Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit

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_Katzenfan_

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Hallo,

Mein Name ist Dominik und ich habe mich kürzlich erst hier angemeldet. Allerdings leider nicht aus einem erfreulichen Grund, sondern in der Hoffnung, hier meine Trauer zu verarbeiten und etwas Trost zu finden, indem ich all meine Gedanken, die mich aktuell beschäftigen, hier aufschreibe.

Alles beginnt mit meiner ersten Erinnerung im Alter von 2 Jahren: An einem sonnigen Tag im Sommer 1999 sitze ich mit meinen Eltern und meinen beiden Schwestern im Auto. Ich schaue aus dem Fenster, als wir gerade in die Einfahrt eines Bauernhofs einbiegen, welcher von starkem Sonnenlicht und von Wärme erfüllt wird...

Das war es auch schon, an mehr kann ich mich aus eigener Kraft gar nicht erinnern, doch durch die Erzählungen meiner Familie weiß ich, dass dies wohl einer der bisher wichtigsten Tage in meinem Leben war und wohl bis zum Ende sein wird. Denn es war der Tag, an dem die kleine Katze Minka und ihr Bruder Speedy in unser Leben traten.

Obwohl ich nicht behaupten kann, eine der beiden Katzen mehr geliebt zu haben, so kann ich nicht bestreiten, dass zwischen Minka und mir immer eine besondere Verbindung bestand, die ich so mit Speedy nicht teilte, trotzdem habe ich mich immer um beide gleichermaßen gesorgt (genauso wie die gesamte Familie).

Jeden Tag, an dem ich von der Schule nachhause kam, wartete Minka meistens schon mit starrem Blick mich fokussierend und mittels lautstarken Wortmeldungen auf ihr Mittagessen wartend. Den Großteil ihres Lebens war sie wohlgenährt und hatte wohl eher ein paar Gramm zu viel auf den Rippen als zu wenig. Allerdings nie so viel, dass ihr Alltag oder ihre Gesundheit davon beeinträchtigt gewesen wären. Sie hatte zwar einen ziemlich großen Garten mit vielfältiger Vegetation (Schwimmteich mit Fröschen + Libellen als lebende Beute inklusive) und eine anliegende Wiese, etwas kleiner als ein Fußballfeld, zur Verfügung, doch sie bevorzugte lieber ein langes Bad in der Sonne und ausgiebige Streicheleinheiten anstatt Mäusejagden und mehrfachen Hausumrundungen, wie ihr Bruder es immer tat. Beide blieben allerdings immer gerne in der Nähe bekannter Gesichter und entfernten sich nie allzu weit von unserem Grundstück, obwohl die Möglichkeit dafür grundsätzlich gegeben ist. Vielleicht war das auch von Vorteil, denn vor den beiden waren schon 3 Katzen (nacheinander) bei uns eingezogen, doch leider fielen diese nach viel zu kurzer Lebensdauer der Hauptstraße neben unserem Haus zum Opfer bzw. verschwanden spurlos. Ironie des Schicksals, dass ich ohne diese schrecklichen Unfälle Minka und Speedy wohl nie kennengelernt hätte...

Und so lief das Leben und meine Kindheit selbstverständlich vor sich hin, egal ob es gute oder schlechte Tage waren und egal auf wen ich mal wütend war oder wer mir in meinen Augen gerade Unrecht getan hatte, ich konnte mich darauf verlassen, dass ich mich auf das Sofa legte und Minka mir mit ihrem außergewöhnlich lautem Schnurren und dem weichen, weißen Fell mit braun-schwarzen Mustern auf Kopf und Rücken Trost spendete. Viele schöne Momente und Erinnerungen und natürlich auch einige Fotos und sogar Videos sammelten sich im Laufe der Jahre. Obwohl ich im Alter von 10-11 Jahre einige schwierige Wochen und Monate lang an starker Niedergeschlagenheit und Traurigkeit litt, ohne einen wirklichen Grund dafür zu kennen, so kann ich meine Kindheit trotzdem als überwiegend schön und glückserfüllt beschreiben, weil ich eine tolle, liebevolle Familie und natürlich 2 wundervolle Katzen hinter mir stehen hatte, die mir durch alle Phasen meines bisherigen Lebens geholfen haben, egal wie schwer sie auch gewesen sein mögen. Ich hoffe sehr stark, dass das auch in Zukunft so sein wird. An manchen Situationen hätte ich wohl viel stärker zu knabbern gehabt oder wäre vielleicht sogar daran zerbrochen, wenn ich diese alleine durchstehen hätte müssen. Das Gleiche gilt auch für meine jetzige Situation.

Nachdem ich dieses Tief überwunden hatte und älter wurde, schien es so, als würde das Leben für immer so unbeschwerlich und leicht voranschreiten wie in den folgenden Jahren. Da ich jemand bin, der sich eher nur schwer mit gravierenden Veränderungen arrangieren kann, schätzte ich es sehr, dass in der Schule und zuhause alles in so geregelten Bahnen ablief und genau das ist auch der Grund, warum es aktuell so schwer für mich ist, Freude an den Dingen zu finden, die mir bis vor wenigen Tagen noch Spaß gemacht haben...

