• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

IBD - Zum verzweifeln

Diskutiere IBD - Zum verzweifeln im Erkrankungen des Verdauungstraktes Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo ihr Lieben Ich habe mir grad erst neu angemeldet. Ich brauche dringend euren Rat oder suche Leidensgenossen, die vielleicht noch einen...
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Belle78

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Hallo ihr Lieben

Ich habe mir grad erst neu angemeldet. Ich brauche dringend euren Rat oder suche Leidensgenossen, die vielleicht noch einen Input für mich haben.

Könnte länger dauern, aber ich fange mal von vorne an:
Ich habe 2 supersüsse Birmakatzen (Geschwister, ein Männchen, ein Weibchen), die 2013 geboren wurden. Ich habe sie mit 3 Monaten übernommen, geimpft und getestet. Es sind Wohnungskatzen mit "Auslauf" auf einem grossen Balkon, wo ich extra noch eine Wiese angelegt habe. Ich habe die Fütterung so weiter übernommen wie die Züchterin zuvor, nämlich morgens Nassfutter hauptsächlich von Animonda, aber auch hin und wieder Miamor, Almo Nature oder Applaws. Abends gabs BARF mit Pulverzusatz. Dazu über Nacht noch Trockenfutter von Applaws. Lief alles tip top bis etwa 1 Jahr später als die Durchfälle meiner kleinen Maus angefangen haben. Beide haben komischerweise das BARF nicht mehr vertragen und Durchfall bekommen. Danach gabs dann kein BARF mehr, dafür auch Abends das Nassfutter. Danach kam Animonda Integra gegen Futterallergie, Trockenfutter gegen Futterallergie.

Bei einer Kontrolluntersuchung beim Tierarzt stellte die Ärztin fest, dass bei ihr die Darmschlingen sich recht gummiartig anfühlen, dass dies ein Zeichen von IBD sein könnte. Ich habe dies dann mit einer Spezialistin angeschaut, bei welcher wir nun immer noch in Behandlung stehen. Wir haben alles Mögliche besprochen, auch Futterwechsel auf z/d Nassfutter (welches nur beim Tierarzt auf Verschreibung erhältlich ist) und Hypoallergen von Purina. Alles bringt nichts! Dazu muss ich sagen, dass gute Ratschläge und Medikamente und Futterzusätze wie Fortiflora alles nichts bringen, wenn Madame nicht mitmacht. Ihr Bruder hat durch die Futterumstellung schon Stielaugen vor lauter Verstopfung. Dass kann auch nicht gut sein. Und wenn ich ihm normales Futter und ihr Allergiefutter geben will, was passiert, die beiden laufen überkreuz und wollen je des anderen Futter. Ich kann ausserdem nicht immer dabeistehen, weil Katzen keine "Binge-Eater" sind und alles auf einen Haps verschlingen, sondern sie fressen etwas, gehen weg, kommen wieder. Ich muss irgendwann auch zur Arbeit, bzw. schlafen.

Eine Zeitlang gings recht gut mit Animonda Integra Lamm und Medica PetBalance Schonkost Gastro-Intestinal. Sie hatte fast 2 Wochen normalen Kot und plötzlich wieder Durchfall. Dazu kommt auch immer Blut im Durchfall. Ich finde dies auch recht merkwürdig. Wenn sie allergisch auf das Futter reagiert, wieso hat sie dann 2 Wochen Ruhe und plötzlich Durchfall. Wäre es denn denkbar, dass sie tatsächlich eine Art Morbus Crohn hat und einfach alle 2 - 3 Wochen einen "Schub" macht? Was meint ihr?

Ich habe im Zuge der Ratschläge meiner Tierärztin meines Erachtens in der letzten Zeit zu viel Futterwechsel vorgenommen. Ich glaube nicht, dass dies gut sein kann. Sie möchte auch bei so einer jungen Katze kein Kortison verabreichen. Ausschlussverfahren sei das Beste. Das ist allerdings bei meiner Maus unmöglich! Was sie fressen soll, frisst sie nicht, was sie nicht fressen soll will sie unbedingt. Sie verhungert lieber, als das Futter zu fressen, das ich ihr gebe.

