Hallo zusammen,
Ich benötige ein paar Tips zu meiner lieben Fundkatze Lizzy (geschätzt über 10 Jahre alt) welche chronische
Pankreatitis hat. Vor allem wie ihr damit umgehen würdet.
Jetzt bin ich natürlich etwas vernichtet, vor allem nach den ganzen Horrorgeschichten die man darüber online findet. Das macht mich schon fast selber krank. Ganz am Anfang dachte ich als sie erbrach, das käme davon wenn man ab und zu das ganze Futter zusammen versucht zu verschlingen. Denn sie ist ja eine gaaanz Hungrige ;-) Als sie aber irgendwann da sass und nachdem sie nix gegessen hatte nur etwas Schaum erbrach wurde es mir dann zu bunt. Es war einfach ein schleichender Verfall. Hoffentlich ist es jetzt nicht allzu spät.
Blutuntersuchung ergab fPLI > 40 (andere Werte unten). Nochmals bestätigt hat es sich durch eine Ultraschalluntersuchung. Sie war noch nicht so schlimm dran, dass man viel davon mitbekommen hätte, obwohl wir eigentlich viel Zeit miteinander verbringen. Genausowenig wurde eine intensivmedizinische Versorgung benötigt, über die ich oft bei BSD-Problemen gelesen habe. Die (von aussen ersichtlichen) Symptome sind also relativ mild. Sie nimmt weder ab, noch ist sie lethargischer als andere Katzen ihres Alters vermutlich.
Man liest auch viel von Triaditis und Zuckerkrankheit. Ich frag nochmal den Doc, aber davon hat zum Glück noch keiner was gesagt.
Bisher unternommen wurde: 1x Bykahepar (Gallenblase entleeren), 2x 14 Tage Convenia (AB), nun regelmässig Ursochol (nebenliegender Gallengang war ebenfalls angegriffen laut Ultraschall), sowie Low-Fat Futter. Ein Tierarzt meinte alle 2 Wochen AB (Convenia), ich weiss aber nicht ob er wirklich meinte alle 2 Wochen auf ewig, sowie Low-Fat, mehr könne man nicht tun. Grundlegend mag das stimmen, wenn man nun aber bedenkt, dass z.B. der fPLI-Test anscheinend vor ein paar Jahren noch was ganz Exotisches war, ist das Ganze für mich aber kein Grund mich nicht weiterhin mit der Situation im Detail auseinanderzusetzen.
Das mit auf ewig AB hab ich nicht verstanden, denn, ist das Organ einmal geschädigt, muss es ja deswegen nicht permanent mit irgendwas infiziert sein. Allerdings kann bzw. wird unausweichlich aus der Krankheit eine Insuffizienz entstehen die man irgendwie kompensieren muss. Ausserdem muss man auf akute Schübe achten, wo auch immer die herkommen. Ergo Low-Fat Futter sowie evnt Nahrungsergänzungsmittel, Enzyme, B12 etc. bei Insuffizienz. Erstmal Low-Fat.
Wie es nun weiter gehen soll scheint eher ein Experiment zu sein, als eine Wissenschaft. Meine Tierärztin meinte, da solche Erkrankungen oft unentdeckt bleiben, bzw. viel zu spät diagnostiziert werden, wüsste man sowieso nicht was die Ursachen seien oder welche Behandlung denn nun wirklich den grössten Erfolg verspräche, abgesehen von den obigen Dingen die man auf keinen Fall weglassen sollte.
Schnurren (was ja auch Schmerzen sein können) tut sie eigentlich nur in angenehmen Situationen; ich habe sie noch nicht in Kauerstellung oder so gesehen was ja definitiv auf Schmerzen hindeuten würde. Aber bei Katzen weiss man das ja nicht so genau. Da sie, wenn sie wirklich Hunger hat, alles zusammen verschlingt, und dann ab und zu mal erbricht, ist es schwierig zu sagen ob das jetzt wegen der Erkrankung war, oder wegen der Gier

Momentan frisst sie mal so, mal so, geht, sie ist auch wählerisch, und das Diätfutter, naja ihr könnt euch denken ... ;-) Frisst natürlich auch Gras und erbricht... Ein 100% gutes Gefühl habe ich nicht. Haarballen kann sie ja nicht immer haben, vermutlich ist es dann wegen Bauchschmerzen, die Arme... Oder ich bin paranoid. Sie ruht viel, hey sie ist ja auch ein Senior... und so eine Liebe, schläft auf dem Schoss und im Bett und bringt Mäuse, zumindest im Sommer wenn sie rausgeht... Denke mal, dass Mäuse genauso gut sind wie (Diät)futter...
Ich versuche ab jetzt soviel kleine Mahlzeiten zu verabreichen wie möglich. Wenn sie natürlich 5 Stunden pennt und dann seeeehr hungrig ist ;-) , ist das sone Sache. Ich versuchs jetzt mit nem Futterautomat der immer nur eine Portion anbietet. Denn es hilft auch nix wenn sie eine verpennt, dann sind zwei da, frisst dann beide zusammen, voilà....
Gerne nehme ich nun hilfreiche Stichworte entgegen, die euch bei dieser Geschichte im Sinn herumschwirren.

Hab ich was Grundlegendes vergessen? Was ist euer Eindruck der Situation?
Später diesen Monat steht die jährliche Impfung an, dann machen wir nochmal ein Blutbild.
VLG
Marki
PS. Hier noch die Werte die stark erhöht waren:
Lipase 65.5 U/l + < 26
Cholesterin 6.2 mmol/l + 1.8-3.9
Eosinophile 8 % + 0-6
Eosinophile 0.8 G/l + 0.04-0.6
fPLI: > 40 μg/l + < 3.5
Klingt sogar für mich als Nicht-Mediziner einleuchtend: Durch Pankreasproblem (fPLI) wird Fett nicht mehr richtig verdaut (Cholesterin), und Pankreas ist entzündet (erhöhte Leukozyten). fPLI macht es dann klar.
Hart am Limit (hoch oder tief):
Fructosamine 334.0 μmol/l < 340
Natrium 146 mmol/l 145-158
Kreatinin 167.0 μmol/l 0-168.0
Lymphozyten 15 % 15-38
Monozyten 4 % 0-4