Ich möchte hier gern zusätzliche Informationen einholen, sofern es Foris gibt, die sich fachlich auskennen oder vergleichbare Probleme mit ihrer Katze haben.
Meine Katze ist sechs Jahre alt und hat schon seit ihren Babyzeiten eine chronische Magen-Darm-Entzündung. Sie ist schon von sich aus ein Hungerhaken und hat kaum je über 3,5 kg gewogen als erwachsenes Tier.
Wir haben über die Jahre ußerdem folgende Diagnosen/Behandlungen gehabt:
- FORL und inzwischen komplett zahnlos
- Calici positiv mit chronischer Stomatitis (aktuell aber keine Rötung des Rachens mehr)
- Nahrungsmittelallergien, die mit Cortison behandelt wurden
Vor kurzem hatte sie immer mehr abgenommen und mochte auch nicht mehr fressen, so dass wir dann beim Arzt waren und allerlei Untersuchungen haben durchführen lassen.
Die Blutbilder ergaben einen schlechten A/G-Quotienten, der zunächst auf FIP hindeutete, aber etwas später mit über 0,6 in einen vergleichsweise beruhigenden Bereich labortechnisch verschoben werden konnten.
Die bildgebenden Verfahren und auch die später gewonnenen Laborwerte deuten auf den Verdauungstrakt statt auf FIP hin, und darauf zielen auch meine Fragen.
Die Schalls haben wiederholt gezeigt, dass im Grunde der gesamte Darm Schrott ist (durchgängig stark verdickte Darmwände, was die Diagnose einer chronischen Entzündung wieder bestätigt).
Im Magen wurden verdickte Wände per Schall gefunden; dies wurde erfolgreich mit Tagamet behandelt, so dass die Entzündung erkennbar abgeklungen ist.
Eine Niere ist vergrößert, die andere hat im Schall eine Verwachsung, die auf eine Zyste hindeuten könnte.
Die Leber zeigte sich im Schall zirrhotisch, aber das Bilirubin ist im Normbereich.
Was von der Bauchspeicheldrüse im Schall erkennbar war, zeigte sich unauffällig; das fPLi ist labortechnisch auch im Rahmen.
Wir haben noch nicht alle Werte, aber die Gallensache ist deutlich und genauso der fiese Darm.
Eine Kotprobe wird derzeit umfassend untersucht, und die Katze bekommt täglich Ursocholtabletten für die Galle. Da sie ja in der letzten Zeit sehr schlecht bis gar nicht gefressen hatte, hatte sie regelmäßig Infusionen bekommen, die den Appetit auch entsprechend angeregt haben; sie hat vermutlich auch wieder etwas zugenommen (ich hatte sie zuhause noch nicht wieder auf der Waage).
Wenn aber die Infusion einige Tage zurück liegt, geht die Fresslust auch wieder in den Keller und wird die Katze auch matter. Mit den Infusionen bekommt sie jeweils Päppelmittel, also Mineralstoffe und Vitamine vor allem.
Der Kot ist seit langer Zeit fest, und die Katze erbricht auch nicht.
Die Eiweißelektrophorese ergab erhöhtes Gesamteiweiß, zu geringes Albumin und erhöhtes Alphaglobulin. Zusätzlich erhöhtes g-GT.
Ich schreibe hier für die Bitte um ergänzende Meinungen bewusst verkürzt; bei Bedarf nach genaueren Infos kann ich die entsprechenden Seiten auch verlinken.
Für eure Tipps wäre ich sehr dankbar!
LG tini