Hallo!
NEIN, die
FIP selbst ist nicht ansteckend, ausgenommen vielleicht man würde absichtlich den Bauchhöhlenerguss eines infizierten Tieres in die Blutbahn eines gesunden Spritzen- aber das tut ja niemand.
Die Erreger der
FIP sind Coronaviren, Viren, die sowohl beim Katzen aus auch beim Menschen (ja auch er kann sich anstecken, hat kurz Durchfall und ist dann wieder gesund) zu einer leichten Durchfallerkrankung führen.
Die Coronaviren verbleiben, nachdem die Erkrankung ausgeheilt ist, im Körper, dieser hat während der Krankheit Antikörper gegen sie produziert.
in 80 % aller Fälle bleibt das einfach bis an das natürliche Lebensende der Katze so- die Coronaviren sind in ihr, bleiben aber inaktiv.
Unter Stress und bei genetisch vorbelasteten Tieren kann es zur
Mutation der Coronaviren zum
FIP- Erreger kommen, die
FIP bricht aus(es besteht der grosse Verdacht, das Katzen mit bestimmten genetischen Kombinationen besonders anfällig für die
FIP-
Mutation, andere hingegen kaum).
Es ist so oder so sinnvoll, seinen Tieren ein möglichst stressfreies und angenehmes Leben zu bieten, bei Coronaviren- positiven Tieren natürlich insbesondere.
Weiter kannst und musst du nichts tun- Sieh deine Katze nicht als krank an, denn das ist sie nicht- sie trägt lediglich Coronaviren in sich, so 70 % aller Katzen auf unserer Welt.
Von der
FIP- Impfung im übrigen ist abzuraten, viele TÄ geben sie schon gar nicht mehr, aus dem Grund, weil sie selbst schon zu Ausbrüchen geführt hat und ihr Schutz sehr zweifelhaft ist. AUF GAR KEINEN FALL sollte man aber eine Katze impfen, die beereits Antikörper gegen Coronaviren in sich trägt- die
FIP könnte ausbrechen.
Katzen, die unter ständiger hoher Virenlast leben, also z.B. mit einem Coronaviren- positiven Partner, sollten nicht geimpft werden.
Studien über die Wirksamkeit kommen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen, von 50 % - 0 % Wirksamkeit.
Die Chancen stehen sehr "gut", das dei Katze, die du dir holen würdest, selbst schon Antikörper hat, also eine Coronavireninfektion bereits durchlebt hat, zur Sicherheit könntest du ihren Antikörpertiter bestimmen lassen.
Aber selbst wenn nicht- Wie gesagt, die durchstandene Coronavireninfektion selbst ist keine Krankheit, nur bei einem gewissen Teil und unter grossem Stress mutiert das Virus.
Wir haben auch Coronaviren, so wie sicher die meisten hier.
Man kann sein Tier kaum dagegen schützen, denn auch wir Menschen können uns draussen damit infizieren, und dann natürlich die Katze auch anstecken.
Mach dir nicht zu viele Gedanken über deine VÖLLIG GESUNDE Katze, viele TÄ sind leider nicht ausreichend informiert über die Krankheit, sie sprechen Todesurteile aus wo keine sind und geben Impfempfehlungen, die unsinnig bis gefährlich sind.
Biete ihr einfach ein schönes und stressarmes Leben, einen netten Spielgefährten und behandle sie als das was sie ist- ganz normal.
Natürlich- Bei Durchfallerkrankungen und Fieber etc. denke auch ich jedes Mal über die Möglichkeit einer
FIP nach... Wir waren schon oft krank und es war niemals
FIP.
Toitoitoi hat Odin in seinem Leben bereits so viel Stress durchgemacht, das es für 4 20 jährige Katzen reichen würde und sie brach nie aus *auf Holz klopf*...
Daher "glaube" ich an die genetische Veranlagung...
Halbe Würfe erkranken manchmal nach der Umsiedlung zum neuen Besitzer an
FIP, während die andere Hälfte ihr ganzes Leben lang gesund bleibt...
Lies dir auch mal auf
www.catgirly.de unter Katzen- Katzenkrankheiten-
FIP durch, ein sehr gut geschriebener und ausfühlricher Text.
LG
Sandra