Auf jeden Fall bin ich langsam echt am Verzweifeln. Ich weiss nicht mehr weiter, ich weiss nicht, was ich noch tun soll oder kann. Ich habe auch schon so viel Geld ausgegeben, welches ich gar nicht habe und renne ständig zum Tierarzt (alleine), um das Vorgehen zu besprechen. Was nichts bringt, wenn ichs nicht anwenden kann. Wenn sie alleine wäre, wäre es einfacher. Aber ich habe ihren Bruder und mich gestern in die Toilette eingesperrt, damit er mal wieder etwas Gutes futtern konnte. Sie hat natürlich an der Tür gekratzt und mir das Herz gebrochen. Es tut mir in dem Moment auch so leid. Und ich kann sie nicht 24 h am Tag beobachten. Wenn ich ihm kontrolliert etwas geben will, wo ich dabeistehe, läuft er einfach davon. Sie will es dann, aber ich muss es ihr wegnehmen.

Bitte helft mir, ich brauche irgend einen Rat. Ich mache mir auch grosse Vorwürfe, dass ich das Ganze irgendwie verschludet haben könnte. Falsches Futter oder zu viel verschiedenes Futter am Anfang... Ich habe schon mein ganzes Leben lang, was doch immerhin 38 Jahre sind, Katzen um mich. Aber sowas habe ich noch nie gehabt.

PS: Wir haben auch alles andere ausgeschlossen. Die Kleine hatte auch schon Ultraschall mit leicht vergrösserten Lymphknoten, aber keine Ausartung im Sinne eines Lymphoms. Ausserdem wurden auch Parasiten ausgeschlossen. In Zuge dieser Untersuchung wurde leider auch der FCoV festgestellt. :( Ich weiss auch nicht, wie zur Hölle sie dies bekommen konnte, wenn sie nie nach draussen geht und ich IMMER Schuhschützer über die Schuhe anziehe in der Wohnung, bzw. IMMER die Hände wasche, bevor ich die Katzen anfasse...

PSPS: Zum Durchfall muss ich sagen, dass es bei ihr nicht ständig, d.h. täglich und das mehrmals ist. Ich schreibe schon eine Weile beider Kotabsatz auf, Konsistenz und Uhrzeit, sowie Futter, das gefressen wurde. Sie geht ziemlich jeden Tag aufs Klo, manchmal ist der Kot normal, manchmal weich, manchmal Durchfall. Der DF ist daher nicht konstant, aber alle 1 - 2 Wochen einmal und eben auch mit Blutbeimengung.
 
  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #2
Ist denn mal eine Darmspiegelung mit Biopsie gemacht worden? (Sorry für Telegrammstil, bin bei der Arbeit und mach nur ganz kurz Pause)


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  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #3
Bei welcher Spezialistin wart ihr denn?
Auf welche Parasiten wurde untersucht?
Wurde die kleine mal in einer Tierklinik untersucht?
 
  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #4
Nein, da mir das Risiko zu gross war. (Hohe Sterblichkeitsrate, schlechte Erholung, der Dünndarm muss aus dem Körper genommen werden, usw.) Dafür wurde der Ultraschall gemacht.

Hallo Motzkatze. Die Spezialistin ist in einer Tierklinik, sie ist spezialisiert auf Innere Medizin und behandelt of IBD-Patienten. Angeblich.

Kot von 3x aufeinanderfolgenden Absatz wurde untersucht auf:
Parasitologie - Nematoden, Kokzidien, Bandwurm, Kryptosporidien, Giardien. Alles negativ

Bakteriologie - Enterokokken und wenig haemolysierende E. coli (sei nicht schlimmt laut Tierarzt), negativ war Campylobacter, Salmonellen, Yersinia enterocolitica

Virologie - Parvovirus und Rotavirus negativ
FCoV (Felines Coronavirus) - positiv

Mykologie - Kultureller Pilznachweis (+Schimmelpilze)

Ich habe der Ärztin die Befunde gezeigt... Keine Reaktion...
 
  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #5
Hallo - ich weiß nicht, ob ich irgend etwas Erhellendes dazu sagen kann, aber ich versuch´s mal.

Mein Kater Milo hatte den Verdacht auf IBD vor ca. 4 Jahren - DF ohne Ende, es tropfte regelrecht aus ihm heraus.
MDP (Magen-Darm-Passage mit Kontrast) und Ultraschall ergaben nichts Auffälliges außer einer stark beschleunigten Magen-Darm-Passage, das Kontrastmittel war schon nach 2 Stunden am anderen Ende wieder herausgekommen.
Wir haben daraufhin den Verdacht auf IBD gestellt - eine Darmbiopsie würde ich nie machen lassen, das Risiko ist zu groß - und haben ihn behandelt mit ca. 4 Wochen lang Metronidazol (in Leerkapseln verpackt, sonst geht das gar nicht) und absteigender Dosierung von Cortison über ca. 4 Monate.
Ich weiß natürlich nicht, ob´s Zufall war: seither isr er komplett beschwerdefrei. Kein DF mehr, er kann alles fressen was er will.

Dieser recht gutartige Verlauf ist auch in der Literatur beschrieben, muss natürlich nicht immer klappen, aber ein Versuch wäre es wert, denke ich. Mein Kater war zum Zeitpunkt der Diagnosestellung ca. 2 Jahre alt und hat bis heute - jetzt ist er 8 ! - kein Rezidiv gehabt.
Ich suche gleich mal ein Script von Vetmed raus, was ich Dir hier anhängen kann, vll. hilft es Dir ja bei Deiner Überlegung.

Kleinen Moment noch.....

Ich bin nicht sicher, ob das mit dem pdf file klappt, ich versuch´s mal:

 
  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #6
Also eine Darmspiegelung + Biopsie ist ein Eingriff, der minimale Risiken birgt - das beschränkt sich eigentlich auf das Narkoserisiko. Natürlich wird dabei der Dünndarm nicht herausgenommen
:shock:
Es wird nur geguckt, ob der Darm verändert ist, je nachdem kann man eine ganz gezielte Behandlung durchführen. Bei meiner Nini wurde das gemacht - so konnte ihr endlich geholfen werden. Sie brauchte u a auch Kortison, aber nicht dauerhaft.
Ich würde noch mal eine zweite Meinung einholen ;-)
Gute Besserung!




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PS: ich habe noch nie von einer Sterblichkeitsrate bei einer Darmspiegelung gehört, bist du sicher, dass sich das auf die Darmspiegelung bezog... ?


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  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #7
Ich denke, die Darmspiegelung ist nicht das Problem, sondern die Probeentnahme aus dem Darmepithel.
In den Veterinärbüchern ist als mögliche Komplikation beschrieben, dass man
entweder zu flache Probeentnahme macht, so dass man die Veränderung nicht sehen kann, weil die tieferen Schichten nicht erfasst sind,
oder den Darm perforieren kann.
Dieses Risiko war mir eindeutig zu groß und deshalb habe ich es nicht machen lassen.
Meine TÄ war übrigens der gleichen Meinung.
 
  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #8
Ok verstehe !
Bei Nini war beides gemacht worden (Magendarmspiegelung und Biopsie); schon aus dem, was man bei der Spiegelung sah, war klar, dass es eine hochgradige IBD war. Alles voller Geschwüre, von der Speiseröhre bis in den Dickdarm.
Daher musste zunächst was gegen die Magensäure getan werden (Omep), dann gab es Kortison. Nach ein paar Wochen ging es besser, mit Spezialfutter. Irgendwann brauchte Nini gar kein Kortison mehr.
Ich würde auf jeden Fall die Magendarmspiegelung machen lassen, wenn alles andere bereits ausgeschlossen wurde. Nini hat so endlich die richtige Behandlung bekommen.


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  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #9
Ich wollte auch sagen, bei einer Darmspiegelung und einer Biopsie wird doch nicht der Dünndarm entnommen.
Bei einer Darmspiegelung wird vorher möglichst der Darm entleert und dann ein Endoskop eingeführt.
Man kann eine schonende Inhalationsnarkose wählen, dann ist die Narkose auch nicht so risikoreich.
Für eine Biopsie würde ich mir auch eine ausgewiesen gute Tierklinik suchen.
Aber die Spiegelung würde ich auch machen lassen, ohne ist das doch eher ein Stochern im Dunklen.


Bei der Kotuntersuchung fehlen noch die Trichomonaden, obwohl ich denke, dass dann beide betroffen wären.
Und letztens erzählte eine Forine, deren Katze auch an hartnäckigem Durchfall litt, der Tierarzt hätte bei der Katze Heliobator festgestellt. Seitdem die Katze darauf behandelt wurde, ist das Problem vorbei.


Über den Coronavirus (FCoV) würde ich mir keine Gedanken machen. Fast alle Katzen haben diesen Virus.
Er kann sich schon von der Mutter auf die Kitten übertragen haben.
Auch der Coronavirus kann Durchfall auslösen. Allerdings sind davon meist junge Katzen betroffen.
Bis der Durchfall verschwindet, kann es Monate dauern. Machen kann man nichts, außer die Darmflora unterstützen.
Dabei kann der Durchfall auch mal blutig sein. Bei hellem Blut sind es aber lediglich Ablösungen der Darmschleimhaut und nicht wirklich Grund zur Sorge.

