Vermisst Umgang mit Trauer und Schuldgefühlen

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AliceinRutledge

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Hallo liebe Alle,

ich bin neu hier und der Grund wieso ich mich habe angemeldet ist folgender:

Heute vor zwei Wochen ist unsere Katze Elli verschwunden. Und ich kann einfach nicht mehr vor Trauer , Sehnsucht und Schuldgefühlen.

Es wird jetzt wahrscheinlich etwas lang, also wer da keine Lust drauf hat sei gewarnt.

Wir sind vor ca drei Wochen umgezogen und Elli hatte wieder Blasenprobleme(sie hatte schonmal Struvitsteine). Sie fing Nachts an zu hecheln und saß ständig im Klo ohne, dass etwas kam.
Darauf hin sind wir recht sofortig mit ihr zum Tierarzt gefahren. Da wir kein Auto haben geschah das mit Bus und Bahn. Das war nicht das erste Mal, also kannte sie das.
Wir haben zwei Katzenkörbe. Einen kleinen und einen großen. Ich dachte mir, dass ich lieber den großen nehme. Da fehlt ein Verschluss und der Deckel ist auch schonmal abgegangen. Da ich aber meinen Mann darum gebeten hatte den Korb unter den Armen und nicht am Griff zu tragen wusste ich, dass nichts passieren würde.
Soweit so gut.. ich dachte so wird nichts passieren und Elli hat einfach mehr Platz.

Wir waren dann beim Tierarzt und es stellte sich heraus, dass sie wieder einer Blasenentzündung hatte.Sie bekam eine Depotspritze Antibiotikum für zwei Wochen. Sie ist ein sehr sehr ängstliches und skeptisches Mäuschen, so war sie schon immer. Entsprechend eingeschüchtert war sie natürlich von der Spritze.
Als wir die Praxis verliessen (dazu sei gesagt, dass die Praxis sich in einem anderen Stadtteil der Stadt Köln befindet, als in welchem wir hingezogen sind) und uns auf den Weg zur Bahn machten trug mein Mann den Korb am Griff und sofort brach der Deckel runter. Elli lief wie angestochen unter ein Auto und in eine Motorhaube hinein. Wir konnten den Besitzer ausfindig machen und die Motorhaube wurde geöffnet. Da drin habe ich sie gesehen. Es war aber zu eng um sie zu greifen, ich spüurte nur ihr Fell und befürchtete stark, dass wenn ich sie da rausziehe, ich ihr den Bauch aufreißen würde. So hatte sie wieder die Möglichkeit vor Angst zu fliehen. Sie rann soooo schnell die Straße runter und mein Mann hinterher.
Ich fing sofort an zu weinen. Unter einem anderen Auto ist sie dann verschwunden. Wir dachten sie sei wieder unter einer Motorhaube. Haben Polizei und Feuerwehr gerufen.....doch als der Wagen geöffnet wurde, war Elli nicht mehr da.

Da bin ich zusammengebrochen.
Ich werde niemals den letzten Blick von ihr vergessen und ich weine auch jetzt gerade wo ich das schreibe. Mein Herz blutet sehr. Und ich mache mir und meinem Mann schwere Vorwürfe. Hätte ich doch den kleinen Korb genommen (das hätte sie schon verkraftet) und hätte mein Mann auf mich gehört und den Korb nicht am Griff gepackt.
Ich hasse uns so sehr.
Für mich sind unsere Katzen (wir haben eigentlich zwei) genauso wie menschliche Familienmitglieder. Sie bedeuten mir keinen Deut weniger und teilweise sogar mehr.

Wir haben komplette drei Nächte direkt danach von 8 Uhr abends bis 6 Uhr morgens gesucht.
Dann nochmal zwei halbe Nächte, Thunfischsaftspur gelegt, Korb mit unserer Kleidung hingestellt, Taschenlampe, Rufen, Trockenfutter rascheln, Schnipsen(weil sie dann immer wusste sie wird gestreichelt), den Ort des Verschwindens plakatiert mit Tasso Plakaten (sie ist aber weder gechipt noch tätowiert, weil sie eine reine Hauskatze war), Tierheimen und Tierärzten in der Umgebung den Flyer geschickt. Haben in einigen Kellern geguckt, in einigen Höfen....dort ist alles so verwinkelt und so groß. Ich glaube wir gehen den Leuten schon gehörig auf die Nerven dort.
Waren nochmal einige Nächte für ein zwei Stunden dort....Nichts. Keine Spur.

