Idee und fragen zu einer Pflegestelle

Diskutiere Idee und fragen zu einer Pflegestelle im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; Hi, dafür muss ich jetzt ein neues Thema aufmachen ;-) Es gibt ja so viele Tiere die einen Pflegestellenplatz suchen und ich würde gerne helfen...
  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #1
_hannibal_

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Hi,

dafür muss ich jetzt ein neues Thema aufmachen ;-)

Es gibt ja so viele Tiere die einen Pflegestellenplatz suchen und ich würde gerne helfen.

Wir haben einen Raum mit ca 60qm, der ist aber noch nicht ausgebaut und dient momentan als Rumpelkammer.

Jetzt war meine Idee diesen Raum evtl als Pflegestellenplatz zu nutzen. Wir müssten nur schauen wie man den ausbauen kann, da wir im Moment nicht die finanziellen Mittel haben um das selber zu stämmen, aber das ist nicht meine Frage.

Ich hab auch ein paar Bedenken.

-Katzen wären nicht in die Familie integriert
-Sie wären wahrscheinlich oft alleine
-Ich kann mich Abends schon mit Ihnen beschäftigen, aber auch die Nacht wären sie alleine

Ich hab das Gefühl dass das keine guten Bedingen für einen Pflegeplatz sind, oder wie seht ihr das?

Hier gibt es ja viele die Pflegestellen haben

Meine Mum wäre mit Sicherheit bereit tagsüber nach den Katzen zu schauen und sie zu füttern, zu streicheln und mit Ihnen zu spielen. Aber das Abends und Nachts alleine sein würde mir sehr leid tun.

Und ich bin mir sicher wie es zum Hausfrieden unserer drei beiträgt, wenn hinter der Türe andere Katzen leben?
 
  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #2
Ich habe hier mein Schlafzimmer zum separieren. Gut, nachts sind Katzen da nicht allein, aber tagsüber schon. Zwar nicht den ganzen Tag, aber halt mehr als die Katzen, die den rest der Wohnung bewohnen. Pflegis sollen ja nun auch nicht bis zur Vermittlung in "ihrem" Zimmer bleiben. Sie sollen dann ja normal mitlaufen wie halt eigene Katzen. Separieren ist ja nur, bis geimpft ist, bis evtl Krankheiten überstanden sind oder Parasiten bekämpft sind. Ist mit den Pflegis alles okay, kommt halt die Zusammenführung mit den eigenen Katzen. Meine Pflegis werden hier genauso behandelt, wie meine eigenen Katzen. Na ja und nur wenn sie frei in der Wohnung rumlaufen, lernen sie den Alltag kennen, Geräusche wie Küchengeräte, dass mal was poltert usw. Sie lernen, was Katz darf und was nicht usw.
Also so nen großen Raum für Pflegis hätte ich auch gern.....da hab ich gleich Bilder im Kopf, was man da so alles machen kann....:-D
 
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  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #3
Hi,

ich bin mir leider ziemlich sicher dass es bei unseren dreien nicht möglich ist, die Pflegekatzen zu integrieren.

Erstmal sind unsere Freigänger, die kleinen Tagsüber und Hannibal 24h. Das ist durch eine Chipklappe geregelt die als Ausgangsklappe genutzt wird. Tagsüber ohne Chipfunktion und abends mit, damit nur noch Hannibal raus kann.
Pflegekatzen würde ich nicht in den Freigang lassen. Somit ist das schon schwer zu steuern.

Dann bin ich mir absolut sicher dass es unsere drei total auseinander bringen würde wenn hier fremde Katzen im Haus rumlaufen.

Hannibal hat die zwei Kleinen jetzt eigentlich relativ gut akzeptiert und das kann ich mir nicht kaputt machen.

Also wäre es hier der Fall, dass die Pflegekatzen nur in dem Raum wären. Meine Mum würde tagsüber nach den Katzen schauen, mit ihnen spielen und sie füttern. Ich könnte morgens mal kurz rein zum füttern aber müsste dann gleich los zur Arbeit. Dann wären wir abends wieder da und würden uns dann natürlich mit Ihnen beschäftigen aber schlafen würden wir dann in unserem Schlafzimmer, was zwar in der Nähe vom Pflegezimmer wäre aber mit Gesellschaft nix zu tun hätte. Klar kann auch mal einer drüben schlafen, dann müsste man sich dort was einrichten aber das würde unser Zusammenleben auch durcheinander bringen.

