Ich habe vor 2 Jahren hier in einem abrissreifen Haus einen
Ataxie-Kater gefunden. Er lebte dort seit mindestens einem Jahr und gehörte niemandem (die Nachbarn kannten ihn, aber wussten nicht, wo er herkam). Er zog die Beine hinter sich her, konnte aber trotzdem sehr schnell abhauen.
Ich habe ihn dann in einer Kastenfalle eingefangen, er ist da richtig "reingewackelt" - sah aus wie eine Zombiekatze
Ich dachte erst, er hätte beide Beine gebrochen oder das Becken ... aber er hatte gar keinen Bruch. Er war auch ansonsten "kerngesund" - nur dass er immer wieder hinfiel.
Die Tierklinik hat ihn auf den Kopf gestellt, er hat sogar eine IRM gekriegt. Blutbilder sind auch sehr viele gemacht worden, Röntgen, CT, Ultraschall... und er hatte immer wieder ganz seltsame "Anfälle", allerdings war es keine Epilepsie.
Was der Kater eigentlich hatte, ist trotz aller Nachforschungen (2 spezialisierte Tierkliniken haben ihn restlos durchleuchtet; er war zum Glück von einem Verein übernommen worden - ich hätte das nicht bezahlen können)
niemals herausgekommen.
Katerchen ist vermittelt worden und lebt nun mit mehreren Katerkumpels in einem großen Haus.
Er hat aber eine ganz lange "Durststrecke" gehabt, bis er sich eingelebt hatte, die Krisen losgeworden ist (ich vermute heute, dass das vom Stress kam) ... er fällt immer noch hin und hat ganz klar eine starke
Ataxie, aber er genießt sein Leben.
Ich hoffe, dass Euer Kleiner auch bald besser dran ist. Ob sich die ganzen Untersuchungen lohnen werden / ihm nützen werden, kann Euch niemand sagen.
Bei unserem Ataxiekaterchen war es absolut überflüssig. Aber das ist halt nicht immer so.