Hallo Majas Schwester,
deine Schwester hat da schon recht. Es ist zwar richtig, dass auch Tierheim-Katzen Katzen von nicht-Züchtern (genannt Vermehrer) sind, aber sie wurden dem Vermehrer ja nunmal schon abgekauft.
Der einzige, den du also mit dem Kauf von
Tierheim-Katzen unterstützt, ist das Tierheim.
Wenn du jedoch die Katzen eines Vermehrers kaufst, unterstützt du damit Menschen, die nur aus reiner Profitgier mit potentiell kranken Katzen "züchten", um sich teure Untersuchungen zu sparen, obwohl die Welt sowieso schon mit Katzen überbevölkert ist.
Denn wenn diese Vermehrer ihre Katzen immer wieder loswerden und verkauft bekommen und dafür Geld kriegen, was haben sie dann für einen Grund, diese Tierquälerische Macherei aufzugeben? Richtig, keinen.
Und die Krankheiten und Tests, die deine Schwester da anspricht, die ein
verantwortungsvoller Züchter durchführt, sind sehr wichtig. Hier ein Blogbeitrag zu der Frage,
warum sie so wichtig sind:
http://www.katzen-fieber.de/erfahrungsbericht-vermehrerkatze-unserioeser-zuechter.php
Es geht also bei dem Stammbaum und den Papieren, die du von einem seriösen Züchter bekommst, nicht darum, dass deine Katze besonders toll ist oder zur Zucht tauglich, sondern es ist ein Zertifikat dafür, dass die Elternkatzen und auch die Kitten nach bestem Wissen und Gewissen getestet und umsorgt wurden, dass keine vermeidbaren Erbkrankheiten vorliegen und der Züchter sich um alles gekümmert hast, sprich, dass du auch wirklich das bekommst, wofür du zahlst: ein gesundes, soziales, angstfreies Kitten.
Westpark-Nic hat auf ihrer Homepage für ihre
BKH-Zucht eine sehr passende Anekdote zum Thema veröffentlicht:
http://www.vomwestpark.de/
(Unterpunkte [infos] und dann [geht es auch billiger?])
Was das Abgabealter angeht, Kitten sollten definitiv erst mit 12 Wochen von der Mama getrennt und niemals in Einzelhaltung vermittelt werden!
Allein die Tatsache, dass die Frau, mit der du schriebst, ihr Kitten nicht bis zur 12. Woche behalten wollte, zeigt, dass sie eben keine Züchterin ist, sondern eine Vermehrerin, die nur hinter dem Geld her ist.
Ich verrate dir mal etwas: seriöse Züchter verdienen mit ihren "teuren" Kitten im Endeffekt weniger, als Vermehrer mit ihren verhältnismäßig billigen Tieren. Sich um ein Tierbaby und dessen Eltern vernünftig zu kümmern, ist nämlich teuer.
Und wenn ein Kitten günstiger ist, wird dieses Geld an der Versorgung der Katzen gespart und so etwas sollte man nicht unterstützen.
Das sollte einem das Lebewesen schon wert sein, was man da kauft.
Dass ältere Katzen sich nicht verstehen, ist auch nicht zwangsläufig so.
Erstens können auch Kitten, die sich als Babys super verstanden haben, sich hinterher unterschiedlich entwickeln und sich nicht mehr so sehr mögen.
Und zweitens gibt es viele ältere Tiere im Tierheim, die sich so gut verstehen, dass sie nur als Paar vermittelt werden, schau doch da einfach mal.
Übrigens gibt es auch im Tierheim Rassekatzen, du musst also nicht darauf verzichten,
BKH-Katzen zu haben, nur weil du dich im
Tierheim umschaust.
Hier zB:
http://www.rassekatzen-im-tierheim.de/category/britisch-kurzhaar-und-mixe/
Oder hier:
http://www.rassekatzen-in-not.com/
findest du bestimmt etwas passendes.
Dass die Mutter mit 8 Wochen für Laienaugen kein Interesse mehr an den Kitten hat, liegt daran, dass sie sie ab diesem Zeitpunkt nicht mehr rund um die Uhr versorgt.
Die Kitten lernen ab diesem Zeitpunkt, was "nein" heißt und wie sie sich ohne den Schutz der Mutter mit anderen Katzen auseinandersetzen können.
Trotzdem ist die Mutterkatze in dieser Phase nicht weniger wichtig, denn sie zeigt den Kitten die Grenzen und das richtige Verhalten.
Wer hier keine Ahnung hat, ist also definitiv die Vermehrerin, mit der du geschrieben hast und nicht deine Schwester.
Ich hoffe, ich konnte deine Fragen zufriedenstellend beantworten.
LG
Lara