Ich weiß das Pflegeplätze immer gebraucht werden aber irgendwie wären sie in dem Raum ganz schön isoliert und das ist ja auch nicht gut für Katzen.

Das ist echt doof. Wir hätten Räumlich die Möglichkeit, mit Dachboden hätten sie sogar 100qm, aber wenig Gesellschaft.
 
  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #4
Die Räumlichkeiten wären bei Dir wahrscheinlich nicht das Problem.

Aber hättet Ihr auch die Zeit (und Geduld) immer wieder Interessenten zu empfangen und Fragen zu beantworten?

Das sollte auch im Vorfeld bedacht werden, da dies ein ganz schöner Zeitfaktor werden kann.
 
  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #5
Die Räumlichkeiten wären bei Dir wahrscheinlich nicht das Problem.

Aber hättet Ihr auch die Zeit (und Geduld) immer wieder Interessenten zu empfangen und Fragen zu beantworten?

Das sollte auch im Vorfeld bedacht werden, da dies ein ganz schöner Zeitfaktor werden kann.

Platz wäre ohne Ende da. Und damit hätte ich auch kein Problem. Man muss sich halt ein paar Zeiten einrichten. Der Verein von dem unsere zwei sind die haben zb Telefonzeiten, zu denen man sich bei den Pflegestellen persönlich melden kann und dann werden Termine vereinbart. Finde ich ok und damit könnte ich ohne probleme leben.

Ich hab viel mehr ein Problem dass ich den Pflegekatzen keine große Zeit schenken kann und es mir wahnsinnig leid tun würde wenn sie relativ lang ohne Aufmerksamkeit in dem Raum, abgeschottet vom Rest des Hauses, leben müssen.

Das kann doch auch zu verhaltensstörungen führen, oder? Keine Geräusche = schreckhaft, wenig Zuwendung = angst vor Menschen?

Es ist ja nicht sinn und zweck von einer Pflegestelle den Katzen zu schaden :sad:
 
  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #6
Aber Du schreibst doch, dass sich Deine Mutter tagsüber um die Pflegies kümmern würde.
Uns abends hättest Du ja auch etwas mehr Zeit.
Ausserdem kommen ja die Interessenten...:smile:

Also so "abgeschottet" und ohne jeglichen menschlichen Kontakt wären sie ja gar nicht.

Ich würde aber einfach mal bei der Tierschutz-Orga nachfragen, wie sie das sehen und welche Kriterien sie überhaupt für ihre Pflegestellen voraussetzen. Das macht ja jeder Verein anders.
 
  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #7
Ganz ohne Kontakt wären sie nicht aber ich finde es wenig.

Mal grob Geschätzt:

Morgens Futter und gleich weg
Mama vielleicht zwei mal täglich eine Stunde
Der erste der heim kommt füttert (unsere und dann die Pflegi´s)
Dann erstmal daheim ankommen
Abends ein bis zwei Stunden Pflegi´s

Ist das wirklich ausreichend? Das ist mir halt wichtig, daher wollte ich mal fragen ob jemand hier eine ähnliche Pflegestellensituation hat.

Integration ist auf keinen Fall möglich
 
  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #8
hmm, also spätestens bei scheuen Katzen ist das vielleicht doch ein bisschen wenig. Mit denen müsste man regelmäßig arbeiten um ihnen ein Leben mit Menschen zu ermöglichen.

Meine beiden Wildlinge stammen von so einer "nicht idealen" Pflegestelle, ihr Pflegepapa hatte aufgrund seiner Masterarbeit leider nur sehr wenig Zeit für sie. Dadurch waren sie natürlich a) schwerer vermittelbar und saßen somit länger fest als nötig und b) mussten sie hier alles neu lernen, von der Waschmaschine bis zur Feder... Das war für beide eine recht lange und auch stressige Zeit.

