• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Gehäufte Krampfanfälle

Diskutiere Gehäufte Krampfanfälle im Sonstige Erkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo, ich hoffe ihr könnt mir helfen :) Mein Kater, welcher jetzt 15 Monate alt ist hat seitdem er 2 Tage nicht nach Hause gekommen ist...
  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #1
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Flukato

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Hallo, ich hoffe ihr könnt mir helfen :)
Mein Kater, welcher jetzt 15 Monate alt ist hat seitdem er 2 Tage nicht nach Hause gekommen ist regelmäßig Krampfanfälle. Dies ist vor 2 Tagen zum ersten Mal aufgetreten morgens. Nachdem die Katze nach 6 Stunden wieder einen Anfall hatte bin ich sofort zum Tierarzt, welcher die Katze untersucht hat und meinte, dass die Katze ein Trauma erlitten hat und daher die Anfälle kommen. Ich habe noch Globuli gegen Angst mitbekommen. Nachdem diese Anfälle die Nacht über weitergingen, immer regelmäßig alle 6 Stunden manchmal auch etwas kürzer, bin ich am nächsten Tag wieder zur Tierklink, wo ein Bluttest gemacht wurde und die Katze geröngt, da er, nachdem er krampft immer losläuft und dabei vom Balkon gelaufen ist (1.Stock). Ich habe Phenoleptil gegen die Anfälle bekommen (Medikament pegel stabilisiert sich innerhalb von 20 Tagen und danach als Dauertherapie gegen die Anfälle). Die letzten Krampfanfälle sind nur 3 Stunden auseinander gewesen, jedoch in den letzten 4h keiner mehr.
Da ich als Student nicht das Geld für ein ct(600€) oder eine stationäre Behandlung(120€/Tag) habe, hoffe ich hier irgendwelche Anregungen oder auch Ideen zu finden was ich tun kann und wie soetwas passieren kann... Ich könnte das Geld aufbringen, wenn ich denken würde, dass die Behandlung danach nicht zu teuer wird und dass gute Chancen auf Genesung bestehen jedoch glaube ich nicht daran.

Die Katze ist außerdem von einer ruhigen/zufriedenen und neugierigen Natur zu einer sehr ängstlichen geworden. Sie bewegt sich nur vorsichtig, reagiert empfindlich und gestresst auf Geräusche, springt manchmal weg wenn man sie leicht berührt. Seit heute schafft sie es auch nichtmehr normal zu gehen(Pfoten rutschen auf Parkett boden manchmal weg, vermutlich zu schwach durch die Krämpfe) und traut sich nicht auf meinen schreibtisch zu springen (ca. 1m hoch) und geht lieber über das Bett zum Schreibtisch - das Trinken stand auf dem Schreibtisch - außerdem hat sie in den letzten 3 Tagen sehr viel gegessen und nur einmal gekackt.

Bei den Krampfanfällen verkrampfen sich Nacken Körper und Beine, die Katze verliert sehr viel Spucke, wenn erwünscht kann ich auch ein Video dazu hochladen.
 
  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #3
Ist bei dem Bluttest etwas herausgekommen? Nicht, dass die Katze irgendetwas gefressen hat, was zu den Anfällen führt.
 
  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #4
Erhöhte Leukozyten evtl. Anzeichen für chronische Krankheit und evtl Gerrinungsstörungen; konnte nicht alle Informationen gleich mit dazuschreiben weil das sonst ganz schön viel wird, habe das Blutbild mir auch mitgeben lassen

Die Röntgen aufnahme war normal, bis auf dass Luft im Darm war (weil die Katze vorher in die Box gekackt hat) und der Magen recht groß und voll war meinte der Tierarzt. Das muss doch auch irgendwann rauskommen oder nicht?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #5
Die Leukos steigen bei jedem Schnupfen an. Denen würde ich (erstmal) nicht allzu viel Bedeutung beimessen.

Was heißt evtl. Gerinnungsstörung PT und APTT erhöht? Nierenwerte waren in der Norm?

Die Röntgenaufnahme klingt für mich aber seltsam. Der Magen einer Katze ist (fast) immer leer, da er sich sehr schnell in den Darm entleert und Luft sollte dort, eigentlich, auch nicht wirklich zu sehen sein.
 
  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #6
Luft war ganz am Ende, der Kater hat die letzten Tage sehr viel gefressen, ca. doppelte Tagesration und auch kurz bevor er beim Tierarzt war.

