2 Katzendamen verstehen sich nicht

Diskutiere 2 Katzendamen verstehen sich nicht im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Und wenn deine Katzen auch nicht spielen und raufen würden, sondern gar keine freundliche Interaktion zeigen würden- wüsstest du dann immer noch...
  • 2 Katzendamen verstehen sich nicht Beitrag #21
Und wenn deine Katzen auch nicht spielen und raufen würden, sondern gar keine freundliche Interaktion zeigen würden- wüsstest du dann immer noch, dass sie sich dringend brauchen?
Und wenn ja, woran würdest du das fest machen?
 
  • 2 Katzendamen verstehen sich nicht Beitrag #22
Es gibt genug Katzen die von sich aus keinen Kontakt zu Artgenossen suchen. Die weder Kuscheln, noch sich gegenseitig putzen noch miteinander spielen.
Da kenne ich auch in meiner Umgebung genug Freigänger die von klein auf zusammengelebt haben und sich mit den Jahren dann auseinander gelebt haben...

Woran erkennt ihr denn, das diese und überhaupt alle Katzen es trotzdem toll finden, wenn sie mit einer oder mehreren anderen Katzen in einem Haushalt leben?

Wenn ich hier von der Katze lese, die nur gestresst durch die Wohnung läuft weil sie mit den anderen beiden Katzen nicht klar kommt, frage ich mich, ob man mit der grundsätzlichen Verteidigung der Haltung "Katze muss auf jeden Fall mit Artgenossen leben", den Tieren wirklich was gutes tut?

Welche Katze meinst du die gestresst durch die Whg läuft? Ich kuschle auch nicht mit allen Menschen, brauche aber dennoch Sozialkontakte. Nur weil sie nicht kuscheln, wollen sie alleine sein? Das glaube ich persönlich nicht.

Painty z.B. spielt nur alleine, sie teilt kein Spielzeug, sie haut den anderen öfters paar auf die Omme und knurrt sie an. Aber sie ist keine Einzelkatze, war sie nie. Sie hat Bacardy (der 2013 starb) geliebt, hat mit ihm gekuschelt, hat ihm aber auch paar auf die Omme gehauen. Sie frisst mit den anderen zusammen. Sie ist keine extreme kuschelkatze die jetzt dauernd raufen muss, oder mit den anderen zusammen spielt. Aber eine einzelgängerin ist sie auf keinen Fall.

lg Juli
 
  • 2 Katzendamen verstehen sich nicht Beitrag #23
Freundliche Interaktion ist bei Katzen ja sehr weit gefasst und fällt dem Menschen jetzt auch nicht unbedingt auf. Kurz aufsehen, freundlich blinzeln, höflich wegsehen ist ja für Katzen schon eine freundliche Interaktion und da sieht man als Mensch eigentlich gar nichts, wenn man keinen Master in kätzischer Kommunikation hat.

Bei Sirius und Lucky war da in den ersten Monaten nichts mit Kuscheln und Schmusen oder Spielen, und Lucky hat Sirius mit seinem "Ich will mit dir spielen und hüpfe dir dafür ins Kreuz!"-Getue zwischenzeitlich ziemlich fertig gemacht. Dass sie sich doch gemocht haben, hat man dann z.B. daran gemerkt, dass die Kater bei 4 Zimmern zur Auswahl meist im selben Raum lagen, gemeinsam aus einem Napf gefressen haben, sich mit freundlicher, offener Körpersprache begegnet sind - und daran, dass wir hier ab-so-lu-ten Terror hatten, wenn wir sie aus irgendwelchen Gründen trennen mussten, z.B. getrennte Medikamentengabe oder Tierarzttermin, und der zweite Kater vollkommen durch den Wind war, wenn wir mit dem ersten Kater schlimme Dinge (z.B. Augen putzen bei Lucky oder Fellpflege bei Sirius) machen mussten. Und in den letzten Wochen, bevor wir Lucky einschläfern lassen mussten, hatten wir das volle Programm mit "Sirius wird geputzt, bis er schnurrt, dass das Zimmer wackelt" und "Sirius rummst Lucky bei jedem Vorbeigehen so richtig mit seinem dicken Katerschädel an".

