Halbblinde Ataxikatze im Anflug

Diskutiere Halbblinde Ataxikatze im Anflug im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo lieber Katzenfreunde, würde mich freuen wenn ihr ein paar Gedanken und etwas Rat für mich habt. (Vorsicht, wird etwas länger, da ich...
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #1
Katze_faucht

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Hallo lieber Katzenfreunde,

würde mich freuen wenn ihr ein paar Gedanken und etwas Rat für mich habt.
(Vorsicht, wird etwas länger, da ich versuche möglichst viele Infos bereitzustellen)

Ich (35) hatte mein halbes Leben Katzen, kenne mich daher recht gut aus.
Nun möchte ich mir wieder ein Fellknäuel anschaffen.
Folgende Gedanken dazu:

-lebe allein
-bin täglich 8-10 Std. außer Haus
-wohne im EG mit Balkon und 70m² am Stadtrand
(gibt aber trotzdem 2 große Straßen in der Nachbarschaft)

Eigentlich gibts da 2 klassische Möglichkeiten
Entweder einen bis zwei Freigänger, oder mindesten zwei Wohnungskatzen.

Mir war auch klar dass ich eine Katze aus einem Tierheim haben möchte, um einem Tier eine Chance zu geben auf ein besseres Leben.

Bei meiner Suche bei verschiedenen Tierheimen in der Umgebung bin ich bei ihr hier hängen geblieben:



Und ja, wenn ich ehrlich bin habe ich mich auch schon ein wenig verliebt in die Kleine.
Besucht habe ich sie auch schon, und es hat mir fast das Herz gebrochen, da die kleine Lissy leider oftmals wegen ihrer Ataxie nichts sieht versteht sie sich kein bisschen mit anderen Katzen, und ist dort (zumindest bei meinem Besuch) in einem Käfig untergebracht. Wie oft am Tag diese Tiere dort rauskommen kann ich nicht beurteilen, und insgesamt hat das Tierheim auf mich auch einen sehr sorgsamen und seriösen Eindruck gemacht, ich möchte also niemandem etwas negatives anlasten. Trotzdem hat es mir eben das Herz gebrochen als ich sie in ihrem Käfig sah.

Ich möchte sie aus dieser Lage befreien, und ihr bei mir ein neues liebevolles zu Hause geben.

Pro: Sie ist eher ruhig, hat gerne ihre Ruhe und ist auch gerne allein (lt. Aussage Tierheim)
Contra: Sie ist auch sonst recht scheu, streicheln wird schwierig, und wenn sie wieder mal nichts sieht kann es auch sein dass sie charakterlich etwas schwierig wird (wer kanns ihr verdenken).


Jetzt meine Gedanken & Fragen:
Ich würde dieser Katze gerne ein neues zu Hause schenken, habe aber Angst davor dass es nicht funktioniert. Was ist wenn ich mir zuviel zumute, wenn mein Plan nicht aufgeht?
Laut Tierheim ist der schwierige Charakter auf die anderen Katzen zurückzuführen, mit denen sie sich ständig umgeben fühlt, obwohl sie lieber alleine wäre + wegen ihrer temporären Blindheit.
Normalerweise sollte man das mit viel Gedult + Liebe + eigenem Revier doch wieder hinbekommen, oder??

Anders gefragt, wenn alle Bemühungen & alle Liebe + Zeit/Geld/Geduld nichts bringen und ich habe hier nach 1 Jahr eine Katze die den ganzen Tag schlecht drauf ist, mir die Wohnung zuscheißt, und mich angreift wenn ich sie mal streicheln will, dann weiß ich nicht ob ich das möchte...

____________


Anders ausgedrückt, ich könnte mir sofort eine/zwei normale/gesunde Katze holen, und wüsste es würde funktionieren, eben aufgrund meiner langjährigen Erfahrung.

Oder... ich lasse mich auf das Abenteuer Lissy ein, wo ich nicht weiß wie es ausgeht..

Haut mal bitte ein paar Gedanken raus, Danke!
 
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #2
Ich habe den Eindruck, dass du gern Lissy nehmen würdest, aber etwas Angst vor der eigenen Courage hast.

Ob es allerdings mit Lissy und dir klappen wird, kann niemand vorrausehen. Im Endeffekt hilft nur ausprobieren. Natürlich wäre es nicht gut für Lissy, wenn es nicht klappt und sie zurück ins Tierheim müsste, aber die Frage ist auch, wie lange wird sie da sein, wenn du sie nicht nimmst.
 