Geringe Menge an Thrombozyten und geringes mittleres Volumen derer (144 - Norm 180-550; 11,2 - Norm 12-17)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #7
Hallo,
das klingt ja nicht so prickelnd.
Bei meinem Kater wurde eine idiopathische Epilepsie diagnostiziert. Übersetzt: man fand keine Ursache und die ersten Anfälle traten auf, als er noch sehr jung war. Ergo geht man von einer genetischen Disposition oder einer Schädigung während der Geburt aus.

Wenn ich das so richtig verstanden habe, ist dein Katerchen Freigänger. Krampfanfälle können u. a. auch von Vergiftungen herrühren. Wurde das ausgeschlossen?
Weitere Gründe sind Verletzungen, insbesondere des Gehirns oder der Wirbelsäule, Erkrankungen des Herzens oder der Niere, Verstopfung, Probleme mit der Blase und gefühlt 1000 andere.

Wenn dein Tierarzt von einem Trauma ausgeht, könnte eine Verletzung vorliegen, die die Anfälle auslöst. Das könnte meiner Meinung nach auch das veränderte Verhalten erklären. Die Verletzung sollte im Idealfall gefunden werden. Um die Anfälle in den Griff zu bekommen, wäre es wichtig, die Ursache zu finden. (CT, Flüssigkeit aus dem Gehirn auf Viren/Bakterien untersuchen) Im Idealfall kann man die auslösende Ursache behandeln.

Wichtig ist natürlich zunächst vor allem, dass die Anfälle reduziert werden. Phenoleptil wird häufig eingesetzt. Wieviel wiegt der Kater und wieviel Phenoleptil bekommt er? Zum Vergleich: Pio wiegt ca. 5 kg und bekommt 37,5mg/Tag, aufgeteilt in zwei Gaben. Damit erhält er die höchstmögliche Dosis.
Wurde der Phenobarbitalspiegel im Blut ermittelt? Der Wert kann Aufschlüsse darauf geben, wie hoch die Medikamente dosiert werden müssen/sollen.

Mein Pio reagierte auf Phenoleptil z. B. nicht, wie erhofft. Er bekommt dauerhaft ein Add-on, Diazepam. Diazepam ist eigentlich das Notfallmedikament bei Epilepsie (nicht nur(bei Katzen). Viele TÄs scheuen sich, das Zeug zu geben, da es u.U. nicht gerade förderlich für Leber und Nieren ist. Nach nunmehr gut drei Jahren hat Pio gute Leber- und Nierenwerte.

Stell doch bitte mal die Blutwerte ein, vielleicht kann ich oder jemand anderes daraus etwas ablesen.
Und vielleicht auch die übrigen Daten, die dir als "zu viel" erschienen. Vielleicht hilft das ja weiter.

Übrigens, die Fressanfälle kommen von den epilepsieähnlichen Anfällen. Dein Kater verbraucht extrem viel Energie während der Anfälle und gleicht den Energieverlust durch eine hohe Nahrungsaufnahme aus. Er muss ständig Zugang zu Futter haben.

Und bitte lass das Tierchen nicht mehr in den ungesicherten Freigang. Wenn das Kerlchen einen Grand mal mitten auf einer Straße bekommt - nicht auszudenken.

Wo wohnst du und welche TK ist involviert?
 
  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #8
Hey,
erstmal: die Katze hat gerade gekackt und es scheint somit kein Problem mit der Nahrung/Verdauung zu geben. Auch hatte sie keinen leicht matschigen Kot, wie dies früher der Fall war, wenn sie recht viel gegessen hat. Da alles in Ordnung zu sein scheint habe ich ihm jetzt auch genug Futter gegeben, sodass immer etwas da ist.
Es wurden bis jetzt nur Bluttest und Röntgenaufnahmen gemacht, auch weil mein Budget recht niedrig ist. Das Röntgen wurde aber nur einfach durchgeführt, und nicht wie geplant noch ein zweites mal tiefer, da die Ärzte schon Probleme hatten das erste Bild anzufertigen, da meine Katze nicht so glücklich mit der Situation war.

CT kann ich mir bei einem Preis von 600€ leider nicht leisten. Allein die Kosten jetzt von 250€ sind für mich recht hoch, da ich als Student mit 600€ im Monat auskommen muss.

Der Kater bekommt aktuell 12,5mg Phenoleptil täglich (2x 6,25mg). Der Phenobarbitalspiegel wurde vermutlich nicht ermittelt, zumindest nicht gesondert oder ich weiß nichts davon.

