Wenn der Mann willens ist, aber es an der alten Einzelkatze scheitert mein Tipp: Er soll sie bei sich ins Bad setzen, anzähmen und dann vermitteln. In dem Alter dauert ca. 2-3 Monate bis sie zahm sind und später merkt man ihnen kaum bis gar nicht mehr an, dass sie mal wild waren. Seine weiteren Bedenken bezüglich eingesperrt sein und Zeit sind unbegründet. Das Eingesperrt sein ist zwar anfangs Streß, aber sie lernen schnell um. Der kleine Platz hilft ihnen dabei sogar. Für Scheumietzen ist es entgegen dem menschlichen Gedanken Hilfreich, wenn sie nur wenig Platz zur Verfügung haben, da sie einen kleinen Raum schneller als safe anerkennen und sich somit dann darin wohl fühlen. Es ist dann ihr "Nest", ihre Burg, in der sie sicher sein können, dass ihnen nichts zustößt. Scheumietzen die viel Platz in Form einer ganzen Wohnung zur Verfügung haben stehen dagegen dauerhaft unter Streß, da sie ja nie wissen können, ob nicht hinter der nächsten Ecke was Böses lauert. Wenig Zeit ist kein Problem - bei den Scheuen kommt es nicht auf die Menge der Zeit an, sondern auf die Kontinuität. Im Gegenteil: zuviel Anwesenheit des Menschen stresst sie nur. Durch dosierte Anwesenheit lernen sie, dass ihnen nichts passiert und stehen aber nicht unter dauerstress, da sie sich wieder safe fühlen können, wenn Mensch weg ist. Und irgendwann werden sie dann nachlässiger in ihrer Hab-Acht-Stellung, bis sie sie aufgeben und sogar dann neugierig auf den Menschen werden, der immer so spanndende und leckere Sachen mitbringt. Von daher genügt es morgens und Abends für ein paar Minuten sich zu ihnen zu setzen und mit ihnen sich zu beschäftigen. Reicht völlig aus.
Wenn er sich dazu durchringen könnte das zu tun, dann stehe ich gern weiterhin mit Rat zur Seite ;-)