Schuldgefühle und offene Fragen

Diskutiere Schuldgefühle und offene Fragen im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo liebe Katzenfreunde, ich habe bisher nie gedacht, einmal Mitglied in einem Katzenforum zu werden, aber die Ereignisse der letzten 2 Wochen...
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Zuckerschnut

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Hallo liebe Katzenfreunde,

ich habe bisher nie gedacht, einmal Mitglied in einem Katzenforum zu werden, aber die Ereignisse der letzten 2 Wochen lassen mich nicht zur Ruhe kommen und so schreibe ich hier was mich bedrückt und belastet. Vielleicht hilft es mir…

Meine kleine Molly wurde am 05. Juli 2016 vom Tierarzt erlöst. Sie wurde nur 14 Jahre alt. Sie war mein kleines Herzchen – so gut und lieb und aufmerksam. Sie war besonders - das sagte jeder der sie kannte. Ich war bei ihrer Geburt anwesend und habe mich sofort in sie und ihren Bruder George verliebt.

14 Jahre war sie an meiner Seite und hat so manche Krankheit überlebt. Als sie 5 Jahre alt war, hatte sie ein Lungenödem. Der Termin zur Einschläferung stand bereits fest, aber Molly wollte leben, hat gekämpft und alle 2 Stunden ihre Entwässerungsmedikamente von mir angenommen. Es war ein Wunder – sie hat sich vollständig davon erholt, musste seitdem lediglich Herz- und weiter Entwässerungstabletten nehmen. Dann bekam sie einige Jahre später Blasensteine und wurde operiert. Auch das überstand sie. Als sie 10 Jahre alt wurde, wurde eine Schilddrüsenerkrankung diagnostiziert und kurze Zeit später wurde mir mitgeteilt, dass die Niere in Mitleidenschaft gezogen wurde. Auch jetzt merkte man Molly nichts an, ihre Lebensfreude schien ungebrochen, lediglich das Futter haben wir gewechselt und auch das machte Molly nicht zu schaffen. Im vergangenen Jahr wurde ihr ein Fangzahn entfernt und kurz danach bekamen wir die Diagnose Fibrosarkom. Der Tumor wurde entfernt und es hieß, man habe so großräumig entfernt, dass nichts zurückbleiben würde. Ich war erleichtert, zumal Molly auch diese OP wegsteckt als wäre es eine Leichtigkeit. Doch der Tumor kam zurück. 6 Monate nach der ersten OP wurde Molly wieder erfolgreich operiert. Auch diesmal war sie bereits kurz nach dem Eingriff wieder munter und vergnügt auf den Beinen. Ich sagte immer, sie sei meine kleine Wunderkatze…

Dann, vor ca. 4 Wochen, bemerkte ich das sie weniger frisst als gewöhnlich und sich auch bei leckeren Mahlzeiten ungewöhnlich zurückhielt. Sie zog sich auch etwas zurück und schlief mehr als gewöhnlich. Für alles hatte ich eine Erklärung: sie wird älter, hat halt mal keinen Hunger oder Appetit. Sie war an sich eine Wohnungskatze, ging mit mir aber 1mal am Tag an der Leine spazieren. Das tat sie auch weiterhin, also machte ich mir erst keine großen Sorgen. Fehler Nummer 1! Doch dann sah ich, dass ihre Schnurrhaare einseitig zuckten und als ich sie wog, hatte sie dann doch schon knapp 400gr abgenommen und wog nur 4,1kg. Ich ging zum Tierarzt. Dort wurde festgestellt, dass sie eine Zahnentzündung hat. Das war für mich natürlich eine nachvollziehbare Erklärung, aber leider war es dann doch nicht so einfach…

Der Zahn wurde entfernt und die Ärztin kontrollierte dabei auch gleich, ob der Tumor zurückgekommen sei. Dem war aber nicht so und ich war so glücklich. Nach der OP hatte Molly zwar Hunger, konnte aber weiterhin nicht essen. Sie saß vor ihrem Teller und hielt ihre kleine Zuckerschnut ins Fressen, aber sie konnte es einfach nicht. Also am Samstag wieder zum Arzt. Die Ärztin sagte, dass manche Katzen die Narkose nicht so gut vertragen würden und gab Molly eine Infusion und Schmerzmittel. Danach schien es Molly etwas besser zu gehen. Dennoch konnte sie noch immer nicht fressen und kaum noch trinken. Am Sonntag dann baute Molly so rapide ab, dass es mir Angst machte. Sie fraß und trank nicht, ging aber immer noch erhobenen Hauptes durch die Wohnung und auf den Balkon, obwohl sie einen abwesenden Eindruck machte. Sie schnurrte auch nicht mehr, wollte nicht mehr angefasst werden, schlief nicht mehr bei mir und verzog sich in die hinterste und dunkelste Ecke der Wohnung. Es war furchtbar und ich fuhr mit ihr auf Anraten der Tierarzt in die Tierklinik. Dort bekam Molly wieder eine Infusion, diesmal intravenös. Siewog nur noch 3,7kg. Ihr Herz war ok, ihre Lunge auch. Die Blutuntersuchung ergab weder eine Bauchspeicheldrüsenentzündung noch ein Nierenversagen. Alle Werte war soweit im Normalbereich. Man schickte uns wieder heim.

Am Montag ging ich ohne Molly zur Tierarzt, weil ich sie schonen wollte. Fehler Nummer 2! Die Tierarzt gab mir ein Medikament zur Appetitanregung mit und sagte, ich solle am Dienstag mit ihr wieder kommen, damit sie eine weitere Infusion bekommen kann. Der Montag und die darauffolgende Nacht waren die Hölle. Molly konnte nicht mehr liegen, hockte nur noch und war fast apathisch. Ich hab versucht ihr Schmerzmittel zu geben, aber sie hat es ausgespuckt und hatte danach Schaum vor dem Mund. Als ich ihre leckere Paste geben wollte, übergab sie sich fast. Ich wusste es sind ihre letzten Stunden und war so dankbar, dass sie sich noch einmal zu mir ins Bett legte. Sie war ganz kalt.

Am Dienstag, den 05. Juli um 9:00 Uhr wurde sie dann erlöst. Sie wog 3,5kg. Es ging ganz schnell und war die richtige Entscheidung, aber ich leide dennoch unter den Umständen, denn ich war so überfordert und vom Weinen erschöpft, dass ich meiner Molly nicht „Auf Wiedersehen und Danke für all die schönen Jahre“ sagen konnte. Die Tierarzt gab ihr die Spritze, ich stand nicht einmal richtig nah bei ihr und habe sie gehalten. Erst als sie bewusstlos war, was so schnell ging, streichelte ich sie kurz und geistesabwesend. Die Tierarzt redete die ganze Zeit und hat mich irgendwie abgelenkt. Das Letzte was Molly hörte war die Tierarzt, das Letzte was sie sah, war die Arzthelferin… Ich komme kaum darüber hinweg und mache mir solche Vorwürfe:

Warum habe ich so lange gewartet bis ich überhaupt zum Arzt gegangen bin?
Warum wurde nicht intensiver untersucht weshalb sie auch nach der OP nicht fressen/trinken konnte?
Warum habe ich sie nicht bereits am Montag erlösen lassen?
Warum habe ich auf ihren letzten Metern versagt?
Warum habe ich sie nicht im Arm gehalten, mich nicht richtig verabschiedet?
Hatte sie Angst?
Wusste sie, dass ich bei ihr war?

Und: Woran bloß ist sie gestorben?

