Hallo zusammen,
ich hab mich heute hier registriert, weil ich auf Eure Hilfe hoffe. Bei mir macht sich gerade große Ratlosigkeit breit.
Also. Ich habe einen Siamkater, der Joschi heisst und der 3 Jahre alt ist. Er wohnt in Wohngemeinschaft mit meiner Hündin (5 Jahre, mittelgroß, sehr friedlich und katzenfreundlich) und mir. Joschi ist ein reiner Wohnungskater, es gibt weder eine Terrasse noch einen Balkon. Joschi ist ansonsten komplett gesund, wird regelmäßig geimpft und ihm geht es in jeder Hinsicht gut (ich habe 40 Jahre Erfahrung mit Siamesen).
Vor ein paar Monaten bekam Joschi innerhalb von 4 oder 5 Tagen zwei fast kahle Stellen am Rücken. Die Deckhaare sind weg und das schwarze Unterfell ist lückenhaft, so dass die Haut schon durchscheint. Ein Bild habe ich hochgeladen. Die kahlen Stellen sind links und rechts von der Wirbelsäule.
Meine Tierärztin hat ihn auf Flohkot und Parasiten untersucht und genau so wenig gefunden wie ich. Sie hat ihm dann eine Spritze gegeben (ich glaube: Kortison, aber ich bin nicht ganz sicher). Wenn keine Besserung, nochmal wiederkommen.
Nach 10 Wochen war keinerlei Veränderung zu sehen.
Ich wollte gern eine zweite Meinung. Also bin ich mit Joschi zu einer anderen Tierärztin (in einer großen Praxisgemeinschaft, also keine Hinterhofbehandlung). Die Ärztin hat Joschi ein bisschen untersucht und dann verkündet, dass das eindeutig ein Pilz sei, aber ganz leicht zu behandeln.
Sie hat mir Itrafungol verkauft und ich hab es Joschi genau nach Anweisung gegeben, so wie die Ärztin gesagt hatte. Aber nach 6 Wochen hatte sich gar nichts verändert, die Größe der kahlen Stellen ist sogar sichtbar größer geworden.
Also bin ich wieder zu meiner (ersten, langjährigen) Ärztin und hab ihr natürlich von der "Pilzbehandlung" erzählt - sie hat gelacht und gesagt, dass man schon eine ziemlich ahnungslose Tierärztin sein muss, wenn man "so etwas" für einen Pilz hält. Von Ihrer Fehlbehandlung mit Kortison hat sie natürlich nichts mehr erwähnt. Dann hat sie mir eine Halskrause gegeben, die Joschi ein paar Wochen rund um die Uhr tragen soll. Joschi habe eine "Leck-Dermatitis". Die Haare habe er sich durch allzu intensives Sauberlecken ausgezupft.
Die Halskrause habe ich ein paar Stunden lang ausprobiert - Katastrophe! Der Kater tobt, krakeelt, rennt wie irre durch die Wohnung, stößt mit der Halskrause irgendwo gegen und wird panisch - alles erheblich heftiger als ich das von anderen Katern kenne. Das kann ich ihm nicht antun, wenn es nur für "Trial and Error" über Wochen gehen soll. Davon abgesehen halte ich das auch für Quatsch, denn ich habe den Kater den ganzen Tag im Auge und wüsste, wenn er sich merkwürdig verhielte. Ich arbeite im Home-Office und der Kater ist 24 Stunden am Tag maximal 4 Meter von mir entfernt, und wenn er sich nachts (natürlich auf meiner Bettdecke...) so ausführlich waschen würde, dass er die Haare dabei ausdünnt, wüsste ich das. Wie gesagt, er benimmt sich völlig normal, zeigt keinerlei Anzeichen für eine Erkrankung, und ein neurotisches Verhalten habe ich noch nie an ihm bemerkt.
Hat jemand Ahnung oder Erfahrungen mit so etwas? Weiss jemand, wie Joschi behandelt werden muss? Ich bin ratlos und besorgt und würde mich sehr freuen, wenn jemand in diesem Forum eine Idee hätte, was mit dem Kater ist und wie man's wieder los wird?
Falls Ihr das mit der Halskrause für sinnvoll haltet: welche Alternativen gibt es? Gibt es Bodies, die man statt der Halskrause verwenden könnte?
Danke fürs Lesen und Mitdenken!
Malte