Willow, wir hatten nicht genug Zeit...

Diskutiere Willow, wir hatten nicht genug Zeit... im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo zusammen, gestern Abend gegen halb 8 musste auch mein geliebtes Zwerglein ihren letzten Weg antreten. Erst vor ein paar Monaten hat ihre...
  • Willow, wir hatten nicht genug Zeit... Beitrag #1
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sometimes.weird

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Hallo zusammen,
gestern Abend gegen halb 8 musste auch mein geliebtes Zwerglein ihren letzten Weg antreten.

Erst vor ein paar Monaten hat ihre Krankheit, die uns seit 2-3 Jahren stets begleitet hat einen Namen bekommen. Ibd. Wir haben es geschafft damit zu leben. Die vielen Tierarztbesuche, all die Spritzen, all die Medikamente, all das hat sie lieb über sich ergehen lassen.

8 1/2 Jahre hat sie mich begleitet, bis gestern.
Am Montag, den 1.1, hat sie das Fressen eingestellt und den ganzen Tag verschlafen, weshalb ich sie am Dienstag Morgens in die Tierklink brachte. Ein Schnelltest und Röntgen ergab das es die Bauchspeicheldrüse sein musste. Akute Pankreatitis.
Am Abend nach der Arbeit war ich wieder dort und der Arzt meine er mache sich große Sorgen um die kleine Maus, die Chancen stünden schlecht, die Blutwerte katastrophal, der Pankreaswert astronomisch hoch, aber es bestehe noch Hoffnung.
Wir haben entschieden Willow stationär weiter zu behandeln.

Gestern ging dann alles so schnell. Die Werte wurden nicht besser. Nieren und Leber begannen zu versagen. Ich saß Abends 2 Stunden bei ihr, konnte sie nochmal auf den Arm nehmen. Sagte ihr sie soll kämpfen und ich möchte sie heute wieder mit nach Hause nehmen.
Sie war so schlaff und gar nicht richtig da. Ihre Atmung so schwer.

1 1/2 Stunden nachdem ich mich verabschiedet habe klingelte das Telefon. Kreislaufversagen, Atemstillstand. Es war vorbei. Es ging schnell.
Sie hat uns allen die Entscheidung abgenommen.

Mir ging es zu schnell. Und ich mache mir solche Vorwürfe weil ich nicht da war, nicht länger geblieben bin. Ihre letzten Atemzüge nicht hören konnte und sie nicht im Arm gehalten habe.

Sie war so genügsam, so warm und hatte einen überaus sanften Charakter. Sie war meine Prinzessin. Sie war in den 8 1/2 Jahren die Konstante in meinem Leben. Sie war mein Kind und meine beste Freundin.
Mein Herz ist so schwer, ich weiß gar nicht wohin mit meiner Trauer.

Ich kann nichts anfassen, nichts wegräumen. Ich denke immer noch, sie könnte ja wieder kommen. Aber sie ist fort. Einfach so. Es ging so wahnsinnig schnell.
Ich hätte nicht gedacht das mich ihr Tod so mitnimmt. Ich weiß nicht wie ich damit zurecht kommen soll.

Danke für's lesen ihr Lieben.
 
  • Willow, wir hatten nicht genug Zeit... Beitrag #2
Oh, dass tut mir unendlich leid.:-(

Jeder hier, der schon einmal einen seiner Lieblinge verloren hat, kann sich ungefähr vorstellen wie Du Dich fühlst. Du kannst hier jederzeit über Deinen Kummer schreiben, es ist immer jemand da der Dir zuhört.

Dass Du Dir jetzt Vorwürfe machst ist völlig normal. Auch wenn man bis zum letzten Atemzug dabei war fragt man sich, ob man auch wirklich alles für seinen Liebling getan hat und nicht dieses oder jenes hätte besser machen können. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Du hast Willow geliebt und sie hat bestimmt Deine Liebe gespürt als sie über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Dein Willow ist jetzt eine Sternenkatze, der ihren Platz immer in Deinem Herzen haben wird.