Vor ca. 2 Jahren machte sich Minkas fortgeschrittenes Alter doch allmählich bemerkbar. Ihre Bewegungen wurden langsamer, ihre Verspieltheit seltener und ihr Gewicht weniger. Zuerst natürlich besorgniserregende Zustände für einen fürsorglichen "Katzenpapa" wie ich es war und noch immer bin. Doch ist natürlich hinlänglich bekannt, dass dies ganz normale "Symptome" bei Katzen mit deutlich über 10 Jahren Lebenserfahrung sind. Ihrem Bruder hingegen fiel es weiterhin sehr leicht, Gewicht für den bevorstehenden Winter zuzulegen und dieses im Frühling mit Umtriebigkeit und Bewegungsfreude wieder abzubauen. Trotzdem war mir klar, dass jede Katze individuell auf das Alter reagierte und so machte ich mir keine allzu großen Sorgen über diesen Umstand.

So sahen wir Minkas Zustand als normal an und alle versuchten weiterhin, ihr das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Sie tat das gleiche ja auch für uns und besonders für mich. Logischerweise kam mir in diesen Tagen schon hin und wieder der kurze Gedanke, wie viel Zeit mir mit meiner Katze wohl noch bleiben möge, doch bevor ich lange darüber nachdenken konnte, rempelte sie mich mit ihrem Kopf sanft an meinem Arm und wies mich darauf hin, dass ihr tägliches Verwöhnprogramm noch ausstand. Also erfreute ich mich in diesen Momenten daran, dass sie gerade neben mir lag, ich sie streicheln und ihr weiches Fell spüren konnte und der Tag ihres Ablebens anscheinend noch in ferner Zukunft lag. Und so vergingen die Tage weiter und bei allen Facetten des Lebens war Minka eine Konstante in eben meinem, auf die ich mich verlassen konnte, man war sogar geneigt dazu, ihre Anwesenheit mit Wohlwollen als selbstverständlich anzunehmen, schließlich war sie Bestandteil meines Lebens, seit ich denken kann...

Dann, im November letzten Jahres, fiel uns plötzlich auf, dass sie komische Laute und Geräusche während des Atmens von sich gab und noch am selben Abend verschlechterte sich ihr Zustand deutlich. Da sich an diesem Freitagabend nicht einmal unter der Notrufnummer des Tierarztes jemand meldete, versuchten meine Schwester und ich, Ruhe zu bewahren und unser Möglichstes zu tun. Und glücklicherweise schien es zu funktionieren. Nach 2 Tagen ohne Fressen und mit regelmäßiger Flüssigkeitsaufnahme per Spritze in den Mund schien sie langsam auf den Weg der Besserung zu kommen. Tatsächlich fing sie kurz darauf wieder an, selbstständig zu fressen und zu trinken. Sie hatte während dieser wenigen Tage verhältnismäßig viel Gewicht verloren, doch bevor die ersten sehr kalten Tage Einzug hielten, erholte sich Minka und ihr Verhalten ließ darauf schließen, dass sie sich wieder wohl und gesund fühlte.

Unsere Hoffnungen, Minka könnte die nächsten Wochen und Monate überstehen und noch einen oder sogar zwei schöne Sommer erleben, schienen den Umständen entsprechend berechtigt zu sein. Mit mulmigem Gefühl beäugte ich zwar fortan ihre Bewegungen und ihre Atmung, ließ mich aber durch ihre Frohnatur und bloße Anwesenheit mit positiven Gefühlen anstecken, denn trotz aller Vorkommnisse der vorrangegangenen Wochen fühlte es sich so selbstverständlich an, sie täglich zu füttern, zu streicheln oder sie einfach nur um mich zu haben.

Diese Hoffnungen hielten an, bis zum Donnerstag letzter Woche, dem 7. April 2016. Diesen Tag werde ich niemals vergessen, so einprägsam und tief sitzt der Schmerz, den ich fühle...

