So, jetzt vom Computer aus ;-)
Hier die Geschichte von Streunerkater Bébé, den ich draußen an einem Hotelparkplatz versorgte: eines Abends kam Bébé mit einer dicken Backe und einem tränenden Auge zum Fressen. Die Backe war so dick, dass mir klar war: hier musste sehr schnell etwas geschehen.
Mit viel Geduld und Spucke habe ich es noch am selben Abend geschafft, den Süßen mitsamt seiner Schwester in einem riesigen Käfig zu fangen und ihn zum Tierarzt zu bringen. Diagnose: Mammutabszess, vermutlich nach einem Kampf. Bébé bekam AB und es wurde besser.
Nach ein paar Wochen (Bébé und Gaia waren nun in einer PS) ging das ganze wieder los: tränendes Auge, Eiter aus der Nase ... Tierarzt -> Reisszahn vereitert, gezogen, AB und alles schien gut.
Weitere paar Wochen später wieder Eiter aus dem selben Nasenloch, Auge tränt ... also erneut zum Tierarzt (Spezialistin für Kiefer- und Zahnheilkunde). Sie hat sich den Süßen angesehen und gemeint, es müsse wieder geröntgt werden, aber vermutlich brauche man auch ein CT. Sie hatte den Verdacht, dass da irgendein Fremdkörper oder sowas sei, was immer wieder Ärger mache.
Problem: eine CT-Einstellung kostet um die 350 Euro. Habe trotzdem eingewilligt, denn man musste der Sache ja auf den Grund gehen.
Abends war ich zum Abholen in der TK, und die TÄ sagte mir, es sei alles gut verlaufen, man habe allerdings DREI CT-Bilder machen müssen ... als ich dann fast in Ohnmacht fiel, sagte sie schnell "Aber Sie bezahlen nur ein Bild!" Puuuuuh...
Dann nahm sie eine Petrischale und zeigte mir ein winziges Knochenstückchen. DAS sei der Übeltäter! Sie habe es ganz weit oben in den Kieferhöhlen gefunden, in den feinen Alveolen. Dort habe es nichts zu suchen und habe immer wieder die Vereiterungen verursacht. Die Decke der Kieferhöhle sei durch die VEreiterung schon verdünnt gewesen, irgendwann wäre sie durchgebrochen :shock:
Das Knochenstückchen sei vermutlich bei einem Sturz oben abgebrochen (von dem Zahn, der schon gewogen war, da ebenfalls vereitert) und dann in die Alveolen gewandert oder gedrückt worden.
Jedenfalls war danach alles gut (jetzt immerhin seit 2013). Kleine Ursache, große Wirkung...
An so etwas sollte man bei immer wiederkehrenden, unerklärlichen Vereiterungen im Kieferhöhlenbereich auch immer denken.
PS: das Knochenstückchen konnte man in den Alveolen im Röntgenbild NICHT sehen, das hat erst der CT hervorgebracht.
Zu Anfang sollte man, wie Goya oben schreibt, aber auf jeden Fall auch den ganzen Kopf röntgen, vielleicht kommt dabei nämlich schon etwas raus. Wenn nicht, kann und sollte man über ein CT nachdenken.