Ich mache mir solche Vorwürfe. Habe ich genug getan? Genug gesucht? Habe sogar unserem alten Vermieter Bescheid gesagt in Leverkusen, aber kann mir nicht vorstellen dass sie dort hin zurück findet, weil sie ja nicht draussen war. Unsere neue Nachbarin weiss es auch.
Habe ich genug gemacht? Hätte ich noch eine Falle aufstellen sollen? In dieser Gegend hören alle Katzen auf unser Rufen und das Trockenfutter....nur nicht unsere Eigene.

Und vorallem: Ich VERMISSE sie SO SEHR. Es tut so weh und ich weiß ehrlich gesagt tatsächlich nicht wie ich weiter Leben soll ohne sie. Sie war seit sie klein war die vollen sechs Jahre die sie war bei uns und ich trauere so sehr. Die ganze neue Gegend in der wir jetzt wohnen ist für mich wie verflucht und verteufelt. Ich hasse es dort und denke "wären wir niemals umgezogen..."
Einen zweiten Umzug können wir uns nicht leisten erstmal. Der Umzug hat so viel gekostet und wir haben diese Wohnung geliebt.
Jetzt erinnert uns alles an Elli und ihr Verschwinden.
Ich musste mich eine Woche krankschreiben lassen weil ich auf der Arbeit nicht aufhören konnte zu weinen. Ich bin eigentlich gut darin, wenn es sein muss, die fröhliche Maske aufzusetzen,....aber mit Ellis Verschwinden komme ich wirklich einfach nicht mehr zurecht.
Mein Körper hat gestreikt...meine Verdauung war komplett furchtbar, mir war dauernd schlecht, Panikattacken ohne Ende, Erschöpfung. Konnte die ersten Tage weder Essen noch Trinken. Jetzt geht es wieder.

Aber die Verzweiflung sie nie wieder zu sehen, nicht zu wissen was mit ihr ist, ob sie irgendwo verhungert und uns vermisst oder gar sucht und sie einfach sich nicht gezeigt oder geantwortet hat weil sie uns draußen nicht erkannt hat......diese Gedanken machen mich wahnsinnig.

Ich mache mir die schlimmsten Sorgen und Vorwürfe. Nicht zu wissen was aus ihr geworden ist, bringt mich um. Ich liebe meine Maus so sehr und weiss nicht wie mein Leben weiter gehen soll. Sie nie wieder zu streicheln, zu sehen, zu hören, nicht zu wissen, dass sie es gut hat,...ich kann wirklich nicht mehr. Ich vermisse sie so sehr und weiß nicht weiter.
Das letzte mal ging es mir so schlecht als meine Mutter gestorben ist als ich 14 war und da war es endgültig....jetzt weiss ich nichtmal was mit meiner Elli ist.

Jedesmal wenn wir uns nochmal entschliessen für eine Stunde an den Ort zu fahren um nochmal zu rufen, wird mir schlecht und ich werde nervös und panisch. Könnt ihr euch vorstellen wieso das so ist?

Ich kann einfach nicht mehr.
Unsere andere Katze scheint es nicht mal zu bemerken. Ich versuche mit ihr zu kuscheln aber ich bin einfach mit dem Kopf nur noch bei Elli.

Haben wir genug getan?
Was kann ich nur tun damit es besser wird? Mir geht so dreckig...ich hoffe Ihr habt Rat. Mir geht es wirklich unfassbar dreckig.

Riesen Dankeschön an alle, die sich die Zeit genommen haben, meinen "Roman" zu lesen.

Liebe Grüße
Alice
 
  • Umgang mit Trauer und Schuldgefühlen Beitrag #2
Hallo liebe Alice!

Zuerst einmal: es tut mir sehr leid, was du gerade durchnachen musst. Ich selbst war bis Montag in einer ähnlichen Situation, meine Lolly war 14 Tage in einem Keller eingesperrt, ohne Futter und Wasser, Montag Abend haben die Bewohner sie dann endlich gefunden - gerade noch rechtzeitig....

Was der wichtigste Rat ist, den ich dir geben kann: versuche, aufzuhören, dir und deinem Mann Vorwürfe zu machen.
Es ist geschehen, und so verzweifelt und traurig ihr darüber seid, niemandem ist geholfen, wenn ihr eure Beziehung jetzt durch Vorwürfe belastet.

