Am Morgen des 18.12.2017 ist unser Katerchen im Alter von nur 7 Jahren durch den Sekundentod von uns gegangen. Ohne Vorwarnung, ohne Sympthome oder irgendwelche anderen Anzeichen. Er war topfit. Gebaut wie ein Athlet. Schlank, intelligent und die Gutmütigkeit auf vier Pfoten. Wohlbehütet als Hauskatze auf 200qm. Allseits beliebt. Seine Ärztin kannte ihn von regelmäßigen Besuchen. Alles top!
Agil und immer zur Stelle war er, wenn es was Interessantes gab. Überall war er dabei. Streicheleinheiten morgens im Bad waren ein festes Programm. Genauso wie der gemeinsame morgendliche Blick in seine "Schlangenschublade". In der Schublade sammelten wir all seine Schnüre und Geschenkbänder. Er liebte es mit Ihnen zu spielen und sie zu jagen. Er liebte sein Rituale. Wir liebten seine Rituale.
Er kam im Oktober 2010 als Spross seines Vaters, einem Kathäusers und seiner Mutter, einer Europäisch Kurzhaar, auf die Welt. Als wir ihn mit 3 Monaten bekamen war er komplett "durchsozialisiert". Er hatte von Kleinauf Kontakt zu anderen Katzen, einem Hund und einem kleinen Jungen, seinem Namensgeber. Schlechte Erfahrungen waren sein kurzes Leben lang ein Fremdwort für ihn. Davon hat er keinerlei machen müssen.
An dem Morgen tollte er noch mit Stiefschwester Mia. Hatte zuvor liebevoll mit Frauchen und Herrchen noch mit einem Besuch im Bett den neuen Tag begrüßt. Es sollten ja noch soooo viele Tage kommen. Da waren wir uns alle sicher.
Als Mia beim Spielen aber nicht so zog, hieß es vom Wohnzimmer aus Atacke die offene Treppe hoch, die zu den Zimmern im 1.Stock führt. Es war viertel nach Neun. Auf halber Strecke verstummte plötzlich das Gepolter seines Galopps. Er rutschte eine Stufe zurück, und lag plötzlich da. Frauchen war sofort zur Stelle und nahm ihn. Er schnaufte noch einmal kurz. Ein Anfall oder sowas?
Wir legten ihn sofort auf den Boden, und verloren ihn unmittelbar, ohne eine Chance, noch Einfluss auf die Situation nehmen zu können. Ohne ein letzten Blick. Ohne eine letzte Streicheleinheit, die er noch spüren sollte. Sein kleiner Körper war schon regunglos. Seine Lungen hatten aufgehört zu atmen. Sein Herzschlag verstummte. Seine Augen leicht geöffnet. Er lag so friedlich da.
Ich seh uns immernoch da knieen. Der Gedanke daran reißt mir an Tag 9 immernoch den Boden unter den Füßen weg.
"
Ich wach' Nachts auf und denk an dich .... kein Happy End, kein Hollywood ....alles passiert wie es passieren muss".
Unser Tierärztin war telefonisch sofort zur Stelle und schickte uns in unsere Not zu einem wesentlich nähergelegenen Kollegen, wenige hundert Meter von uns mit dem Auto.
Es hatte geschneit an dem Morgen. Alles ging sehr schnell. Aber nichts half. "...
Der letzte Sand fiel durch die Uhr..." Die Ärztin bestätigte nur das, was auf brutalste Arte und Weise mittlerweile offensichtlich war.
Wieder zurück zu Hause nahmen wir Abschied. Die Stunden verstrichen. Ohne Antwort auf soviele Fragen. Ohne Erklärungen, die uns das Erlebte verstehen, die uns das Erlebte begreifen lassen sollten. Wir saßen neben ihm auf dem Laminat....und begriffen nichts mehr.
Um 12:15 Uhr setzten wir ihn bei. In unserem Garten. In seine Decke gehüllt, mit zwei seiner Lieblings- "Spielschlangen", und meiner Halskette. Jeden Abend brennt jetzt eine Wachskerze an seinem Grab.
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Nur 3 Stunden von
Alles ist gut zu
Nichts ist mehr wie es mal war, und es kommt auch nicht mehr zurück.
Heute, am 29.12.2017 ist im Haus alles noch so, als käm' er morgen zurück. Nahezu in jedem Raum finden sich Dinge, die deshalb so sind, weil er so war. Wir verändern nichts. Zurückgeblieben ist ein riesen Loch. Kein Traum ist mehr in Farbe. Die Leichtigkeit ist weg. Nichts Wichtiges ist übrig geblieben.
Ich traue mich langsam an erste Bilder von ihm in der Galerie meines Smartphones. Nur sehr zögerlich. Es tut noch zu sehr weh.
Kleiner Kater Du fehlst uns so. Mach's gut. Pass auf Dich auf da wo Du jetzt bist.
Für uns hier unten bleibst Du für Immer unsterblich.
In Gedenken:
https://www.youtube.com/watch?v=ARH36W1C27Y
P.S.: Schicksal, Du bist echt ein riesen Arschloch!