• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

2-jähriger Kater hat fürchterliche Schmerzen im Hintergestell

Diskutiere 2-jähriger Kater hat fürchterliche Schmerzen im Hintergestell im Erkrankungen von Skelett und Muskulatur Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo liebe Katzenfreunde, ich wende ich an euch, weil ich mittlerweile echt verzweifelt bin mit meinem ca. 2-jährigen BKH-Kater Louis. Alles...
  • 2-jähriger Kater hat fürchterliche Schmerzen im Hintergestell Beitrag #1
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katrin_bkh_Louis

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Hallo liebe Katzenfreunde,

ich wende ich an euch, weil ich mittlerweile echt verzweifelt bin mit meinem ca. 2-jährigen BKH-Kater Louis.

Alles begann vor genau 4 Wochen, also am 28.12.2016. Mein Lebensgefährte und ich hatten Urlaub und verbrachten den Morgen Zuhause. Er hat Louis am Rücken gestreichelt, der sich daraufhin auf den Boden fallen lies und gemauzt hat. Mauzen ist bei ihm grundsätzlich nichts neues, er ist ein sehr gesprächiger Zeitgenosse, doch dieser Ton war mir fremd. Ich habe gleich nachgesehen und da ist er auch schon humpelnd vor mir davon gelaufen. Ich konnte nicht genau sagen welche Seite ihm schmerzte, weil er nach ein paar Schritten Pause macht. Ich vermutete rechts hinten. Ich habe sofort meine Tierarzt angerufen, der mich auch gleich zu sich bestellt hat. Er hatte das Gefühl, dass sein LINKES Beinchen etwas kälter ist als das rechte und vermutete eine Thrombose. Daraufhin hat er gleich eine Spritze gehen Thrombose und Schmerzen bekommen (falls es doch nur ein Krampf ist). So weit so gut. An diesem Tag hatte ich dann auch den Eindruck es wäre auch schon wieder besser.

Leider wurden seine Beschwerden nicht wirklich besser. Als ich ihn hochgehoben und dann wieder runter gesetzt habe, hat er sich ein bisschen aus meinen Händen rausgedreht und laut gemauzt (als hätte er einen Schmerz). Daraufhin hatte ich den verdacht, dass etwas in der Wirbelsäule hat. Sofort meinen Tierarzt verständigt, der mich am nächsten Tag in Empfang nahm. Ich schilderte ihm den Vorfall, er hat ihn abgetastet und meinte Louis habe sich das Kreuz verrissen. Ich solle ihm Metacam (5-6 Tage) und dann zur Kontrolle kommen. Gesagt getan.

Nach fünf Tagen stand ich bei meinem Tierarzt auf der Matte und konnte, wenn überhaupt nur von geringen Verbesserungen berichten. Hinzu kam, dass Louis auf Aufstehen aus liegender Position zu mauzen begann. Nicht immer, aber manchmal. Und immer dann, wenn er auf der rechten Seite lag und aufstehen wollte. Er wirkte generell hinten sehr instabil. Ich hatte einen neuen Verdacht: es muss das rechte Knie sein. Denn als ich ihn da berühren wollte (ganz vorsichtig natürlich) hat er mir sofort eine geklebt und er ist normal ein sehr gutmütiger Bub. Also wurde ein Röntgen vom Knie gemacht. Diagnose: Tibiakopffissur, sprich ein Kochenriss im Schienbeinkopf. Behandlung: Metacam absetzten, er sollte sich bewusst schonen, um die Verheilung des Knochens zu begünstigen. Zusätzlich habe ich ihm geriebene Eierschalen ins Futter getan, schließlich ist Calzium gut für die Knochen. Nach zwei Wochen sollen wir zur Kontrolle kommen, wenn keine Besserung eintritt, dann müsste er wsl. operiert werden. Also habe ich alles getan damit er sich schont. Auf die Couch gehoben, wieder runter gesetzt; Minou, seine Freundin, beschäftigt, sodass sie ihn in Ruhe lässt, Liegeoptionen am Boden angeboten, uvm. Das hat auch super geklappt, er meldete sich schon brav mit einem Mauzen, wenn er aufs Bett oder die Couch wollte. Ich bin sehr ungeduldig und erwarte vlt auch zu früh Verbesserungen, aber es ging mir alles zu langsam. Dann habe ich am Wochenende was interessantes beobachtet: Louis lag auf seine rechten Seite und wollte sich mir seinem linken Bein an seinem linken Ohr kratzen, doch er konnte nicht. Bei ca. der Hälfte hatte er wie eine Blockade und er konnte/traute sich nicht zu kratzen. Was es doch die linke Seite die ihn schmerzt oder gar beide? Prompt den Tierarzt via Whatapp mit meinen Sorgen gequält, bot er mir gleich einen Termin für Montag an, also vorgestern. Ich habe Louis oft gefilmt, da ich dem Tierarzt seine Gangart zeigen wollte. Nachdem wir diese studiert haben, wurde Louis wieder geröntgt. Knie und Hüfte. Die gute Nachricht: Die Tibiakopffissur ist gut am Verheilen. Die schlechte Nachricht: Arthrose in beiden Hüftgelenken.