Andererseits wäre es beiden auf der Straße wohl noch deutlich schlechter gegangen. Und einen irreparablen Schaden haben die beiden Schmusebacken ganz sicher nicht davongetragen. Genügend Pflegestellen sind einfach immer zu wenig vorhanden, so dass auch eine "nicht ideale" Stelle oft händeringend gesucht wird.

Ich würde es machen, wie 36-40 Pfoten vorgeschlagen hat. Frag die Tierschutz-Orgas, ob ihnen das ausreicht, vielleicht kann man auch die Abmachung treffen, zumindest vorrangig keine scheuen Tiere zu Dir zu packen.
 
  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #9
Ja das reißt mich auch hin und her. Besser als auf der Straße...

Ja gut, die Wahl welche Tiere man aufnehmen kann muss man sich eh genau überlegen.
Die Zeit für "kranke Tiere" die viel Betreuung brauchen ist nicht da, dann Trächtige Katzen oder Katzen die gerade Kitten bekommen haben geht auch nicht und ältere Einzelkatzen finde ich unter meinen "Bedingen" auch nicht unbedingt gut.

Ein Rudel Kitten wär gut (denke ich). Die Beschäftigen sich viel miteinander und kommen auch mal ein paar Stunden ohne "Pfleger" aus.

Die Orga an die ich mich wenden will hat sehr oft "Kittenrudel". Teilweise 5,6,7 stück die zusammen gefunden wären.

Für sowas (die Menge) findet sich glaub schwer ein Platz. Das könnte ich mir auf jeden Fall vorstellen.

Ich werd sie wirklich mal anschreiben.

Das geht mir schon lange durch den Kopf nur ist der Raum auch noch überhaupt nicht betretbar. Totale Baustelle und Rohbau. Daher müsste da eh noch einiges passieren.

Vielen Dank euch und ich bin für jeden Denkanstoß offen
 
  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #10
Hm, was vielleicht auch noch zu bedenken wäre: Schon bei deinen Drei ist "immer irgendwas" (und ja, ich kenne das Gefühl, und bei uns ist schon mit zwei auch "immer irgendwas" :mrgreen:). Mit Pflegis wird das dann meistens noch stressiger, da ist auch immer irgendwas, und man muss auch schauen wie man das dann beim Tierarzt abrechnet (=oft Papierkram) etc. Macht halt auch Arbeit.

Aber: Es werden von manchen Tierschutzvereinen auch Übergangspflegestellen gesucht. Also ein Platz für Notfälle, wo die Tiere, die sie wirklich ganz dringend unterbringen müssen (z.B. weil jetzt der Erbe der alten Dame sagt, "Macht die weg oder wir werfen sie raus!"), für ein paar Tage/Wochen einen warmen, sicheren, gefütterten und medizinisch versorgten Platz haben, bis sie in eine andere Pflegestelle umziehen können. Könntest du dir das vielleicht vorstellen?
 
  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #11
Ganz ohne Kontakt wären sie nicht aber ich finde es wenig.

Mal grob Geschätzt:

Morgens Futter und gleich weg
Mama vielleicht zwei mal täglich eine Stunde
Der erste der heim kommt füttert (unsere und dann die Pflegi´s)
Dann erstmal daheim ankommen
Abends ein bis zwei Stunden Pflegi´s

Ist das wirklich ausreichend? Das ist mir halt wichtig, daher wollte ich mal fragen ob jemand hier eine ähnliche Pflegestellensituation hat.

Integration ist auf keinen Fall möglich

Hallo,

mal eine andere Frage, wenn die Pflegis immer extra bleiben, hast du noch genug Zeit für deine eigenen? Selbst als Freigänger brauchen sie ja auch Zeit mit dir, wenn aber abends 2 stunden für die pflegis anfallen, fehlt die zeit deinen eigenen, weil sie ja nicht zu dir können?

lg Juli
 
  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #12
Mach es nicht. Ich hatte die Situation genau so und die Katzen fanden das gar nicht lustig - weder die Pflegis, die den ganzen Tag beim kleinsten Geräusch von außerhalb des Raums geschrien und miaut haben, noch meine eigenen Katzen (deren gutes Verhältnis jetzt kaputt ist).

