Klassiker- Krieg nach Tierarztbesuch

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  • Klassiker- Krieg nach Tierarztbesuch Beitrag #1
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Lilly 2011

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Nach einem Tierarztbesuch, ist zwischen zwei von meinen drei Katzen der Krieg ausgebrochen. Wir waren mindestens schon 20ig mal beim Tierarzt und alles war gut. Warum es jetzt so eskaliert ist, ich weiß es nicht.
Die Tierarzt Sprechstundenhilfe ist auf Katzenverhalten spezialisiert und hat mir gleich gesagt:"Katzen trennen und Gittertür einbauen, damit sie sich sehen und riechen können." Habe ich gemacht. Die beiden "Kampfhennen" sitzen am Gitter auch ganz friedlich und dicht beieinander und beschnuppern sich. Also habe ich nach 10 Tagen die Tür geöffnet und erst umkreisten sie sich vorsichtig, dann ging jeder seiner Wege und als sie sich dann mal dicht gegenüber standen, fing die "Tierarztkatze" wieder an zu knurren, fauchen und zu schlagen. Die andere Katze versteifte sich und bekam einen dicken Schwanz.
Ich habe dann schnell die Katzen getrennt, ehe der Kampf los ging. Ich habe es am nächsten Tage wieder probiert, weil sie am Gitter wieder ganz friedlich saßen und sich beschnupperten. Aber das endete dann wie am Tag zuvor.
Die Sprechstundenhilfe von meinem Tierarzt meint nun, dass kann alles sehr lange dauern.
Das hört sich leichter an als getan.
Die zickige Katze ist im Schlafzimmer und ich geh jeden Tag einige Stunden zu ihr, denn es zerreißt mich fast, weil das arme Tier da eingesperrt ist. Einige Stunden am Tag ist auch die dritte (extrem friedliche) Katze bei ihr im Zimmer. Wenn ich im Schlafzimmer bin, geben die beiden Katzen draußen
alles, weil sie da auch rein wollen. Das geht JEDE Nacht bis ca 3.00 Uhr. Ob ich dann vor Erschöpfung einschlafe oder ob sie Pause machen, weiß ich nicht. Jedenfalls stehe ich um 6.00 Uhr im Bett, weil an der Tür (aus Metall, dass klappert schön) wieder Stimmung ist. Es ist auch die reinste Freude, wenn man zur Tür rein oder raus will, wo drei Katzen sind die auch ihre Ziele haben. Dazu kommt noch ein dementer Hund, der gar nichts mehr begreift.
Am Samstag kommt mein Mann von einer Reise zurück. Mein Mann ist 77 Jahre und in letzter Zeit sehr verlangsamt im denken und handeln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er jemals durch die Gittertür kommt, ohne das eine Katze die Seiten wechselt. Ich weiß überhaupt nicht wie das weitergehen soll.
In 40 Jahre Tierhaltung (immer mehrere Tiere gleichzeitig), habe ich viele Höhen und Tiefen durchlebt aber so verzweifelt wie jetzt war ich noch nie.
Hier werden doch einige sein, die solche Kriege nach Tierarztbesuchen erleben mussten. Laut Tierarzt ist das nicht selten. Wie habt ihr das denn gelöst ? Oder mußtet ihr sogar ein Tier weggeben ?
 
  • Klassiker- Krieg nach Tierarztbesuch Beitrag #2
Hi,

ich habe hier auch von manchen geknurre und gefauche wenn ich vom Tierarzt komme, ich habe sie machen lassen. Das gab sich von alleine wieder. Ich habe aber auch meine Zusammenführungen so gemacht, nie mit Gittertür.

Was passiert bei deinen, wenn du sie zusammen lässt? Bist du sicher das es ein Kampf gibt? Bei Zusammenführungen dürfen sie knurren, fauchen, spucken und auch mal hauen. Solange kein Blut fließt muss man sie machen lassen, auch wenn es schwer ist.

lg Juli
 
  • Klassiker- Krieg nach Tierarztbesuch Beitrag #3
Hier gibt es auch immer Geknurre und Gefauche, wenn ich mit einem "Patienten" vom Tierarzt komme. Aber das gibt sich spätestens nach 2 Stunden wieder.

