Hallo ihr Lieben,
ich bin schon länger hier im Forum angemeldet und bisher nur stiller Mitleser, da ich keine Katzen habe aber im nächsten Jahr, nachdem ich umgezogen bin, werden hoffentlich Katzen bei uns einziehen.
Nun hat sich eher durch Zufall die Option ergeben, dass wir die ältere Katze meines Freundes mitnehmen. Nur ist die Frage, wo es ihr besser gehen würde. Da ich keine Katzenerfahrung besitze und auch mein Freund nur diese eine Katze kennt und die bisher, wie ich mit der Zeit gelernt habe, nicht optimal gehalten wird, sind wir uns sehr unsicher.
Nun möchte ich euch gerne beide Möglichkeiten vorstellen, also einmal die momentane Situation und die Situation, in die die 12 jährige Katzendame dann nächstes Jahr ziehen könnte.
Momentanes Zuhause:
- Einzelkatze in der Familie meines Freundes
- Freigang in ländlicher Umgebung
- Kaum Aufmerksamkeit (außer Füttern und hin und wieder mal ein bisschen Streicheln wird sich nicht um die Katze gekümmert, das ist aber erst seit einigen Monaten so, sie kennt und mag es also anders)
- Hund im Haushalt den sie duldet
- tierärztliche Versorgung ist nicht garantiert (sehe ich gerade im Alter SEHR kritisch, da nichtmal eine Entwurmung als notwendig angesehen wird, geschweige denn Versorgung im Krankheitsfall)
- gewohnte Umgebung seit sie ein Kitten ist
- im Haus darf sie eigentlich nicht überall, also nicht viel Platz drinnen zu Verfügung
- Kein Kratzbaum, kaum Spielzeug, keine eigenen Liegeplätze etc.
- günstiges Futter
evtl. zukünftige Haltung:
- Wohnungshaltung mit gesichertem Balkon
- 60 - 80qm Wohnungsfläche
- sie dürfte sich frei bewegen
- Catwalks, (altersgerechter) Kratzbaum, Liegen und auch ein bisschen Spielzeug
- artgerechtes Futter
- viel Zeit und Aufmerksamkeit von uns beiden
- nach einer Eingewöhnungszeit würden wir es gerne mit einer geeigneten Katzengesellschaft versuchen (sozialer Senior aus dem
Tierheim)
- natürlich die möglichst beste Versorgung (Tierarzt, Futter und alles mögliche)
Nun zu der besagten Katze: Die kleine Maus ist seid sie ein Kitten ist in diesem Haushalt. Sie hatte bisher nur ein paar Jahre einen festen Partner. Seid mehreren Jahren ist sie nun alleine. Sie ist 12 Jahre und kastriert. Sie ist zwar Freigängerin aber mittlerweile immer mehr drinnen, mag aber laut meinem Freund das Mäuse jagen etc sehr gerne. Drinnen hat sie keine Liegeplätze oder ähnliches. Alles ist für den Hund ausgelegt, aber z.B. wird der Korb mitbenutzt. Auch die Familie ist bis auf meinen Freund nur auf den Hund fixiert, daher bekommt sie kaum Aufmerksamkeit.
Aber dort kennt sie alles und wohnt seid 12 Jahren dort. Sie darf sich nicht frei bewegen, daher hat sie definitiv weniger als 60 qm Platz drinnen. Mehrmals hat sich gezeigt, dass eine tierärztliche Versorgung nur auf Drängen meines Freundes erfolgt, was dann bei einem Umzug halt nicht mehr gegeben sein wird. (Bsp.: Sie wurde angefahren und ist erstmal abgehauen. Als sie dann aufgetaucht ist, wurde ein Besuch beim Tierarzt nicht als notwendig gesehen. Entwurmt wurde sie auch erst, nachdem sich die Familienmitglieder mit Würmern angesteckt haben. Von Impfen fange ich gar nicht erst an...)
Nun hat mein Freund aber Bedenken geäußert. Sie hat noch nie einen Umzug miterlebt und lebt dort einfach schon immer. Wird sie sich umgewöhnen können? Sie wird auch draußen nicht mehr rumstromern können und die anderen Familienmitgliedern nicht mehr sehen. Kann sie sich an die Wohnungshaltung gewöhnen? Das sind unsere Sorgen...
Ich bin definitiv für den Umzug. Aber ich kenne sie auch kaum. Daher würde mich eure katzenerfahrenen Aussagen, Einschätzungen und Erfahrungen sehr freuen.
Danke im Voraus und dafür dass ihr euch durch den Roman gekämpft habt
Liebe Grüße
Billie