Hallo,
wir hatten vor 12 Jahren das letzte mal Katzen im Haus die aus unerklärlichen Gründen eingeschläfert werden mussten. In jenen Jahren sind auch in der Nachbarschaft die Katzen deutlich weniger geworden. Ich grübele immer wieder einmal was es gewesen sein könnte. Vielleicht hat hier ja jemand eine Idee.
Katze 1: Alter 11 Jahre magerte immer mehr ab bei normalem Appetit. Abgesehen von der Abmagerung sonst keine Auffälligkeiten und das ging gut über ein halbes Jahr lang. Die Katze wurde dann schwächer und schwächer und wurde dann letztlich eingeschläfert. Diese Katze gehörte jemand anderem hier im Haus die unbekannt weggezogen sind so das ich nichts mehr an Details fragen konnte. Ich weiß nur dass diese beim Tierarzt waren und man sagte es sei die Nieren aber nach einem Bluttest die Nieren OK waren und man es auf das alter schob.
Katze 2: War die Tochter Katze von Katze1 die bei mir lebte und 100% Kontakt zu Katze 1 hatte... fraßen beide vom selben Napf etc. Diese war 10 Jahre alt. Diese hatte mit etwa 8 Jahren immer wieder eine art Zyste unter der Zunge welche die Katze beim Fressen behinderte und die Katze sabberte. Beim Tierarzt wurde alle halbe Jahr die Zyste aufgestochen und diese war optisch dann die nächsten Monate verschwunden. Etwa zwei Wochen nach dem Tod von Katze 1 begann auch Katze 2 sich seltsam zu verhalten. Sie begann abzumagern und was extrem ungewöhnlich war, diese schlief lieber im freien unter einem Baum im nassen Gras. In der Wohnung hielt sie es nicht aus und wollte immer wieder raus um im nassen Gras zu liegen. 3 Tage war sie dann plötzlich ganz verschwunden und ist in der Nacht dann wieder aufgetaucht und hatte großen Hunger und verschwand wieder für mehre Tage draußen. Als sie wieder da war wurde sie nicht mehr raus gelassen. Auch sie war erkennbar abgemagert und ich ging weil das bei Katze1 auch so war, zum Tierarzt. Der Tierarzt sagte es seien die Nieren, er empfahl das einschläfern. Ich wollte es aber genau wissen und veranlasse einen sofort Bluttest bei dem heraus kam das die Werte alle super waren nur ein Entzündungswert stärker erhöht sei. Ich erhielt eine Antibiotika Paste die ich zwei mal täglich geben soll. Wenn es der Katze nach 2 Tagen nicht besser geht wieder kommen. Der Katze ging es nicht besser sondern schlechter und sie fraß nichts. Ich bin wieder zum Tierarzt aber der hatte geschlossen. Also ging ich zu einer anderen Tierärztin. Die sagte die Katze hat eine Lungenentzündung weil man rasseln beim abhören hören würde, das ist vermutlich Katzen AIDS und machte einen Bluttest wo neben der Blutchemie auch die drei großen Katzenseuchen dabei seien wie diese sagte. Ich erhielt ein anderes Antibiotika für Hunde wie diese sagte. Der Katze wurden noch so Vitamin und Appetitanreger gespritzt. Nach weiteren zwei Tagen weiter ein schlechter Zustand der Katze mit wenig Appetit, würgen und erbrechen und sehr viel schlafen und zwar an orten im Haus wo es kalt war. Wärme war für diese unerträglich geworden. Die Katze hatte erkennbar Hunger und bettelte nach Futter aber egal was ich anrichtete, sie schnupperte oft nur und ging wieder und trank allenfalls wasser oder nur kleine häpchen. Nach zwei Tagen war ich wieder bei der Tierärztin und sie sagte das der Bluttest nichts ergab außer weiter hohe Entzündungswerte, ich soll das Hundeantibioitka trotzdem weiter geben. Ich bestand darauf das man die Katze röntgt, dann sähe man ja ob die Lungen zu sind oder irgendwas an den Organen nicht passt. Das Röntgenbild wurde gemacht und die Lungen waren frei, also keine Lungenentzündung. Organe gemäß Bild auch normal.