Ich werde es nie erfahren und es belastet mich alles so ungemein. Mir war immer bewusst, dass ein Katzenleben endlich ist und ich habe immer gesagt, dass ich meine Katzen niemals leiden lassen würde oder um meinetwillen am Leben halten würde. Und nun sitze ich hier und habe so viel falsch gemacht und es tut mir so unendlich leid. Vielleicht hatte Molly ihre 7 Katzenleben einfach verbraucht. Es ist halt nicht nur die Tatsache dass sie gegangen ist, sondern wie…

Ihr Bruder George ist total verstört und weint und jammert. Er wusste das sie stirbt, denn er hat sie am Ende gemieden und sie mehrfach angefaucht. Jetzt hockt er hier und will immer auf den Arm genommen und getröstet werden und ich hoffe, dass er darüber hinwegkommen wird, denn auch er hat jetzt seit 2 Tagen vor lauter Kummer kaum mehr sein Fressen angerührt.

Es ist eine furchtbare Zeit und ich hoffe, es hilft mir, dass ich hier darüber schreiben durfte.

Vielen Dank!
 
  • Schuldgefühle und offene Fragen Beitrag #2
Mein aufrichtiges Mitgefühl zu deinem Verlust.

Du hast alles getan, was du für deine Mieze tun konntest.

Mach dir keine Vorwürfe

Sie war eine große Kämpferin, aber irgendwann wird auch der größte Kämpfer müde

Lass die Trauer zu, sie gehört zu einem Abschied
 
  • Schuldgefühle und offene Fragen Beitrag #3
Du hast in jeder Situation nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Es gibt immer ein Pro und Kontra für eine Entscheidung, ein Risiko bleibt immer. Ich kann Deine Selbstvorwürfe sehr gut nachempfinden. Übermorgen ist mein Herzenskater seit 4 Monaten im Regenbogenland. Kein Tag vergeht, an dem ich nicht daran denke, welche kleinen Zeichen ich in den letzten Jahren übersehen habe, warum ich ihn nicht früher einer Tierklinik vorgestellt habe und einfach naiv darauf vertraut habe, was der Haustierarzt gesagt hat. Auch mein Kater wurde in der TK eingeschläfert, ich habe ihn auch nicht gehalten - es war wie ein Film, wie eine Parallelwelt, in der ich eine Rolle gespielt habe bzw. zugesehen habe, weil ich vor Trauer ohnmächtig und handlungsunfähig war. Die Selbstvorwürfe verschwinden nicht, sie fühlen sich anders an, auch wenn es irrational ist. Es tut mir unendlich leid, dass Du Deine Miez verloren hast:cry:.
 
  • Schuldgefühle und offene Fragen Beitrag #4
Es tut mir so leid, dass du deine Molly verloren hast. Es ist unglaublich schwer, aber ihr hattet eine lange und glückliche Zeit zusammen.
Vielleicht suchst du noch einmal das Gespräch mit deinem Tierarzt, weil es dir so gar keine Ruhe lässt. Aber vor allem wünsche ich dir ganz viel Kraft für den schweren Weg der Trauer.
 
  • Schuldgefühle und offene Fragen Beitrag #5
Ich möchte mich ganz herzlich für Eure Rückmeldungen bedanken. Ich kämpfe mich durch die Tage und hoffe darauf, dass die Trauer irgendwann weniger wird. Ich denke aber, ich bin noch nicht mal auf dem Gipfel des Schmerzes angekommen...

Momentan muss ich auch einfach funktionieren, denn mein Kater George macht mir auch große Sorgen. Er leidet so und sucht seine Schwester noch immer. Er hat solche Verlustängste, man kann ihn keine Sekunde allein lassen. Er weint und ist so traurig. Ich habe ihm Rescue-Tropfen gegeben, aber das hat bislang nichts gebracht. Ich denke, dass einzige was hilft ist ein geregelter Tagesablauf und Beständigkeit und so sitzen entweder ich oder meine Mutter bei ihm und halten ihn fest. Das gibt auch uns Halt. Anbei ein Foto von meinem traurigen Katerchen...