Ansonsten: hänge am besten auch noch Suchplakate in der Umgebung eurer alten und neuen Wohnung auf. Je mehr Plakate, desto besser, denn ummso größer ist die Chance, dass jemand eure Katze sieht. Auch unehrliche Finder werden dadurch unter Druck gesetzt, die Katze herauszugeben, denn sonst riskieren sie, dass eventueller Besuch sie erkennt.
Ihr solltet auch mal darüber nachdenken, eine Zeitungsanzeige zu schalten. Je mehr Leute ihr erreicht, desto besser.
Auch solltet ihr - so weh es auch tut - die Straßenreinigung eurer Umgebung anrufen. Wenn die verletzte oder tote Tiere finden, verzeichnen sie das, sie können euch also zumindest sagen, ob eure Katze da bemerkt wurde.

Und, ganz wichtig: nicht die Hoffnung aufgeben.
Es gibt so viele Katzen, die noch nach Wochen und Monaten zurückkommen - erst letztens habe ich von einer Katze gelesen, die nach 11 Jahren(!) wiedergefunden wurde.
Also gebt nicht bereits nach zwei Wochen die Hoffnung auf, Katzen sind Überlebenskünstler.

Wir halten dir hier Daumen und Pfoten, dass deine Miez bald wieder heim kommt und ihr sie glücklich in die Arme schließen könnt!
Und, auch ganz wichtig: wenn sie wieder da ist, lasst sie chippen. Und lasst auch eure andere Katze chippen und registriert sie bei TASSO. Ihr habt soeben schmerzlich am eigenen Leib erfahren, dass es auch bei Wohnungskatzen immer mal vorkommen kann, dass sie entwischt. Eine Kennzeichnung ist nie eine sinnlose Ausgabe, spart da nicht am falschen Ende.

LG
Lara
 
  • Umgang mit Trauer und Schuldgefühlen Beitrag #3
Liebe Lara,

danke für deine Antwort.
Du hast vollkommen Recht mit dem chipen lassen. Unsere Große ist sogar gechipt weil sie Freigängerin ist.
Elli hat sich nie nach draußen getraut.
Ich habe jetzt immer wieder gehört, dass man auch Wohnungskatzen unbedingt chipen lassen soll. Ich habe das irgendwie nie bedacht und wollte ihr die dicke Nadel nicht unnötig antun....und jetzt ist es passiert und ich weiss es besser. Wenn sie zurück kommt wird sie sofort gechipt!

Es ist lieb, dass du sagst, dass Vorwürfe nichts bringen und da hast du auch Recht. Leider lassen sich Schuldgefühle nicht einfach abstellen.

Den Tipp mit der Strassenreinigung, den Flyern an neuer und alter Wohnung und das mit der Zeitung beherzige ich und werde das aufjedenfall machen! Vielen Dank für die Tipps. Bei Facebook haben wir auch in den Stadtteilgruppen gepostet, das hatte ich vergessen zu erwähnen.
Aber wie geht man am besten mit dieser starken Sorge um? Sie könnte überall sein. Ich weiss nicht wie es ihr geht...
Dort ist es so gross und weitläufig. Sie kann in jeder Motorhaube, Keller, Hof usw sein.
Uns macht die Suche vor Ort total fertig.
Wie lange würdest du denn vor Ort selber weiter suchen? Und wie oft...
Und kannst du dir vorstellen wieso ich diese Panikattacken bekomme wenn ich weiss, dass wir wieder suchen gehen? Denn ich verstehe mich selbst nicht mehr.

Sie ist so scheu und so ängstlich. Sie würde niemals einfach raus kommen und auf uns zulaufen. Sie kann einfach mittlerweile überall dort sein....und sogar woanders.

Alle Stellen wo wir mit ihr auf dem Weg zum Tierarzt waren machen mich fertig.
Es tut einfach so weh, ich mache mir solche Sorgen und vermisse sie unsterblich stark.

Ich freue mich über weitere Antworten und danke sehr für das Pfötchen und Daumen drücken.

Lg
Alice
 
  • Umgang mit Trauer und Schuldgefühlen Beitrag #4
Aber wie geht man am besten mit dieser starken Sorge um? Sie könnte überall sein. Ich weiss nicht wie es ihr geht...
Dort ist es so gross und weitläufig. Sie kann in jeder Motorhaube, Keller, Hof usw sein.
Uns macht die Suche vor Ort total fertig.

