Katzenklappentraining

Diskutiere Katzenklappentraining im Spielzeug, Balkone und gesicherte Gärten Forum im Bereich Katzenfreunde; Seit Anfang des Jahres haben wir eine SureFlap-Haustierklappe installiert. Jetzt stellt sich aber die Frage: Wie bringe ich Katzingers bei...
  • Katzenklappentraining Beitrag #1
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Nirka

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Seit Anfang des Jahres haben wir eine SureFlap-Haustierklappe installiert.

Jetzt stellt sich aber die Frage: Wie bringe ich Katzingers bei, selbige auch zu benutzen?
Und zwar geht es noch nicht mal um die Problematik von wegen Verzögerung durch Chip-Erkennung oder Angst vor dem Klacken der Verschlüsse, sondern es hapert schon vorher.

Wir haben die Klappe erst mal im "Nicht-Lese-Modus" laufen, also so dass, theoretisch jede Katze rein und raus gehen kann (ist kein Problem, weil zur Zeit die Terrasse eh noch mit einem Katzennetz eingezäunt ist), damit die Bedienung für Katzingers möglichst simpel ist.

Wenn wir die Klappe hochhalten bzw. mit Klebeband fixieren, wird der Durchgang auch von beiden gerne genutzt. Ist die Klappe aber unten und wird von dem Magnetverschluss in Position gehalten, wird sie von beiden als "kein Durchgang" interpretiert.
Miss Marple guckt dann einfach nur aus dem "Fenster" oder geht weg.
Und der Kater macht es ähnlich: Er hat anfangs mal mit der Pfote gekratzt, aber als das keinen Effekt hatte, ist auch er wieder abgezogen.

Mit Leckerlie locken haben wir schon probiert - sie guckt dann nur skeptisch (ist halt ein Scheuchen) und er kratzt dann wie wild an der Klappe, was aber natürlich nichts bringt.

Wenn ich die Klappe so halb hochhalte und ein Leckerlie durchwerfe, geht er hinterher - aber dann muss er ja auch nicht selber mit dem Kopf dagegen drücken, bzw. der Widerstand fehlt.

Ich habe ihn aus lauter Verzweiflung auch schon mal einfach "durchgeschoben" - was er nicht so prickelnd fand und was auch keinerlei Lerneffekt hatte.

Wie habt ihr das bei euren gemacht?

Wir würden sie so gerne raus in den Garten lassen, aber dafür sollten sie schon den Umgang mit der Klappe beherrschen oder zumindest grundsätzlich verstanden haben, damit sie auch wieder reinkommen können, wenn wir berufsbeding nicht da sind.
 
  • Katzenklappentraining Beitrag #2
Hallo Nirka,

Wie lange habt ihr denn mit hochgebunder Klappe trainiert? Und habt ihr sie dann nach und nach etwas weiter zu gemacht?

Und noch eine Anregung (falls noch nicht probiert):
Die Klappe nur einen kleinen Spalt auflassen und dahinter Leckerlis positionieren. Und dann weggehen und sie alleine probieren lassen, an die Leckerlis zu kommen.

Bei unserer Lady war es tatsächlich so, dass sie uns nur groß angeschaut hat, als wir dabei waren. Sobald wir außer Sichtweite waren, ist sie durchgegangen, die kleine Schauspielerin :mrgreen:
 
  • Katzenklappentraining Beitrag #3
Mit der hochgeklebten Klappe, das machen wir jetzt schon ein paar Wochen - halt immer dann, wenn es das Wetter zulässt (sprich: nicht der eiskalte Wind durch die offene Klappe fegen würde).
Das ist ja auch gar kein Problem, da gehen beide Anstandslos in beide Richtungen durch.

Und wenn ich die Klappe ein Stück anhebe, geht zumindest auch der Kater durch - sofern ich das Leckerlie durchwerfe, denn wenn es noch im Tunnel liegt, angelt er nur mit der Pfote.
Bei der Katze klappt das eher weniger - aber das liegt mehr an ihrer Scheu vor Menschen, da mag sie sich nicht in Situationen bringen, wo man sie potentiell greifen könnte.

Das Problem ist wirklich dieser Magnetverschluss und dass Kater offenbar abgespeichert hat: Lässt sich mit der Pfote nicht aufdücken, muss also verschlossen sein".
Die Haken kann man ja einklappen, indem man den "offen für alle Modus" einstellt - aber der Magnet bleibt halt immer "aktiv".

Wie bekommt man die Klappe denn "halb offen" hochgebunden, so dass sie noch in beide Richtungen durchgängig ist? Die blockiert doch dann in eine Richtung...
 