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #3
Ja, Motzkatze das ist der Punkt.

Ich stehe vor der Entscheidung:

2 normale Miezen
oder
1 Miez mit Handycap mit der Option, dass wenn ich die hinbekommen habe, evtl. noch 2 kleine Kitten dazusetzen könnte (weil die ja für sie keine Bedrohung wären)



___________________

Ehrlich gesagt hatte ich mir etwas mehr Rückmeldung erhofft, hier aus dem Forum. :???:

Ist aber meistens so im Leben, frägt man etwas vorher weiß niemand was, maximal ein "musst du selbst wissen"
Erzählt man hinterher etwas wisses es immer alle besser.. :smile:

Komische Welt.
 
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #4
Hi,
ich kann dir zwar wenig zur eigentlichen Entscheidung helfen, aber dein letzter Gedanke, dass zwei Kitten keine Bedrohung für sie darstellen, ist so etwas zu optimistisch gesehen.
Da Katzen sich im Tierheim fast immer sehr unterschiedlich zum Endplatz verhalten, wirst du erst zu Hause merken, wie Lissy denn letztlich sein wird. Im Tierheim mag es sehr gut sein, dass die anderen Katzen der Stressfaktor für sie sind. Angekommen kann komplett "normal" sein oder auch vor der kleinsten Bewegung Angst haben, das muss sich halt rausstellen, genauso wie sie sich in einer für sie sicheren Umgebung mit anderen Katzen verhält.
 
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #5
Hi,
ich kann dir zwar wenig zur eigentlichen Entscheidung helfen, aber dein letzter Gedanke, dass zwei Kitten keine Bedrohung für sie darstellen, ist so etwas zu optimistisch gesehen.
Da Katzen sich im Tierheim fast immer sehr unterschiedlich zum Endplatz verhalten, wirst du erst zu Hause merken, wie Lissy denn letztlich sein wird. Im Tierheim mag es sehr gut sein, dass die anderen Katzen der Stressfaktor für sie sind. Angekommen kann komplett "normal" sein oder auch vor der kleinsten Bewegung Angst haben, das muss sich halt rausstellen, genauso wie sie sich in einer für sie sicheren Umgebung mit anderen Katzen verhält.

Danke, stimme dir natürlich prinzipiell zu.
Das mit den Kitten war so gemeint "WENN ÜBERHAUPT" dann halte ich 2 Kitten für angemessen, weil es bei einer gleichalten/gleichgroßen Katze/Kater ja wohl er zu Rangordnungsstreitigkeiten kommen kann,
während das bei den Kitten wohl eher nicht der Fall sein sollte.

Aber was soll ich sonst mit einer zeitweise blinden Katze machen...?
Raus darf/soll/will sie nicht, (Straßenverkehr und fehlendes Sehvermögen ist keine gute Kombination)
und als Wohnungskatze hab ich ein schlechtes Gewissen wenn sie da öfter mal allein zu Haus sein wird.
Andereseits, laut Tierheim mag sie das ja, und duldet keine anderen Katzen in ihrer Nähe.

Echt schwierig.
Bei den meisten von denen ich hier lese wurde die Katze erst im Laufe des Zusammenlebens blind.
Man kannte sich also schon vorher.

Ist echt 50/50 :-?:-(

-Einerseits locken 2 süße Kitten
-Andereseits möchte ich Lissy ein neues Leben/zuHause schenken

Naja, ich werd morgen nochmal ins Tierheim fahren, und mit denen sprechen.
Wenn euch noch was einfällt wäre ich sehr dankbar :-D
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #6
Schwierig was zu raten.

Wenn du Lizzy nimmst, gib ihr Zeit und wenn du dann das Gefühl hast, sie hätte gerne Gesellschaft, dann schaue bei Tierschutz-Orgas nach einer Katze von einer Pflegestelle. Normalerweise kennen die ihre Tiere gut und nehmen die Tiere zurück, wenn es nicht funktioniert.
Evtl. wäre dann eine ruhig Katze, muss ja nicht im gleichen Alter sein in dem Fall.

Ich hatte einen Dauer-Pflegi der sollte Einzelkater sein, zeigte mir aber nach einiger Zeit, das er Gesellschaft will. Höre da einfach auf dein Bauchgefuehl.
 
