Hallo ihr Lieben,
ich weiß noch gar nicht recht, wie ich anfangen soll und ob ich überhaupt hier öffentlich posten soll, aber ich habe die Hoffnung, dass es mir so ein wenig leichter fällt, mit meiner Trauer umzugehen.
Grisou hat innerhalb einer Woche so extrem abgebaut, es fing an mit Fieber (41,2) und Rückenschmerzen, auf dem Röntgenbild wurde allerdings nichts Schlimmes entdeckt in der Klinik, weshalb erst einmal AB und Schmerzmittel gegeben wurden. Bei unserer Tierärztin wurden erneut Röntgenbilder angefertigt, auf denen eine HD zu sehen war und beginnende Arthrose. Also weiter Schmerzmittel und AB. Von Tag zu Tag wollte Grisou immer weniger fressen (nur noch Soße geschlabbert oder mal ein Stück Leckerchen) und auch das Fieber blieb (meist um die 40), sodass ich schon skeptisch wurde, dass die Medikamente nicht anschlagen. Er lag viel herum, kam nur ab und dann noch mal auf die Couch, kam nachts nicht mehr ins Bett. Er war dann fast alle 2 Tage in der Praxis und hat die Medikamente per Spritze bekommen, da er ja fast gar nichts mehr gefressen hat, nicht mal Leckerchen und wir so die Tabletten nicht geben konnten.
Beim nächsten Besuch wurde die Ärztin schon stutzig, da sie etwas im Bauch gefühlt hatte, er sollte sofort zu einem anderen Arzt zum Ultraschall. Der Arzt dort sagte beim Tasten schon, er fühlt einen Tumor, machte dann Ultraschall und sah den Tumor sofort, 3 x 6 cm groß, es lief auch ein Gefäß durch den Tumor, er war inoperabel. :-?
Außerdem hatte er schon freie Flüssigkeit im Bauchraum und viel Kot im Darm. Auch die Globuline und Neutrophile waren auffällig!
Er meinte dann, man könnte jetzt mit Kortison versuchen, ihn noch zum Fressen zu bringen, aber es sieht nicht gut aus.
Mittags dann wieder zu unserer Ärztin, mit ihr gesprochen und sie meinte auch, es sieht ganz, ganz schlecht aus, der Tumor ist ja auch so schnell gewachsen, samstags hatte sie noch nichts gefühlt und Grisou lag die letzten zwei Tage nur noch rum, hat sich angewidert weggedreht, wenn der Napf zu nah kam.
Wir haben dann entschieden, es nicht länger rauszuzögern und ihn erlösen lassen.
Ich habe schon einige Tiere verloren, kenne das alles sehr gut und es ist jedes Mal schwer, aber dieses Mal ist es noch schlimmer, vielleicht, weil es eben so schnell und unerwartet kam. Am schlimmsten sind diese Zweifel und Schuldgefühle, die ich habe. Hätte man mehr tun sollen? War es zu früh, ihn gehen zu lassen? Es gibt Phasen, da geht es und ich bin mir sicher, es war richtig, dann kommen wieder diese Gedanken, dass es alles viel zu schnell ging und ich denke an die Momente, wo er doch noch ins Wohnzimmer kam, am Kratzbaum gekratzt hat, sich auf den Rücken geschmissen hat, wo ich immer dachte, sowas tut doch keine Katze, die so krank ist? Aber die letzten zwei Tage wie gesagt, hat er nichts mehr fressen wollen und lag eng an die Wand gequetscht hinter der Couch.
Ich bin einfach so verunsichert und wollte das glaube ich einfach mal los werden.
Sorry, dass es so lang geworden ist, wahrscheinlich hab ich eh noch die Hälfte vergessen. :wink: