Hallo zusammen!
Am Freitag mussten wir uns nach 13 gemeinsamen Jahren von unserem geliebten Katzenmädchen, unserer Miezo, verabschieden. Nie war sie ernsthaft verletzt, oder krank...... Aber plötzlich fraß sie nicht mehr und die Nieren versagten.
Es war eine Selbstverständlichkeit für mich sie bis zum Schluss zu pflegen, ihr hinterher zu wischen, sie aus der Hand zu füttern und sie bis zum letzten Atemzug zu halten. Sie war nicht die erste Katze, die ich im Sterbeprozess begleitet habe, aber sie war mein erstes eigenes Tier das ich nun hergeben musste. Einerseits bin ich dankbar für die Jahre mit ihr, aber auch voller Trauer.....
Ich höre sie nachts in der Toilette kratzen, höre wie sie ihr geliebtes Trockenfutter knuspert, fühle wie sie auf mein Bett springt und es sich auf meinem Bauch gemütlich machen will. Es ist nicht so, als hätte ich nichts zu tun: Job, Haushalt, Freunde, Mann, Kinder...alles da. Alles gesund, es fehlt an nichts. Aber meine Fellnase, die mich und uns durch alle Höhen und Tiefen des Lebens begleitet hat, fehlt mir ganz entsetzlich. Niemand da, der mir in die Wade zwickt, mir nachts an den Zehen knabbert (mir ist langweilig, komm wir spielen) mir vor der Linse herumhüpft wenn ICH fernsehen oder lesen möchte.....alles vorbei. Es ist nicht so, das wir als Familie noch nichts schlimmes erlebt haben. Im Gegenteil, doch die Trauer um meine Katze macht mich so fertig wie nichts vorher. Dazu das Unverständnis meines Umfeldes. Wie man SO an einem Tier hängen kann. Ich verstehe es ja selbst kaum und hätte vorher vielleicht auch ähnlich reagiert, aber der Verlust unserer Miezo lähmt mich geradezu. Ging es euch mit euren Lieblingen auch so, oder muss ich echt mal zum Arzt? ?