  • Katzenklappentraining Beitrag #4
Ich hatte auch schon Katzen denen war es mit Magnet zu stramm, den habe ich dann erst mal rausgepopelt zum Üben.
Ich habe es im Prinzip wie du gemacht, auf der anderern Seite wie irre gelockt usw, dann ging es irgendwann.
Halb hochbinden ist auch gut, dann gehts halt erst mal nur in die eine Richtung zum Üben.
 
  • Katzenklappentraining Beitrag #5
Ich habe mir die Klappe gestern Abend noch mal genauer angeschaut: Leider ist der Magnet offenbar unter dem Plastik verbaut, so dass ich ihn nicht so ohne weiteres herausbekomme...

Sehr schade, denn das wäre vermutlich eine echte Erleichterung gewesen, um den beiden klar zu machen, dass sie die Klappe selbstständig öffnen können, weil das ja auch schon beim Kratzen mit der Pfote einen Effekt gehabt hätte. Und wenn Kater einmal kapiert hat, dass er was öffnen kann, probiert er es auch mal etwas nachdrücklicher, wenn es mal nicht gleich funktioniert.

Hat sonst noch wer einen Tipp, wie ich da weitermachen kann?
 
  • Katzenklappentraining Beitrag #6
Versuch doch mal mit geschlossener Klappe zu üben, wenn dein Kater das kapiert.
Leckerlis nehmen, Kater rufen, Leckerlis zeigen, eins geben, dann mit der Hand die Klappe aufdrücken und die restlichen draußen deponieren.

Dann rafft er vielleicht was gemeint ist und ein Anreiz ist auch da. ;-)
Das Hauptproblem mit Katzenklappen ist, die Katz muss wollen, dann lernt sie es auch.

Manchmal gibt es auch hoffnungslose Fälle, ich habe einen, meine Lilly geht da raus, also kann sie es.
Rein steht aber nicht zur Debatte, von außen ist das Ding der Teufel. :roll:
 
  • Katzenklappentraining Beitrag #7
Das funktioniert so leider nicht.
Er möchte dem Leckerlie ja schon gerne hinterher und kratzt auch dem entsprechend an der Klappe.
Aber das reicht nicht aus, um den Widerstand des Magnetverschlusses zu überwinden, dafür müsste er schon mit dem Kopf dagegen drücken.
Und nachdem er das ein paar mal mit immer dem gleichen Ergebnis probiert hat, kratzt er jetzt noch nicht mal mehr, wenn die Klappe zu ist, sondern nur noch dann, wenn ich den Finger dazwischen halte, damit der Magnetverschluss gar nicht erst greift.
In dieser Position geht er dann auch ganz durch - hebt also auch die Klappe selbstständig mit dem Kopf an.

Ich denke halt echt, dass er es von sich aus gar nicht mehr versuchen würde, die Kappe aufzudrücken, weil er von den bisherigen Versuchen frustriert ist und das Ding als "nicht zu öffnen, wenn ganz zu" abgespeichert hat...

Ich denke, wenn er es mal begriffen hätte, dass er da sehr wohl was ausrichten kann, würde er auch durchgehen (also wenn er raus will und nicht nur unsere Aufmerksamkeit).

Wir bräuchten echt eine andere Katze, die es ihm zeigt, denn wenn ich da irgendwas dran machen, zieht er nicht die richtigen Schlüsse, sondern sortiert es unter "vom Mensch zu öffnende Tür" ein.

Ich habe schon überlegt, mir irgend eine billige Klappe ohne alles zu kaufen und dann eine Attrappe zu bauen, mit der wir dann üben können. Denn offenbar kennt er das System "Katzenklappe" überhaupt noch nicht und kommt gar nicht auf die Idee, dass Katze die eigenständig bedienen kann...
 
  • Katzenklappentraining Beitrag #8
Wir haben das folgendermaßen angestellt (und Tammy ist ein richtiges Mimöschen):
Klappe hochgehalten zum rausgehen. Wenn das souverän klappt, Klappe beim durchgehen den Rücken berühren lassen. Wenn auch das gut und ohne große Gegenwehr klappt, dann Klappe loslassen, sobald die Katze durchgeht.
Wenn auch das entspannt klappt, nur noch den Magnet aufdrücken und Katze durchschicken - hier hat es geholfen Tammy ein bisschen am Poppes zu berühren um "Druck" zu erzeugen.
Und wenn auch das gut klappt, dann die Klappe nur noch mit dem Finger berühren und leichten druck ausüben, aber ohne die Klappe wirklich zu öffnen. Die Katze wird dann denken, dass du sie aufgedrückt hast und durchgehen.

Wenn wir da sind möchte Tammy immer noch angefeuert werden beim rausgehen, aber wenn wir nicht da sind geht sie zuverlässig und vollkommen selbstständig rein und raus.
 