Das ist das Schwerste an der ganzen Sache - während Lolly weg war, habe ich versucht, mich abzulenken und etwas zu unternehmen, wenn ich gerade eh nicht suchen konnte und ich habe gedacht, ich hätte mich auf der Arbeit gut zusammengerissen - aber jeder hat bemerkt, wie schlecht es ihr ging und richtig lachen konnte ich erst wieder, als sie wieder da war.
Ich glaube, es ist wichtig, zu akzeptieren, dass du tust, was du kannst und wenn das nicht reicht, dann ist es nicht deine Schuld. Akzeptiere die Möglichkeit, dass ihr etwas schreckliches zugestoßen ist, aber konzentriere dich auf die Möglichkeit, dass es ihr gut geht und ihr sie wiederfindet. Das ist leichter gesagt als getan, das weiß ich aus eigener Erfahrung - aber es hilft.

Wie lange würdest du denn vor Ort selber weiter suchen? Und wie oft...

Ich habe erst aufgehört zu suchen, als ich vor lauter Erschöpfung krank geworden bin. Nachdem ich wieder auf den Beinen war, habe ich die Suche so reduziert, dass ich nur noch alle 2-3 Tage aktiv suchen gegangen bin und ansonsten nur auf Hinweise von Anrufern reagiert habe.
Ganz aufgeben solltest du die Suche nicht - der Keller, in dem meine Lolly eingesperrt war, war nur zwei Häuser weiter...

Und kannst du dir vorstellen wieso ich diese Panikattacken bekomme wenn ich weiss, dass wir wieder suchen gehen? Denn ich verstehe mich selbst nicht mehr.

Ja, kann ich mir vorstellen. Du hast Angst, dass ihr sie nicht findet - oder, dass ihr sie findet und sie nicht mehr lebt. Der Gedanke macht dir so zu schaffen, dass du körperlich darauf reagierst.
Das ist an sich nicht ungewöhnlich, ist aber leider nicht hilfreich. Du musst dir vor Augen halten, dass du jetzt stark sein musst. Deine Katze braucht kein Häufchen Elend, das in Selbstvorwürfen versinkt, sie braucht ihre "Mama", die Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um sie zu finden und sicher und heil nach Hause zu bringen.
Sie braucht dich und du musst für sie da sein.
Du musst glauben, dass du sie finden wirst und dass es ihr gut geht, denn nur dann bist du in der Lage, durchzuhalten.

Es kann sein, dass ihr nie erfahrt, was mit ihr ist. Es kann sein, dass ihr herausfindet, dass sie tot ist. Aber es kann auch sein, dass ihr sie morgen schon wieder findet, oder dass sie einfach plötzlich wieder auftaucht, oder dass jemand anruft und sagt, er hat sie gefunden, und daran müsst ihr glauben.
Wenn sich dieser Glaube eines Tages als falsch erweist, wird es wehtun.
Aber wenn ihr den Glauben verliert, gebt ihr sie auf und das dürft ihr nicht.

Du kannst gerne meinen Thread über Lolly lesen - ich war selbst mehrfach kurz davor, die Hoffnung zu verlieren. Aber immer, wenn ich kurz davor war, kam irgendetwas oder jemand, der mir wieder Hoffnung und Kraft geschenkt hat, und es hat sich gelohnt, trotz aller Angst weiter zu kämpfen.
Nichts kann schlimmer sein als das Gefühl, seine Katze verloren zu haben, weil man nicht jede Möglichkeit ausgeschöpft hat.
 
  • Umgang mit Trauer und Schuldgefühlen Beitrag #5
Ach Alice,

dazu, wie man Katzen sucht und dass es durchaus sein kann, dass man sie noch nach Wochen wiederbekommen kann (geht tatsächlich, da kenne ich auch eine Geschichte), will ich jetzt nichts weiter schreiben, denn das hat Lara schon getan.

Die Schuldgefühle. Da hast Du Dir bei der Auswahl des Transportkorbs viele Gedanken gemacht. Hast abgewogen und Dich aus nachvollziehbaren Gründen für den großen entschieden. Und jetzt machst Du Dir Vorwürfe, weil das zu unguten Konsequenzen geführt hat. Und weißt Du was? Es sind immer die Menschen, die verantwortungsvoll sind und stets versuchen, das Richtige zu tun, die besonders mit Schuldgefühlen zu kämpfen haben. Diejenigen mit der anderen Mentalität, die sich einfach irgendeinen Transportkorb greifen und die Katze hereinpraktizieren, würden in Deiner Lage vermutlich eher sagen, da hätten sie ganz schön Pech gehabt.