Wie ihr euch vorstellen könnt, war ich am Boden zerstört, bzw. bin ich immer noch. Mein Tierarzt meint, dass wir es erst mal mit Schmerzmittel (Metacam) und Nahrungsergänzung (Grünlippenmuschel, Teufelskralle,etc.) versuchen sollten (habe ich auch schon bestellt inkl. orthopädischem Bett), bevor er mich an eine Chirurgie überweist, die dann ein CT (ca. 600 €) von Louis macht und OP-Varianten vorschlägt.

Montag hat Louis gleich Metacam bekommen, gestern auch. Bisher habe ich nicht das Gefühl als würde es helfen, aber vlt dauert das noch und ich bin wieder zu ungeduldig. Je mehr ich aber nachdenke und recherchiere zweifel ich an der Diagnose. Wie kann es sein, dass ein so junges Tier Arthrose hat und die Schmerzen von heute auf morgen auftauchen? Ist Arthrose nicht ein schleichender Prozess? Ich habe alle Röntgenbilder und meiner Meinung nach sind zwar Veränderungen bei der Knochenstruktur der Hüften verändert, aber dass sie diese starken Schmerzen verursachen? Ich bin kein Tierarzt aber ich versteh es einfach nicht. Hat jemand von euch Erfahrungen mit solch einer Krankengeschichte? Ich verzweifle noch mit meinem Liebling!

Ach ja, ich weiß nicht ob das zusammenhängen könnte, aber Louis hatte zuvor eine Hautpilz in der Kopfregion. Den haben wir aber rasch in den Griff bekommen. Vl gibt es ja doch einen Zusammenhang. Ich hoffe ihr könnt mir/uns helfen.

LG Katrin und Louis
 
  • 2-jähriger Kater hat fürchterliche Schmerzen im Hintergestell Beitrag #2
Hallo,
ich drücke euch ganz feste die Daumen, leider hab ich keinen medizinischen Tipp für euch.
Alles Liebe
 
  • 2-jähriger Kater hat fürchterliche Schmerzen im Hintergestell Beitrag #3
Also wie Du schreibst, klingt es schon so als hätte er Schmerzen, dann hätte Metacam aber zumindest ein bisschen Besserung bringen müssen, welche Dosierung habt ihr denn angewendet?
Da der Tierarzt ja beim 1. Mal nur das Knie und beim 2. Mal nur Knie und Hüfte geröngt habt, verstehe ich das so, dass die Wirbelsäule noch nicht abgelichtet wurde?
Die Wirbelsäule würde ich auf jeden Fall noch versuchen, Richtung Bandscheibenvorfall oder Spondylose.
An Neurologische Probleme habe ich auch gedacht (dein Verdacht mit dem Pilz am Kopf) aber ich kenne bisher keinen Fall in dem das Schmerzen verursacht hat, es sind halt nur Aussetzer vom der Reizleitung zwischen Hirn und da wo es ankommen soll.
 