Mit Jasminchen und Sirius war es dann ähnlich. Stress wegen dem Spielverhalten (Jasminchen wollte auch ein bisschen raufen oder zumindest fangen spielen - Sirius nicht!). Aber auch entspannt im selben Zimmer liegen, obwohl andere Möglichkeiten da sind, gemeinsam aus einem Napf fressen, dann ein freundliches Gurren hier, ein Schnuppern da. Wenn es für den einen Leckerlis gab, stand der andere sofort auf der Matte. Sirius hat sich von Jasminchen "abgeguckt" (er war fast blind), wie man das mit dem Fummelbrett macht. Ebenfalls Terrortier-Alarm beim Tierarzttermin, und wenn Jasmin in ein anderes Zimmer musste, hat Sirius am Schluss partout nichts im Futternapf angerührt, weil, der böse Mensch könnte ja und so. Und als wir Sirius vor drei Wochen einschläfern lassen mussten, hat Jasminchen auch lange, lange nach ihm gesucht und gerufen und geschrien wie wild, weil sie ihn einfach nicht gefunden hat.

Jetzt ist die Kleine mit ihren 14 Jahren alleine (nach zwei toten Katzen innerhalb von sieben Monaten kann ich einfach noch nicht über eine neue Freundin oder einen neuen Freund für sie nachdenken) und obwohl ich viel zu Hause bin und sie die Plätze auf unseren Schößen sozusagen gepachtet hat, man merkt ihr schon an, dass ihr etwas abgeht und dass sie es besser fände, wenn sie jemanden hätte, mit dem sie gemeinsam ihrem Alubällchen hinterher jagen und den Kratzbaum hinauffetzen könnte.
 
  • 2 Katzendamen verstehen sich nicht Beitrag #24
Sich "dringend brauchen" ist so eine Sache. Es gibt bestimmt viele Katzen die mit anderen zusammen leben, aber diese nicht dringend brauchen sondern nur akzeptieren. Wie Glasi schon schrieb, sind freundliche Interaktionen bei Katzen manchmal schon ein blinzeln. Blinzeln ist vergleichbar mit einem Lächeln bei uns Menschen.
Für mich ist eine Katze dann kein Einzelgänger, wenn sie andere Katzen um sich akzeptiert. Wenn sie sich nicht verprügeln bis aufs Blut, sondern auch einfach entspannen können. Wenn sie ohne Ängste aneinander vorbei gehen und nebeneinander fressen. Das gleiche Klo benutzen oder zusammen aus dem Fenster gucken wenn dort was interessantes zu sehen ist. Wenn sie sich anblinzeln um dem anderen zu zeigen " hey ich tue dir nichts". Sie müssen sich nicht immer zusammen knubbeln, das ist nur das Tüpfelchen auf dem i.
 
  • 2 Katzendamen verstehen sich nicht Beitrag #25
Welche Katze meinst du die gestresst durch die Whg läuft?
Dabei bezog ich mich auf diese Aussage:
Meine Katze traut sich kaum in der Wohnung zu bewegen, rennt gestresst weg, kriegt immer mal wieder Prügel. DAS find ich schlimm (und trotzdem gerade noch akzeptabel) :-(

Ich finde es halt interessant, dass ihr davon ausgeht, dass Katzen, auch wenn man nicht unbedingt eine Kommunikation bemerkt, dann "freundlich" miteinander kommunizieren.
Warum kann das Blinzeln nicht auch ein Versuch sein, einfach zu beschwichtigen. Gerade Wohnungskatzen bleibt ja wenig Möglichkeit, einer anderen Katze aus dem Weg zu gehen. Bleibt nur ständiger Kampf oder möglichst unbeschadet nebeneinander her zu leben. (Wenn man bei meinem Beispiel davon ausgeht, dass sich die Katzen nicht sympatisch sind).

Ob eine Katze in der Gruppe die ständig versuchen muß, möglichst unbeschadet den Tag zu überstehen, glücklicher ist, als eine Katze die "künstlich" zur Einzelkatze gemacht wurde, es nicht anders kennt, deswegen keine Artgenossen vermisst bezweifle ich.

Mit dem Akzeptieren ist das so eine Sache. Es bedeutet etwas anzunehmen, sich mit etwas abzufinden. Ich finde es interessant, dass dieses Akzeptieren für viele eine gelungene Zusammenführung darstellt.

Denn oft wird ja so dargestellt, dass Katzen Artgenossen für ihr Seelenheil brauchen.

