Guten morgen zusammen,
zuerst möchte ich mich ganz herzlich bedanken, für die zahlreichen lieben Antworten und den Trost den ihr gespendet habt - vielen herzlichen Dank, das tat sehr gut
Jetzt, fast 10 Tage, nachdem wir unsere Mucki im Garten begraben haben, kommen wir auch etwas zur Ruhe! Jedes Familienmitglied durfte etwas persönliches in die Grab-Kiste legen und meine Tochter hat noch einen wunderschönen, herzzerreißenden Abschiedsbrief geschrieben. Meine Frau hat ihr ihr Lieblingsschal mit gegeben, damit sie immer unseren Geruch hat und ich ihre Lieblings Leckerli`s für die "Reise" und ihr Spielzeug.
Gestern waren wir nochmals bei dem behandelnden
Tierarzt, der uns den pathologischen Fund erklärte. Demnach hatte Mucki ein Karzinom in der Schilddrüse. Laut Aussage des
Tierarzt hätte unsere Mucki max. ohnehin nur noch 6 Monate gelebt. Offensichtlich ist Mucki an einer Gehirnschwellung mit "möglicher" Einblutung gestorben!
Meiner Frau hilft dies über den Verlust hinweg zukommen, mir nicht! Ich glaube nicht so recht daran! Wer will schon vernünftige Lebenserwartungen bzw. Aussagen treffen, über Leben und Tod!? Das klappt ja schon bei Menschen nicht!
Ein Schilddrüsen-Karzinom streut beim Menschen im Gehirn, bei Katzen gibt es da m. E. keine gesicherten Aussagen. Aber...innerhalb von 3 Tagen stirbt keine Katze aufgrund eines Karzinom, das erst der Pathologe entdeckt hat. Dass Mucki eine Hirnschädigung davon getragen hat, lässt sich auch damit begründen, dass Sie 4 Stunden vor ihrem Tod überhaupt nicht mehr auf Ihren Namen reagiert hat oder sonstigen Streicheleinheiten. Mucki war leider schon "sehr weit weg"....
Nein, der Fehler lag m.E. beim
Tierarzt - hat er ja auch zugegeben, er weiß nur nicht wo? Als ich das letzte Mal unsere Mucki gesehen habe, sah ich schon den Tod in Ihren Augen und ich sage noch zu meiner Frau, Mucki stirbt und wir können nichts tun. Letztendlich war sie 4 Stunden später auch leider verstorben.
Ich quäle mich leider immer noch mit meiner Schuld! Oh, ich kann nur hoffen dass wir unserem geliebten Tier nicht zu viel Leid zugefügt haben, mir kommen immer noch die Tränen, wenn ich an ihren "letzten Blick" denke....einfach nur furchtbar:-(
Was ich daraus gelernt habe!
Wenn es keine akute, lebensbedrohliche Situation für die Katze gibt, werde ich keiner OP mehr zustimmen. Immer erst konventionell versuchen zu behandeln und notfalls eine zweite
Tierarzt Meinung einholen, sowie ich es z.B. auch mache, wenn ich mir bei einem Arzt und seiner möglichen Diagnose unsicher bin!
Was bleibt sind wunderschöne Erinnerungen und die Hoffnung, "nur das Beste" für Mucki gewollt zu haben.
Herzliche und liebe Grüße
Euer Jürgen