Die Blutwerte habe ich als Bilder angehängt, als restliche Informationen meinte ich Sachen wie dass die Katze vor den Krampfanfällen keine Besonderheiten aufweist, abgesehen davon, dass Sie ca. 10 Sekunden in der aktuellen Position verhaart und anfängt aus dem Mund zu speicheln. Während des Anfalls bewegt sich die Katze auf dem Boden und wechselt manchmal die Seite auf der sie liegt. Nach einer Minute ist der Anfall vorbei, sie versucht loszulaufen(was anfangs besser funktioniert hat, im Moment hat sie keine Kraft mehr dazu) und anschließend mehrere Minuten liegenbleibt und sich erholt.

Nach draußen kommt der Kater auch nicht mehr, ich hatte gedacht der Balkon wäre sicher, da er auch nicht raus möchte, jedoch hat er die einzige Stelle gefunden wo er hätte runterlaufen können und es getan.

Ich bin bei der Tierklinik Grammel in Osterode und wohne in Clausthal. Besitze auch kein Auto weshalb ich gerne nicht zuoft dorthin fahren möchte um meine Nachbarn nicht zu belasten.

Mein Gefühl ist im Moment, dass es mich sehr viel kosten würde um alle notwendigen Analysen zu machen und im Nachhinein eventuell das Problem festgestellt und dieses dann eventuell behoben werden kann, weshalb ich nicht bereit bin dieses Geld unter Schwierigkeiten aufzubringen.

Danke für deinen langen und Informativen Beitrag :)
 

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  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #9
Die Lymphozyten sind erhöht. Nicht die Gesamtanzahl der Leukos. Ein Leukosetest wäre deshalb auch noch sinnvoll gewesen.

Über die Thrombos würde ich mir keine Gedanken machen. Diese sind kaum erniedrigt, vielleicht ist das bei deiner Katze einfach so (die Normwerte sind ja nur ein Mittelwert, welcher auf ca 90% zutrifft, leichte Abweichungen müssen deshalb nicht sehr schlimm sein.) Das geringe Volumen kommt daher, dass dieser Wert errechnet wird.
Spontane Blutungen treten erst bei Werten von unter 50 (ca) auf, davon ist deine Katze weit entfernt. Da von einer Gerinnungstörung zu sprechen ist Grenzwertig.
Zum Vergleich: bei meiner Lucy ist es zu diesen Blutungen gekommen. Ihr Wert lag damals bei 9! In der Theorie hat die Gerinnung aber noch funktioniert PT und APTT waren vollkommen in Ordnung!

Thrombos liegen außerdem meist im unteren Bereich, sie schnellen nur bei akuten Blutungen nach oben.

Der ALB/GLOB Quotient scheint auch i.O. zu sein, FIP lässt sich also ausschließen.

Was mir etwas Kopfzerbrechen bereitet ist TBIL. Der liegt eigentlich meistens bei 0. Ist er gerade am steigen? Sinken? Das würde ich kontrollieren. Der Wert sagt etwas über die Funktion der Leber aus und ist sensitiver als die anderen werte.

Ich vermisse übrigens Cl-, oder übersehe ich etwas.

Luft im Enddarm ist ok, für mich hätte es sich nach Luft im gesamten Darm angehört.

Über das "normale" Würstchen würde ich mich (leider) nicht freuen, wenn die Katze sonst Durchfall hat und nichts an der Ernährung geändert wurde. Das kann nämlich bedeuten, dass die Darmbewegungen sich verlangsamt haben (warum auch immer) und der Körper deshalb mehr Wasser aus der Nahrung ziehen konnte.

Ich fürchte, du kommst nicht um weiterführe Diagnostik herum. Es kann alles sein: Meningitis -> Hirnflüssigkeit, (idiopatische) Epilepsie -> MRT (das liefert einfach schönere Bilder vom Gehirn als ein CT) und falls dabei nichts herauskommt war es vielleicht doch ein Toxin.
 
  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #10
Das mit dem Durchfall war nur wenn er zuviel gegessen hat, sonst nicht und war dann 4 mal täglich auf Klo, da er jetzt sehr wenig gekackt hatte bin ich froh dass überhaupt etwas passiert ist.

Also würdest du vorschlagen, dass ich im weiter die Mittel gebe, hoffe dass es aufhört und wenn ich in nem halben Jahr genug Geld habe ihn untersuchen lasse?
 
  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #11
Nein, ich würde ihn jetzt untersuchen lassen! Vielleicht braucht er vollkommen andere Medikamente und Phenobarbital ist nicht ohne!
 
  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #12
Kann ich aber nicht, ich habe aktuell nach der Rechnung der bisherigen Untersuchungen für diesen Monat 150€ zur Verfügung und 500€ für die nächsten beiden. Was dann ist weiß ich noch nicht... ich kann mir aufjedenfall keine 1000€ zur Behandlung meiner Katze leisten.
 