So eine Eskalation, wie Du sie beschreibst, habe ich noch nie erlebt.

Aber was fehlt der "kranken" Katze denn? Ist es was ernstes? Wenn ich es richtig verstanden habe, ist sie es, von der die Aggressionen ausgehen.

Ist sie denn mittlerweile wieder gesund oder kränkelt sie immer noch?

Falls sie noch nicht richtig auf dem Damm ist, wäre so ein Verhalten gar nicht mal so selten. Kranke Katzen sind innerhalb einer Gruppe oftmals aggressiv, weil sie sich nicht anmerken lassen wollen, dass mit ihnen was nicht stimmt.
 
  • Klassiker- Krieg nach Tierarztbesuch Beitrag #4
Hallo, wenn die Katze wieder gesund ist würde ich zwei Dinge tun. Zum einen würde ich die beiden Streithähne mit einem benutzten Handtuch oder ähnlichem abbreiben. Dadurch riechen sie schonmal gleich. Die Vergesellschaftung würde Ich in dem Teil der "Reviers" durchführen, in dem die friedlichste Katze sich aufhält. Damit es keinen Revierkampf gibt.

Wenn die Katze aber noch krank ist und sich anders bewegt, oder durch die Krankheit oder Medikamente anders riecht, könnte es eine Weile dauern.

Und versuche die Tiere nicht so oft zu trennen. Jedesmal wenn du sie trennst werden sie sich wieder fremd.

Alles Gute
 
  • Klassiker- Krieg nach Tierarztbesuch Beitrag #5
ich würde mit den üblichen ersthilfsmaßnahmen anfangen. feliway stecker rein, evtl helfen rescue tropfen oder zylkene um wieder runter zu fahren.
 
  • Klassiker- Krieg nach Tierarztbesuch Beitrag #6
Was wirklich hilfreiches kann ich zu dem Thema leider nicht beitragen aber ich habe bei meiner Truppe festgestellt, dass es nicht unbedingt am Tierarzt liegt.

Jessie dreht immer durch und verhaut und spuckfaucht die Mara an, egal ob sie selbst, die Mara oder die Taiga beim Tierarzt waren. Dann kanns an Maras Geruch schonmal nicht liegen.

Das gleiche Verhalten zeigt Jessie auch, wenn alle 3 eingetütet wurden (wegen Umzug und nochmals wegen dem Einbau neuer Fenster) und gleichzeitig transportiert wurden.

Paule, auch wenn ich fast immer mit deiner Meinung konform laufe, so habe ich die Erfahrung gemacht, dass Zylkene, Feliway und Rescue bei meinen noch nie irgendeine Veränderung hervorgerufen hat. Mag sein, dass andere darauf reagieren, für mich ist es nur um das Gewissen der Besitzer zu beruhigen um irgendwas getan zu haben.
 