Wie du schon vermutest, der häufige Futterwechsel ist auch nicht gut.
Hast du es schon mal mit gekochtem Huhn versucht? Wie wurde das vertragen?
 
  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #10
Ich fands auch komisch, aber es wurde mir so erklärt, dass es bei Katzen grosse Komplikationen geben kann, eben weil man für eine gute Biopsie den Bauch aufmachen muss und ein Stück des Dünndarms rausnehmen muss. Ich dachte auch, dass das wie bei uns eigentlich ganz simpel ist. Hatte ja selbst schon eine Dünndarmbiospie mit Magenspiegelung... Aber nun gut.

Ich habe die Situation jetzt mal mit der Tierärztin nochmal besprochen. Wir geben ihr jetzt mal zur Beruhigung des nun doch etwas "aufgewühlten" Darmes kurzzeitig Prednison, absteigend. Nach 2 Wochen sehen wir weiter. Wenn sie gut darauf anspricht, spricht das Ganze ja für eine entzündliche Erkrankung. Wenn es Parasiten oder Pilze sind, wird sie darauf nicht ansprechen. So wissen wir mal Bescheid. Wenn sie darauf anspricht, wäre eine Spiegelung sicher mal zu erwägen.

Aber was genau kann man anhand des Biospie-Gewebes denn herausfinden? Nur dass eine entzündliche Erkrankung vorliegt (wie bei Zöliakie) oder auch welche Erkrankung? Die Tierarzt meinte auch, dass man auch anhand von Allergie-Tests herausfinden kann, auf welches Protein sie reagiere. Aber das funktioniere meist nur bei denen, welche auch an einem Juckreiz leiden...

Die Helicobacter werde ich sicher auch mal noch ansprechen. Ich würde das gekochte Huhn ja gerne mal probieren, aber Madame mag kein gekochtes Huhn. :roll: Natürlich muss ausgerechnet Mylady eine ausgesprochene Ess-Diva sein. Was sonst.

Wir machens jetzt mal so, dass ich ihr das Prednison gebe und weiterhin das Diätfutter (Feuchtfutter z/d von Hills), bei welchem die Proteine so oft aufgespalten wurden, dass der Darm diese eigentlich nicht als Protein warnehmen und dementsprechend nicht reagieren sollte. Aber eben, sollte. Wenigstens mag sie dieses Futter. Er hingegen muss unten durch. Aber ich werde ihn einfach hin und wieder abtrennen und etwas anderes geben.

Danach sehen wir weiter, je nach Reaktion.
 
  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #11
Ich bin bei IBD leider raus, aber ich weiß, dass man es zuverlässig eigentlich nur durch eine Darmspiegelung und eine Biopsie feststellen kann.

Allergietests hingegen sind normalerweise überflüssig, denn sie zeigen eine Reaktion auf die "Nahrungsmittel" an, die die Katze normalerweise frisst. Das bedeutet aber nicht, dass sie darauf allergisch ist.
Hier ist einzig und allein eine Ausschlussdiät zielführend.

Wenn deine Madame eine kleine Mäklerin ist, musst du sie mal umerziehen.
Die wenigsten Katzen mit mehr oder weniger eingefahrerner Ernährung mögen einen Futterwechsel.
Versuch mal eine Trockenfutterkatze auf Nassfutter umzustellen!
Das geht immer nur mit Tricks. Also dem Untermischen des neuen Futters in Miligrammschritten. Das kann dann schon mal Monate dauern.

Ansonsten wäre vielleicht ein Futterautomat mit Chiperkennung für dich eine Idee?
Dann könnte jeder sein Futter bekommen, ohne dass der andere daran naschen kann.
Ich habe hier schon Bilders von Foris gesehen, die in jeweils einen Schrank eine Katzenklappe mit Chiperkennung eingebaut haben. Da speisen die Herrschaften dann jeweils für sich ihr Futter. :mrgreen:
 
  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #12
So, wir sind jetzt seit letzten Mittwoch auf Cortison (Prednison), also seit 5 Tagen gebe ich ihr 12 Tropfen, dann 1 Woche 8 Tropfen, dann 1 Woche 4 Tropfen, dann 1 Woche 2 Tropfen.