  • 2-jähriger Kater hat fürchterliche Schmerzen im Hintergestell Beitrag #4
Heute habe ich das Gefühl, dass es etwas besser ist dank Metacam, aber richtig schmerzfrei ist er nicht. Er hat 4,8 kg und wir geben ihm die Dosis für 5 kg. Naja beim Hüftröntgen wurde zwangläufig auch die Wirbelsäule abgelichtet, da sieht aber alles gut aus.

Ja ich weiß, das mit dem Pilz klingt absurd, aber man sagt ja auch bei uns Menschen, dass uns die Haut innere Krankheiten widerspiegelt. Wollte es nur erwähnt haben, falls es was virales sein könnte.

LG und danke für deine Antwort!
Katrin und Louis
 
  • 2-jähriger Kater hat fürchterliche Schmerzen im Hintergestell Beitrag #5
Hmm,

ich glaube ich würde alle bisherigen Befunde nehmen und mir eine 2. Meinung einholen. Am besten, wenn die Möglichkeit besteht eine Tierklinik.

sonst kann ich leider nur Daumen drücken

alles gute für euren Schatz

lg Juli
 
  • 2-jähriger Kater hat fürchterliche Schmerzen im Hintergestell Beitrag #6
Ja, wenn ich nächste Woche noch immer keine deutliche Verbesserung sehe, werde ich in die Tierklinik fahren und Louis samt von meinem Tierarzt empfohlen, die hätten auch weitere Diagnosegeräte sofern notwendig. Davor werde ich von meinem Tierarzt noch ein großes Blutbild anfertigen lassen. Vl sieht man da auch irgendwas.

Auf jeden Fall vielen Dank!!!!
LG
 
  • 2-jähriger Kater hat fürchterliche Schmerzen im Hintergestell Beitrag #7
**UPDATE**
Gestern war ich mit Louis beim Tierarzt und er hatte seine erste Sitzung der Magnetfeldtherapie. Mein Tierarzt hat es mir empfohlen und lädt mich auf die ersten Sitzungen ein, um mich als Skeptikerin von der Alternativtherapie zu überzeugen. Ich hoffe, dass sie eine positive Wirkung auf Louis Beschwerden hat und ich bald eine Verbesserung sehe. Hat jemand Erfahrung mit diese Therapieform zur Schmerzbehandlung?

Sollte es tatsächlich helfen, überlege ich mir selbst eine Magnetfeldmatte zuzulegen, damit Louis nicht ständig die Fahrt zum Tierarzt über sich ergehen lassen muss. Hätte hier jemand bereits Kauferfahrungen?

Danke und LG,

Katrin
 
  • 2-jähriger Kater hat fürchterliche Schmerzen im Hintergestell Beitrag #8
Meine Meinung von Tierärzten ist nicht die beste.
Man muss leider lange suchen, um einen wirklich guten Tierarzt zu finden.

Ich bin daher auch durchaus immer für den Besuch in einer der wirklich guten Tierkliniken.
Auch für eine Zweitmeinung.
Es sollte aber wirklich eine gute Tierklinik sein.
 
  • 2-jähriger Kater hat fürchterliche Schmerzen im Hintergestell Beitrag #9
Sollte meinem Mann damals mit seinen Rückenbeschwerden auch angeblich helfen.

Er sollte sich eine Matratze und Schuheinlagen und, und, und mit Magneten kaufen.

Er hat es nicht gemacht, es wären unglaubliche Geldsummen gewesen.

Wir hatten dann das Glück, auf einer abgelegenen Kanarischen Insel, einen super Physiotherapeuten zu finden, der meinem Mann ganz genau gesagt hat, was er hat und wie es behandelt werden muss.
Wir hatten zu diesem Zeitpunkt schon einen zweijährigen Ärzte/Kuren/MRT/Röntgen/Spritzen usw. Marathon hinter uns.