Traurige Grüße
Tina
 
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  • Willow, wir hatten nicht genug Zeit... Beitrag #3
Hi, mir tut dein Verlust unendlich leid. Kann so nachvollziehen wie es dir geht. Es ist so schrecklich ein Tier auf diese Art und Weise zu verlieren.
Du sagtest es ging dir zu schnell, aber sei dir gewiss so eine Bauchspeichdrüsenentzündung ist eine fiese Sache.
Auch meine Cookie ist vor wenigen Tagen an der selben Krankheit verstorben im Alter von 4 Jahren. Sie hatte 3 Wochen gekämpft und ich wäre froh gewesen, wenn ihr Kampf kürzer gewesen wäre, denn er war schlussendlich vergebens.

Mach dir keine Vorwürfe, dass du gegangen bist. Vielleicht wollte sie dich nicht dabei haben, weil sie wusste, dass es schwer für dich wird Lebwohl zu sagen.

Ich war dabei, als meine Cookie die Augen zu machte und ich hatte das Gefühl sie konnte nicht loslassen und ist sehr schwer gegangen.

Du hast alles für deine Katze gemacht, vielleicht gibt dir das etwas Trost.

Ich musste alles noch am selben Tag wegräumen. Ertappe mich jedoch fast eine Woche später , wie ich 2 Futternäpfe herräume. Abschiednehmen dauert wohl seine Zeit.

Hast du noch eine 2. Fellnase zum Kuscheln daheim?

Fühl dich gedrückt und ganz viel Kraft wünsche ich dir.

Traurige Grüße
Bea
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Willow, wir hatten nicht genug Zeit... Beitrag #4
Vielen Dank für eure Anteilnahme. Es hilft ein bisschen.

Ja, diese Gedanken.. hätte, könnte, würde, wenn...
Als ich sie am 2.1 dort lies meinte der Tierarzt er glaubt mir das ich nichts bemerkte, weil Katzen sehr zäh sind und das sehr oft unendeckt bleibt.
Ich werde mich trotzdem ewig fragen.
Gerade weil sie so ausgetrocknet war (ich habe den Fell-Zieh-Test gemacht und nichts festgestellt) und wenn die Werte so schlimm waren, hatte sie doch sicher schon länger Schmerzen. Wieso habe ich nichts bemerkt?
Wir waren sogar eine Woche zuvor, Samstangs, 23.12.2017 noch beim Tierarzt, weil sie wieder gespuckt hatte und ihre Spritzen bekam.
Auch beim Abtasten hatte der Tierarzt nichts festgestellt.

@Schokocookie
Das tut mir auch für dich sehr leid. Ein langer Leidensweg ist definitiv auch unglaublich unschön.
Für Willow war es sicher besser das es schnell ging. Aber mich traf es einfach aus heiterem Himmel.

Jeder sagt mir: Sie wollte dir das ersparen, darum hat sie gewartet bis ich gegangen bin. Ich finde es trotzdem furchtbar...

Ich habe keine andere Katze, die Kleine war Einzelprinzessin.
Ich habe mich auch vor Jahren bereits entschieden erstmal keine(n) neue(n) Stubentiger aufzunehmen wenn sie gehen sollte. Vielleicht in ein paar Jahren wieder.
Jeder hat halt so seine Art damit umzugehen.

Ich hoffe das dieses Gefühl wenigstens irgendwann schwächer wird. Mein Herz läuft gerade über.
 
  • Willow, wir hatten nicht genug Zeit... Beitrag #5
Von Herzen möchte ich dir schreiben, wie sehr ich mitfühlen kann. Ich wünsche dir viel Kraft und deiner kleinen Maus nun eine neue Unbeschwertheit, dort wo sie ist..
Ich glaube auch, dass sie leichter gehen konnte , als du nicht da warst, weil du sie nicht so leicht hättest gehen lassen können.. das gibt es bei Menschen doch genauso, ich habe das auch erlebt und weiß es nun.
Traurige Grüße, Maja
 
  • Willow, wir hatten nicht genug Zeit... Beitrag #6
Es ist immer zu früh.....und immer hat man die Frage habe ich alles versucht, alles gemacht um etwas zu verhindern?

