Hallo ihr Lieben,
ich weiß, es gibt ungefähr 12.000 Threads mit diesem Thema, aber ich weiß trotzdem nicht, was ich tun soll. Vielleicht hat einer von euch Ähnliches erlebt und kann mir weiterhelfen.
Vor ein paar Tagen war ich mit meiner Misto beim Tierarzt. Kurze Hintergrundgeschichte: Misto ist meine Streunerkatze, sie ist wahnsinnig scheu gegenüber Fremden und allgemein sehr ängstlich. Leider hat sie
Asthma, diverse Allergien, ein zu großes Herz und ist anfällig für so ziemlich alles, ob es nun Blasenentzündungen sind, Erkältungen, Bindehautentzündungen etc. - sie nimmt alles mit. Sie ist eben mein Sorgenkind, liebevoll 'Großbaustelle' genannt. Das bedeutet, ich muss mit ihr regelmäßig zum Tierarzt-Check, Lunge abhören, ggf. Lungenröntgen, etc.
Ihr könnt euch vorstellen, dass ein Streuner beim Tierarzt nicht leicht zu behandeln ist. Und das ist nett formuliert. Wenn es um Sachen geht wie zum Beispiel Lungenröntgen, klappt das ohne
Sedierung einfach nicht, weil sie wirklich riesengroße Panik hat. Sie ergreift sofort die Flucht und es ist nicht möglich, sie festzuhalten, ohne ihr sämtliche Knochen zu brechen. Sie pinkelt sich voll, sie schreit, sie faucht - das volle Programm.
Jedenfalls ist beim letzten Tierarztbesuch so ziemlich alles schief gelaufen, was schief gehen konnte und ich bin wirklich empört darüber, wie - entschuldigung -
unfähig die Tierärztin war. Ich bin seit Jahren in dieser Tierklinik, die ein Team aus mehreren Tierärzten hat, aber bei ihr war ich bislang noch nie. Sie tat einen auf cool, als käme sie mit allen Tieren klar, und hörte mir nicht wirklich zu. Ich bat sie mehrmals, Misto richtig festzuhalten und sich auch Hilfe dazuzuholen, wurde aber mit einem "Jaja, ich mach das schon" abgespeist. Das Ende vom Lied war dann, dass Misto völlig außer sich quer durch den Raum gerannt ist, sämtliche Regale abgeräumt hat (es hätte dabei echt richtig was passieren können!) und schließlich in der letzten Ecke unter einem Stuhl hockte, wo sie dann festgehalten und sediert wurde... Sie war aber so voller Adrenalin, dass die
Sedierung nicht so richtig wirkte und das alles war letztendlich einfach eine riesengroße Katastrophe, die sich 45 Minuten lang gezogen hat...
Kommen wir zu meinem Problem: Seitdem ist Misto Tag und Nacht am jammern und am weinen.

Sie ist Freigängerin aus Leidenschaft. Als wir am selben Abend heim kamen, durfte sie wegen der
Sedierung natürlich nicht mehr raus. Zu meinem Pech bedeutete das, dass sie die ganze Nacht lang durchgehend geweint hat.
Ich dachte, das wäre nur vorübergehend, bzw. eine Ausnahme, aber jetzt ist es inzwischen leider so, dass sie es keine fünf Minuten Zuhause aushält, sie will immer nur raus. Das Problem: Sie hat einen Infekt (der
noch keine Lungenentzündung ist...) und bekommt Antibiotika. Im Moment regnet es den ganzen Tag und es ist echt kalt, da kann ich sie nicht lange raus lassen - bzw. sie bleibt freiwillig nicht lange draußen, kommt wieder rein und jammert.
Sie hat überhaupt keine Ruhe mehr, ist ständig auf der Hut und scheint nicht zu wissen, wohin mit sich. Ich weiß echt nicht, wie ich sie beruhigen kann. Sie rennt den lieben langen Tag vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer, in die Küche, zurück ins Schlafzimmer, wieder ins Wohnzimmer... Und sie weint. Sie hört nicht auf zu weinen. Sie ist keine zwei Minuten am Stück still, auch nachts nicht.
Was soll ich bloß tun? Sie müsste eigentlich mittlerweile völlig erschöpft sein. Ich bin es jedenfalls.
Danke im Voraus für eure Antworten.
Lola