Wenn ich etwas brauche/ wünsche, muß ich mich aber nicht erst dagegen verwehren und schlußendlich damit abfinden? :???:
 
  • 2 Katzendamen verstehen sich nicht Beitrag #26
Geht man nur nach dieser Aussage, (ich weis ja jetzt nicht in welchem Zusammenhang die steht) dann würde ich erst mal spontan sagen, dass ea bei den beiden Katzen (noch ) nicht passt. Vielleicht ist eine zu dominant und die andere lässt sich schnell unterbuttern. Sowas verleitet katzen manchmal bis zum mobbing des schwächeren. Aber das heißt nicht das man da direkt 2 Einzelgänger sitzen hat.
Wenn eine Katze jeden Tag aufs neue versuchen muss, diesen unbeschadet zu bestehen, dann ist für micj erst mal die Gruppe falsch zusammen gestellt.
Und mit akzeptieren meine ich nicht, das man sich mit etwas abfinden muss. Das hört sich so trostlos an, ohne Lebensgeist. Außerdem müssen viele katzen in einzelhaltung sich ja auch damit abfinden. Ob sie das so wollen oder nicht.
Und was meinst du mit verwehren?
 
  • 2 Katzendamen verstehen sich nicht Beitrag #27
Eine Katze, die kätzische Gesellschaft kennt und als Einzelkatze leben muss, leidet.
Ich habe das gerade erlebt.

Eine Katze, die als Kitten in Einzelhaft kommt, resigniert irgendwann und scheint zufrieden zu sein. Aber selbst wenn sie dann später zu anderen Katzen kommt, muss sie zwar erst lernen zu kommunizieren, fühlt sich dann aber wohler als vorher.

Es kann aber immer sein, dass Katzen zusammen kommen, die sich auf Teufel komm raus nicht leiden können.
Das merkt man aber. Das wird aggressiv, da wird mit angelegten Ohren gejagt oder gar gebissen und häufig lebt dann eine Katze nur noch in einem Versteck. In der Regel wird sie dann auch unsauber. Die beiden kann man nur trennen, sie können aber mit anderen Partnern glücklich zusammen leben.

Es gab vor einiger Zeit eine Sendung der BBC im Fernsehen, in der Wissenschaftler Freigängerkatzen verfolgt haben.
Die meisten wurden allein gehalten, trafen aber immer mal auf ihren Streifzügen andere Katzen aus dem Dorf.
Besonders interessant fand ich aber, dass die Katzen aus einem Mehrkatzenhaushalt sich auch draußen zusammen aufhielten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • 2 Katzendamen verstehen sich nicht Beitrag #28
Wenn ich das so lese, bin ich heilfroh, dass sich unsere beiden nur anfauchen. Die Einzelkatze war Freigängerin und hatte so Kontakt zu anderen Katzen, wurde also nicht alleine in der Wohnung gehalten. Warten wir ab, wie es weitergeht.
 
  • 2 Katzendamen verstehen sich nicht Beitrag #29
Meine Zoe war noch keinen Tag ihres Lebens alleine. Und ihr allerallergrößter Wunsch wäre es, alleine leben zu dürfen. Da es für solche Wesen aber keine guten Plätze gibt muss sie sich mit der Situation abfinden :???:. Und ja, sie reißt den Kopf hoch wenn sich im Nebenzimmer jemand im Schlaf umdreht :cry:
Meine letzte Katze hatte entschieden lieber ein Jahr lang (!) ohne Futter und Dach über dem Kopf zu leben als sich weiter die Wohnung mit anderen Katzen teilen zu müssen (BEVOR ich sie aufgenommen hab natürlich). Und ja, das sind vermutlich die statistischen Ausnahmen, von denen schon die Rede war. Dennoch sind es die einzigen (weiblichen) Katzen, die ich persönlich kennengelernt habe.

Meine Kater machen auch ohne kuscheln deutlich, dass sie kätzische Gesellschaft brauchen. Sich beschnuppern, rufen, mal zusammen auf dem Fensterbrett sitzen.... sind für mich sehr deutliche Zeichen.

@TE: nicht alle Katzen sind natürlich gleich und ich hab überhaupt nur noch mal geschrieben um zu erklären was ich meinte. Bei Deinen beiden Damen kann ich nicht im mindesten erkennen, dass eine unzumutbaren Stress hätte. Das wird schon! ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • 2 Katzendamen verstehen sich nicht Beitrag #30
Dabei bezog ich mich auf diese Aussage:


Ich finde es halt interessant, dass ihr davon ausgeht, dass Katzen, auch wenn man nicht unbedingt eine Kommunikation bemerkt, dann "freundlich" miteinander kommunizieren.
Warum kann das Blinzeln nicht auch ein Versuch sein, einfach zu beschwichtigen. Gerade Wohnungskatzen bleibt ja wenig Möglichkeit, einer anderen Katze aus dem Weg zu gehen. Bleibt nur ständiger Kampf oder möglichst unbeschadet nebeneinander her zu leben. (Wenn man bei meinem Beispiel davon ausgeht, dass sich die Katzen nicht sympatisch sind).

Ob eine Katze in der Gruppe die ständig versuchen muß, möglichst unbeschadet den Tag zu überstehen, glücklicher ist, als eine Katze die "künstlich" zur Einzelkatze gemacht wurde, es nicht anders kennt, deswegen keine Artgenossen vermisst bezweifle ich.

Mit dem Akzeptieren ist das so eine Sache. Es bedeutet etwas anzunehmen, sich mit etwas abzufinden. Ich finde es interessant, dass dieses Akzeptieren für viele eine gelungene Zusammenführung darstellt.

Denn oft wird ja so dargestellt, dass Katzen Artgenossen für ihr Seelenheil brauchen.

Wenn ich etwas brauche/ wünsche, muß ich mich aber nicht erst dagegen verwehren und schlußendlich damit abfinden? :???:

Hmm naja , wenn eine Katze nur noch in geduckter Haltung rumläuft und ängstlich vor den anderen ist, ist das für mich auch nicht gelungen. Muss ich zugeben. Aber, nehme ich meine Gruppe, so sind alle mit anderen Katzen aufgewachsen, sie waren nicht 1 Tag ohne kätzische Gesellschaft, bis auf meinen Sammy. Und ausgerechnet der ist es, der hier jeden Neuzugang mit Nasenstupser begrüßt und solange in seiner Nähe bleibt, bis der neue ihn mag. Sammy liebt jede andere Katze die hier rein spaziert, dennoch kuschelt er nicht mit ihnen. Neben ihnen liegen ja, aber nicht kuscheln. Spielen, toben, jagen aber auch sehr gerne.

Jede in meiner Gruppe ist unterschiedlich, sie haben alle ihren eigenen Charakter, da kann man nicht zwangsläufig erwarten das sie dauerkuscheln. Painty ist sicher etwas eigen, aber spätestens als ich hier her gezogen bin, habe ich gemerkt wie sehr meine Katzen einander brauchen. Tessa und Xanthi, die beiden die sich öfters mal anzicken, weil sie ihre Rangordnung ab und an klären (sie haben sich aber nie verletzt) saßen 2 Tage übereinander hinter dem PC Tisch. die anderen fühlten sich hier wohl, gingen aber immer wieder gucken nach beiden. Auch Painty, sie war danach völlig verändert, sie war die erste Zeit unheimlich lieb zu allen anderen, kein gebrummel, kein gehaue wenn einer an ihr vorbei ist. Heute ist sie wieder so wie vorher, aber das ist ihr Wesen. sie meint es nicht böse, sie hat noch nie eine Katze gejagt, noch nie eine Katze verletzt. Sie mag halt spielzeug nicht teilen, das ist doch ok. Die anderen haben deswegen kein Problem mit Painty, im gegenteil, T-jay sucht ihre Nähe, er liebt sie. Manchmal lässt es painty inzwischen auch bei ihm zu das sie miteinander kuscheln. Das war für mich unheimlich schön zu sehen, denn seit Bacardy hatte sie keinen mehr mit dem sie kuscheln wollte. Nun hat sie wieder einen Freund gefunden. Einem dem es, wie den anderen auch, nichts ausmacht, das sie so ist, wie sie ist.

Was Mobbing betrifft, das konnte ich bei meinen bisher, nicht einmal ansatzweise erkennen. Aber ich zweifle ohnehin daran das Katzen den ausdruck Mobbing kennen.

lg Juli
 
  • 2 Katzendamen verstehen sich nicht Beitrag #31
Was Mobbing betrifft, das konnte ich bei meinen bisher, nicht einmal ansatzweise erkennen. Aber ich zweifle ohnehin daran das Katzen den ausdruck Mobbing kennen.

lg Juli

Das Katzen den Begriff Mobbing nicht kennen, ist mir klar. Man könnte dazu auch sagen: Katze A nutzt die Schwächen von Katze B aus um sich zu behaupten o.ä. und das dauernd.
 
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