  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #13
Dann leihe dir das Geld von deinen (Groß-)Eltern, suche dir einen Nebenjob... Wenn man will(!) geht das.

Und es gibt Krankenversicherungen für Tiere, gut das ist jetzt zu spät, aber für die Zukunft vielleicht anzuraten.

Man sollte seinen Tieren im Notfall immer eine adäquate Behandlung zukommen lassen können, kann ich es selbst nicht zahlen, sollte man zumindest einen Plan B in der Tasche haben. Einige Tierärzte lassen sich sogar auf Ratenzahlung ein.

Die "macht alles wieder Heile" Wunderspritze, die natürlich auch nichts kostet, wurde leider noch nicht erfunden.

Du kannst deine Katze doch nicht auf Verdacht therapieren. Hinterher ist sie durch die falschen Medikamente richtig krank.
 
  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #14
Dann leihe dir das Geld von deinen (Groß-)Eltern, suche dir einen Nebenjob... Wenn man will(!) geht das.

Und es gibt Krankenversicherungen für Tiere, gut das ist jetzt zu spät, aber für die Zukunft vielleicht anzuraten.

Man sollte seinen Tieren im Notfall immer eine adäquate Behandlung zukommen lassen können, kann ich es selbst nicht zahlen, sollte man zumindest einen Plan B in der Tasche haben. Einige Tierärzte lassen sich sogar auf Ratenzahlung ein.

Die "macht alles wieder Heile" Wunderspritze, die natürlich auch nichts kostet, wurde leider noch nicht erfunden.

Du kannst deine Katze doch nicht auf Verdacht therapieren. Hinterher ist sie durch die falschen Medikamente richtig krank.

Nicht jeder hat finanzstarke Verwandtschaft. Das soll es tatsächlich geben. Ein Nebenjob während des Studiums ist auch nicht immer möglich. Das soll es tatsächlich geben.
Ratenzahlungen sind genau das: Ratenzahlungen. Sie müssen irgendwann beglichen werden.
Die Krankenversicherung für Tiere wird, auch, wenn abgeschlossen, in Zukunft nicht für Behandlungen aufkommen, die in irgendeiner Form mit Epilepsie oder epilepsieähnlichen Anfällen in Verbindung gebracht werden können. Und das ist so ziemlich jede Erkrankung, außer Parasiten.
Dass die kostenlose "macht alles wieder Heile" Wunderspritze noch nicht erfunden wurde, ist dem User auch klar. Daher sucht er ja hier Hilfe und Tipps.
"Auf Verdacht" wird auch nicht therapiert, da diverse Untersuchungen durchgeführt wurden. Ganz nebenbei: Epilepsie ist eine Ausschlussdiagnose. Ausgeschlossen wurden Vergiftungen, Erkrankungen von Leber, Niere, BSP und anderer Organe. Das Ergebnis der Untersuchungen war, dass Phenoleptil gegeben werden soll.

Der User Flukato sucht Hilfe und Tipps, wie seinem Kater geholfen werden kann.
Auf einen Shitstorm im Sinne von "Du bist zu faul, zu bequem, zu was-auch-immer" kann er vermutlich verzichten.
 
  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #15
Danke, aber ich kenne mich mit Epilepsie auch ein wenig aus.

Lucy hatte auch 1x als Kitten einen partiellen Krampfanfall, den ich aber erst richtig zuordnen konnte, als sie als erwachsene Katze eines Tages einen Grand Mal Cluster Anfall bekommen hat.

In der Klinik, die wir damals besucht hatten, wurde z.B. AUCH ein Leukosetest gemacht. Leukose kann tatsächlich zu Anfällen führen.

Eine Meningitis, die nur mittels Liquorpunktion ausgeschlossen werden kann, führt auch zu Anfällen. Da hilft aber Prednisolon!

Eine Vergiftung kann nicht zu 100% ausgeschlossen werden, das Bilirubin ist leicht erhöht. Das ist normalerweise immer bei 0! Da sollte überprüft werden, ob es nur ein Ausrutscher war. TBIL reagiert viel sensitiver als ALT und ALKP. Zur Not schiebe ich noch ein Y-GT, der gerade bei Katzen, sehr aussagekräftig ist, hinterher. Könnte auch zu Anfällen führen -> Gift muss mittels Infusion verdünnt werden.

Wenn die Katze immer noch "komisch" ist, scheint diese vielleicht noch in der Aura gefangen zu sein. Da gibt man nicht einfach einmal Pheno mit, sondern muss die Aura zuerst mit Diazepam aufbrechen.