Nach dieser Inkompetenz bin dann sofort weiter zum alten Tierarzt. Nun meinte er das es am Zahnfleisch liegt und hat an den Zähnen herumgekratzt während die Katze sehr laut miaute und dabei wohl schmerzen hatte. Er meinte wegen den langjährigen Zyste unter der Zunge das die Katze evt. Krebs hat.
Am nächsten Tag weiter keine Verbesserung. Ich bin mit der Katze zu einer Tierklinik gefahren und habe die zwei Bluttest-Ergebnisse und das Röntgenbild mitgenommen und denen alles erzählt. Die zuvor behandelten Tierärzte waren ziemlich beleidigt aber rückten die Sachen heraus. Also bin ich zu der Tierklinik gefahren. Die sagten man hätte ja viel ausgeschlossen und die wissen auch nciht weiter, aber ich hätte Glück morgen würde so ein Oberprofessor Katzentierarzt aus Fortbildungsgründen in die Klinik kommen und der solle sich die Katze mal anschauen. Ich soll die Katze über nacht da lassen.
Am nächsten Tag hat die Tierklinik angerufen und die sagten die Katze wurde mit Kontrastmittel geröntgt und man hätte eine massive Verdickung der Speißenröhre dabei entdeckt. Der Oberprofessor hätte das auch noch nie gesehen. Die Luftröhre und Speiseröhre wurde sehr lang parallel laufen und wenn die Katze was frisst würde es ihr die Luft abdrücken darum würde sie nichts mehr fressen wollen und daraus resultierend die Infektion. Die Katze hätte Fieber und bei Fieber würden Katzen Kälte suchen weil es ihnen zu warm ist. Man legte mir nahe die Katze nicht länger leiden zu lassen und einzuschläfern. Ich bin dort hingefahren und war dann dabei. Als die Katze eingeschläfert war, fragte mich die Ärztin das diese von diesem Professor fragen lassen ob ich einer Optuktion zustimme weil man sowas an der Speiseröhre noch nie zuvor gesehen hat. Evt. Vergiftung oder Verätzung oder Speiseröhrenkrebs. Die Optuktion würde mich nichts kosten. Ich habe zugestimmt unter der Bedingung das ich eine ganze Katze zurück haben will und das der Kopf nicht aufgesägt wird um an das Hirn zu kommen. Schließlich soll sie anständig beerdigt werden. Man sicherte mir das zu und eine Woche später konnte ich die tote Katze wieder abholen. Die Ärztin sagte, der Professor hätte die Katze optuziert und die Speißeröhre war doch OK und man könne sich nicht erklären warum sich diese auf dem Röntgenbild anders dargestellt hat. Dem Professor tate die Fehldiagnose sehr leid. Auch sonst war organisch alles unauffällig, keine Parasiten und man wisse nicht was die Katze hatte. Wer weiß vielleicht wurde der Katze wirklich paar Tage oder eine Woche Leid durch weiteren Ärztepfusch erspart. Hier in der Nachbarschaft gab es ziemlich viele Katzen und dann waren über die Monate fast alle weg. Ein Bauer bei dem wir eine neue Katze holen wollten empfahl uns mind. 5 Jahre zu warten bevor eine neue Katze in den Haushalt kommt, falls die Infektion noch hier wütet oder der Ort noch ansteckend ist. Wir haben dann etwa 12 Jahre dann gewartet.
Die Lektion die ich daraus gezogen habe war das ich Ärzten nicht mehr trauen kann und die Geschichte hier wiederzugeben hat mich unerwartet doch wieder ziemlich aufgewühlt wenn man da zurück denkt das man nichts machen konnte.
Was war es?
P.S. Katze 1 und Katze 2 klingt super unpersönlich. Die hatten schon richtige Namen