Stell Dir vor, Du hättest Dich für den kleinen Korb entschieden und dann wäre etwas passiert. Sagen wir einfach mal, die Katze hätte darin Platzangst bekommen, hat deswegen getobt und sich dabei am Auge verletzt. Dann würdest Du Dich mit Vorwürfen quälen, dass die Katze ein Auge verloren hat, nur weil Du nicht den großen Korb genommen hast, obwohl Dein Mann den gut unter dem Arm tragen kann.

Manchmal führen unsere Entscheidungen zu blöden Konsequenzen, obwohl wir unser Bestes getan haben. Leider ist das Leben nicht immer gerecht. Ich finde, Du hast ganz schön Pech gehabt.
 
  • Umgang mit Trauer und Schuldgefühlen Beitrag #6
Moin,

es tut mir sehr leid, was dir da widerfahren ist. Bitte gib die Hoffnung noch nicht auf, sie zu finden.

Gerade wenn Katzen in einer fremden Umgebung und verängstigt sind, werden sie häufig unsichtbar! Daher kann es problemlos sein, dass Eure Mietze in den letzten 2 Wochen nicht zu finden war, es ihr aber soweit noch gut geht. Draußen können Katzen verhältnismäßig viel finden und fressen, die Chancen, dass sie sich durchschlagen kann sind recht groß.

Da die Mietze nicht gechipt ist und dadurch etwas erschwert wird, dass Leute die Katze zuordnen können, würde ich an Eurer Stelle:

1.) Die Suchplakate nach einiger Zeit (2-4 Wochen) erneuern. Leider setzt bei vielen Leuten eine Gewöhnung ein: Ach, hab ich schon gesehen, brauch ich nicht mehr drauf achten oder „haben die bestimmt schon gefunden“, auch bleichen die Zettel schnell aus. Ruhig drauf schreiben Immer noch vermisst o.ä.
2.) Ruhig immer wieder bei dem Tierheim und den Tierärzten nachfragen: Die Mitarbeiter dort bekommen viele Suchmeldungen rein und da braucht am schwarzen Brett nur einer versehentlich was über die Meldung gehängt haben … Lieber aus eigener Initiative nachfragen.
3.) Viele Supermärkte haben schwarze Bretter, dort kann man eigene Zettel aufhängen und erreicht viele Menschen.
4.) Schau mal, ob es mehr als ein Tierheim bei Euch gibt. In größeren Städten gibt es häufig auch noch einige gemeinnützige Vereine, die sich um gefundene (scheinbar heimatlose) Tiere kümmern. Z.B Gnadenhöfe etc.
5.) Einige weitere hilfreiche Adressen im Netz:
tierschutzverzeichnis.de -- > dort werden auch viele Fundkatzen gemeldet. Sie haben auch eine Rubrik (Sorry! Auch wenn ich sehr hoffe und glaube, dass ihr es nicht braucht) für tot aufgefundene Tiere.
ebay kleinanzeigen --> da hat man auch eine verhältnismäßig große Reichweite.
Facebook --> es gibt inzwischen mehrere Gruppen, die Suchmeldungen in Facebook verteilen. Auch da ist Chance recht groß, dass man breitgestreut die Leute erwischt.
Regional/ Stadtteilzeitung: Ich weiß nicht, ob es bei Euch sowas gibt, aber häufig kann man in den kleineren Zeitungen für kleines Geld eine Anzeige schalten. Vorteil: Insbesondere ältere Leute lesen die und haben häufig einen recht guten Blick für das, was in ihrem Stadtteil vor sich geht ;-)
6.) Über den Tellerrand schauen: Es ist unwahrscheinlich, kann aber immer mal passieren, dass Leute die Katze gefunden haben, mitnehmen und erst bei sich in der Gegend melden.

Und bitte mach dir nicht so viele Vorwürfe: Du konntest nicht wissen, dass es so kommen würde. Es war da auch viel Pech im Spiel! Du weißt auch nicht, was gewesen wäre, wenn ihr die kleine Box genommen hättet. Hier hätte auch irgendetwas schiefgehen können an dem Tag. Und versuch bei aller Sorge auch dein Wohl im Blick zu behalten. Ich weiss, das ist leichter gesagt, als getan. Aber wie Labiae schon schrieb: Es hilft deiner armen Maus leider nicht, wenn du bei der Suche vor die Hunde gehst!
 
Thema:

Umgang mit Trauer und Schuldgefühlen

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