Und immer sind irgendwo Spuren deines Lebens,
Die uns erinnern.
Die Gedanken kennen keinen Abschied.

Auch wenn du dir es jetzt noch nicht vorstellen kannst, es wird irgendwann wieder Katzen in dein Leben plumpsen, und wieder werden diese Wesen es schaffen dein Herz zu berühren.... anders wie bei Willow aber intensiv und bereichernd.

Fühl dich verstanden mit dem Zeitfenster... ihr werdet schon den richtigen Zeitpunkt erkennen.

lg
Verena
 
  • Willow, wir hatten nicht genug Zeit... Beitrag #7
Vielen Dank für eure Anteilnahme. Es hilft ein bisschen.

Ja, diese Gedanken.. hätte, könnte, würde, wenn...
Als ich sie am 2.1 dort lies meinte der Tierarzt er glaubt mir das ich nichts bemerkte, weil Katzen sehr zäh sind und das sehr oft unendeckt bleibt.
Ich werde mich trotzdem ewig fragen.
Gerade weil sie so ausgetrocknet war (ich habe den Fell-Zieh-Test gemacht und nichts festgestellt) und wenn die Werte so schlimm waren, hatte sie doch sicher schon länger Schmerzen. Wieso habe ich nichts bemerkt?
Wir waren sogar eine Woche zuvor, Samstangs, 23.12.2017 noch beim Tierarzt, weil sie wieder gespuckt hatte und ihre Spritzen bekam.
Auch beim Abtasten hatte der Tierarzt nichts festgestellt.

Ich hoffe das dieses Gefühl wenigstens irgendwann schwächer wird. Mein Herz läuft gerade über.

Ich verstehe, dass du dir Vorwürfe machst. Davon kann ich auch ein Lied singen. Aber das mit dem Austrocken geht schnell. Hatte ich bei meiner Katze, die fast täglich an der Infusion hing und mit der Sonder ernährt wurde, auch nicht gemerkt. Ich doofe Nuss bemerkte nicht einmal, dass meine Katze unendliche Schmerzen litt, da mir gesagt wurde, dass die bei Katzen nicht sein müsste. Nach der Tierklinik bekam sie erstmal gar nichts gegen die Schmerzen. Vor Schmerzen ging meine Maus nicht mehr aufs Kistchen koten und wir hatten hier fast einen Darmverschluss. Dann gabs einen Einlauf da wurde mit Methadon und Propofol sediert und plötzlich schurrte meine Katze wieder. Meine Katze hätte Methadon gebraucht und die ließen sie ohne irgendetwas heim. Erst danach wurde eine intensive Schmerztherapie ausghandelt. Leider wars da schon zu spät. Kannst du dir vorstellen, welche Schuldgefühle ich habe. Doch all das wäre wenn, holt sie nicht mehr zurück.

Das Trauern dauert eine Weile. Jeder geht damit anders um. Ich würde am liebsten Bilder von meiner Cookie aufstellen und einen Kerze davor anzünden. Das würde meinem Partner das Herz brechen, also lasse ich es.

Mein Partner läuft schon 5 Tage mit der gleichen Weste herum, weil darin die Katze das letzte mal geschnurrt hat zuhause.

Hast du jemanden, der dich in die Arme nimmt, wenns gar zu schlimm wird?
LG
 
  • Willow, wir hatten nicht genug Zeit... Beitrag #8
Vielen Dank Ilvy, Winston. :sad:

Mich bewegt jede Anteilnahme wirklich, allein dafür das ihr euch die Zeit nehmt ein paar Zeilen dazu zu schreiben.


@Schokocookie
Das hört sich furchtbar an. Tut mir leid. :sad: Ich weiß gar nicht was ich sonst dazu sagen soll...
Das ist nochmal eine Nummer härter...
Für mich war ja wenigstens ein Trost das sie gleich Schmerzmittel bekam, und als es ihr schlecht ging sie gar nicht mehr ganz da war. Der Arzt meinte ja schon sie bekomme wahrscheinlich nicht mehr viel mit.

