Grevyn, hallo, das ist Lillifees Geschichte: im März hat meine Tochter an der Bauchunterseite von Lillifee einen Knubbel ertastet. Wir haben sofort einen Termin in der TK gemacht mit Röntgen, Herzultraschall, Blutbild etc., Diagnose
HCM mit Herzbasistumor sowie weitere Streuungen im Bauchraum, Prognose: ein paar Tage bis eine Woche. Bis zu diesem Tag ist uns akut keine Verhaltensveränderung aufgefallen. Wir hatten dann noch 20 Tage zusammen. In der ersten Woche hat Lillifee noch normaler gefressen, sie wurde aber schon wählerischer, dann hat sie mehr geschlafen, war weniger aktiv, hat weniger gemaunzt, in der zweiten Woche fing sie an alleine zu schlafen, hat das Putzen und das Maunzen eingestellt, sie hat immer weniger gefressen, war aber noch gern draussen auf dem Balkon und hat Anteil daran genommen, was die anderen Katzen gemacht haben. In der letzten Woche habe ich sie isoliert, weil unser Kater begann sie zu mobben, mein Tierarzt meinte, dass das nicht ganz unüblich unter Straßenkatzen sei ( survival of the fittest). Sie ist dann die Treppe manchmal noch nach unten gelaufen, oft haben wir sie aber getragen. Toilette war bis zum Schluss kein Thema. Ich habe mir in der letzten Woche die gleichen Gedanken gemacht, Nächte wach gelegen, recherchiert, gemacht und getan. Ich wollte, dass Lillifee in Würde und ohne Qualen geht. 2 Tage vor ihrem Tod hat sie kaum noch was gefressen. Am 14.04. wollte sie auch nicht mehr auf dem Balkon sein, sie ging rein in das Wohnzimmer und blickte zur Treppe rauf - die sie nicht mehr alleine hinaufsteigen konnte



. Dieses Bild ist in meinem Gedächtnis eingebrannt. Das war mein Moment und da wusste ich, das der Zeitpunkt gekommen war. Lillifee ist am 15.04. nachmittags über die Regenbrücke gegangen. Sie ist friedlich eingeschlafen, mein sanftes Cooniemädchen und wurde 4 Jahre alt. Wichtig, meine Meinung, ist zu schauen, was für das Tier das Beste ist und jeden persönlichen Egoismus zurückzustellen. Ich wünsche Dir noch eine schöne gemeinsame Zeit. Alles Gute und viel Kraft.