Bereits am Vorabend schien es Minka wieder schlechter zu gehen, das Atmen fiel ihr merklich schwer und sie lag schon seit Stunden auf dem Sofa in unserer Garage ohne sich nur einen Millimeter zu rühren. Diese Garage war bzw. ist seit jeher ein Rückzugsort für unsere Katzen, denn sie bietet ausreichend Platz für viele weich ausgefüllte Schlafplätze und eine kleine, ständig mit Trockenfutter und Wasser versorgte Futterstelle. Ein Fenster mit einer Gitterverkleidung davor steht immer offen, sodass sie zu jeglicher Tages- und Nachtzeit von der Garage nach draußen gelangen können und umgekehrt, wenn sie sich gerade nicht im Haus aufhalten. Doch Minka wollte (oder konnte) nicht nach draußen, sie blieb lieber auf ihrem Sofa liegen und versuchte, etwas Ruhe und Schlaf zu finden. Da für mich nächsten Tag eine Prüfung auf dem Plan stand, musste ich mich spät am Abend schweren Herzens von ihr trennen. Meine Schwester beruhigte mich und versicherte mir, regelmäßig nach Minka zu sehen und sie zu versorgen, bis ich nächsten Tag wieder nachhause kommen würde, was sie auch erfolgreich tat. Als ich am Donnerstag nachhause kam, war Minka noch am Leben, doch ich erschrak als ich sah, dass sie immernoch in der gleichen Position auf dem Sofa lag. Das war wohl der Moment, in dem ich unterbewusst begriff, dass es schlimm um sie stand. Da es ja immer heißt, Katzen geben von alleine zu verstehen, wann sie die Nähe des Menschen begehren und wann nicht, war ich verunsichert und wusste nicht recht was ich tun sollte. Ich beschloss, ihr abwechselnd Gesellschaft zu leisten indem ich sie streichelte und ihr gut zuredete, um ihr dann für einige Zeit wieder Ruhe zu verschaffen und den Raum zu verlassen, auch wenn es mir schwer fiel. Bevor ich das erste Mal aus dem Raum ging, öffnete ich noch das große Garagentor, um ihren Liegeplatz mit deutlich mehr Tageslicht auszufüllen. Vielleicht lag es nur an dem lauten Krach, den man dabei immer verursacht, aber zum ersten Mal seit ~24 Stunden starrte sie nicht erschöpft auf die Lehne des Sofas, sondern sah mich mit großen Augen an. Ich ging noch einmal kurz zu ihr hin bevor ich den Raum verließ und aus irgendeinem Grund schien es so, als konnte ich in ihren Augen die Dankbarkeit, für das was ich gerade tat, ablesen.

Als ich nach kurzer Zeit wieder herunterkam, um nach ihr zu sehen, war das Sofa leer. Minka war auch in keiner Ecke in der Garage zu finden. Für kurze Zeit keimte die Hoffnung in mir, dass sie sich wieder besser fühlte und nach draußen ging, um selbstständig zu trinken. Doch ich lag falsch, denn kurz darauf fand ich sie draußen, auf den Schottersteinen, die den Teich von den ringsherum blühenden Pflanzen abgrenzen, direkt neben dem Wasser liegend. Sie atmete noch, doch ihre Augen waren noch weiter aufgerissen und Luft zu bekommen fiel ihr sichtlich schwer. So wie sie da lag, war mir klar, dass sie den Tag wohl nicht überleben würde, also kniete ich mich unter Tränen neben sie hin und versuchte sie zu beruhigen. Ich flüsterte ihr, dass sie ein schönes Leben hatte und nicht mehr kämpfen müsse, falls die Zeit jetzt tatsächlich gekommen sei. Diese Worte auszusprechen war unsagbar schwer für mich, doch im Nachhinein bin ich froh, es getan zu haben. Kurz darauf kam auch meine Schwester in den Garten und wir konnten unsere Minki bei ihrem letzten schweren Gang begleiten und in ihren letzten Augenblicken bei ihr sein.

Ich bin sehr froh und dankbar dafür, dass sie uns diese Möglichkeit durch ihren beherzten Kampf in den Stunden davor ermöglicht hat und wir sie am späten Nachmittag, hoffentlich ihrer würdig, auf die andere Seite geleiten konnten. Es wäre für uns alle wohl viel schlimmer gewesen, sie plötzlich irgendwo tot liegend aufzufinden. Ich bin auch sehr dankbar dafür, dass sie ohne zu viel zu leiden zuhause unter freiem Himmel sterben konnte und nicht durch eine Spritze in einer trostlosen Arztpraxis. Trotzdem gehen mir die Bilder dieses Tages nicht mehr aus dem Kopf. Als sie von uns ging, war es vielleicht gerade einmal 18 Uhr, doch statt eines sonnigen Frühlingsabends war die Atmosphäre düster und der Himmel stark bewölkt.

Es mitanzusehen, wie sie dort lag und die Momente zu ertragen, als mit sanften Zuckungen in ihrem Gesicht und ihrer Pfoten das letzte Quäntchen Leben aus ihrem Körper wich, all das fühlte sich an wie ein Alptraum und tut es auch jetzt noch. Ihre Atemzüge wurden schwächer und langsamer, bis ihr Bauch sich auf einmal nicht mehr bewegte und vollkommen still stand... In diesem kurzen Moment weinte ich nicht. Ich saß einfach neben ihr und streichelte sie. Die Zeit schien still zu stehen. Das einzige Geräusch, dass ich noch wahrnahm, war das laute zwitschern der Vögel.

