Huhu, heute habe ich Zeit für Teil 3.
Ziva lebte gut mit ihrer anfänglichen
HCM, d.h. sie hatte keine körperlichen Einschränkungen. Nur ich machte mir Sorgen (das ist das Tolle, also dass die Katzen nicht wissen, wie schlimm krank sie sind.)
Leider traf uns in dieser Zeit ein anderer Schicksalschlag. Kelly, Zivas Hunderpartnerin, wurde sehr krank. Sie hatte Probleme mit der Lendenwirbelsäule und ihre Hinterläufe wurden immer schwächer. Da Kelly keine Schmerzen hatte, baute mein Vater ihr einen Doggy Wheel (ich hänge ein Foto an), mit diesem konnte sie noch 1 Jahr leben. Aber meine Familie musste sich, viele Beschimpfungen anhören, von wegen Tierquälerei usw. Doch wir wussten, wie sehr Kelly sich freute, wenn wir ihr ihren Rolli anschnallten und sie losdüsen konnte. Irgendwann wurde Kelly aber Harn und Stuhlinkontinent und sie begann zu leiden, auch schaffte sie es nicht mehr alleine vorwärts zu kommen und so mussten wir sie erlösen. Kelly wurde 12 Jahre alt. Der Tierarzt schläferte Kelly bei uns zu Hause ein, sodass sich Ziva ebenfalls verabschieden konnte.
Das Leben ging weiter und ich beendete meine Ausbildung und bekam einen guten Job in Nürnberg. Nun war die Frage, soll ich Ziva mitnehen? Eigentlich ist sie ja meine Katze, aber bei meinen Eltern hatte sie ein großes Haus. In einer Stadt bei Nürnberg fand ich eine 33qm Wohnung (man weiß ja wie mies der Wohnungsmarkt ist), Katzen waren erlaubt. Doch eine Katze in einer Einzimmerwohnung? Außerdem stand eine erneute Zahnop bei Ziva an und ich entschied mich, dass sie bei ihrem Tierarzt operiert werden soll, da er ja Ziva kannte (in Bezug auf ihr Herz) und das war die schlimmste Entscheidung die ich machen konnte. Schon als ich mich verabschiedete um in meine neue Wohnung zu ziehen, hatte ich ein ganz schlechtes Gefühl.
Ziva wurde operiert und meine Mutter holte sie Stunden später ab. Zu Hause angekommen ging es Ziva plötzlich schlecht, sie wurde nicht wacher sondern schläfriger. Meine Mutter fuhr zurück zum
Tierarzt und dieser behandelte sie erneut. Wieder daheim bekamm Ziva einen Krampfanfall, schlug sich dabei das Auge an und dann gegen 19Uhr hörte sie auf zu Atmen, ihr Herz stoppte. Meine Mutter saß glücklicherweise den ganzen Abend bei ihr und begann sie wieder zu beleben (meine Mutter war OP Schwester, daher behielt sie einen kühlen Kopf und wiederbelebte Ziva wie ein Säugling) Ziva kam zurück. Ihr ging es besser und sie wurde wacher. Auch lief sie wieder herum und ging auf die Toilette. Doch meine Mutter blieb die ganze Nacht bei ihr. Gegen 5Uhr am morgen hörte Ziva erneut auf zu Atmen und meine Mutter saß immer noch neben ihr. Erneut belebte sie meine Katze wieder und Ziva kam wieder zurück.
Ich erfuhr erst am nächsten Morgen und ich fühlte mich so schlecht. Ich hab Ziva in ihrer schlimmsten Zeit im Stich gelassen. Ich weiß das Ziva das natürlcich nicht so fühlt, aber mir ging es elend. Ziva ging es besser, sie begann auch wieder zu fressen und ihr Herz schlug weiter. Unglaublicherweise hatte sie keine geistigen Folgeschäden! Auch ihr Auge heilte wieder.
Natürlich forschte ich beim
Tierarzt nach was da losgewesen war und bekam die Medikamentenliste, die Ziva verabreicht wurde. Der
Tierarzt hatte Ziva, mit einer bekannten
HCM, eine Überdosis Schmerzmittel gespritzt (nämlich eine Dosis für eine 10kg Katze, Ziva wiegt 2,7 kg). Die Nebenwirkungen sind Krampfanfälle, Atemstillstand + Herzstillstand.
Meine Mutter werde ich auf ewig dankbar sein!
P.S. Kellys doggy wheel ist aus einem Campingtoilettenrolldings gebaut
Teil 4 kommt natürlich auch noch. Vielen Dank fürs Lesen