Langer Rede kurzer Sinn:

Es braucht eine gesicherte Diagnose und eine darauf abgestimmte Behandlung, sonst therapierst du ewig ins Blaue.

Es gibt übrigens auch für Tiere Physiotherapeuten
 
  • 2-jähriger Kater hat fürchterliche Schmerzen im Hintergestell Beitrag #10
Langer Rede kurzer Sinn:

Es braucht eine gesicherte Diagnose und eine darauf abgestimmte Behandlung, sonst therapierst du ewig ins Blaue.

Dem stimme ich zu. Das wäre auch mein Weg, zuerst die Diagnose, dann redet man über Behandlung. Und da wäre jetzt Magnetfeldterapie so gar nicht meins.
 
  • 2-jähriger Kater hat fürchterliche Schmerzen im Hintergestell Beitrag #11
Mein Kater Jamie, von dem ich schon in mehreren Beiträgen geschrieben habe (Spondylose, Ataxie, Kreuzbandriss-OP) hat immer noch diese Probleme und zeitweise starke Schmerzen, obwohl wir schon seit November eine OP (Kreuzbandriss), viele Tierarztbesuche bei 2 verschiedenen Tierärzten, 2 mal Röntgen und Blutuntersuchung, Spritzen mit Frischzellen, Akkupunktur usw. hinter uns haben.
Die eine Tierärztin wollte ihn noch an ein Bioresonanzgerät anhängen, was ich aber abgelehnt habe, weil ich mir davon keine Besserung versprochen habe. Meinem Kater ging es während der gesamten Alternativ-Behandlung über 2-3 Wochen immer schlechter und ich hatte schon in Erwägung gezogen, ihn erlösen zu lassen, bin aber dann wieder zu unserem Haustierarzt gegangen. Er hat mir doch irgendwie Mut gemacht, Jamie vorerst weiter zu behandeln. Er meint, die Schmerzen kämen von einem Bandscheibenvorfall, was sich ja möglicherweise bessern kann. Jamie ist erst 9 Jahre alt.

Jetzt gebe ich ihm bei Schmerzen Metacam und jeden Tag eine niedrige Dosis Prednisolon, alternativ auch ab und zu statt Metacam Traumeel. Er hat gute und schlechte Tage, ist aber in Bewegung, was er auch nötig hat, um seine Muskeln wieder aufzubauen. Er war hinten herum ganz schmal geworden und ich hoffe, dass sich seine Muskeln wieder kräftigen. Mittlerweile springt er auch schon mal auf einen Stuhl oder auf die Couch, was er vorher nicht konnte, weil er zu schwach war.
Er läuft auch die Treppenstufen in den Keller hinunter, zwar unbeholfen, aber es klappt wieder. So hoffe ich, dass es ihm langsam besser geht und er uns noch eine Weile erhalten bleibt.
 
  • 2-jähriger Kater hat fürchterliche Schmerzen im Hintergestell Beitrag #12
Hello!

Ich würde dir raten in eine TK zu fahren und ein HD-Röntgen machen zu lassen. Ebenso die Wirbelsäule.
Wurde manuell getestet ob die Kniescheiben luxieren?

Wenn es Veränderungen am Skelett sind:
Bei veränderten Femurköpfen oder Hüftpfanne würde ich persönlich, wenn das Tier schon ständig Scherzen zeigt, zu einer OP raten. Bei selbständiger Luxation der Kniescheiben auch. Man kann das nicht mehr "reparieren" mit irgendwelchen Mittelchen etc. Ist der Knochen kaputt, dann hilft da nix mehr.

Kannst du die Videos von seiner Gangart hier hochladen?
Unser Lover leidet(e) an Femurkopfnekrose und beidseitiger Patella Luxation (Knie sind operiert), auch er hatte gewisse Bewegungsabläufe die auffällig waren.
 
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