Ich wünschte, ich hätte an diesem Abend ewig neben Minka sitzen und ihr Fell ein letztes Mal spüren können, doch ich saß gerade einmal ~15 Minuten seit ihrem letzten Atemzug am Boden, da beschlossen meine Schwester und ich bereits, einen schönen Ort für ihr Grab zu finden, um Minka noch am selben Abend beisetzen zu können, da es aufgrund des bewölkten Himmels verhältnismäßig früh dämmerte. Obwohl ich das Gefühl hatte, noch mehr Zeit zu benötigen, war ich damit einverstanden. Zwischen dem Schwimmteich und dem Bach, der an unserem Garten vorbeiführt, stehen am Übergang von Rasen zu Strauchwerk und feuchter Erde zwei junge Bäume mit noch relativ dünnen Stämmen nur ca. einen Meter auseinander. Dazwischen gruben wir ein kleines Loch, gerade einmal so tief und breit, dass Minka genug Platz darin fand und um eine dünne Schicht Erde darüber verteilen zu können. Dann legten wir sie vorsichtig hinein. Wir betrachteten sie noch ein paar Minuten, unsere Körper jeweils mit Schaufeln in den Händen stützend. Auch jetzt noch zwitscherten die Vögel. Dazu erschuf das Rauschen des wenige Meter entfernten Baches eine sowohl unglaublich tragische, aber gleichzeitig auch schöne Atmosphäre. Wenn ich in diesen Tagen eines dieser Geräusche höre, muss ich immer an diesen Tag sowie an die Momente der Beerdigung denken. Einerseits treibt es mir sofort die Tränen in die Augen und der Schmerz, der dann jedes Mal aufs neue in mir aufsteigt, ist so unendlich groß. Andererseits wünsche ich seltsamerweise, dass dieses Gefühl ewig in mir bleibt, denn Minka hat immerhin in den letzten Jahren (gottseidank) so viel dazu beigetragen, dass meine Trauer um sie jetzt so stark und gegenwärtig ist.

Mit der Schaufel in der Hand fühlte ich mich wie gelähmt und wusste nicht ob oder was ich in diesen Augenblicken sagen sollte. Ich dachte nur daran, dass sobald ich dieses Loch wieder mit Erde bedecke, wir Minka nie wieder sehen würden... Aber ich wusste auch, dass es mir jede weitere Sekunde noch schwerer machen würde, zu tun was nötig war.
Ich fragte laut, ob noch jemand etwas sagen möchte und meine Schwester entgegnete nach kurzer Stille unter Tränen: "Einfach Danke Minka". Treffender hätte ich es nie formulieren können...

Da ich es anders nicht übers Herz gebracht hätte, versuchte ich meine Gedanken weitgehend auszublenden während wir die kleine Grube Schaufel für Schaufel wieder langsam zuschütteten. Jetzt, in den Augenblicken da ich diese Zeilen schreibe, aber auch schon die ganzen letzten Tage habe ich das Gefühl, dass es ein Fehler war und mache mir den Vorwurf, dass ich uns allen mehr Zeit zur Trauer an ihrem offenen Grab hätte geben müssen...

Als kontinuierlich immer weniger von Minka unter den aufgeschütteten kleinen Haufen zu sehen war, war mein sehnlichster Wunsch, die ganze Erde mit bloßen Händen wieder wegzuwischen und Minka wieder herauszuheben, um sie noch ein letztes Mal in den Arm nehmen zu können. Doch diese Gedanken spielten sich nur in meinem Kopf ab, während wir ohne Unterbrechung weitermachten. Das kleine Loch war schnell gefüllt und es dauerte keine Minute, bis nur noch Erde und Äste zu sehen waren und der Boden wieder wie alles andere um ihn herum aussah. Keine Spur von dem niedlichen Gesicht, den kleinen Pfötchen oder dem weißen Fell mit schwarz-braunem Muster auf dem Rücken und am Kopf. Für einen kurzen Augenblick schien es, als hätte Minka nie existiert. Der drückende Schmerz in meinem Brustkorb und die Gedankengänge in meinem Kopf in diesen Sekunden waren für mich unbeschreiblich furchtbar und werden es für immer bleiben.

Keine Ahnung, wie ich diesen Text nun zu einem befriedigenden Ende bringen könnte. Ich bin einfach so unendlich dankbar, dass Minka mich so lange Zeit - in Wahrheit mein ganzes bisheriges Leben - begleitet und mir in schwierigen Zeiten Kraft gegeben hat. Meine Schwestern sagten mir, dass Minka mich schon in meiner Kindheit gewissermaßen immer beschützte und sich so sehr angestrengt hatte, mit dem Tag des Abschieds so lange zu warten, bis ich erwachsen und in der Lage dazu wäre, ab sofort alleine auf mich Acht zu geben und die Trauer zu verarbeiten. Und jetzt sitze ich hier, mit dem Wissen in einem Monat meinen 19. Geburtstag zu "feiern" und Abitur zu schreiben. Der Zeitpunkt also, von dem immer gesagt wird, ab dann würde das richtige Leben erst beginnen. Doch ich habe Zweifel. Zweifel, ob ich stark genug bin, den Verlust von Minka und die Trauer verkraften zu können. Zweifel, ob ich genau jetzt bereit dazu bin, den Schulalltag hinter mir zu lassen und erwachsen zu werden. Zweifel, ob ich die Kraft dazu habe, all das zu tun was Minka mir mit ihrem Verlassen dieser Welt zutraut und ob ich es schaffen werde, mein Leben zu meistern, ohne diese große Stütze, welche jetzt auf einmal nicht mehr da ist... Ich weiß es einfach nicht...

