Dank' Euch! Mich mehr auf Augenhöhe zu bewegen, muss ich noch drauf achten. Zumal ich auch für Dosiverhältnisse noch recht groß bin ;-)
Was scheue Katzen und Geduld angeht, passt hier auch die Geschichte von Terki irgendwie hin. Auch wenn da der Erstkontakt nicht das Problem war.
Terki kam im Keller einer Schreinerei als Kitten einer dort streunenden Katze auf die Welt. Leider hat sie es schon bei ihren frühen Erkundungen geschaft, sich in ein altes Abflussrohr zu verirren, aus dem sie nicht mehr rauskam. Ein Freund von mir rettete sie mit so einer Greifzange, wie Ihr sie vielleicht noch vom Hofdienst in der Schule kennt. Da führte kein Weg an Mamas Zitzen. Im Vergleich zu ihren Geschwistern war sie dann auch sehr klein und konnte sich entweder nicht gegen sie durchsetzen oder wurde vielleicht auch von der Mutter nicht mehr akzeptiert - falls es sowas gibt. Was für ein traumatischer Start ins Leben!
So kam die Kleine dann zu mir - 6 Wochen alt, wie der Tierarzt später schätzte. Natürlich viel zu früh! Nachdem sie sich auch erstmal unter meinem Sofa in der Studenten-WG versteckt hatte, kam sie doch recht schnell raus und hat wahnsinnig gerne gespielt - ganz Kitten halt. Aber auch schon immer etwas auf Distanz, wie mir später klar wurde. Sie ließ sich zwar nach kurzer Zeit anfassen und hochheben, aber längerer Körperkontakt oder Kuscheln: Fehlanzeige. Einzige Ausnahme war, wenn sie auf meinem Rücken liegen konnte und ich entwaffnet war.
Das blieb viele Jahre so. Jedenfalls habe ich irgendwann nicht mehr in den Kalender gesehen und weiß nicht mehr, wie lange es gedauert hat, bis Terki ein echter Schmusetiger wurde. Aber sie wurde es! Da fehlten letzten Endes doch einige Wochen in der "Grundausbildung". Aber das wichtigste war mir, dass es ihr gut geht - und solange sie mich dafür nicht brauchte, war das auch okay. Terki war eine großartige Katze, die ich gerade für ihre Eigenständigkeit und Stärke sehr gebliebt habe. Meine Güte - was hätte sie sonst noch für "Macken" davon tragen können?!
Geblieben war ihr zu Lebzeiten der Rückstand in der körperlichen Entwicklung - zumindest denke ich das. Sie wog nur 2,5 kg und war schon sehr schmal. Aber dafür konnte sie so einmalige Stunts aufführen... und mir schießen gerade beim Suchen des Fotos die Tränen in die Augen. Aber was tue ich nicht alles zur Befriedigung Eurer Fotosucht. ;-)
Später habe ich mich oft gefragt, ob es nicht besser gewesen wäre, sie sofort wegzugeben, damit sie noch mit anderen Katzen zusammen aufwächst. Spätere Versuche der Zusammenführung mit anderen Katzen sind zumindest gescheitert. Aber wer weiß, ob sie da wirklich ein besseres Leben erwartet hätte. Und einerseits wusste ich das damals nicht - ich war ja selber noch jung ;-). Und andererseits denke ich, dass sie letztlich auch so ein ganz schönes Katzenleben hatte. Wenn auch leider als einzelne Wohnungskatze. :-(
Wichtig ist mir deswegen im Moment auch nur, dass ich meine Schwarze zumindest anfassen und wenn nötig auch mal zum
Tierarzt bringen kann. Ich denke, das gäbe jetzt noch einen blutigen Kampf. Aber auf Jahre richte ich mich da auch nicht mehr ein... ;-)
Alles weitere kommt, wie es kommt.