Windräder :mrgreen: tut mir leid ich habe Wund Ränder (jetzt extra auseinander) geschrieben, das war die Autokorrektur.
Die Wund Ränder einer alten Wunde sind ja verklebt und bluten nicht mehr richtig. Deshalb müssen sie aufgefrischt werden. Das heißt, dass das Tier in Narkose gelegt werden muss und an der alten Wunde entlang wird erneut geschnitten. Dann fließt eben wieder Blut und die Wunde kann so genäht werden und verheilen.
MRSA ist eine bestimme (Staphylo) Kokken Art, genauer gesagt Staphylo Aureus (also diese kleinen runden Bakterien haben sich wie eine Weintraube angehäuft das nennt man eben Staphylokokken) Viele Menschen kennen sie auch unter dem Namen Krankenhauskeim oder Multiresistenter Keim. Diese können so ziemlich überall vorkommen und machen natürlich nicht unbedingt krank!
Gebe ich der Katze jetzt ein Antibiotika und vernähe dazu auch noch die Wunde freuen sich die MRSA Bakterien. Viele andere Bakterien (die ja überall sind, da kann man sich einfach nicht davor schützen ;-) und das ist ja nicht schlimm, der Körper hat ja ein Immunsystem und es gibt ja auch "gute" Bakterien) werden durch das Antibiotika unschädlich gemacht oder sogar abgetötet. Der MRSA Keim hat so natürlich erst einmal keine Konkurrenz mehr und kann sich vermehren und dann ist es in der Wunde, die ja jetzt auch noch verschlossen ist, herrlich warm und feucht. Toll! Ideale Bedingungen. Wenn man ein Antibiotika (sofern es nicht gerade Convenia ist, das ja 10 Tage wirkt) auch nur einmalig gibt, kann das ganze verstärkt werden, denn der Keim kam ja schon einmal mit dem Stoff in Berührung und bildet eine Art "Schutzschild" gegen das Antibiotika, sodass es beim nächsten mal nichts mehr hilft. Dem ganzen kann man Abhilfe schaffen indem man einen Abstrich nimmt und den Keim bestimmt, dann wird ein Antibiogramm angefertigt (also die Keime werden isoliert und kommen in so ein lustiges Maschinchen, das ist mit verschiedenen Antibiotika beladen und schaut, welches am besten die Keime tötet - stark vereinfacht). Natürlich geben die meisten Ärzte vorher schon ein Penicillin, damit es eventuell schon einmal greifen kann, bis das Antibiogramm fertig ist. (Penicillin ist so zu sagen das "einfachste" Antibiotika, man erschlägt eine Fliege ja auch mit einer klatsche und brennt nicht gleich das ganze Haus ab). Wenn das Antibiogramm dann fertig ist wird ggf auf ein besseres Antibiotika, welches einfach den Keim besser angreift zurückgegriffen. Wichtig ist dann eben auch, dass das Antibiotika lange genug verabreicht wird, sonst kann der Keim resistent werden und das Spiel beginnt von vorne.
Übrigens, 30 Jahre sagen mal eben gar nichts aus. Manche Ärzte sind in ihrer Meinung leider so festgefahren und bilden sich nicht fort. Und das weiß eigentlich auch jede Krankenschwester, MFA oder eben TFA, ich habe ja auch nicht studiert ;-).
Und ja, ich diskutiere durchaus mit meinem Arzt und wir erarbeiten gemeinsam einen Weg mit dem wir beide leben können, er kennt das schom :mrgreen:.