Ich bin froh darüber, dass es Menschen gibt, mit denen ich meine Trauer teilen kann. Denn auch wenn ich aktuell sehr oft weine, zaubern mir diese Menschen ein Lächeln ins Gesicht, indem sie mich an all die lustigen und schönen Momente erinnern, die wir mit unserer Katze in 17 Jahren haben durften. Ich bin mir auch dessen bewusst, dass ich weiterhin die Verantwortung für ihren gleichaltrigen Bruder Speedy, der ebenfalls trauert, und für unseren dritten Kater namens Carlo, der uns vor 7 Jahren als kleines Kätzchen zugelaufen ist, trage und ihnen ihre restliche Zeit genauso angenehm und schön gestalten sollte, wie ich es für Minka immer getan habe. Meine Hoffnung ist, dass ich all die Jahre so für Minka gesorgt habe, wie sie es sich verdient und gewünscht hat, und, dass ich ihr zumindest einen Teil der Liebe und Geborgenheit entgegen bringen konnte, wie sie es in großem Maße immer für mich tat. Fortan werde ich jeden Tag, an dem es mir nur irgend möglich ist, etwas Zeit an Minkas Grab verbringen und an den Tagen, an denen es mir nicht möglich ist, trotzdem an sie denken.

Dieser Text ist während mehrerer Tage nach Minkas Tod entstanden. Heute werde ich wohl langsam zum Ende kommen. Begonnen habe ich am Sonntag und nun ist der Tag, vor dem ich mich insgeheim immer gefürchtet hatte, genau eine Woche her. Der Schmerz ist immer noch genauso präsent wie letzten Donnerstag, doch das Leben und der Alltag lassen sich nicht anhalten, im Gegenteil, alles scheint noch gnadenloser als je zuvor ohne Pause an mir vorbei zu laufen...



(Aufgrund zu vieler Zeichen steht der Schluss meines Textes etwas weiter hier drunter)
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #2
Ich danke allen, die sich diesen Text teilweise oder sogar zur Gänze durchgelesen haben. Alleine deswegen und auch dadurch, mir eine Plattform zu bieten, auf der ich meine Gedanken niederschreiben und veröffentlichen kann, helft ihr mir bereits, den Schmerz zu verarbeiten und zu verkraften. Hoffentlich kann ich hiermit auch jenen etwas Kraft geben, die einen ähnlichen Weg wie ich beschreiten müssen und nicht so viel Glück haben, in einem sorgsamen Umfeld Halt und Trost zu finden. Euch kann ich nur den Ratschlag geben, Gefühle und Trauer nicht zurückzuhalten sondern eure Emotionen frei zu lassen, egal wie hart es ist. Teilt eure Gedanken mit jemandem, auch wenn es nur in einem Forum oder einem Chat sein sollte oder schreibt sie in einem Buch nieder. Das Erlebte zu verdauen fällt einem dadurch leichter und man kann in der Seele Platz für schönere Erinnerungen schaffen. Allmählich merke ich bereits, wie ich mich auch langsam wieder auf andere Dinge konzentrieren kann, wieder Freude am Leben finden kann. Das wichtigste, so scheint es, ist, sich die Zeit zu geben, mit all den traurigen und düsteren Gefühlen umzugehen. Auch bei mir sitzt der Schmerz noch sehr tief und ich glaube, dass bis zu meinem Tod zumindest ein kleiner Teil dieses Schmerzes in meinem Herzen verweilen wird. Insgeheim hoffe ich sogar darauf, denn das ist doch der beste Beweis, der deutlich macht, wie viel mir Minka bedeutet hat und weiterhin bedeutet.

Trotz dieser optimistischen Denkweise verfalle ich dennoch regelmäßig in eine tiefe Traurigkeit. In Momenten der Trauer versuche ich ständig, mir die schönen und glücklichen Momente, die ich gemeinsam mit Minka erlebt habe, ins Gedächtnis zu rufen, doch plötzlich holen mich die Bilder dieses schrecklichen Abends von letzter Woche wieder ein und ich muss daran denken, wie sie jetzt gerade draußen in unserem Garten nur wenige Zentimeter unter der Erde liegt. Für immer und bis in alle Ewigkeit. Dieser Gedanke bricht mir jedes Mal das Herz und lässt mich in Tränen ausbrechen... Momentan weiß ich nicht, wie ich die Last dieses Gedanken jemals stemmen soll...

