Hallo nici
zufällig hab ich heute hier reingeschaut und musste Deinen Bericht lesen.
Auch ich habe meine Katze Gina auf fast dieselbe Art verloren.
An einem Sonntagmorgen bekam sie Atemprobleme, hustete und röchelte,
besonders wenn ich sie streicheln wollte.
Wir sind dann zur TÄ, die ihr eine Aufbauspritze gab und meinte, wir müssten
wiederkommen, falls es nicht besser wird und ihr Sauerstoff verabreichen lassen.
Dazu muss ich sagen, es sind ca 50 km bis zum Tierarzt und es war in einem
unheimlichen Schneesturm im Januar.
Da wir damals noch dachten, ein Tierarzt müsste es besser wissen, haben wir unsere
Gina wieder mit nach Hause genommen. Dort passierte dann genau das Gleiche
wie bei Dir. Sie wälzte sich am Boden, speichelte, versuchte Luft zu bekommen...
und ich stand hilflos daneben.
Gleich danach ist sie gegangen und ich habe nichts mehr gehört. Hatte mir die
Decke über die Ohren gezogen und gebetet, daß sie stirbt. Denn den nochmaligen
Stress mit dem Tierarzt wollte ich ihr nicht antun. Am nächsten Morgen lag sie friedlich
auf einer Decke und war schon Stunden tot.
Sie war fast 20 Jahre alt, bekam erst im letzten Jahr Nierenprobleme und anscheinend
auch Herzprobleme, die zu einem Lungenödem führten, an dem sie starb.
Trotz allem war ich froh, daß sie daheim gestorben ist.
Der TÄ hab ich geschrieben, aber nie eine Antwort erhalten.
Heute, am 17.9.16, haben wir unseren kleinen Kater verloren, nur 1 1/2 Jahre alt,
ebenfalls an einem schweren Lungenödem, dessen Anzeichen sich gestern nachmittag erstmals zeigten...
In der Nacht sind wir noch in eine (andere) Tierklinik gefahren, die dortige TÄ war sehr
kompetent, hat aber gleich gesagt, die Chancen stünden 80:20, daß er überlebt. (Es lag wohl
eine Herzerkrankung vor, die noch nicht diagnostiziert worden war.)
Er starb 5 Minuten später. Der liebenswürdigste Kerl, den man sich vorstellen kann.
Es ist immer wieder eine Katastrophe und man fällt in ein tiefes Loch, aber aus Erfahrung
weiss ich auch, daß die Zeit die Wunden heilt und man anderen Tieren ebenfalls ein neues
Zuhause und viel Liebe schenken kann.
Aber man muss die Trauer zuerst zulassen. Denn vergessen werden sie ja nie und bleiben immer
ein Teil unseres Lebens.
Alles Gute!
Eines möchte ich noch erzählen, es hört sich unglaublich an, ist aber genau so passiert.
Als Gina starb, die für uns ein Familienmitglied war, ging für meinen Mann und mich die
Welt unter. Wir trauerten, wie man nur um einen nahen Angehörigen trauern kann.
Nach ca 2 Monaten hatte ich eines Abends das Gefühl, Gina steht neben meinem Bett
und flüsterte mir zu "genug getrauert, mir geht es gut, aber Du kannst einer anderen
Katze die Liebe, die Du mir geschenkt hast, weitergeben"..
Von einer Minute auf die andere war ich nicht mehr traurig, es war wahnsinnig.....und
auch für mich unglaublich, denn Gefühle kann man ja eigentlich nicht steuern!
Kurz darauf kam unsere kleine Bonny aus dem Tierheim zu uns und ist auch heute
noch da. . Ich bin sicher, Gina hat sie mir geschickt......
Jetzt warten Bonny und ich darauf, daß uns auch unser kleiner Kater jemanden schickt,
irgendwann, irgendwie