Liebe Grüße an Euch
 

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  • Schuldgefühle und offene Fragen Beitrag #6
Manchmal wird man immer das Gefühl haben, es falsch gemacht zu haben, egal, wie man sich entschieden hat. Gehst Du spät zum Arzt, wirft man sich das vor. Wärst Du früher und öfter zum Arzt gegangen, würdest Du Dir wahrscheinlich Vorwürfe machen, sie in ihrem kranken Zustand auch noch durch die Gegend gezerrt zu haben, anstatt ihr Ruhe zu gönnen ...

Sei nicht so streng mit Dir! Du hast Deine Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen getroffen. Und musstest im Moment des Abschieds auch noch mit Deinem eigenen Kummer fertig werden. Das ist alles ziemlich viel verlangt!

Es tut mir sehr leid für Dich! Irgendwann, später, wird es erträglicher, auch wenn man es sich im Moment nicht vorstellen kann.

Kannst Du Dir vorstellen, für George (ist der hübsch!) einen Katzenkumpel zu beschaffen?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Schuldgefühle und offene Fragen Beitrag #7
Es tut mir so leid. Viel kann ich nicht schreiben, weil mich Dein Bericht sehr bewegt.

Du hast keine Fehler gemacht! Keine, die irgendetwas geändert hätten. Und - soweit sie überhaupt noch etwas mitbekommen hat - wußte sie, dass Du bei ihr bist.
Natürlich kenne ich diese ganzen Vorwürfe nur zu gut von mir selbst. Aber du hast wirklich keinen Grund.

Viel Spaß auf der anderen Seite Molly.
 
  • Schuldgefühle und offene Fragen Beitrag #8
Heute sind genau 8 Wochen vergangen, dass meine Molly eingeschlafen und aus meinem Leben verschwunden ist. Es vergeht kein Tag an dem ich nicht um sie weine. Mein kleines Herzchen fehlt mir so ungemein.

Ich komme mittlerweile mit der Trauer ganz gut zurecht. Auch die Gedanken, was ich hätte anders oder besser machen können und die Schuldgefühle werden weniger. Dennoch überkommt es mich manchmal. Es ist so, als wenn man im Meer badet und von einer Welle runterdrückt wird. Man kommt wieder hoch, schnappt nach Luft nur um dann von der nächsten Welle runtergedrückt zu werden.

Dienstag - der Tag an dem Molly starb. Ich durchlebe ihre letzten Stunden jede Woche auf's neue. Um 09:05 Uhr stand ihr Herz still und in mir macht sich eine Leere breit.

Vor einigen Tagen schoß mir dieser Satz durch den Kopf: "Die Liebe im Innern, die nimmt man mit!". Da ich nicht wusste, woher ich ihn kannte, googelte ich danach. Es war eine Szene aus dem Film Ghost - Nachricht von Sam . Ein Film, den ich zuletzt vor Jahren gesehen habe. Ich sah mir die Szene auf Youtube an und war auf einmal wie erstarrt, denn die Person, zu der Sam diesen Satz sagt, heißt Molly!!!

Ist es nicht unglaublich, wie das Unterbewusstsein arbeitet und zu uns spricht ? Warum kam mir dieser Satz in den Sinn? Er hat mich zugleich glücklich und traurig gemacht, aber es tat mir gut.

Meine Molly wusste, wie sehr ich sie liebte und ich weiß, wie sehr sie mich liebte. Daran halte ich mich fest und das gibt mir Trost.
 

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  • Schuldgefühle und offene Fragen Beitrag #9
Zuckerschnut, das hast Du wirklich schön beschrieben und ja, oft schließt sich der Kreis. Wie geht es Eurem Katerchen?
 