So viele Gedanken schwirren noch in meinem Kopf herum, doch aktuell glaube ich, alles, was mir schwer auf dem Herzen lag, hier festgehalten zu haben. Sollte dem nicht so sein, werde ich diesen Text nochmal aktualisieren oder in einem weiteren Post ergänzen.

Abschließend möchte ich nur noch eines loswerden: Obwohl ich nie ein gläubiger oder religiöser Mensch war, so ist es trotzdem mein größter Wunsch auf Erden, dass dieser Abschied nicht für immer währt und ich Minka dann wieder in meine Arme schließen kann, wenn auch für mich die Zeit gekommen ist, dieser Welt Lebe wohl zu sagen. Sie wieder in meine Arme zu schließen, während uns all die Menschen und Tiere umgeben, die wir Zeit unseres Lebens in unser Herz geschlossen haben, das wäre für mich wohl das, was man allgemein als "vollkommene Glückseligkeit" bezeichnet. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mir wünsche, dass es genau so kommen wird...


Geschrieben im Andenken für unsere Minka
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #3
Lieber Dominik,
Auch wenn du dich aus einem traurigen Anlass hier angemeldet hast, erst einmal herzlich willkommen hier im Forum.

Dein langer Bericht über dein Leben mit Minka und über die traurige Zeit des Abschieds haben mich sehr berührt. Man spürt die innige Beziehung zwischen dir und Minka aus dem gesamten Text.

So schwer es ist, wenn man von einem geliebten Tier Abschied nehmen muss, so kann es dich jedoch trösten, dass Minka ein langes und schönes Leben und einen friedlichen Tod, begleitet von ihren geliebten Menschen, hatte.

Minka hat dich über deine ganze Kindheit und Teenagerjahre begleitet, dich getröstet, aufgemuntert, dir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Sie würde bestimmt nicht wollen, dass du zu sehr und zu lange traurig bist.

Minka wird dich weiterhin begleiten, in deinen Erinnerungen und in deinem Herzen. Du wirst sie bestimmt nie vergessen.

Kleine Minka, komm gut an im Regenbogenland und pass von da aus auf deine Lieben auf.
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #4
Lieber Dominik.
Ich fühle mit dir. Es tut mir unendlch leid dass du deine liebe Minka verloren hast. Sie ist jetzt für alle Zeit in deinem Herzen. Ich weiß wie weh es tut.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die schwere Zeit der Trauer.

Traurige Grüße Kathi.
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #5
Hallo Dominik,

da auch ich noch sehr intensiv um meinen 16jährigen Kater, welchen ich vor 4,5 Wochen gehen lassen mußte, trauere, kann ich deinen Schmerz sehr gut verstehen.

Deine und Minkas Geschichte hast du sehr schön und rührend erzählt, und du hast mein tiefes Mitgefühl zu diesem schweren Verlust.

Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit; deine beiden anderen Kätzchen brauchen dich jetzt und es könnte sein, dass sie dir über deinen Schmerz hinweg helfen können. So war es auch bei mir, als der Bruder meines jetzt verstorbenen Katers vor vier Jahren starb. Mecki und ich sind viel näher aneinandergerückt und plötzlich hat Mecki seine wahre Persönlichkeit entwickelt, die sich wohl unter der Dominanz seines Bruders nie wirklich entfaltet hatte. Vielleicht ist es bei Speedy und Carlo ähnlich? Ich wünsche dir, dass die beiden dir helfen, deine Wunden zu heilen.

Liebe Grüße

Honeymoon
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #6
Auch von mir mein Mitgefühl. Minka ist fest in Deinem Herzen und wird Dich weiterhin begleiten.
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #7
Hallo Dominik lass dich drücken, los lassen müssen ist so schwer und tut jedesmal aufs neue Weh. Der Schmerz sitzt tief und man glaubt in ein Loch zu fallen wo der Boden niemals kommt. Der Schmerz wird immer da sein, doch er wird erträglicher, man lernt mit ihm umzugehen und man errinnert sich an die viele schönen Stunden. An das wo sie uns zum lächeln gebracht haben, an das wo sie uns beigestanden haben, an das wo sie da waren als wir sie brauchten. An die lustigen Dinge die wir mit und neben ihnen genießen durften. An all das schöne. Alles vergeht und vieles kann weggenommen werden nur eines bleibt unantastbar, das ist die Erinnerung. Sie wird immer in deinen Herzen sein, wir du in ihrem. und wenn die Zeit eines Tages gekommen ist werdet ihr euch wiedersehen, sie wird dich an der Regenbogenbrücken abholen und dir das Leben danach zeigen.Und dann werdet ihr euch niemals wieder trennen müssen.
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #8
Vielen Dank für die lieben Worte. Ich weiß, wie schwer es ist, Trost zu spenden wenn man selbst gerade trauert. Deshalb bedeutet es mir sehr viel, diese aufmunternden Beiträge von euch zu lesen.