Heute hatte sie wieder Durchfall mit Blut. Sollte das Cortison nicht langsam wirken? Oder hat sie definitiv etwas anderes? Meines Erachtens sollte das Cortison schon lange wirken... Finds langsam echt seltsam...
 
  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #13
Also es sollte schon besser werden.
Entweder das cortison ist nicht ausreichend dosiert oder es ist doch was anderes.
Ich würde es noch mal in einer grösseren TK durchchecken lassen und notfalls die Magendarmspiegelung machen lassen.
Gute Besserung!


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  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #14
Hallo ihr,

hab grad diesen Thread gefunden und wollte mich dazu auessern.
Wir haben bei meinem Minkus (10jaehriger Siamkater) vor knapp 3 Wochen Roetngenbilder machen lassen, weil er Arthritis hat und ich sehen wollte, ob es schlimmer geworden ist; dabei haben wir dann durch Zufall gesehen, dass seine Duenndarmschlingen verdickt aussahen - was leider beim Ultraschall die Woche drauf dann bestaetigt wurde. Das bedeutet normalerweise entweder IBD oder SCL (small cell lymphoma).
Leider ist es unmoeglich, ohne Biopsien definitiv zu bestimmen, welche der beiden Erkrankungen es ist...und wenn ein Tierarzt dann IBD diagnostiziert, ist das keine gute Praxis, denn dies ist ohne genauere Untersuchung der Zellen einfach nicht moeglich!

Ich hab mich die letzten zwei Wochen totrecherchiert und auch mit diversen Tierarzt gesprochen (Ich arbeite selbst in einer Tierarzt Praxis und habe privat auch mehrere Tierarzt-Freunde) und bin auch diversen Gruppen beigetreten mit teilweise sehr erfahrenen Leuten. Und bin auch auf diverse Faelle gestossen, wo die Tierarzt den Besitzern gesagt hatten, es sei IBD, und es war dann im Endeffekt doch SCL (oder beides, es kann auch durchaus beides gleichzeitig vorliegen. Man geht auch davon aus, dass sich IBD in vielen Faellen im Laufe der Zeit zu SCL weiterentwickelt).

Ich will dir keine Angst einjagen, aber ich dachte, du solltest wissen, dass du ohne Biopsien keine schlussletztendliche Antwort bekommen kannst. Ich befinde mich in der gleichen verzwickten Situation mit meinem Kater - der noch dazu gar keine typischen Symptome hat! Das einzige, was bei ihm in puncto Magen-Darm nicht normal ist, ist, dass er seit Jahren unter Verstopfung leidet; das tun aber sehr viele Siamesen und auch sein Vater hatte sogar Megacolon, von daher ging und gehe ich davon aus, dass das wahrscheinlich in keinem direkten Zusammenhang steht...

Ich habe am Donnerstag mit ihm einen Termin beim Internisten; ich gehe davon aus, dass die dann nochmal einen Ultraschall machen werden, denn der Bericht des vorherigen wird denen sicher nicht genug sein und da fehlten wohl auch einige kritische Angaben wie genaue Messungen etc. Ich denke, als naechstes kommt dann wohl eine Endoskopie; ob wir dadurch die notwendigen Biopsien bekommen koennen, weiss ich nicht, glaube aber eher nein, denn damit kommt man nicht an alle betroffenen Schichten (speziell die verdickte Muscularis-Schicht ist von Interesse, und an die kommt man meines Wissens nicht ran per endoskopischer Biopsie...)

Ich hatte / habe die gleichen Bedenken wie du - ihn komplett aufschneiden zu lassen ist wahnsinnig erschreckend, wobei ich denke, wenn man das von einem Spezialisten machen laesst, sollte das eigentlich kein allzu grosses Risiko sein; in meinen Augen ist das Risiko, dass ich davon ausgehe, dass es "nur" IBD ist und es nicht weiter testen lasse und es ist im Endeffekt doch SCL, viel groesser! Und wenn es SCL ist und man es erkennt und entsprechend behandelt, dann hat das wohl eine fuer Krebs sehr guenstige Prognose...

Muss natuerlich jeder fuer sich selbst entscheiden, allerdings finde ich es schon seltsam, dass deine Tierarzt das mit dir nicht naeher besprochen haben...wie gesagt, es ist absolut erwiesen, dass man nur per Ultraschall nicht zwischen IBD und SCL unterscheiden kann, weil die sich wohl ganz genau gleich praesentieren (und auch die Symptome normalerweise die gleichen sind...)