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #7
Dazu kurz mal ne Zwischenfrage:

-Wie wird man eigentlich eine Dauerpflegestelle?
bzw.
-Was macht so eine Pflegestelle aus??

Ist es möglich mir das kurz zu erklären?
Danke.
 
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #8
Als Pflegestelle lebt eine Katze aus dem Tierschutz bei dir, die du für den Tierschutzverein versorgst (Futter, Klos, Schmusen, Kuscheln, Streicheln, Spielen, Bürsten, ausgespuckte Haarballen aufwischen... das Übliche eben). Die Katze bleibt aber Eigentum des Vereins, und während du (normalerweise) für Futter und Streu aufkommst, übernimmt der Tierschutzverein die Tierarztkosten - trifft aber auch die endgültigen Entscheidungen über Futter, Tierarztbesuche, Behandlungen, etc. Um all das zu regeln, wird ein Pflegestellenvertrag mit dir abgeschlossen, in dem deine Rechte und Pflichten und die Rechte und Pflichten des Tierschutzvereins ganz genau aufgelistet sind.

Wenn Lissy's Tierheim die Möglichkeit anbietet, wäre das vielleicht eine Option für dich, zu testen, ob es mit dir und Lissy funktionieren könnte?

Ansonsten kann ich nur folgendes sagen... der Mensch wächst an seinen Aufgaben. Meine erste eigene Katze ist Schwarzbär Sirius, der seit zwei Jahren bei uns wohnt. Er ist mittlerweile über 14 (wie viel über 14, wissen wir nicht, er kann auch schon 20 sein), ist fast blind, hat eine Arthrose, durch die er kaum mehr aufs Sofa kommt, eine chronische Nierenerkrankung, eine Schilddrüsenüberfunktion und ist ein panisches Scheumietz. Aus eigener, freier Entscheidung hätte ich mir nie, nie, nie, NIE niemals nicht eine so schwer kranke Katze genommen. Nie. Aber Sirius saß hier halt vor der Tür, und dann war er da, und so einen alten, scheuen Kerl ins Tierheim geben geht auch schlecht, also haben wir ihn behalten. Und es funktioniert.

Du kannst mit Lissy übrigens ganz viel machen - Clickern (eben ohne Targetstick oder andere visuelle Reize), ein Fummelbrett anbieten, Leckerlis in der Wohnung verstecken, bevor du gehst, Baldriankissen anbieten, einen Snackball oder anderes Spielzeug, das auf dem Boden raschelt und klackert, oder eine Federangel, die durch die Luft rauscht, Blätter und Moos und Kastanien von draußen mitbringen, damit sie etwas hat, an dem sie schnuppern kann, ein Fenster auf der Sonnenseite sichern, damit sie sich den Pelz wärmen und den Wind ums Näschen wehen lassen und den Vögeln zuhören kann... da gibt es so viel, und du kannst sicher mit ihr gemeinsam herausfinden, was sie gerne mal ausprobieren möchte.
 
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #9
Stört dich hauptsächlich, dass sie zeitweise blind ist?

Ich habe vor gut 5 Jahren meine Aimée aus dem Tierheim geholt und Aimée war damals schon vollständig blind. Nach gut 10 Tagen lief sie die Treppen rauf und runter und durch die Wohnung, als wäre sie schon immer hier gewesen. Katzen haben mit Blindheit viel weniger ein Problem als Menschen.
 
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #10
Glasi hat das mit der Pflegestelle ja schon erklärt. Ich hatte einen Kater mit CNE im IRIS Stadium 4, da vermittelt man nicht mehr, sondern versucht nur dem Tier eine schöne Restlebenszeit zu geben.

Später hatte ich Pflegis, die zwischen 2-4 Monaten bei mir waren, wenn eine Katze im Haushalt lebt, kann man sie einfach besser einschätzen, deswegen würde ich so vorgehen, wenn ich zu einer speziellen Katze einen Partner suche.

Für Ataxi-Katzen kann man auch gut einen "Fussel-Teppich" mit Spielzeugen bestücken, also anbinden oder so, damit Ataxi-Miez damit spielen kann.
Wenn sie zeitweise blind ist, wäre es auch da schon wichtig, von Anfang an möglichst nichts in der Wohnung umzustellen, das macht es einfacher für Miez. ;-)
 
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #11
Vielen Dank Glasi & IceVajal für eure ausführlichen Antworten, das weiss ich zu schätzen :d070:


Stört dich hauptsächlich, dass sie zeitweise blind ist?

