Vor längerer Zeit habe ich mal eine Fernsehreportage über den Tod gesehen. Da war eine Mutter, dessen Familie durch einen Autounfall an einem Tag ausgelöscht wurde. Ihr Mann war sofort tot, ihr kleiner Sohn war hirntot und wurde durch Maschinen am Leben gehalten, die Mutter musste den Zeitpunkt bestimmten, wann diese Maschinen abgeschaltet wurden. Ihre Tochter lebte und war im Krankenhaus stationär aufgenommen. Sie selber arbeitete in genau diesem Krankenhaus als Unterhaltungsclown auf der Kinderkrebsstation. Nun erfuhr sie das Krankenhaus hautnah von einer anderen Sicht. Nachdem sie sich von ihrem Sohn verabschiedet hatte, er gewaschen wurde und sie bereit war, wurden die Maschinen abgeschaltet. Sie ging runter in den Krankenhausgarten und plötzlich überkam sie so eine Stimmung, in der sie das Lieblingslied ihrer Tochter laut gesungen hat. Als sie zurück ins Krankenhaus kam, sagte man ihr, dass ihre Tochter, die eigentlich keine nennenswerten Verletzungen hatte, an Kreislaufversagen gerade gestorben war. Sie erzählte, dass sie sich sicher war, dass genau in dem Moment, als sie das Lied gesungen hat, ihre Tochter gestorben war. Und sie fragte sich, wieso war ich in dem Moment so zuversichtlich und guter Stimmung? Sie erklärte es dann damit, dass sie sagte, wenn mein Kind starb, als ich innerlich so ein gutes Gefühl hatte, dann müssen wir vielleicht unsere Einstellung zum Tod überdenken.
Andere Patienten, die reanimiert und zurück geholt wurden, wurden in der Reportage befragt und sagten alle einstimmig, dass sie so ein angenehmes Gefühl hatten, erfüllt von Liebe und Helligkeit uns dass sie eigentlich in dem Moment nicht zurück wollten.
Was ich glaube ist, dass der Tod für die Hinterbliebenen sehr schmerzhaft ist, aber für den, der gegangen ist möglicherweise etwas positives ist. Ob es ein danach gibt, wissen wir nicht, aber das gehen an sicherstellen wir uns wahrscheinlich viel schlimmer vor, als es für die Sterbenden ist. Ich bin sicher, dass es deinem Schatz dort wo er jetzt ist gut geht.