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  • Katzenklappentraining Beitrag #9
So, hier mal ein kleines Update zum Trainingsfortschritt:

Der Kater kann es! Keine Ahnung, an welcher Stelle der Groschen gefallen ist, aber plötzlich hatte er es begriffen. Er war unbemerkt durch die Terrassentür rausgehuscht, so dass wir die Türe zugemacht haben, ohne auf ihn zu warten. Und siehe da: Auf einmal macht es im Katzenzimmer "Plöng-Plöng" und der Herr kommt mauzend angezockelt.
Ich bin mir fast sicher, dass er es schon eine ganze Weile vorher begriffen hatte, aber einfach nicht eingesehen hat, warum er sich die Mühe machen sollte, wenn er doch Personal hat und beim "sich blöd anstellen" auch noch Leckerlies abstauben kann.
Inzwischen probiert er es zwar immer noch mal mit einem halbherzigen Kratzen an der Glastür, aber da wir da nicht mehr drauf reagieren (wir wissen ja jetzt, dass er sich selbst rauslassen kann) trollt er sich dann zur Klappe und benutzt diese.

Miss Marple braucht dafür wohl noch ein wenig. Sie hat zwar schon begriffen, dass es an der Stelle rausgeht und geht auch durch die Klappe, wenn wir sie hochhalten, aber vom aktiven Öffnen ist sie noch weit entfernt. Wir sind jetzt grade dabei, dass sie es toleriert, wenn die Klappe beim Durchgehen ihren Rücken streift.
Mal schauen, vielleicht kommt bei ihr auch irgendwann der Moment, wo es einfach "Klick" macht. Bei dem Futterautomat war das auch so: Das war ein ewiges Hin- und Her und dann von Heute auf Morgen hat sie ihn benutzt, als hätte sie ihr Futter noch nie anders bekommen.

Wir haben inzwischen das Netz von der Terrasse entfernt, so dass die zwei jetzt freien Zugang zum Garten und dem Umland (wir wohnen zum Glück in einem sehr ruhigen Wohngebiet, direkt am Waldrand) haben. Er nutzt das zwar nicht ganz so ausgiebig, aber ihr gefällt es total. Daher hoffen wir einfach mal, dass sie die große Freiheit so sehr lockt, dass sie ihre scheu vor der Klappe überwindet. Denn wenn wir im Büro sind, hat sie ja niemanden, der sie raus- und reinlässt. Außer natürlich dem Kater, der ihr vormacht, wie man da durchgeht.
 
  • Katzenklappentraining Beitrag #10
Heureka, es ist vollbracht!
Und wieder war es so eine "ich hab das doch noch nie anders gemacht"-Aktion.
Wir sitzen im Wohnzimmer, der Kater bei mir auf dem Schoß und plötzlich hören wir die Klappe.
Miss Marple hat endlich begriffen, dass das Ding sie nicht frisst und man es auch ohne menschliche Hilfe aufbekommt.
Zu Anfang ging es zwar erst mal nur in die eine Richtung (nach Draußen), aber kaum eine Woche später dann auch in die andere.
Denn plötzlich kam da ein laut miauendes Fellpuschel ums Eck, als wolle sie uns ganz stolz präsentieren, wie toll sie das jetzt alleine kann.

Seit dem geht sie da durch, wie ein alter Hase. Und als schöner Nebeneffekt ist sie jetzt noch entspannter und sogar schmusiger, als früher. Da sie immer sehr panisch auf Situationen reagiert, in denen sie (vermeintlich) nicht weg kommt, tut ihr diese selbstbestimmte Freiheit echt gut.

Woran genau es gelegen hat, dass die Zwei es plötzlich kapiert haben, können wir nach wie vor nicht sagen. Wir haben eigentlich nichts anderes gemacht, als ihnen immer wieder, wenn sie raus oder rein wollten, die Klappe aufzuhalten, und sie dort durch zu lassen. Wobei wir zum Ende hin dann doch öfter einfach die Terassentür benutzt haben, weil wir eigentlich schon nicht mehr daran geglaubt hatten, dass sie es noch mal begreifen bzw. sich trauen würde.

Also nur Mut! Wie Miss Marple uns eindrucksvoll bewiesen hat, geschehen noch Zeichen und Wunder und man sollte die Hoffnung nie ganz aufgeben - nur seeehr viel Geduld haben.

PS: Der Chip-Leser ist bei uns im Moment noch ausgeschaltet und die Klappe für jeden offen. Das werden wir auch erst mal so lassen, um die zwei jetzt nicht mit was neuem zu verunsichern. Ob wir das überhaupt jemals benutzen, wird sich zeigen - denn weder der Nachbarskater noch irgendwelche Wildtiere haben bis jetzt ein Interesse daran gezeigt, die Klappe zu benutzen. Wobei sie ja auch erst seit Ende Januar eingebaut ist, also mal schauen, ob der Winter da für geänderte Motivationen sorgt...
 
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