Hallo zusammen,
ich lese schon lange hier im Forum mit und muss mich nun auch mal an die Community wenden. Meine ältere Katzendame Mini (15,5 Jahre) macht mir gerade viele Sorgen.
In den letzten paar Tagen hat sie sich öfter übergeben, was aber zuerst nicht soo bedenklich war. Erstens hat sie das immer mal wieder gemacht und zweitens meistens im Zusammenhang mit überaus hastigem und reichlichen Fressen.
Heute morgen hab ich auch wieder einen Kotzfleck gefunden. Die Kleine (bislang bis auf eine Schilddrüsenüberfunktion, die gut eingestellt ist, recht fit) war total neben der Spur. Sie war wackelig auf den Beinen, hat nichts gegessen und uns nicht mal angemeckert wie sonst immer. Später hat sie ein wenig getrunken, dies aber gleich wieder erbrochen.
Wir also direkt zum Tierarzt. Als erstes hat Mini eine Infusion bekommen, da sie ziemlich dehydriert war. Anschließend gab es eine Blutentnahme sowie eine Ultraschalluntersuchung. Bei den Blutwerten waren die roten Blutkörperchen zu wenig, was sonst noch war, weiß ich nicht mehr so genau. Auf jeden Fall durchwachsen.
Der Ultraschall war nervenaufreibend. Zuerst hat sie beim Bäuchlein rasieren so gezappelt, dass sie einen größeren Schnitt davongetragen hat. Wurde dann geklammert. Mini hasst es außerdem, auf den Rücken gelegt zu werden und wehrt sich dann aus Leibeskräften. Also musste die Helferin die Kleine aufrecht hinstellen und festhalten, damit geschallt werden konnte. Dabei fielen viele vergrößerte Lymphknoten im Darmbereich auf. Die Ärztin stellte die Diagnose Lymphom, sagte dann aber, dass dies oftmals nicht viele Beschwerden machen würde und mit Cortison gut behandelbar wäre.
Ich war erstmal so erschlagen und schockiert, dass ich kaum fragen konnte, was das für die Kleine und mich bedeutet. Morgen sollen wir nochmal zur Kontrolle kommen, da haken wir genauer nach.
Ich sitze die ganze Zeit hier und heule immer wieder. Mein Verlobter wird auch nicht so recht damit fertig, er liebt die Pelznase ebenfalls heiß und innig. Er hat sich jetzt mal hingelegt. Mini hat mittlerweile eine kleine Portion Nassfutter mit einem Zusatzschuss Wasser so nach und nach verspachtelt und eine kleine Hand voll Leckerlis weggeknuspert. Ist alles bislang dringeblieben. Ihre sonst heißgeliebte Malzpaste hat sie aber verschmäht.
Insgesamt wirkt sie gerade relativ fit, hat eben einen Revierrundgang hinter sich und trohnt jetzt unterm Fernseher auf meiner Playstation. Ist irgendwie grade einer der Lieblingsplätze.
Ich habe Angst davor, was die Kleine für eine Prognose gestellt bekommt. Habt ihr da Erfahrungen? Wieviel qualitativ gute Lebenszeit bleibt ihr noch? Welche Therapie habt ihr angewendet, und wie ging es euren Pelzbäuchen damit? Welche Kosten kommen auf uns zu?
Wir sind fix und fertig und wie betäubt. Ich denke, morgen Abend werd ich nochmal schreiben, was es beim Tierarzt gegeben hat.
Liebe Grüße,
C.