Finde das auch den Pflegetieren gegenüber nicht gerecht, so eingepferchd zu sein...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #13
Hm, was vielleicht auch noch zu bedenken wäre: Schon bei deinen Drei ist "immer irgendwas" (und ja, ich kenne das Gefühl, und bei uns ist schon mit zwei auch "immer irgendwas" :mrgreen:). Mit Pflegis wird das dann meistens noch stressiger, da ist auch immer irgendwas, und man muss auch schauen wie man das dann beim Tierarzt abrechnet (=oft Papierkram) etc. Macht halt auch Arbeit.

Ja das stimmt auch. Das sind Dinge die müsste man klären. Ich weiß dass die Orga mobile Tierärzte, Fahrdienste etc hat. Das müsste natürlich im Vorfeld geklärt werden.
Und ja hier ist auch ständig was los mit dreien.

Aber: Es werden von manchen Tierschutzvereinen auch Übergangspflegestellen gesucht. Also ein Platz für Notfälle, wo die Tiere, die sie wirklich ganz dringend unterbringen müssen (z.B. weil jetzt der Erbe der alten Dame sagt, "Macht die weg oder wir werfen sie raus!"), für ein paar Tage/Wochen einen warmen, sicheren, gefütterten und medizinisch versorgten Platz haben, bis sie in eine andere Pflegestelle umziehen können. Könntest du dir das vielleicht vorstellen?

Prinzipiell wäre es mir egal, ich möchte nur helfen. Wenn es so ein Platz werden würde, hätte ich auch kein Problem damit.

Hallo,

mal eine andere Frage, wenn die Pflegis immer extra bleiben, hast du noch genug Zeit für deine eigenen? Selbst als Freigänger brauchen sie ja auch Zeit mit dir, wenn aber abends 2 stunden für die pflegis anfallen, fehlt die zeit deinen eigenen, weil sie ja nicht zu dir können?

lg Juli

Den Gedanke hab ich auch. Die Kleinen sind ja abends drin und suchen schon sehr viel Kontakt. Sei es nur bei uns liegen, oder Schmuseanfälle (wie Fuzzi grad :mrgreen:)

Mach es nicht. Ich hatte die Situation genau so und die Katzen fanden das gar nicht lustig - weder die Pflegis, die den ganzen Tag beim kleinsten Geräusch von außerhalb des Raums geschrien und miaut haben, noch meine eigenen Katzen (deren gutes Verhältnis jetzt kaputt ist).

Finde das auch den Pflegetieren gegenüber nicht gerecht, so eingepferchd zu sein...

Ja und mit dem "Narnia" Hinter der Tür haben wir auch ein bisschen sorgen. Ich weiß ja das Katzen super neugierig sind und sie riechen ja die Fremden hinter der Türe.
 
  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #14
Ein Rudel Kitten wär gut (denke ich). Die Beschäftigen sich viel miteinander und kommen auch mal ein paar Stunden ohne "Pfleger" aus.

Die Orga an die ich mich wenden will hat sehr oft "Kittenrudel". Teilweise 5,6,7 stück die zusammen gefunden wären.

Für sowas (die Menge) findet sich glaub schwer ein Platz. Das könnte ich mir auf jeden Fall vorstellen.

Ein Teil meiner Spanier kommt von genau so einer Pflegestelle. Da war immer ein ganzes Kittenrudel in einem (großen) Zimmer. Sie hatten dort im Haus halt einen eigenen Raum für sich und "liefen" nicht bei den eigenen vorhandenen Tieren mit. Das klappte offenbar hervorragend. Jedenfalls bei kleinen Draufgängern...

Allerdings können sich ja trotzdem Probleme einstellen. So geschehen bei meinem Murmel zum Beispiel. Er brachte aus Spanien Giardien mit und leider war es der Pflegemami nicht möglich, ihm die erforderlichen Medikamente einzugeben, weil er sich absolut nicht anfassen liess.
So lieferte sie ihn in die Tierklinik ein, wo er versorgt wurde. Ich habe ihn dann gleich aus der TK adoptiert. So etwas könnte ja dann eventuell auch auf Dich zukommen. Der Zeitaufwand ist wirklich nicht zu unterschätzen.
 