  • Klassiker- Krieg nach Tierarztbesuch Beitrag #7
Vielen Dank für eure vielen Antworten.
Ich habe seit 40 Jahre Tiere und immer mehrere. Bachblüten haben noch NIE einem meiner Tiere geholfen.
Ich beneide immer Tierhalter die andere Erfahrungen gemacht haben. Ich gebe sie aber auch immer wieder, um das Gefühl zu haben etwas getan zu haben. Meine" Kampfhennen" bekommen auch Rescuetropfen aber wie immer, merke ich nichts. Aber vielleicht sollte ich mal ein Fläschchen trinken, so fertig wie ich bin.
Felliway haben wir auch im Einsatz.
Bei Lilly wurden vor 4 Jahre, Struvite im Urin gefunden. Sie bekam Antibiotika, Metacam und Diätfutter, was sie nicht fraß. Ich hatte die Wahl zwischen Nass- und Trockenfutter und stieß auf Unverständnis weil ich das Trockenfutter total ablehnte. Lilly ging es gut aber nach 2-3 Monate fing sie wieder an unsauber zu werden. Also mit Urin zum Tierarzt und wieder AB und Metacam. Das haben wir jetzt 4 Jahre hinter uns bei vier verschiedenen Ärzten. Alle boten mir fröhlich Trockenfutter an. Lilly wurde zwischendurch geröngt, Ultraschall, Blasenpunktion und Blutuntersuchung. Die Katze ist kerngesund, also hat sie psychisch bedingte Blasenentzündungen. Struvite hatte sie nicht mehr, denn wir haben ein Futter gefunden, dass sie gerne fraß, nämlich vet concept.
Jetzt sind wir bei den fünften Tierarzt . Der hörte sich alles an, stellte einige Fragen und meinte, er glaubt nicht das sie Blasenentzündungen hat. Ich sagte die Blutuntersuchungen waren in Ordnung aber die Teststreifen wiesen auf eine hohe Anzahl Leukozyten hin. Na toll meinte er, diese Teststreifen sind für Menschen und für Katzen haben sie keinen wert. Er hat gerade eine Fortbildung hinter sich, da wurde noch einmal darauf hingewiesen. Man kann damit den PH Wert bestimmen, er sagt aber nichts über die Leukozyten bei Katzen aus. Er war auch nicht begeistert wie viel AB Lilly schon bekommen hat. Also wieder Blasenpunktion, Röntgen, Ultraschall und große Blutuntersuchung. Lilly strotzt vor Gesundheit aber an der Wirbelsäule wurde eine Kleinigkeit gefunden, die eventuell Schmerzen verursachen kann. Jetzt bekommt sie nur Metacam und Lilly ist sauber.
Als wir vom Tierarzt kamen, rannte die eine Katze ständig hinter Lilly her und steckte ihre Nase in Lillys Fell.
Lilly mag diese Katze nicht besonders, ich habe immer das Gefühl das sie etwas Angst vor ihr hat, obwohl nie etwas vorgefallen ist. Abends saß dann Lilly auf der Badewanne, die andere hinter ihr und Lilly fauchte, knurrte entsetzlich und schlug auch mit der Pfote. Ich merkte wie die andere Katze einen dicken Schwanz bekam und sich anspannte. Also nahm ich sie auf den Arm und versuchte sie abzulenken. Ich dachte es hätte geklappt und ging ins Bett. Eine Stunde später standen wir im Bett vom Geschrei der Katzen. Sogar unser dementer und fast tauber Hund, hat etwas mitbekommen. Mein Mann und ich stürzten raus und Lilly fand ich völlig verängstigt hinter der Couch und die andere saß knurrend und fauchend oben auf den Küchenschrank und wollte meinen Mann angreifen, als der sie beruhigen wollte. Und die beiden sind gaaaanz dick miteinander. Die Schwester von der Katze auf den Schrank, saß mit riesen Augen auf der Arbeitsplatte und wusste gar nicht was los war.
Am Gitter saßen sie Nase an Nase und als ich sie nach 10 Tagen zusammen ließ, war Lilly ganz entspannt, wenn die andere ihr nicht zu nahe kam. Die andere wirkt aber schon etwas angespannt. Kommt sie dicht an Lilly ran, fährt diese gleich ihr ganzes Programm hoch, fauchen, knurren, schlagen. Dann wird die andere natürlich auch sauer und sie ist um einiges größer, stärker und vor allem viel selbstbewußter als Lilly.
 
  • Klassiker- Krieg nach Tierarztbesuch Beitrag #8
Paule, auch wenn ich fast immer mit deiner Meinung konform laufe, so habe ich die Erfahrung gemacht, dass Zylkene, Feliway und Rescue bei meinen noch nie irgendeine Veränderung hervorgerufen hat. Mag sein, dass andere darauf reagieren, für mich ist es nur um das Gewissen der Besitzer zu beruhigen um irgendwas getan zu haben.


da reagiert wohl jede katze anders. mein kater war sowohl mit rescue wie auch mit feliway immer total entspannt. man sah es deutlich. und auch bei meiner Sam sah man beim umzug zumindest einen kleinen unterschied zu "ohne feliway"
mit zylkene habe ich keine erfahrung aber viele andere user hier haben gute erfahrungen gemacht.
 
  • Klassiker- Krieg nach Tierarztbesuch Beitrag #10
Keine schöne Situation, also was passiert genau? Fließt Blut verheißen sie sich oder oder oder.

Ich bin überhaupt kein Freund vom separieren, dennoch unterbrechen ich Angriffe grundsätzlich. Einfach nur um das Blatt neu zu mischen.

