenschaft gezogen wurden (das Schwänzchen ist wirklich sehr kurz, wie bei einem Kanninchen). Da er regelmäßig (wenn auch nur so) Kot abgesetzt hat, habe ich es erstmal einfach so hingenommen.
Ca. 2 Jahren später hat er nicht gefressen, war nur noch am schlafen (sehr ungewöhnlich bei ihm. Er ist eine kleine Rakete). Bin mit ihm zu meiner TÄ weil ich dachte er hätte vielleicht was mit dem Magen und kein Appetit. Beim Abtasten fiel ihr dann auf das er eine stark vergrößerte Blase hatte. Ich konnte nicht genau sagen wann er das letzte mal Urin gelassen hat (beide gehen auf beide Katzenklos). Habe es bis zum nächsten Tag beobachtet und hatte dann erneut einen Termin bei der
Tierarzt. Er konnte nicht pullern. Lief ständig zum Klo, aber nichts kam. Kurz und Knapp: Kot hatte sich im Beckenbereich verklemmt und drückte die Harnröhre zu. Das wurde natürlich sofort behoben. Da der Kot ziemlich hart war und nach weiteren Abklärungen festgestellt wurde das er einen sehr trägen Darm hat (die weiterleitung ist kaum vorhanden) wodurch sich der Kot verhärtet und es passieren kann das er irgendwann gar nicht mehr weitergleitet. Ca. 3 Monate später hatte er eine harte Beule neben seinem Schwänzchen. Ich wieder zum
Tierarzt. Es hatte sich eine Ausbuchtung vom Bindegewebe her kurz vor dem After gebildet und das Stück kam einfach nicht von alleine raus. Pablo selbst drückt den Kot generell gar nicht raus. Zwischen durch hatte ich auf besseres Futter umgestellt. Nachdem diese Verstopfungen regelmäßiger wurden, war für mich klar das dieses Gelleefutter einfach nicht flutscht. Nach Absprache mit meiner TÄ habe ich wieder auf dieses KiteKat umgestellt. Seitdem sind diese Verstopfungen am Ausgang seltener geworden. Zusätzlich bekommt er noch Lactolose ins Futter. Das klappt ganz gut. Ab und zu finde ich sogar mal Kot im Katzenklo und nur noch selten weit vom Klo entfernt ;-)
Neuerdings hat er aber auch öfter, seit ca. einem halben Jahr Phasen die immer so 1-3 Tage dauern wo er einpinkelt. Manchmal stürmt er auf das Klo und schafft es ab und zu nicht bis dahin. Es ist eigentlich keine Blasenentzündung, habe trotzdem leichte Pflanzliche Mittel hier die ich ihm vorsichtshalber mit ins Futter mische sobald ich die erste Pfütze in der Wohnung finde (er ist sonst ein sehr sauberes Kerlchen). Manchmal merkt er es aber auch überhaupt nicht das er gerade uriniert. Wenn er irgendwo sitzt, liegt, läufts einfach nur aus ihm raus. Ich versteh das nicht. Habe dies alles abklären lassen. Meine TÄ kann es sich nur so erklären, dass die Nerven die für Kot und Urin absetzen zusändig sind, zwar angekratzt, aber nicht vollständig hin sind. Manchmal klappt alles kontrolliert und dann setzt das eben ab und an für 1-3 Tage mal aus.
Ich habe in beiden Belangen das Gefühl das es häufer wird. Ich habe jetzt schon Angst vor dem Tage an dem der Darm seine arbeit gar nicht mehr macht. Jetzt ist er 6 Jahre alt, ich holte ihn mit 4 Jahren aus dem Heim und die Trägheit hat sich in den beiden Jahre verschlechtert und wird im laufe des Alters nunmal nicht besser, eher im gegenteil. Das hat mir meine TÄ bereits bestätigt. Meine TÄ ist eine totale Tierliebhaberin und macht ihren Job mit absoluter leidenschaft. Ich glaube sie hat sich selbst in meinen Pablo verliebt, sobald sie den Namen hört weiß sie sofort wer das ist und wer ich bin

Sie ist immer wieder von seiner Art begeistert. Meine Cousine ist auch mit ihren Tieren dort und hatte sich mal mit der TÄ über Pablo unterhalten, wobei der Satz gefallen sein soll, dass ich wahrscheinlich nicht sehr lange Freude an den kleinen haben werde, wegen dieser Darmgeschichte :-(
In letzter Zeit ist er übertrieben Anhänglich mir gegenüber. Ich kann keine Schritte machen ohne das er sofort hinterher gelaufen kommt. Er schreit mich dann so lange an, bis ich sitze oder liege und er sich auf mich drauf legen kann. Dann ist er ruhig. Es gibt keine einzige Situation wo er nicht mindestens neben mir sitzt. Ich kann nicht mehr in ruhe essen oder sonstiges. Das war noch nie so schlimm. Er beobachtet mich auf Schritt und Tritt. :???: