02.04.2016 Das Kükenschreddern geht weiter Beitrag #21 Fyannon Beiträge 79 Reaktionspunkte 0 Linette schrieb: Eier legen können sie zwar nicht. Aber man kann sie essen, wenn man "Zweinutzungshühner" nimmt - oder alte Rassen. Auf den traditionellen Bauernhöfen wurden/werden doch die Hähne nicht weggeworfen, sondern aufgezogen und später geschlachtet. Zum Vergrößern anklicken.... Da liegt leider das Problem in der konventionellen Viehzucht, denn die Hähne setzen an der Brust nicht so viel Fleisch an wie ihre weiblichen Artgenossen. Und da die Nachfrage an Brustfleisch immer höher wird (weil Knochen und Sehnen "eklig" sind), werden Hähne immer "unwirtschaftlicher". Ein Trend, den ich im Übrigen null Nachvollziehen kann, da ja erst der Knochen und die Haut den Geschmack ans Fleisch geben... Ich verzichte inzwischen weitestgehend auf Eier und Hühnerfleisch, aber ganz geht eben nicht und einen so guten Biomarkt mit Bruderhahn-Eiern habe ich leider nicht in der Nähe :roll: Wird wirklich Zeit, dass sich da was in Deutschland ändert, ich denke auch, dass die Verbraucher bereit dazu sind.
Linette schrieb: Eier legen können sie zwar nicht. Aber man kann sie essen, wenn man "Zweinutzungshühner" nimmt - oder alte Rassen. Auf den traditionellen Bauernhöfen wurden/werden doch die Hähne nicht weggeworfen, sondern aufgezogen und später geschlachtet. Zum Vergrößern anklicken.... Da liegt leider das Problem in der konventionellen Viehzucht, denn die Hähne setzen an der Brust nicht so viel Fleisch an wie ihre weiblichen Artgenossen. Und da die Nachfrage an Brustfleisch immer höher wird (weil Knochen und Sehnen "eklig" sind), werden Hähne immer "unwirtschaftlicher". Ein Trend, den ich im Übrigen null Nachvollziehen kann, da ja erst der Knochen und die Haut den Geschmack ans Fleisch geben... Ich verzichte inzwischen weitestgehend auf Eier und Hühnerfleisch, aber ganz geht eben nicht und einen so guten Biomarkt mit Bruderhahn-Eiern habe ich leider nicht in der Nähe :roll: Wird wirklich Zeit, dass sich da was in Deutschland ändert, ich denke auch, dass die Verbraucher bereit dazu sind.
02.04.2016 Das Kükenschreddern geht weiter Beitrag #22 Mascha04 Beiträge 3.370 Reaktionspunkte 45 Fyannon schrieb: Wird wirklich Zeit, dass sich da was in Deutschland ändert, ich denke auch, dass die Verbraucher bereit dazu sind. Zum Vergrößern anklicken.... Das glaube ich eher nicht wenn ich mir die Wochenendeinkäufe der Kunden vor mir auf dem Band anschaue. Bio- und Freilandeier werden hier wenig gekauft und es gibt in meinem Wohnort nicht mal einen Bioladen, der konnte sich nicht halten. Ist aber wahrscheinlich regional unterschiedlich.
Fyannon schrieb: Wird wirklich Zeit, dass sich da was in Deutschland ändert, ich denke auch, dass die Verbraucher bereit dazu sind. Zum Vergrößern anklicken.... Das glaube ich eher nicht wenn ich mir die Wochenendeinkäufe der Kunden vor mir auf dem Band anschaue. Bio- und Freilandeier werden hier wenig gekauft und es gibt in meinem Wohnort nicht mal einen Bioladen, der konnte sich nicht halten. Ist aber wahrscheinlich regional unterschiedlich.
02.04.2016 Das Kükenschreddern geht weiter Beitrag #23 Fyannon Beiträge 79 Reaktionspunkte 0 Mascha04 schrieb: Das glaube ich eher nicht wenn ich mir die Wochenendeinkäufe der Kunden vor mir auf dem Band anschaue. Bio- und Freilandeier werden hier wenig gekauft und es gibt in meinem Wohnort nicht mal einen Bioladen, der konnte sich nicht halten. Ist aber wahrscheinlich regional unterschiedlich. Zum Vergrößern anklicken.... Gut, kann da nur von Bayern und Baden-Württemberg in den letzten Jahren berichten, und da ich selber nicht in Discountern einkaufe, sehe ich diesen Anteil der Kunden wahrscheinlich auch selten. Hier schaffen es Biomärkte inzwischen bis in die Innenstadt und Angebote wie Fleisch auf Bestellung vom Biohof sind hier auch gut angenommen.
Mascha04 schrieb: Das glaube ich eher nicht wenn ich mir die Wochenendeinkäufe der Kunden vor mir auf dem Band anschaue. Bio- und Freilandeier werden hier wenig gekauft und es gibt in meinem Wohnort nicht mal einen Bioladen, der konnte sich nicht halten. Ist aber wahrscheinlich regional unterschiedlich. Zum Vergrößern anklicken.... Gut, kann da nur von Bayern und Baden-Württemberg in den letzten Jahren berichten, und da ich selber nicht in Discountern einkaufe, sehe ich diesen Anteil der Kunden wahrscheinlich auch selten. Hier schaffen es Biomärkte inzwischen bis in die Innenstadt und Angebote wie Fleisch auf Bestellung vom Biohof sind hier auch gut angenommen.
02.04.2016 Das Kükenschreddern geht weiter Beitrag #24 Mascha04 Beiträge 3.370 Reaktionspunkte 45 Ja, Bayern und Baden-Württemberg sind da schon viel weiter als NRW. In den Großstädten gibt es schon Bioläden, in den kleineren Städten leider nicht. Mittlerweile gehört das Ruhrgebiet auch zu den ärmsten Regionen Deutschlands. Deswegen verzichte ich schon seit dreissig Jahren auf Fleisch und weitgehend auf Eier und Milchprodukte, aber meine Katzen und die Streuner nicht. Sie profitieren von dem Überangebot an "Abfallfleisch", sonst wäre das Katzen- und Hundefutter viel teurer. Ich kann mich noch gut erinnern dass es vor ca. fünfzig Jahren noch gar kein Katzen- und Hundefutter in Dosen gab. Da wurden die Hunde mit Abfallfleisch vom Metzger versorgt und die Katzen bekamen Kartoffeln oder Brot mit Milch und haben sich selbst gebarft. Das ist auch heute noch auf vielen Bauernhöfen so. Ich bin mir bewusst, dass ich in einem Widerspruch leben muss, mir würde es aber nie einfallen meine Katzen vegetarisch zu ernähren.
Ja, Bayern und Baden-Württemberg sind da schon viel weiter als NRW. In den Großstädten gibt es schon Bioläden, in den kleineren Städten leider nicht. Mittlerweile gehört das Ruhrgebiet auch zu den ärmsten Regionen Deutschlands. Deswegen verzichte ich schon seit dreissig Jahren auf Fleisch und weitgehend auf Eier und Milchprodukte, aber meine Katzen und die Streuner nicht. Sie profitieren von dem Überangebot an "Abfallfleisch", sonst wäre das Katzen- und Hundefutter viel teurer. Ich kann mich noch gut erinnern dass es vor ca. fünfzig Jahren noch gar kein Katzen- und Hundefutter in Dosen gab. Da wurden die Hunde mit Abfallfleisch vom Metzger versorgt und die Katzen bekamen Kartoffeln oder Brot mit Milch und haben sich selbst gebarft. Das ist auch heute noch auf vielen Bauernhöfen so. Ich bin mir bewusst, dass ich in einem Widerspruch leben muss, mir würde es aber nie einfallen meine Katzen vegetarisch zu ernähren.
04.04.2016 Das Kükenschreddern geht weiter Beitrag #25 FunnyCH Beiträge 3.282 Reaktionspunkte 26 Habe grad Antwort von piluweri erhalten: ja, wir handeln Bruderhahneier, auch im Hofverkauf. Wenn die Verfügbarkeit es zulässt haben wir nur diese im Sortiment, derzeit sind Eier im Allgemeinen knapp, auch die des Bruderhanprojektes. In dieser Zeit verkaufen wir auch "normale" Bioland/ Demetereier. Diese Woche haben wir Bruderhahneier im 6er Karton da, Sie können also gerne am Dienstag oder Freitag zum einkaufen kommen. Ick freu mir!! :lol:
Habe grad Antwort von piluweri erhalten: ja, wir handeln Bruderhahneier, auch im Hofverkauf. Wenn die Verfügbarkeit es zulässt haben wir nur diese im Sortiment, derzeit sind Eier im Allgemeinen knapp, auch die des Bruderhanprojektes. In dieser Zeit verkaufen wir auch "normale" Bioland/ Demetereier. Diese Woche haben wir Bruderhahneier im 6er Karton da, Sie können also gerne am Dienstag oder Freitag zum einkaufen kommen. Ick freu mir!! :lol:
04.04.2016 Das Kükenschreddern geht weiter Beitrag #26 Frigida Beiträge 31.939 Reaktionspunkte 1.284 Das Problem ist doch auch, dass es in der "Geflügelproduktion" nur noch 2 Rassen gibt. Da wären einmal die Legehennen, die lediglich für's Eierlegen gezüchtet werden und etwa 300 Eier im Jahr legen müssen. Nach etwa 12 - 15 Monaten lässt die Legeleistung nach und dann werden sie geschlachtet. Da die männlichen Vertreter dieser Rasse eben keine Eier legen können und auch nicht schnell genug wachsen wie die Mastrasse, werden sie wie beschrieben zerstückelt oder vergast. Die Mastrassen sind durch Überzüchtung (z.B. Wegzüchtung des Sättigungsgefühls) meist gar nicht mehr in der Lage lange zu leben oder gesund zu bleiben. Sie brechen förmlich unter ihrem Gewicht zusammen. Im übrigen unterscheidet sich die Bio-Massentierhaltung nicht sehr von der üblichen Geflügelzucht. Die Tiere haben mehr Platz, aber auch hier werden die gleichen Rassen gezüchtet und die männlichen Tiere der Legehennen getötet. Durch die Haltung in großen Gruppen können die natürlich Bedürfnisse von Hühnern nicht erfüllt werden. Normal ist eine Gruppe von 5 - 20 Tieren, fremde Artgenossen werden weggepickt. Und so picken die Tiere aufeinander ein und verletzen sich schwer. Auch das schmerzhafte Kupieren der Schnäbel ist nutzlos dagegen, trotzdem wird es gemacht. Und es liegt noch vieles vieles mehr im Argen. Ich bin aus gutem Grund Vegetarier. Weil ich das eben nicht will. Weil ich auch schuld bin, wenn ich solche Eier und solches Fleisch kaufe. Um meine Katzen zu füttern, muss ich ziemlich über meinen Schatten springen. Besonders, wenn es Rohfleisch gibt.
Das Problem ist doch auch, dass es in der "Geflügelproduktion" nur noch 2 Rassen gibt. Da wären einmal die Legehennen, die lediglich für's Eierlegen gezüchtet werden und etwa 300 Eier im Jahr legen müssen. Nach etwa 12 - 15 Monaten lässt die Legeleistung nach und dann werden sie geschlachtet. Da die männlichen Vertreter dieser Rasse eben keine Eier legen können und auch nicht schnell genug wachsen wie die Mastrasse, werden sie wie beschrieben zerstückelt oder vergast. Die Mastrassen sind durch Überzüchtung (z.B. Wegzüchtung des Sättigungsgefühls) meist gar nicht mehr in der Lage lange zu leben oder gesund zu bleiben. Sie brechen förmlich unter ihrem Gewicht zusammen. Im übrigen unterscheidet sich die Bio-Massentierhaltung nicht sehr von der üblichen Geflügelzucht. Die Tiere haben mehr Platz, aber auch hier werden die gleichen Rassen gezüchtet und die männlichen Tiere der Legehennen getötet. Durch die Haltung in großen Gruppen können die natürlich Bedürfnisse von Hühnern nicht erfüllt werden. Normal ist eine Gruppe von 5 - 20 Tieren, fremde Artgenossen werden weggepickt. Und so picken die Tiere aufeinander ein und verletzen sich schwer. Auch das schmerzhafte Kupieren der Schnäbel ist nutzlos dagegen, trotzdem wird es gemacht. Und es liegt noch vieles vieles mehr im Argen. Ich bin aus gutem Grund Vegetarier. Weil ich das eben nicht will. Weil ich auch schuld bin, wenn ich solche Eier und solches Fleisch kaufe. Um meine Katzen zu füttern, muss ich ziemlich über meinen Schatten springen. Besonders, wenn es Rohfleisch gibt.
10.04.2016 Das Kükenschreddern geht weiter Beitrag #27 Lady of Camster Beiträge 7.039 Reaktionspunkte 270 Habe mal bei den GRÜNEN nachgefragt, bezüglich Tierschutz allgemein, und auch sofort eine ausführliche Rückmeldung erhalten. Zum Thema Kückenschreddern, und allgemein härtere Bestrafungen für Verstöße gegen das Tierschutz-Gesetz, haben sie schon einiges versucht. Leider findet die Justiz aber noch immer "Schlupflöcher" gegen die sie nicht ankommen. Deshalb versuchen sie, die Gesetze zu ändern mit der Begründung, dass die Gesetze ja sehr veraltet sind. Leider haben sie ja aber nicht das alleinige Stimmrecht, weshalb es noch immer sehr schwer ist da was zu ändern.
Habe mal bei den GRÜNEN nachgefragt, bezüglich Tierschutz allgemein, und auch sofort eine ausführliche Rückmeldung erhalten. Zum Thema Kückenschreddern, und allgemein härtere Bestrafungen für Verstöße gegen das Tierschutz-Gesetz, haben sie schon einiges versucht. Leider findet die Justiz aber noch immer "Schlupflöcher" gegen die sie nicht ankommen. Deshalb versuchen sie, die Gesetze zu ändern mit der Begründung, dass die Gesetze ja sehr veraltet sind. Leider haben sie ja aber nicht das alleinige Stimmrecht, weshalb es noch immer sehr schwer ist da was zu ändern.