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  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #15
Ich bin der Meinung, als "Übergangs-PS" wäre es okay. Halt weil kurzfristig Katzen einige Tage untergebracht werden müssen. Aber so als "normale" PS finde ich es nicht ideal. Die Tiere kommen ja oft auch von draußen, oder aus einem Zuhause was alles andere als ideal war. Zum Teil scheu, was eben ne Menge Zeit kostet, da die Tiere sich ja an den Menschen gewöhnen sollten. Auch eben an alle Alltagsgeräusche, daran, dass mal Besuch auftaucht usw. das ist aber nicht gegeben, wenn sie "abgeschottet" sind. Es kann auch sein, das Pflegis 1-2 jahre auf ner PS hocken. Man kann nicht davon ausgehen, dass sie nur einige Monate da sind. Dann so lange nur immer diesen einen Raum sehen?
Meine beiden Pflegis waren ja super scheu. Bei Kiwi wars so, dass man sie kaum gesehen hat, als sie noch separiert waren. Wirklich die Scheu abgelegt hat sie erst, als sie aus dem Zimmer durfte.
Wenn Pflegis mitlaufen, lernen sie auch gleich, was katz darf und was nicht. Außerdem kann man sie so viel besser beobachten und später einschätzen, in was für ein Zuhause sie vermittelt werden sollten. Sind sie sozial, möchten sie raus, reicht ein Balkon usw. das kann man alles nicht so gut, wenn man sie "nur" immer mal in ihrem Zimmer "besucht".
Streicheleinheiten wollen alle....klar. Laufen alle in der Wohnung rum, kriegt jeder, der gerade möchte, seine Streichel- und Schmuseeinheiten "nebenbei". Man trinkt nen Kaffee, Katze "A" kommt an und wird gestreichelt. Man telefoniert, Katze "B" wird gestreichelt, weil sie gerad will usw. Katzen, die separiert sind und in dem Moment, wo man im Zimmer ist, schlafen wollen oder sich verstecken weil sie ihre Ruhe wollen, müssen vielleicht bis zum nächsten Tag warten. Gespielt wird hier auch immer mal, klar. Mal nur so zwischendurch beim Wartezeiten zu überbrücken (Bis die Kartoffeln fertig sind, Teewasser heiß ist oder was auch immer), aber auch Bällchen werfen, weil die Katze da gerad Lust drauf hat. Klar und dann gibt's auch Spielzeiten, wo man sich länger Zeit nimmt. Dieses "mal eben kurz spielen" macht man aber nur mit den Katzen, die frei laufen. Man geht dafür nicht extra ins andere Zimmer.
separierte Tiere sind da einfach zu sehr drauf angewiesen, wann der Mensch Zeit und Lust hat. Sie können nicht kommen und "sagen" hey, spiel mit mir, wenn sie gerade Lust haben. Sie lernen nicht, dass sie nicht an Möbel und tapeten kratzen sollen, die Erde der Topfpflanzen nicht ausgraben sollen usw, weil man sie im seperaten Zimmer kaum erwischt. Also gibt's da kein "nein" und sie werden es im zukünftigen Zuhause weiter machen. Ist aber doch schön, wenn man Interessenten sagen kann, dies und jenes machen sie nicht, haben schon gelernt.....
Uff.....hoffentlich hab ich jetzt nicht zu wirr geschrieben:roll::mrgreen:
 
  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #16
Mir fällt dazu noch ein, dass Kitten von erwachsenen Katzen lernen. Ein Wurf ohne Mutter richtig sozialisieren wäre eine sehr große und anstrengende Aufgabe, das habe ich hier in nur kurzer Zeit im Séparée erfahren dürfen. Ich war sehr dankbar, als die Kurzen endlich in der Truppe mitlaufen durften.
 
  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #17
Und nicht zu unterschätzen ist das Risiko, als PSV (sprich: Pflegenstellenversager:mrgreen:) zu enden, weil einem die Pflegies so sehr ans Herz gewachsen sind, dass man sie einfach nicht wieder hergeben mag.