Minkas Tod ist heute 10 Tage her, aber ich kann es immer noch nicht begreifen. Sie fehlt mir sehr und in jeder freien Sekunde, in der ich mit meinen Gedanken alleine bin, denke ich an sie. Ich glaube fest daran, Minka eines Tages wieder zu sehen. Dieser Glaube gibt mir aktuell viel Kraft und ich hoffe, dass sich dieser Wunsch, den wir alle in uns tragen, erfüllen wird.
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #9
so eine schöne lange Zeit die ihr gemeinsam hattet.... Ich weiß, man möchte die Zeit bis ins unendliche ziehen. Doch die Zeit unsere Vierbeiner ist begrenzter als wir es wahrhaben möchten.

Es ist ganz normal, dass man immer wieder in eine akute Trauermelancholie verfällt. Es dauert so lange wie es dauert.

Jeder nutzt andere Energien um mit der Trauer umzugehen. Hier wirst du verstanden, nicht belächelt oder mitleidig betrachtet. Jeder der ein Tier schon verloren hat, weiß wie schwer das Loslassen ist.

Dennoch wirst du irgendwann auch erleben, wie tröstend Erinnerungen sein können.

lg
Verena
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #10
Lieber Dominik,
ich war ungefähr in Deinem Alter, als ich damals meinen geliebten Hund, der mich die Kinderzeit hindurch begleitete beerdigen musste. Ich weiß, wie Du Dich jetzt fühlst.......
Mein Hund starb auch mitten in den Abiturprüfungen und das war besonders schwer.
Aber heute sehe ich es anders. Direkt nach dem Abitur bin ich von zu Hause ausgezogen und glaube mir ich wäre nicht so freiwillig von zuhause weg gegangen, wenn mein alter Hund noch dagewesen wäre.
Es war eigentlich der richtige Zeitpunkt. Damals habe ich es so nicht gesehen, aber nun bin ich eigentlich froh das es so gekommen ist. Inzwischen hatte ich noch einen zweiten Hund, ein Pferd, Meerschweinchen und zur Zeit habe ich meine zwei Katzen. Dennoch war jedes Tier etwas Besonderes und sie habe alle einen Platz in meinem Herzen auch wenn jeder von ihnen bei seinem Tod mir ein Stück Herz herausgerissen hat.
Ich wünsche Dir viel Kraft in nächster Zeit, Minka hat Dich für Deine Zukunft "frei gegeben".....
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #11
Vielen Dank für die lieben Worte. Ich weiß, wie schwer es ist, Trost zu spenden wenn man selbst gerade trauert. Deshalb bedeutet es mir sehr viel, diese aufmunternden Beiträge von euch zu lesen.

Minkas Tod ist heute 10 Tage her, aber ich kann es immer noch nicht begreifen. Sie fehlt mir sehr und in jeder freien Sekunde, in der ich mit meinen Gedanken alleine bin, denke ich an sie. Ich glaube fest daran, Minka eines Tages wieder zu sehen. Dieser Glaube gibt mir aktuell viel Kraft und ich hoffe, dass sich dieser Wunsch, den wir alle in uns tragen, erfüllen wird.

Hallo Dominik,

das Begreifen braucht seine Zeit...gib sie dir. Ich kann die Wahrheit nur in homöopathischer Dosis an mich ran lassen, Schrittchen für Schrittchen, und Meckis Kuschelbettchen stehen noch immer an ihrem Platz. Das tut jeden Tag aufs Neue weh, aber ich kann sie einfach noch nicht wegräumen, das wäre mehr Wahrheit, als ich gerade ertragen kann. So muß jeder seinen persönlichen Weg und seine persönlichen Zeitraum finden, wann er loslassen kann. In deinem Herzen darf Minka ewig leben und es mit schönen Erinnerungen erwärmen.

Das du so fest an ein Wiedersehen glaubst, ist schön und ich kann mir vorstellen, wieviel Kraft dir das gibt. Das wünsche ich mir auch...meine Katzen und alle, die ich verloren habe, eines Tages wieder zu sehen.

Liebe Grüße und viel Kraft für dich

Honeymoon
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #12
Lieber Dominik,

das hast du so wundervoll und einfühlsam geschrieben, dass auch mir die Tränen gekullert sind.

Ich wünsche mir auch sehr, dass Leben nach dem Tod nicht vorbei ist und wir, die wir uns im Leben liebten, auch danach wiedervereint umarmen können.

Alles Liebe für dich.
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #13
Lieber Dominik,

ich kann deine Trauer sehr gut nachvollziehen, da auch ich vor kurzem meine kleine Mieze gehen lassen musste.
Deine geliebte Minka ist jetzt für immer in deinem Herzen.

Machs gut kleine Minka, komm gut über die Regenbogenbrücke und grüß meine Julie von mir.

Traurige Grüsse Ivette
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #14
Es ist wirklich nicht gerade leicht seinen kleinen Tierkumpel ziehen zu lassen.
Man hat ihn/sie so lange Zeit bei sich gehabt,und ist durch Dick und Dünn gegangen.
Wenn das unvorstellbare Ende dann doch naht, so glaubte ich, käme ich gut damit klar,
da ich ja einen guten Katzenpapa Job hingelegt habe. Von wegen; so surreal hab ich die Welt noch nie
wahrgenommen wie die Wochen danach. Auch von mir, viel Kraft für die kommende Zeit. :-(


Ralle
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #15
Heute, 4 Wochen auf den Tag genau nach Minkas Tod, ist nun auch ihr Bruder Speedy von uns gegangen. Ich hoffe er ist gut bei ihr angekommen und die beiden können jetzt wieder ohne Schmerzen zusammen die Wärme der Sonne genießen. Auch wenn ich weiß, dass es so wohl das Beste ist, bin ich einfach nur am Boden zerstört und ich weiß auch nicht, wie und wann ich mich je davon erholen soll.

Wo auch immer sie jetzt sein mögen, ich hoffe sie warten dort auf uns 3 Geschwister, denen sie so viel wichtiges für unser weiteres Leben mitgegeben haben.



P.S.: Ein aufrichtiges Danke für die ganzen netten Posts, es bedeutet mir viel.
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #16
Das tut mir unendlich und aufrichtig leid. Keine geschriebenen Worte können Dir jetzt Trost spenden:-( - trotzdem bist Du hier nicht alleine mit Deinem Schmerz und Deiner Trauer.
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #17
Lieber Dominik,
Es tut mir sehr leid, dass du jetzt auch den zweiten treuen Begleiter deiner Kindheit verloren hast. Deine beiden Katzen waren bei dir, so lange du dich erinnern kannst, sie gehörten zu deinem Leben dazu, haben dir Nähe, Trost und Ihre Liebe geschenkt. Es ist so schwer, diesen Verlust zu verkraften. Deine Erinnerungen aber kann dir niemand nehmen.

Deine beiden sind jetzt gewiss wieder zusammen, Ihnen geht es wieder gut. Und sicherlich sind sie dankbar für all die schönen Jahre, die sie mit dir geteilt haben.
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #18
Als ich gestern einen Regenbogen am Himmel sah, war mir klar, wer dafür verantwortlich war.

Ich denke jeden Tag an die beiden und sitze oft an ihrem Grab - natürlich liegen sie direkt nebeneinander, so wie es sich für 2 Geschwister gehört - und rede mit ihnen. Indem ich meinen Hobbys und Sachen nachgehe, die mir Spaß machen, kann ich den Schmerz zwar verdrängen, aber an manchen Tagen - so wie heute - übermannt mich die Trauer und all das tut so weh wie am ersten Tag. Ich habe das Gefühl, dass ich den Schmerz zwar zeitweise verdrängen, aber nicht akzeptieren kann.

Jeder Moment, in dem mir bewusst wird, dass ich die beiden nicht mehr streicheln kann oder miauen hören werde, macht mir bewusst, wie wichtig sie mir sind. Minka und Speedy sind jetzt ein Teil von mir und ich habe sie aufrichtig lieb.
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #19
Heute ist es genau ein Jahr her... Es stimmt, die Zeit heilt Wunden. Aber sie kann sie nicht gänzlich verschwinden lassen.

Es ist unglaublich, wie viel in einem Jahr passiert, sowohl gutes als auch schlechtes, und doch fühlt es sich so an als verginge alles so schnell. Ich denke jeden Tag an die beiden und besonders heute treibt es mir wieder Wasser in die Augen, weil es immer noch schmerzt, dass sie nun nicht mehr draußen herumspazieren. Es fällt mir mittlerweile aber leichter, an all die positiven und schönen Erinnerungen zu denken.

Ich möchte nochmal allen danken, die mir hier Mut gemacht haben und es weiterhin tagtäglich in diesem Forum tun. Sich alles von der Seele zu schreiben hat mir gut getan, genauso wie die Tatsache, dass auch gutes zurück kam. Es gibt viele Leute, die es unterschätzen oder nicht glauben können/wollen, welch emotionale Bindung zwischen Mensch und Tier entstehen kann. Hoffentlich kommt der Tag, an dem all diese Menschen vom Gegenteil überzeugt wurden, ich hätte mir für meine Kindheit nämlich nichts schöneres wünschen können.

Danke Minka und Speedy :)

Auf dass wir uns eines Tages wiedersehen
 
  • Minka - 17 Jahre voller Liebe und Geborgenheit Beitrag #20
Das hast du sehr bewegend geschrieben. Alles Liebe!
Gibt es denn schon wieder Miezekatzen in deinem Leben oder zumindest einen leisen Gedanken daran?
 
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Vielen Dank für die schöne, aber viel zu kurze Zeit mit dir: Meine liebste Jule-Maus, vorgestern mussten wir uns viel zu früh von dir verabschieden. Die Straße wurde dir nachts leider zum Verhängnis. Ich...
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