Hallo,
zu Dosenfutterzeiten musste ich meine Freigänger nie auf Würmer testen lassen - schön regelmäßig alle paar Monate hatten sie diese beweglichen Reiskörner am Hintern kleben, die mir sagten, dass mal wieder ein Bandwurm chemisch gekeult werden muss.
In den ersten (glaube ich) zwei Jahren BARF ist das kein einziges Mal vorgekommen. Obwohl die Miezen draußen munter weiter Mäuse futterten und meine Tierärztin das Märchen vom wurmverseuchten Rohfleisch ja auch verbreitete. Ich hab mir irgendwann überlegt, dass das saurere Magenmilieu, das sich durch artgerechte Rohfütterung bildet, die gefressenen Bandwurmeier wohl abtötet, bevor sie den Darm erreichen.
Leider sind die Bandwürmer in den letzten Jahren trotz BARF zurückgekehrt, so dass meine Theorie leider hinfällig ist. Aber schlimmer als zu Dosenfutterzeiten ist der Befall definitiv nicht.
Und ja - das Fleisch, das man üblicherweise fürs Barfen verwendet, wird ja nicht von den Schuhsohlen der Schlachter abgekratzt, sondern durchläuft genau die gleichen Lebensmittelkontrollen wie Fleisch für den menschlichen Verzehr. Und wenn da überall Wurmeier dran wären, dann wär's ja gruselig. Nicht nur bei Rohverzehr, sondern die Eier würden sich schließlich auch beim Verarbeiten in der Küche verteilen, man könnte sie an die Hände kriegen und so irgendwann in den Mund befördern, auch wenn das Fleisch hinterher gegart wird. Also nee, da wird schon drauf geguckt, dass kein verwurmtes Fleisch in den Handel gerät, egal ob für Mensch oder für Tier.