Moin,
erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deinen beiden neuen Flusen und toll, dass du zwei Katzen aus dem Tierschutz ein Zuhause geben willst!
Das klingt ja jetzt doch ein bisschen nach Baustelle ;-) Die Aussagen „die verstehen sich“ und „ihr sollt achtgeben, dass sie nicht untergebuttert wird“ würden mich jetzt ein wenig stutzig machen. Klingt für mich ein bisschen so, als ob schon bekannt war, dass die beiden nicht so ganz reibungslos harmonieren …
Wie sieht es denn überhaupt aus mit dem Füttern? Was fütterst Du und wie viel?
Ich würde an deiner Stelle auf alle Fälle schauen, dass man sie zusammen füttert. Da die beiden in dem Alter noch futtern können, soviel sie wollen, würde ich auch immer etwas zu fressen stehen haben. Hilfreich könnte auch sein mit mehreren Näpfen als Katzen zu arbeiten. Dann kann deine schüchterne Maus ausweichen, wenn ihr das mit der anderen zu eng wird oder diese grätzt.
Hier herrschte in dem Alter noch wildestes Napfgetausche – ähnlich der Reise nach Jerusalem. +1 Napf gewährleistet, dass immer noch ein freier Napf zur Verfügung steht
Ansonsten gemeinsame Spiel- und Leckerli-Runden mit beiden zusammen machen, das stärkt das Miteinander. Du kannst dich dabei anfangs prima als Puffer dazwischen setzen, sodass sie nicht sofort auf Tuchfühlung gehen. Und z.B. sie von jeder Seite ein Leckerli von deine Knien sammeln lassen o.ä., sodass du sie spielerisch dichter aneinander ran bringst. Du kannst sie auch Leckerlis jagen lassen, dabei vergessen viele Katzen alles um sich herum und toben plötzlich ganz friedlich nebeneinander.
Noch ein (vielleicht etwas gewagter) Gedankengang: Wenn die beiden Mäuschen sich vorher auf der Straße durchschlagen mussten, kann es einfach sein, dass sie sehr unterschiedliche Strategien zum Überleben hatten. Eventuell wäre es möglich, dass der Ortswechsel jetzt erstmal wieder den bewährten Überlebensmodus angeworfen hat. Bei der schüchternen eher: Ich muss mich versteckt halten. Bei der forscheren eher etwas in Richtung: der stärkere überlebt … muss meine Ressourcen verteidigen. Kann also auch sein, dass sich die Situation schon dadurch entspannt, wenn beide merken: Hey, ist hier gar nicht schlimm. Gibt genug Futter, genügend Klos, viel Spielkrams und nette Menschen und ich bin hier sicher. Das einzuschätzen ist aber nach 1,5 Wochen sicher zu früh. ;-)