BLÜHENDE LANDSCHAFTEN - EIN REISEBERICHT
Blühende Landschaften: vor mehr als drei Jahrzehnten ein politisches Versprechen in Deutschland, aber auf Andros, unserer Katzeninsel, eine mit allen Sinnen erlebbare Realität. Lasst Euch mitnehmen auf eine Reise - gut ausgefüllt mit unserer Tierschutzarbeit, aber auch voller kleiner Naturwunder und einer beeindruckenden Inselwelt!
Diesmal zog es gleich vier Reisende nach Griechenland. Wie schon so oft in den Jahren zuvor reisten Maries Eltern Sabine und Hermann zu den vertrauten Plätzen und unseren Freunden vor Ort. Nahezu zeitgleich nahmen aber auch zwei Reiseneulinge Andros in Augenschein: das Ehepaar Alfred und Ingrid, beide Mitglieder unseres Vereins und Alfred noch zusätzlich in der wichtigen Funktion des Kassenwarts. So kann er sich persönlich davon überzeugen, wo und wie wir unsere Spendengelder einsetzen, die von ihm gehütet und verwaltet werden!
Nahezu zeitgleich, da es für "Neue" einfacher ist, mit erfahrenen Androsreisenden an der Seite alles kennenzulernen: unsere Katzen, ihre Plätze, unsere Freunde vor Ort, die Aufgaben, die damit verbunden sind, und die Insel selbst.
Eigentlich wollten die passionierten und aktiven Wanderer Ingrid und Alfred hauptsächlich ihren Urlaub auf der inzwischen vielgerühmten Wanderinsel Andros verbringen und nebenbei auch ein wenig mithelfen, die Katzen zu versorgen. Eigentlich...
Doch am besten lassen wir die Reisenden selbst berichten, denn Alfred ließ es sich nicht nehmen, eine tägliche Zusammenfassung ihrer Erlebnisse zu senden, und auch Sabine steuerte die eine oder andere Anekdote bei. Alles noch ergänzt um viele, viele Fotos beider Reisepaare.
TAG 1
Zuerst starteten am Ostermontag Maries Eltern Richtung Süden.
Um nicht zu viel Zeit mit der Anreise zu verbringen, planten sie, nach dem Flug gleich mit einer der Abendfähren überzusetzen. No risk, no fun! Wie es meist so ist, wenn knapper kalkuliert wird, landete das Flugzeug mit reichlicher Verspätung in Athen. Der Mietwagen musste dann auch noch übernommen werden, bevor es weiter zum Fährhafen ging:
"Durch die Verspätung sahen wir unsere Chancen, die Fähre um 17:30 zu erreichen, so nach und nach schwinden. Sie war aber noch im Hafen, hatte auch Verspätung, letzte Autos fuhren drauf. Und unseres als allerletztes! Wir konnten die Tickets an der Rezeption kaufen. Dem freundlichen Officer habe ich dann auch den Grund unseres Andros-Besuches erzählt. Er schien beeindruckt zu sein."
Der Plan ging also doch noch auf und Maries Eltern verbrachten wie vorgesehen bereits den Abend in dem Ferienhaus, das uns auf so vielen Reisen schon als Quartier diente.
TAG 2
Der nächste Morgen sah die auf Andros Angekommenen schon frühzeitig auf den Beinen. Sabine und Hermann kümmerten sich als erstes um die Futterstellen. Wie immer müssen sich die Katzen dort wieder an die neuen Dosenöffner gewöhnen, so dass anfangs nur recht wenig Andrang herrschte.
Dieser noch unkastrierten, namenlosen Katze kommt demnächst eine wichtige Rolle zu:
Ansonsten begegnen uns einige alte Bekannte wie Miss Meier, ...
... Fitz und Merle sowie...
... Kalinero.
Ein Spaziergang durch den Ort gehört zum Beginn einer Reise ebenfalls dazu.
Den Reiseneulingen war es gegönnt, die Anreise etwas entspannter anzugehen. Sie flogen heute nach Athen und legten zwischen Flug und Fähre eine Übernachtung in der Nähe des Fährhafens Rafina ein.