Ich habe vor gut 5 Jahren meine Aimée aus dem Tierheim geholt und Aimée war damals schon vollständig blind. Nach gut 10 Tagen lief sie die Treppen rauf und runter und durch die Wohnung, als wäre sie schon immer hier gewesen. Katzen haben mit Blindheit viel weniger ein Problem als Menschen.

Nein, natürlich stört mich es nicht dass sie zeitweise erblindet, sonst hätte ich sie ja gar nicht in Betracht gezogen.

Worum es geht:
Eine Katze die dauerhaft, für immer erblindet ist, ist zwar vom sehen her schlimmer dran, aber vom Charakter her hat sie es evtl. einfacher, weil sie sich irgendwann mal daran gewöhnt.

Bei Lissy soll es (laut Aussage Tierheim so sein) dass sie wenn alles normal ist, eine normale ruhige scheue Katze ist, aber wenn sie dann auf einmal nichts sieht, dann soll sie "charakterlich schwierig" werden, sprich sieht haut und beißt um sich. Wie es dann zb. mit dem Toilettengang aussieht weiss ich nicht, konnten mir die Damen auch nicht sagen.
Also ich weiss nicht ob es mir gelingt eine Beziehung zu ihr aufzubauen, ihr Sicherheit zu geben, und so den schwierigen Charakter durch Liebe, Vertrauen & Geduld in den Griff zu bekommen.

-Katze allein zu Hause ist nicht gut, wissen wir alle.
-Andererseits wird es mit dem Charakter und der Erkrankung wahrscheinlich auch schwer bis unmöglich sie mit einem Spielkameraden zu vergesellschaften.

Wie gesagt, mein größter Alptraum wäre es, wenn ich nach 1 Jahr mühevoller Arbeit & Geduld eine Katze im Haus habe, die mich im besten Fall meidet, im schlechtesten Fall angreift, aufgrund ihrer Erkrankung ständig schlecht drauf ist, und die kompletten 70m² der Wohnung als ihr Katzenklo betrachtet.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #12
Hi,

deine Ängste kann ich total gut nachvollziehen und die 100%ige Sicherheit kann dir niemand geben.

Zu deiner Sorge bezüglich des Alleinseins eine kleine Erfahrung von mir, da ich ehrenamtlich in einem Katzenschutz-Verein tätig bin: grundsätzlich sind Katzen natürlich bestenfalls zu zweit (oder noch mehr) zu halten, sie können so kätzische Kontakte knüpfen und sind nicht immer allein.
ABER: Es gibt auch Einzelgänger. Es will einem selber nicht wirklich in den Kopf, aber mitunter ist es so und die Katzen fühlen sich schlicht am Besten damit. Wer weiß, was sie so erlebt haben. In ein paar Fällen wurden von dem Verein aufgenommene Katzen nach einer angemessenen Beobachtungs- und Probierzeit entweder direkt getrennt, weil sie mit keiner einzigen Katze im Verein klarkamen und sich an den Menschen hingen - oder aber es hat sich nach der Vermittlung herausgestellt, dass sie ihren Menschen nicht mit anderen teilen wollen. Oder einfach keine Lust auf "nervige Mitkatzen" haben. Diese Katzen sind allein dann richtig aufgeblüht. So kann es dir mit Lissy auch gehen (KANN, natürlich kann es auch anders sein) und sie blüht richtig auf.

Ich glaube, die Angst mit der Unsauberkeit darfst du nicht zu sehr an dich heranlassen, denn im Grunde besteht die "Gefahr" immer. Du kannst eine vollkommen "normale" und gesunde Mieze aufnehmen, die auch einen Kumpel hat, total zufrieden ist - und *peng* bei der ersten Unzufriedenheit frust-pinkelt. Eine Bekannte von mir hat das Problem. Es sind zwei Katzen, die sich auch gut verstehen. Sie ist auch oft da, kümmert sich. Sobald sie aber mal länger weg ist, wird gepullert, weil Madame das doof findet. Die Tapeten hängen auch nur noch ab einer gewissen Höhe...