Ganz viel Glueck euch - stehe uebrigens vor aehnlichen Problemen, wenn die Internistin mir am Donnerstag zu einer Umstellung auf hypoallergenes Futter raet...ich habe vier Katzen, die auch alle nicht auf Kommando fressen und alle ihre Eigenarten haben, wenn's ums Fressen geht!! Und auch alle sehr waehlerisch sind...keine Ahnung, wie ich das bewerkstelligen soll!!
Uebrigens ist die Expertenmeinung, dass bei IBD eine Spezialdiaet hilft, bei SCL aber wohl keinen Unterschied macht, von daher wuerde ich in eurem Fall auch erst recht weiterplanen, wenn ihr keine Verbesserung seht...

Liebe Gruesse,
Katrin
 
  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #15
Hallo.
Bei Bijou (6 Jahre)wurde auch eine IBD diagnostiziert anhand einer Endoskopie, Blutuntersuchung, Ultraschall, Röntgen und Kotproben. Das ist nun knapp ein Jahr her. Futterumstellung und Ausschluss Diät hat sie auch gemacht.
Sie hat immer mal Schübe und wird mit Prednisolon behandelt.
Nun schlägt es nicht mehr an und sie hat in 3 Monaten von 4500g auf 4038g abgenommen, trotz schlingen des Futters.
Nun wurde mir geraten in das Tiergesundheitszentrum Grussendorf bei Bramsche zu fahren. Meine Ärztin telefonierte mit einem Arzt (Internisten) dort und er meint das sich eine IBD in einigen Fällen zu einem Lymphom entwickelt. Ich soll nun überlegen, ob das für mich in Frage kommt.
Kennt jemand die Klinik? Was würdet ihr tun? P.S. ist eine Fahrt von fast 1,5 Stunden und Bijou miaut viel beim Autofahren.

Liebe Grüße
Sonja
 
  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #16
Die TK in Bramsche ist super. ich würde das also in Betracht ziehen.
 
  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #17
Hallo Sonja,

das kommt wohl anscheinend leider haeufig vor, dass sich IBD in Lymphoma umwandelt bzw. weiterentwickelt - sind auch aehnliche Zellen/Zellveraenderungen, so wie ich es verstehe (ich hab mich die letzten drei Wochen da ziemlich eingelesen, weil wir ja mit unserem Kater Minkus in einer aehnlichen Situation sind).
ich dachte eigentlich, dass das eher der Fall ist, wenn IBD unbehandelt bleibt, was ja bei euch nicht der Fall war - aber wer weiss, ich wuerde es auf jeden FAll weiterverfolgen. Befuerchte, du wirst um Biopsien nicht herumkommen, da das leider die einzige Art und Weise ist, eine definitive Antwort zu bekommen!

Gibt's denn bei euch nicht evlt eine naehere Klinik, in die ihr gehen koenntet?

LG Katrin

PS: Wir haben heute Morgen unseren ersten Internistentermin mit Minkus - haltet uns bitte die Daumen!
 
  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #18
Unser Maine Coon Kater Tigger hat auch IBD. Er hat immer steinharten Kot und auch okultes Blut im Kot. Ab und zu hat er erbrochen. Unsere Tierarzt. hat dann einen Ultraschall gemacht und zur Diagnoseabsicherung eine Biopsie. Ist Alles gut gegangen.
Das war vor 1 Jahr. Er hat Cortison bekommen und jeden Tag Lactulose, damit der Kot weicher wird.
Vor ca. 5 Wochen habe ich ihn nun komplett auf völlig getreidefreies Futter (ohne Thunfisch/Fisch) umgestellt und das Cortison langsam ausgeschlichen.
(Leider hat er nun eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung :cry: )
Heute beim Ultraschall sah der Darm recht gut aus.

Getreidefreies Nass-und Trocken-Futter für Magen-Darm Probleme habe ich jetzt bei VetConcept gefunden. Das Trockenfutter ist hier der Renner.

Vielleicht hilft Euch das ?
 
  • IBD - Zum verzweifeln Beitrag #20
Können, müssen aber nicht. Haben wir hier auch schon gehabt - bei extrem harten Kot. Da sagte die TÄ. auch, der Wert sei nicht schlimm. :mrgreen:
Ich meine mich zu erinnern, daß die Darmflora in dem leichten Fall nur etwas unterstützt werden sollte ?
 
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