Wie ich zur Katze kam... - und ihr so?

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SonoIo

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Von der bekennenden Schwarz-Fetischistin zur verzweifelten Suche nach Farb-Alternativen...

Als ich mich heute morgen in meine Angora-Hose und Angora-Bluse schälte, meine Angora-Schuhe anzog und anschließend in mein Angora-Auto schlüpfte, dachte ich mir so "Was in aller Welt hast Du dir nur dabei gedacht?"

Ich mag dunkle Klamotten - die lassen sich gut kombinieren, machen einen schlanken Fuß und sind für Mode-Trottel wie mich prädestiniert. Außerdem bilde ich mir ein, dass mir Schwarz- und Grautöne ganz gut stehen. Nun hat alles einen leichten Angora-Touch. Das liegt an den Zwillingen. Zwei Birmchen, knapp ein Jahr alt. Die Mäuse machen gerade Urlaub bei mir und haben letzten Dezember meine Tochter adoptiert.

Ich fand das damals Wahnsinn. Katzen!!! Und auch noch zwei!!! Letzten August ist meine Tochter ausgezogen, um zu studieren. Und ganz glücklich hat sie verkündet, dass sie mit zwei Katzen eine WG gründen möchte. Joah. Das gute Kind. Soll doch erst mal das Alleinleben genießen. Mach mal, alles gut. Die Pläne vom Töchterchen wurden konkreter, sie erzählte von Birmchen, Kontakten mit Züchtern, ihre Augen strahlten. Öhm, joah. Katzen... Muss doch nicht sein?!? Und schon gar nicht zwei...
Plötzlich stand ein monströser Kratzbaum in ihrer Studi-Bude, Katzenklo, Näpfe, Spielzeug und vieles mehr folgten, und ich dachte so "Super, haste bald zwei Katzen am Bein, wenn das gute Kind dann doch mal das süße Studentenleben genießt."

Die Stubentiger zogen ein, und ich gestehe: ich war sehr gierig, die Beiden kennenlernen zu dürfen. Naja - Tierbabies sind ja immer süß. Immerhin bin ich mit einem Hund groß geworden. Und meine Töchterchen ebenfalls. Cockerspaniel. Putzig, aber auch dickköpfig. Meine Lieblingsrasse. Cocker - könnte ich den ganzen Tag um mich haben. Aber Katzen? Gott bewahre...

Die Kitten waren zugegebenermaßen schnuffig. Und plötzlich bot ich gerne jederzeit meine Sitter-Dienste an. Und so sittete ich. Zunächst beim Töchterlein zu Hause. Dann bei mir daheim. Die Mädels waren zunächst scheu - neugierig, aber zurückhaltend. Kein Vergleich zu einem Hund. Aber mit einem unfassbaren Charme. Wir wuchsen mit jedem Sitten zusammen. Und dann hatte ich meinen Schlüsselmoment - beim vierten oder fünften Besuch der "Enkel"-Kitten war ich todtraurig an dem Abend, an dem ich wusste, sie würden am folgenden Tag wieder nach Hause gehen. Mir war zum Heulen. Und als ich schniefend im Bett lag, spürte ich auf einmal ein kleines Pfötchen in meiner Hand. Ich hab das Pfötchen ganz vorsichtig festgehalten - und es blieb in meiner Hand liegen. Wir sind Hand in Pfote eingeschlafen und seither bin ich verliebt. Schockverliebt.

Und was sind schon Dreck, Haare, hängengebliebene Kackbollen am Popo, kein ruhiges, eigenes Fleckchen mehr in der Wohnung, Kabel wegschließen, Fenster sichern, Katze auf Schränken, zerfleddertes Interieur - ach herje - jetzt kriege ich wieder Angst. Und ich hoffe, alles richtig zu machen, wenn "meine" Babies in zwei Wochen ihr Leben mit mir teilen.

Ängste einer künftigen Mutter eben. Und einer, die sich künftig eine alternative Klamotten-Farbe suchen muss...
 
  • Wie ich zur Katze kam... - und ihr so? Beitrag #2
Willkommen im Kreise derer "mit Haaren auf der Butter":mrgreen:
Das ist meine persönliche Definition der den Katzen verfallenen, und ich zähle mich auch dazu;-)
 
  • Wie ich zur Katze kam... - und ihr so? Beitrag #3
Die Haare auf der Kleidung sind doch nicht das Schlimmste.
Schlimmer sind die Löcher!
Manche Kleidungsstücke sind durchlöchert, kaum das sie man das erste Mal angezogen hat.

Ich bekomme auch nichts mehr in die Schränke geräumt, weil die Katzen es sich zwischen Kleidung, Bettwäsche und Handtücher gemütlich machen und alles hinaus werfen, das stört.

Ganz davon abgesehen, dass mir seit dem Neuzugang jeder Bissen in den Mund geguckt wird und immer eine Tatze oder Zunge zu meinem Essen unterwegs ist.
 
  • Wie ich zur Katze kam... - und ihr so? Beitrag #4
Das ist ja eine wunderschöne Geschichte Sonolo. Eben eine die das Leben schrieb.
Ich könnte gar nicht mehr ohne Katze. Ohne Katze im Bett und die Löcher im Spannbettlaken von der Jagd nach Füßen. Ohne Katze beim Frühstück, damit er bloß den Moment nicht verpasst wo es die Paste gibt. Am besten noch mit dem Fellpopo auf dem Tisch :lol:. Ohne Katze und die dollen 5 Minuten wo man meint ein Elefant läuft durch die Bude.
Hach, ich könnte endlos weiterschreiben.
 
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