Ich denke, ich würde es riskieren. Die arme Lissy würde sich sicher freuen und ihre Chancen sind realistisch gesehen nicht sehr hoch. Letztenendes ist das natürlich leicht gesagt, wenn man nicht in der Situation steckt, und es gehört auch ne Portion Mut dazu. Vielleicht kannst du ja auch Pflegestelle für sie werden? Dann hättest du für dich persönlich vielleicht eine Absicherung, so psychologisch gesehen.

VG Kerstin
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #13
Vielen Dank für deine Worte liebe Kanski,

Ja.. ich halte das
Vielleicht kannst du ja auch Pflegestelle für sie werden? Dann hättest du für dich persönlich vielleicht eine Absicherung, so psychologisch gesehen.
für mich für die beste Lösung.

Ich muss auch klar sagen, mir geht es dabei nicht um Geld.
Werde also alles selbst bezahlen, mir geht es rein um die mentale Sicherheit.

Ich nehme Sie für 1 Jahr + trage alle Kosten.
Wenn es halbwegs wie erhofft läuft, nehme ich sie fest und wir werden glücklich.
Sollte innerhalb eines Jahres keine Beziehung wachsen/entstehen, muss ich prüfen was ich mache.

Bitte nicht falsch verstehen, die Katze hat bei mir alle Freiheiten, darf auch mal was kaputt machen, und auch hohe Tierarztkosten schrecken mich nicht.
Ich bin bereit sehr viel zu geben, und werde geduldig sein (müssen), keine Frage.
ABER (jetzt kommt das aber ;-) ) von der Miez sollte auch ein bisschen was kommen, eine Entwicklung, etwas Liebe, irgendwas.

Bitte nicht falsch verstehen, ich verlange keine Wunder, oder Kunststücke oder sowas, nur ein kleines Zeichen für eine positive Entwicklung innerhalb dieses Jahres. Hatte bis jetzt nur "gesunde" Katzen, und habe einfach Angst mich zu übernehmen, bzw. ich habe Angst davor dass die Ataxie evtl. nicht nur den Bereich im Gehirn schädigt der für das Sehen zuständig ist, sondern evtl. auch den Teil des Gehirns schädigt der für Liebe/Zuwendung/Kuscheln zuständig ist.
Das wäre schade :-?

Ok, also, danke fürs Zuhören, und sorry fürs Jammern :-(
aber ich möchte die richtige Entscheidung treffen auch im Sinne des Tiers,
und darum sind eure Erfahrungen, eure Menschenkenntnis und euere Ratschläge für mich so wichtig.
 
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #15
Danke!

Werde mir alles durchlesen.
 
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #16
Hallo,

ich würde mich der Meinung anschliessen, dass Katzen aus dem Tierheim oftmals in einem Zuhause, sobald sie merken dass sie nun 'angekommen' sind, ganz anders sind, als vom Tierheim charakterlich beschrieben.
Wenn du dich fühlst, würde ich Lissy die Chance geben, dir zu zeigen wie sie ist. Und da du katzenerfahren bist, wirst du denke ich nach einiger Zeit gut einschätzen können, ob Lissy möchte, und gegebenenfalls wen Lissy als Partner braucht.
Da würde ich, wenn, auch zu einer Katze einer Pflegestelle raten, dort werden die Tiere meist charakterlich optimal eingeschätzt, und es gibt auch oft auf Pflegestellen sehr soziale Katzen, die vielleicht passen würden. Wenn du Lust hast, ich lese gerne bei Taskali (Pflegis by Taskali ) mit. Z.B. Mileya war eine sehr soziale Katze. So eine könnte sich vielleicht gut auch Lissys Bedürfnisse einstellen.

Alles Gute für deine Entscheidung.
 
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #17
Hui, was es hier alles gibt.

Danke für den Tipp, das hätte ich sonst nie gefunden, TOP!


Ich will halt nix vermasseln :???:
-Einerseits sind Katzen allein oft unglücklich.
-Andererseits soll sie eben doch eher ein Einzelgänger sein.
-Das optimale wäre also ne nette alte Oma mit viel Zeit, die immer zu Hause ist.
-Das bin ich nicht :lol:;-)
-Andererseits, diese (von mir beschriebene) Oma kommt vielleicht NIE :shock::-|
-Und dann wäre mein zu Hause das ich ihr bieten könnte ja sicherlich besser als ein Käfig :-?
-Andererseits wurde sie dem Tierheim schon mal nach 6 Monaten zurückgebracht unter (für mich) vorgeschobenen Begründungen.

