Hallo alle,
nachdem vor ein paar Wochen Kater Louis aufgrund schweren Mobbings nach Absprache mit dem Verein, aus dem ich die beiden habe, von seiner Schwester Katinka getrennt werden musste und ein schönes neuen Zuhause finden durfte, ist Katinka nun allein bei uns. Sie ist 4,5 Jahre alt.
Anfangs hat sie das sichtlich genossen, da ihr die Übergriffe scheinbar mehr zugesetzt haben, als sie es uns damals gezeigt hat. Im Grunde konnte sie letztlich weder ungestört aufs Klo, zudem wurde sie von jedem Ort verscheucht, an dem sie es sich gerade gemütlich gemacht hatte - das prägt natürlich. Sie ist direkt nach dem Auszug ihres Bruders (der ein Alleinrecht auf mich angestrebt hatte und sehr eifersüchtig war) sichtlich aufgeblüht, plötzlich sehr aktiv, "kess", gesprächig und sucht unsere Nähe. Wenn sie das vorher versucht hat, gab es leider Prügel von Louis.
Nun ist es aber so, dass mein Freund und ich tagsüber arbeiten und Katinka dementsprechend immer ca 8-9 Stunden allein ist. Wenn ich zuhause bin, beschäftige ich mich natürlich mit ihr, es wird gestreichelt, gespielt, die Tage möchte ich dann auch mit Clickern anfangen (sie ist eine sehr schlaue Katze und ein Versuch lohnt sich bei ihr definitiv).
Ich beschäftige mich aber seit Beginn an mit einer Neuvergesellschaftung, weil ich denke, dass Katinka sich sehr darüber freuen würde, da sie eigentlich andere Katzen gern hat. Nun macht mir das Thema aber auch etwas Sorgen, da sie nicht das erste Mal gemobbt wurde. Im Verein, bevor wir die beiden zu uns holten, musste sie sich auch sehr unterordnen, wurde ebenfalls von zwei dominanten Mit-Katzen (zeitversetzt) stark gemobbt, angefaucht, gejagt. Sie setzt sich dabei nur sehr spät zur Wehr, und dann auch eher zaghaft. Ich finde das sehr sympatisch, allerdings bereitet es mir in Hinblick auf einen möglichen neuen Freund/Freundin wirklich Kopfzerbrechen, da ich befürchte, dass eine zu dominante Katze direkt ihre Chance wittern würde und Katinka gleich wieder unterdrückt würde. Das möchte ich ihr einfach nicht wieder zumuten, nachdem sie sich gerade erst von allem erholt.
Wahrscheinlich haben einige von Euch schon Erfahrungen mit Vergesellschaftungen, weshalb ich mein Glück für Tipps und Berichte hier versuchen möchte. Mein erster Impuls wäre, auf die Suche nach einer etwas älteren Katze zu gehen, dazu natürlich noch nach einem ruhigen Charakter zu gucken. Im Verein kam sie zum Beispiel sehr gut mit einer 10-Jährigen sehr schmusigen Perser-Katze aus. Natürlich gibt es für nichts Sicherheiten, aber ich möchte das Stress-Potenzial so gering wie möglich halten. Gibt es No-Go's, die sich einem unerfahrenen Vergesellschafter wie mir nicht direkt erschließen?
Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe!
VG Kerstin