Aber auch sie blieben nicht von unerwarteten Zwischenfällen verschont. Alfred gab, wie es üblich ist, bei der Mietwagenfirma die Flugnummer an, damit sich die dortigen Angestellten auf die Ankunft einrichten konnten. Doch das wurde gepflegt ignoriert, und da zwischen Beginn der Mietwagenbuchung und der Ankunft einige Stunden lagen, wurde der Mietwagen anderweitig vergeben. Nach einigem Hin und Her wurde dann aber noch ein anderes Fahrzeug gefunden.
TAG 3
Auch dieser Tag begann auf Andros mit den Frühstücksrunden an den Futterstellen sowie mit dem ersten Einsatz: Tiffy sah nicht gut aus und wirkte kränklich. Sie war daher sozusagen das Begrüßungsgeschenk zum Wiedersehen mit der Tierärztin und wurde dementsprechend untersucht und medizinisch versorgt.
Hamish und Kalinero
Scotty (@kexi)
Tiffy und Data
Mocca
Tiffy
Alfred und Ingrid genossen einen stimmungsvollen Tagesanbruch, bevor sie sich aufmachten, die Fähre zu entern und Andros entgegenzufahren:
"Die Hotelübernachtung hier hat sich als sehr positiv herausgestellt. Gutes Abendessen, köstliches Bier für die ausgedörrte Kehle, tolle Aussicht vom Zimmer. Ein leckeres umfangreiches Frühstücksbuffet, schöner stimmungsvoller Sonnenaufgang über Rafina."
"Wir haben dann einen kleinen Bummel zum Hafen zur Orientierung unternommen und in die überschaubare, aber saubere City/Fußgängerzone. Anschließend stand der übliche, schon traditionelle Großeinkauf bei Lidl auf dem Programm. Pech für die nächste Kundschaft, dass dann das Coshida-Regal ausverkauft war. Die Blicke... verwundert, verwirrt, verärgert. Irgendwas von allem."
Ja, auch die neuen Reisenden pflegen unsere Tradition, den Lidl in Rafina zu plündern!
"Dann noch etwas Wartezeit, und wir sind frühzeitig zum Dock gefahren. Rückwärts in enger Spur mit unbekanntem Auto in die Fähre, das hat was. Pünktliche Abfahrt um 15:30 Uhr und dito pünktliche Ankunft zwei Stunden später."
"Ein Traum, die anschließende Fahrt die Küste entlang bei abendlichem Streiflicht. Einfach ein wunderschöner erster Eindruck."
Wer kann es ihnen verdenken, dass sie deshalb auf der Fahrt von Gavrio, der Hafenstadt auf Andros, in ihre Unterkunft im Südosten der Insel immer wieder anhielten, um nicht nur im Vorbeifahren durch das Autofenster erste Blicke auf diese wildromantische Insel zu werfen?
Souverän meisterten beide auch die nächste Herausforderung. Sie waren zwar vorgewarnt, dass es auf Andros keine richtigen Adressen gibt, offensichtlich weil da jeder jeden kennt. Sie wussten auch, dass man auf der Insel am besten mit Geokoordinaten zurechtkommt (und erhielten alle Daten einschließlich der ihrer Unterkunft vorab von Jörg). Doch Alfred berichtete:
"Bei der Anfahrt auf den kleinen Ort unserer Unterkunft hat uns unser Auto-Navi vollkommen im Stich gelassen. Wir fanden uns auf einer unpaved gravelroad mit extremen Schlaglöchern wieder. Ok, also irgendwie wenden und eine andere Route suchen. Apropos suchen, das Spiel ging dann weiter bei der Suche nach unserem Cottage. Mit leerem Handyakku nicht so einfach. Immerhin, wir waren dann heilfroh, wohlbehalten und nur etwas verspätet anzukommen. Das Cottage ist stylisch und sehr liebevoll hergerichtet."
"Spät, gegen 21:00 Uhr ging’s dann noch zum Abendessen. Wir haben im Restaurant zwei und draußen insgesamt ca. fünf Katzen gesehen und später mit einigen Leckerlies versorgt. Teilweise zutraulich und kastriert, teilweise jung, ängstlich und noch unkastriert. So, jetzt erstmal eine gute Nacht!"
Dieser schwarze, kastrierte Kater kam Lavinia und Jörg, die diese Reise natürlich mit besonderer Spannung verfolgten, sowohl vom Aussehen als auch von seinem Verhalten her seltsam vertraut vor - und sie fanden auch etwas Erstaunliches heraus! Doch davon berichten wir erst im folgenden Kapitel...
Euer CaA-Team