Die Diagnose wurde, mMn, also mehr als leichtfertig gestellt.

Lucy hat, nach ihrem Grand Mal, übrigens keine weitere Therapie bekommen. Sie hatte danach keinen Anfall mehr. Da man selbst mit Medis meistens keine 100%ige Anfallsfreiheit erreichen kann, bleiben solche Fälle meist untherapiert.

Hätte sie weitere Anfälle gezeigt, wäre sie ins MRT gekommen.

Und natürlich hat nicht jeder eine Finanzstarke Familie, aber ich muss mir VOR! der Anschaffung einer Katze überlegen, wie ich in Zweifel die Kosten stemmen kann.
 
  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #16
Gut, für das vorher überlegen wo ich die 1000€ hernehme ist es jetzt zu spät. Vor einem halben Jahr hätte ich die noch gehabt, jetzt nichtmehr. Die Diagnose wurde auf der Basis getroffen, dass keine weiteren Untersuchungen mehr gemacht werden, jedoch etwas gegen die Symptome getan werden muss. Die Anfälle sind jetzt nach 2 Tagen 12,5mg pro Tag komplett verschwunden, was mich erstmal erleichert.
Ich kann die Katze zur Zeit nicht Untersuchen lassen bzw. anders Behandeln. Gibt es etwas was du mir vorschlagen kannst ohne Kosten? Wenn nicht dann werde ich wohl erst in ein paar Monaten weitere Untersuchungen anstellen lassen, falls ich bis dahin nach eventuellem absetzen des Medikaments keine Probleme mehr auftreten.
 
  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #17
12,5 mg Phenobarbital als Anfangsdosis :shock:. Von wie viel Katze reden wir? 7kg? Sonst ist das viel zu viel! Phenobarbital muss angepasst werden und der Spiegel regelmäßig kontrolliert werden. Weißt du das?

Mit der Dosis fördert man nur Nebenwirkungen.

Ich kann dir etwas mit wenig kosten vorschlagen: hole dir eine zweite Meinung! Unbedingt!

---

Ich habe es noch 3x gelesen. Tagesdosis. Also 1x 12,5? Das heißt, es wird nicht 2x gegeben? Das wäre zwar immer noch im oberen Bereich, aber gut. Es ist sinnvoller Phenobarbital 2x täglich zu geben, der Spiegel bleibt dann gleichmäßiger.

Trotzdem bin ich der Meinung: Zweitmeinung schadet nicht.
 
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  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #18
Es werden 2x 6,25mg gegeben, ich dachte das hätte ich dazugeschrieben, anscheinend nicht. Die Katze wiegt 4kg und mir kommt die Dosis auch recht hoch vor, da die Katze nach den ersten 3x geben keinen einzigen Anfall wobei mir gesagt wurde dass das 20 Tage zum einpendeln braucht. Die Katze fängt jetzt nach 3 Tagen an sich wieder komplett normal zu verhalten, auch wenn sie noch nicht ganz bei Kräften ist. Auch wurde mir gesagt, dass die Katze benommen und matt sein kann anfangs, dieser Zustand hat sich maximal 12 Stunden gehalten (Katze ist mit den Pfoten beim gehen über hindernisse gegen diese gestoßen, was aber auch an fehlender Kraft liegen könnte).

Mein Tierarzt ist aktuell im Urlaub und kommt Ende dieser Woche zurück, über den Zeitraum ist die Klinik als Vertretung gewählt worden, dieser sollte nach 10 Tagen den Spiegel kontrollieren und ich hoffe ich kann von ihm noch nützliche Informationen bekommen.

Ich bin aufjedenfall froh, dass meine Katze sich wieder normaler verhält, auch die Angst ist verschwunden. Auch wenn ich weiß, dass das Problem vermutlich noch nicht aus der Welt geschafft wurde.
 
  • Gehäufte Krampfanfälle Beitrag #19
So als Ergebnis:
Ich habe nach 7 Tagen die Pillen abgesetzt, die Dosis war recht gering mit 1/4 Pille 2x am Tag, habe dann über 3 Tage nur eine viertel Pille 1x am Tag gegeben, ohne dass Krampfanfälle aufgetreten sind, und danach abgesetzt, da bei 1x täglicher Gabe der Stoff zwischenzeitlich fast komplett abgebaut ist. (Höchstdosis ist laut Rezept nach 6-8h erreicht) Danach sind keine weiteren Anfälle aufgetreten, nur eine Bindehautentzündung, welche aber auch schon wieder verheilt ist :)
 
Thema:

Gehäufte Krampfanfälle

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