Vielen Dank für eure vielen Antworten.
Ich habe seit 40 Jahre Tiere und immer mehrere. Bachblüten haben noch NIE einem meiner Tiere geholfen.
Ich beneide immer Tierhalter die andere Erfahrungen gemacht haben. Ich gebe sie aber auch immer wieder, um das Gefühl zu haben etwas getan zu haben. Meine" Kampfhennen" bekommen auch Rescuetropfen aber wie immer, merke ich nichts. Aber vielleicht sollte ich mal ein Fläschchen trinken, so fertig wie ich bin.
Felliway haben wir auch im Einsatz.
Bei Lilly wurden vor 4 Jahre, Struvite im Urin gefunden. Sie bekam Antibiotika, Metacam und Diätfutter, was sie nicht fraß. Ich hatte die Wahl zwischen Nass- und Trockenfutter und stieß auf Unverständnis weil ich das Trockenfutter total ablehnte. Lilly ging es gut aber nach 2-3 Monate fing sie wieder an unsauber zu werden. Also mit Urin zum Tierarzt und wieder AB und Metacam. Das haben wir jetzt 4 Jahre hinter uns bei vier verschiedenen Ärzten. Alle boten mir fröhlich Trockenfutter an. Lilly wurde zwischendurch geröngt, Ultraschall, Blasenpunktion und Blutuntersuchung. Die Katze ist kerngesund, also hat sie psychisch bedingte Blasenentzündungen. Struvite hatte sie nicht mehr, denn wir haben ein Futter gefunden, dass sie gerne fraß, nämlich vet concept.
Jetzt sind wir bei den fünften Tierarzt . Der hörte sich alles an, stellte einige Fragen und meinte, er glaubt nicht das sie Blasenentzündungen hat. Ich sagte die Blutuntersuchungen waren in Ordnung aber die Teststreifen wiesen auf eine hohe Anzahl Leukozyten hin. Na toll meinte er, diese Teststreifen sind für Menschen und für Katzen haben sie keinen wert. Er hat gerade eine Fortbildung hinter sich, da wurde noch einmal darauf hingewiesen. Man kann damit den PH Wert bestimmen, er sagt aber nichts über die Leukozyten bei Katzen aus. Er war auch nicht begeistert wie viel AB Lilly schon bekommen hat. Also wieder Blasenpunktion, Röntgen, Ultraschall und große Blutuntersuchung. Lilly strotzt vor Gesundheit aber an der Wirbelsäule wurde eine Kleinigkeit gefunden, die eventuell Schmerzen verursachen kann. Jetzt bekommt sie nur Metacam und Lilly ist sauber.
Als wir vom Tierarzt kamen, rannte die eine Katze ständig hinter Lilly her und steckte ihre Nase in Lillys Fell.
Lilly mag diese Katze nicht besonders, ich habe immer das Gefühl das sie etwas Angst vor ihr hat, obwohl nie etwas vorgefallen ist. Abends saß dann Lilly auf der Badewanne, die andere hinter ihr und Lilly fauchte, knurrte entsetzlich und schlug auch mit der Pfote. Ich merkte wie die andere Katze einen dicken Schwanz bekam und sich anspannte. Also nahm ich sie auf den Arm und versuchte sie abzulenken. Ich dachte es hätte geklappt und ging ins Bett. Eine Stunde später standen wir im Bett vom Geschrei der Katzen. Sogar unser dementer und fast tauber Hund, hat etwas mitbekommen. Mein Mann und ich stürzten raus und Lilly fand ich völlig verängstigt hinter der Couch und die andere saß knurrend und fauchend oben auf den Küchenschrank und wollte meinen Mann angreifen, als der sie beruhigen wollte. Und die beiden sind gaaaanz dick miteinander. Die Schwester von der Katze auf den Schrank, saß mit riesen Augen auf der Arbeitsplatte und wusste gar nicht was los war.
Am Gitter saßen sie Nase an Nase und als ich sie nach 10 Tagen zusammen ließ, war Lilly ganz entspannt, wenn die andere ihr nicht zu nahe kam. Die andere wirkt aber schon etwas angespannt. Kommt sie dicht an Lilly ran, fährt diese gleich ihr ganzes Programm hoch, fauchen, knurren, schlagen. Dann wird die andere natürlich auch sauer und sie ist um einiges größer, stärker und vor allem viel selbstbewußter als Lilly.