Aus genau diesem Grund könnte ich niemals als Pflegestelle tätig sein und bin sehr dankbar für die Menschen, die sowas können und diese Arbeit leisten....
 
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  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #18
Du musst wissen, ob du das wirklich willst und kannst. Pflegestelle sein bringt viel Freude und man lernt sehr viel über Katzen. Wichtig ist, dass du einen kompetenten Ansprechpartner beim Verein hast, der/die dir notfalls auch nachts oder am Wochenende zur Seite steht.

Dass man nicht rund um die Uhr Zeit für die Pflegis hat, sehe ich nicht als Problem. Das hat kaum eine Pflegestelle. Über den Tag verteilt mal immer wieder fünf Minuten intensive Zuwendung sollten aber möglich sein und auch eine Spielstunde mit allen.

Wenn die Pflegis gesund sind ist es eine schöne Erfahrung und macht Spass, es kann aber auch sein dass ein Pflegi plötzlich krank wird und das oft am Wochenende. Dann ist schnelles und selbständiges Handeln nach Absprache mit dem Verein angesagt. Deshalb sollte man sich vom Verein gleich eine Kostenübernahmebescheinigung für den eigenen Tierarzt ausstellen lassen oder den Vereinstierarzt in der Nähe aufsuchen können.

Oft gibt es aber auch kaum Probleme und alles läuft gut, wenn du es machen kannst und deine Katzen das tolerieren, versuche es. Pflegestellen werden immer dringend benötigt. Meine Katzen z. B. tolerieren Babykatzen und finden sie teilweise interessant, ältere Katzen aber nicht mehr, die sehen sie als Eindringlinge.

Du musst ja nicht gleich scheue Katzen oder Problemfälle aufnehmen, welche Katzen passen musst du dann zusammen mit dem Verein entscheiden.
 
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  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #19
ältere Katzen aber nicht mehr, die sehen sie als Eindringlinge.

So war es auf der Pflegestelle von meinem Mütze auch. Er war allerdings ein dringender Notfall, für den sehr schnell eine Unterbringungsmöglichkeit gesucht wurde. Er wurde ja in einer Wohnung zurückgelassen, als der Besitzer auszog.:twisted:. Von daher vielleicht nicht mit anderen Pflegestellen zu vergleichen.

Eine nette Dame hatte sich jedenfalls bereit erklärt, Mütze aufzunehmen. Sie selbst hatte eine Freigänger-Katze. Mütze durfte dort in der ganzen Wohnung rumlaufen.

Leider verstanden sich die beiden Katzen aber nicht sonderlich gut und es war ein Glück, dass die Kätzin sich überhaupt wieder nach Hause getraut hat:-|
 
  • Idee und fragen zu einer Pflegestelle Beitrag #20
Ich hab alles verstanden Erbse und du sprichst genau meine Gedanken aus. Auch wenn eine Pflegestelle gut gemeint ist, muss sie noch lange nicht gut sein.

Ich muss nur an die PS von unseren Zwergen denken. Ein 3qm Bad in dem sich wahrscheinlich nie einer aufgehalten hat. Klo und Futter nebeneinander und die Türe war immer zu. Spielplatz war die Badewanne. Das einzigste Geräusch das sie kannten war der Zug und sonst nichts. Auch wenn sie da "nur" 4 Wochen waren und mit ca 8 Wochen zu uns kamen war es sehr anstrengend sie an Alltagsgeräusche zu gewöhnen. Alles hat panik ausgelöst. Husten, Niesen, Flaschen auf machen, Fernseher, Radio, Vorhang auf-zu. Vom Staubsauger, Kaffeemaschine braucht man da garnichts erzählen. Da hat man den halben Tag keine Katze mehr gesehen...

Und ein ähnliches Gefühl hab ich bei unserem Raum.

Aber als "Kurzaufnahmeplatz" zum "zwischenparken" wäre es evtl vertretbar. Das könnte sich mein Gewissen mit anfreunden.

Danke Erbse

Edit: Noch kurz zu unseren Katzen.

Keine von unseren Katzen ist sozialisiert. Alle sind ohne Mama aufgewachsen und kennen nur sich und ihr eigenes Verhalten.

Keine gute Gesellschaft für fremde Katzen.
 
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