  • Schuldgefühle und offene Fragen Beitrag #10
Hallo Lillifee,

George geht es durchwachsen. Nach Molly's Tod hat er tagelang das Futter verweigert und immens abgenommen. Er war schon immer ein "großer Redner", aber nun maunzt er von morgens bis abends. Er hat verstanden, dass Molly nicht mehr da ist, aber er vermisst seine Schwester natürlich jeden Tag. George war leider oft böse zu Molly und sie hatte es wirklich nicht leicht mit ihm, aber dennoch waren sie sich nah. Abends haben die Zwei oft nebeneinander auf dem Balkon gehockt und ich wüsste gern, worüber sie sich da so "unterhalten" haben ;-)

Hinzu kommt nun auch noch, dass bei ihm letzte Woche CNI in Stadium 2 diagnostiziert wurde. Die Tierarzt meinte, Molly's Tod könnte durchaus einen Schub ausgelöst haben. Auch George hat mit der Schilddrüse Probleme, aber seine Nierenwerte waren an sich immer ok. Jetzt bekommt er Diätfutter, was er aber scheinbar ganz lecker findet. Zum Glück!

Ich hoffe, dass George sich wieder fängt und mit den Umständen arrangiert. Einen weiteren Verlust könnte ich so kurz nach dem Tod von Molly wohl nicht verkraften.

Liebe Grüße an Dich und danke für Dein Mitgefühl!
 
  • Schuldgefühle und offene Fragen Beitrag #11
Mein aufrichtiges Beileid an Deine Katze und an jede andere Katze die von uns ging und in dem Themenbereich genannt wird.

Habe seit 2 Jahen auch Erfahrung wie es ist wenn die eigene geliebte Katze von uns geht.
 
  • Schuldgefühle und offene Fragen Beitrag #12
Hallo,

es berührt mich immer wieder, wenn ich sehe, wie genau gleich es anderen Menschen geht, wenn sie
ein Tier verlieren.
Man fragt sich Tag und Nacht, hab ich das Richtige getan, hätte, würde, wäre.....

Und der Schmerz ist gross. Bei Mensch und Tier

Heute habe ich meinen kleinen Kater Leo verloren. Er war nur 1 1/2 Jahre alt. Er bekam gestern ein akutes schweres Lungenödem und jede Hilfe kam zu spät. Also fragt man sich, hätte man verschiedene Symptome nicht ernster nehmen sollen oder sogar bemerken....hätte man....

Seine Katzenfreundin, ebenfalls eine grosse Maunzerin, ruft im ganzen Haus nach ihm und sucht ihn in jeder Ecke. Es zerreisst einem grad das Herz.

Ich fühle mit Euch allen und mich miserabel.
 
  • Schuldgefühle und offene Fragen Beitrag #13
Morgen ist meine Molly 6 Monate tot! Sie fehlt mir so unglaublich und ich muss noch immer sehr oft weinen.

Vor einigen Wochen passierte etwas, dass mich traurig und nachdenklich und dennoch auch irgendwie froh machte. Molly hatte einen Lieblingsplatz im Schlafzimmer. Dort hatte sie eine Fensterbank mit Blick in die Bäume und dort konnte sie früher stundenlang liegen und Vögel und Eichhörnchen begucken. Es war Ende Oktober und ich hatte das Fenster zum Lüften geöffnet und als ich es wieder schließen wollte, saß da ein riesiger Schmetterling. Er war so groß und seine Zeichnung erinnerte mich an Mollys Augen. Ich bin überhaupt kein esoterischer Mensch. An Reinkarnation glaube ich nicht und auch nicht an Zeichen, und doch hat mich dieses Erlebnis sehr beschäftigt. Ich hab mich auf's Bett gesetzt, diesen Schmetterling angeschaut und gleichzeitig geweint und gelächelt. Ich bin immer noch ergriffen, wenn ich daran denke!
 

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  • Schuldgefühle und offene Fragen Beitrag #14
Zuckerschnut, manchmal gibt es diese Begebenheiten, da liegen Freude und Schmerz so nah beieinander. Sag, wie geht es Kater George?
 
  • Schuldgefühle und offene Fragen Beitrag #15
Hallo Lillifee,

lieb, dass Du fragst. Danke für Dein Interesse an meinem Katerchen.
George hat den Verlust von Molly mittlerweile ganz gut verarbeitet. Leider ist die CNI schlimmer geworden, aber mit SUC haben wir es bislang zum Glück ganz gut im Griff.

Wie geht es Dir und Deinen Lieben?

Viele Grüße an Dich!
 
  • Schuldgefühle und offene Fragen Beitrag #16
Hallo Zuckerschnut!
Deine Geschichte hat mich sehr an unsere erinnert. Meine Katze wurde am 31.10.16 eingeschläfert , nach dem sie viele Jahre Krebs hatte der immer wieder zurück kam. Sie wurde 3 mal operiert in diesen Jahren um die tumore zu entfernen. Immer wieder dachten wir: nun ist es überstanden, aber es schien so als würde es nur noch schneller als das letzte mal zurück kommen. Zum Schluss wussten wir das es nun kelne Möglichkeit mehr gibt auf Heilung und der Tierarzt hat uns noch ein paar Wochen mit ihr zugesagt bis wir merken das sie schmerzen hat um sie zu erlösen. Wir haben diese letzten Wochen mit ihr intensiv wahr genommen, vor allem auch meine große Tochter die sehr an ihr gehangen war. Von mir ganz zu schweigen, denn auch ich war tatsächlich bei ihrer Geburt dabei und von diesem Tag an ihrer Seite, wir waren ein eingeschweißtes Team :-|
Am Ende war es für mich aber nur noch eine Qual, sie zwar bei mir zu haben aber immer mit dem wissen das sie bald nicht mehr da sein wird. Es war als wäre sie schon halb weg und ich habe um sie getrauert obwohl sie noch da war. Als wir gemerkt haben das sie anfängt sich zurück zu ziehen und die Schmerzmittel ihr keine Abhilfe mehr verschaffen habe wir sie erlösen lassen.
Ich habe in meinem Freundeskreis niemanden der so eng mit Tieren ist, und jemand der es nicht kennt kann nicht nachvollziehen wie stark einen so was umhauen kann. So hab ich viel mit mir alleine ausgemacht. Aber es vegeht kein Tag an dem ich nicht an sie denke und sie vermisse.
Sie wurde übrigens auch knapp 14 Jahre alt.
Ich hab mal einen Artikel über Trauer gelesen, da hieß es : die Zeit heilt keine Wunden, man lernt nur damit zu leben. So ist es glaub ich auch wirklich :neutral:

Liebe Grüße
 
  • Schuldgefühle und offene Fragen Beitrag #17
Liebe Dilisa,

mein Beileid zu Deinem Verlust! Es tut mir sehr leid, dass Du Deine Katze verloren hast. Ich kann das so nachempfinden und es ist einfach furchtbar, wie sehr man leidet und trauert, aber es ist auch gut so, denn so wissen wir, wie sehr wir geliebt haben was wir verloren haben. Ja, die Zeit heilt Wunden, aber es bleiben Narben zurück...

In meinem Freundeskreis konnten zum Glück fast alle nachvollziehen, wie sehr mir Molly's Tod nahe gegangen ist, aber Du hast recht, viele Menschen, die nie ihr Herz für ein Tier geöffnet haben, können das nicht nachempfinden. Den Spruch: "Hol Dir doch einfach eine neue Katze" musste ich mir von einer Kollegin anhören und so eine Aussage schmerzt. Aber an sich habe ich Mitleid mit Menschen, die Tieren gegenüber gefühlsarm sind, denn ich denke, ein kaltes Herz macht unglücklich und wird früher oder später schmerzen.

Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Trauerarbeit. Deine süße Katze wird ewig einen Platz in Deinem Herzen haben und das wusste sie ganz bestimmt!

Liebe Grüße an Dich - fühl Dich gedrückt!
 
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