Ich habe eine gemischte Gruppe, alle zusammen wären am +liebsten Einzelkatzen+, unser jüngster ist ein Kater ... der ist momentan ein ziemlicher Haudegen liegt am Alter. Er ist zwei und ein echter Macker.

Dennoch nutze ich weder Zylkene, Feliway oder Rescue.

lg
Verena
 
  • Klassiker- Krieg nach Tierarztbesuch Beitrag #11
Ich bin überhaupt kein Freund vom separieren, dennoch unterbrechen ich Angriffe grundsätzlich. Einfach nur um das Blatt neu zu mischen.

Genau wie ich. Es kommt ja hier schonmal vor, dass sich Mogli und Mütze gegenübersitzen und keiner wagt es, sich zu bewegen.

Oder sie singen sich sogar an.:roll:

Ich latsche dann immer kommentarlos dazwischen und jeder kann wieder seiner Wege gehen.
 
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  • Klassiker- Krieg nach Tierarztbesuch Beitrag #12
Genau ohne Worte ohne irgendwelchen strafähnlichen Kommentare... hilft enorm... und wenn ich nicht da bin, müssen sie da durch. Das gute ist eben, dass wir viele Rückzugsmöglichkeiten.

lg
Verena
 
  • Klassiker- Krieg nach Tierarztbesuch Beitrag #13
Ich glaube, genug Rückzugsmöglichkeiten gibt es hier auch.
Meine Wohnung ähnelt in etwa einem Kratzbaum- und Catwalk-Laden.:mrgreen:
 
  • Klassiker- Krieg nach Tierarztbesuch Beitrag #14
WinstonvonWensin und 36 Pfoten,
ich beneide euch glühend um eure guten Nerven. Ich bin eben ein zu großer Schisser, dass die beiden Katzen sich verletzen. Oder eine nach einem erneuten Kampf, immer in Angst vor der anderen lebt und das wäre ja nun keine schöne Situation.
Den Kampf haben wir ja nicht gesehen, da waren wir gerade eingeschlafen. Von dem Geschrei wurden wir wach und die "Tierarztkatze" saß völlig verängstigt hinter der Couch und die andere fauchend und knurrend auf den Küchenschrank. Sie wollte dann auf meinen Mann los, als der sie beruhigen wollte.
Ich habe auch keine Vorstellung, wie man Katzen trennen soll, wenn sie so kämpfen das sie sich verletzen.
Bei Hunde , immer fremde Tiere, bin ich schon öfter zwischen gegangen, wenn die Besitzer hilflos daneben standen. Es ging auch immer gut. Aber bei Katzen wüsste ich mir gar nicht zu helfen.
Ich habe jetzt 30ig Jahre Katzen und immer zwei bis vier gleichzeitig. Offenbar sahen sie nur aus wie Katzen und waren aber Lämmchen, da gab es NIE Krieg.
Rückzugsmöglichkeiten habe ich auch genug aber egal wo die Verfolgte hin flüchtet,
die Verfolgerin kommt da auch hin,
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Klassiker- Krieg nach Tierarztbesuch Beitrag #15
Auch ich habe seit letzten Freitag, diese Situation. Hätte ich mir in den kühnsten Träumen, "so" nicht vorstellen können.
Bisher war ich äußerst geduldig und liebevoll. Ohne Resultat. Seit heute Vormittag, ist absolute Trennung angesagt. Ohne Blickkontakt, der Streithähne. Ein neutraler Kater, ist sozusagen Vermittler und darf ab und an hin und her. Ob es von Nutzen ist? Keine Ahnung.
Ich probiere es. Außerdem habe ich den anderen Katzen, den Fressplatz verlegt. Damit sie sich nicht zu siegessicher sind.
Die gewohnten Belohnungen gibt es nur, wenn alle drei friedlich miteinander umgehen. In der Hoffnung auf eine gute Nacht für mich und meine Nachbarn:girl-cray3:
 
  • Klassiker- Krieg nach Tierarztbesuch Beitrag #16
@JeraGina wenn du da noch zusätzliche Tipps brauchst, ist Geek eine Hilfe .
🍀🍀🍀 für Euch das bald alles wieder im lot ist
 
Thema:

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