Man man man.... ich hasse 50/50 Entscheidung :roll::-D

Werd nachher mal bei Tierheim anrufen oder vorbeifahren, in 20 Minuten haben sie offen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #18
Hey, und, wie geht's dir, warst du mit dem Tierheim in Kontakt?
 
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #19
Ja, war heute da, und hab Lissy besucht :f050:

War klasse, denn die Pflegerin hatte keine Zeit, weil sie viel zu tun hatte, und so konnte ich gut 30 Minuten alleine im Katzenzimmer verbringen :-D

Hat mir sehr gut gefallen, denn Lissy hat mir gezeigt dass sie da raus möchte.
Sie ist relativ schüchtern & scheu -wie beschrieben- umso höher rechne ich es ihr an, dass sie
mich wahrgenommen hat, und aktiv ans Gitter gekommen ist und mit der Pfote an der Käfigwand geschabt hat.

Habe Sie dann an meiner Hand schnuppern lassen, die sie interessiert aber wenig euphorisch begutachtet hat.
Kurz darüber nachgedacht, aha, da lag der Fehler :n015: ich hatte natürlich auf dem Weg durch das Katzenzimmer sämtliche Katzen gestreichelt die sich mir in den Weg gestellt haben :lol:
NATÜRLICH hielt sich da ihre Begeisterung in Grenzen, wenn ich ihr die Hand hinhalte die nach 10 verschiedenen Katzen riecht, die sie alle im Grunde nicht leiden kann.

Aber, die Kleine hat mir gezeigt was ich sehen wollte:
-Sie nimmt mich wahr (wichtig, da manche Ataxikatzen recht appatisch sind)
-Sie will da raus
-Sie war nicht aggressiv

Wenn ich bedenke wie viele Störfaktoren da um uns herum wahren (Geräusche, Gerüche, Bewegungen, Stress) hat sie sich super geschlagen!
Und wenn ich ehrlich bin habe ich sie schon ein wenig ins Herz geschlossen ;-)

Jetzt flieg ich aber erst noch 3 Wochen in den Urlaub, und lasse mir die Sache durch den Kopf gehen.
Danach, Anfang März gibts die Entscheidung.

Contra:
Es ist halt komisch wenn ich den Vergleich zu den anderen Katzen ziehe in dem Raum.
Da waren Katzen dabei die sofort hergekommen sind zum schmusen/kuscheln, obwohl sie mich gar nicht kennen... das schmeichelt einem schon sehr ;-)
Und da waren andere Katzen, die haben mich mit ihren Miaus geradezu angefleht sie mitzunehmen (ernsthaft, ich weiss, hört sich blöd an wenn man nicht dabei war..)
und dann ist da eben Lissy und noch 2 andere Katzen, die eher passiv/scheu/zurückhaltend sind,
wo man halt als Mensch viel weniger Feedback bekommt.

Pro:
Diese anderen von mir gerade angesprochenen Katzen
-brauchen Freigang + Partner
-finden auch ohne mich ein gutes Zuhause
Lissy hingegen ist eine Herausforderung, ein Abenteuer.
Eine Katze die mir ab Minute 1 ums Bein streicht ist zwar toll, aber wenn ich es schaffe dass die kleine Lissy irgendwann mal auftaut und zum schmusen herkommt ist natürlich das wesentlich größere Erfolgserlebnis ;-)
Und rein vom Charakter her ist mir eine ruhige Katze eigentlich lieber als eine die ihre überschüssigen Energien an meiner Wohnung oder an meiner Nachtruhe abbaut.

Das Thema Patenschaft habe ich nicht angesprochen.
Ums Geld ging es mir ja sowieso nie, und ich kam mir irgendwie blöd vor eine Art "Rückgaberecht" heraushandeln zu wollen, insbesondere da Lissy sich ja wirklich Mühe gegeben hatte.

So, langer Text, ich weiss.
Jetzt erstmal die Gefühle runter fahren und die Gedanken ordnen.
 
  • Halbblinde Ataxikatze im Anflug Beitrag #20
Ich lese hier schon die ganze Zeit mit, und finde es toll welche vernünftigen Gedanken du dir machst.
Ich sag mal...mach deinen Urlaub, und dann hole dir die Kleine. Denn ich denke dein Herz hat eh schon entschieden...[emoji6][emoji4]
 
Thema:

Halbblinde Ataxikatze im Anflug

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