Ja, ich habe Familie, Freunde, Lebensgefährtin, die alle mit Anteil nehmen, teilweise auch mit Tränen, weil sie wussten wie wundervoll Willow war und wieviel sie mir bedeutet. Und die teilweise selbst die Erfahrung haben ein Herz- oder Seelentier, mit dieser Ganz besonderen Verbindung, zu haben.

Ich versuche nur so wenig wie möglich darüber zu reden, weil ich mich sowieso nur wiederhole.
Fragen wie: "Denkt ihr sie war eine glückliche Katze?" "Hab ich alles getan?" Ach, man zweifelt dann eben irgendwie an allem.
 
  • Willow, wir hatten nicht genug Zeit... Beitrag #9
Ich versuche nur so wenig wie möglich darüber zu reden, weil ich mich sowieso nur wiederhole.
Fragen wie: "Denkt ihr sie war eine glückliche Katze?" "Hab ich alles getan?" Ach, man zweifelt dann eben irgendwie an allem.

Hallo,

rede ruhig darüber, auch wenn Du Dich nur wiederholst, ansonsten fängst Du nur still an zu grübeln. Ich mußte bisher dreimal die schwere Entscheidung "einschläfern" treffen. Ich habe gedacht es würde irgendwann, irgendwie leichter, aber das Gegenteil war der Fall. Finn war bereits 18plus und hatte Nierenversagen. Ich wußte was auf mich zukommt und als der Tierarzt sagte: Am Besten wäre es den Kater zu erlösen und einzuschl.........,habe ich schon losgeheult. Ich rede immer noch über ihn, obwohl es noch zwei andere Kater in diesem Haus gibt. Aber inzwischen (nach 10 Monaten) kann ich auch wieder lächeln, wenn ich mir ein Foto von ihm anschaue. Nimm Dir die Zeit die Du brauchst. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.

Traurige Grüße
Tina
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Willow, wir hatten nicht genug Zeit... Beitrag #10
Hallo, so liebevoll , wie du von Willow schreibst, war sie eine sehr glückliche Katze, die wusste, dass sie geliebt wird!
Ich wünsch dir viel Kraft. Gib dir Zeit; Trauer braucht Zeit und ihren Platz. Lieben Gruß, Maja
 
  • Willow, wir hatten nicht genug Zeit... Beitrag #11
Hallo,
man kann aus deinen Zeilen lesen, daß ihr eine ganz besondere Beziehung hattet. Alleine daß Willow gewartet hat, bis du gegangen warst, zeigt das. Leider müssen unsere Seelentiere oft zu früh von uns gehen. Es fällt uns schwer und wir haben Zweifel, ob nicht doch noch dies oder jenes möglich gewesen wäre. Du hast aber Alles getan. Willow war in medizinischer intensiv Betreuung, mehr geht nicht.
Hier schrieb kürzlich jemand: "Das Schicksal ist ein riesengrosses Arschloch" und ich finde, daß passt genau.
Willow wusste ganz sicher, wie sehr sie geliebt wurde und alleine das hat sie sicher zu einer sehr glücklichen Katze gemacht.
Nimm` dir die Zeit zum Trauern, die du brauchst und ich bin mir sicher, irgendwann kommen andere Fellnasen in dein Leben. Ob das nun geplant ist oder einfach passiert kann nur die Zeit zeigen. Manchmal ist das Schicksal auch kein Arschloch und es steht vielleicht eine Fellnase vor deiner Tür und braucht deine Hilfe.
Jemand der ein Tier so ins Herz schliessen kann, wie du deine Willow, der wird kein Tier abweisen, was Hilfe braucht.

Run free Willow

Rea
 
  • Willow, wir hatten nicht genug Zeit... Beitrag #12
Zunächst einmal möchte ich dir mein herzliches Beileid senden, fühl dich fest gedrückt. Mach dir bitte keine Vorwürfe, du konntest ja nicht wissen, ob der Zustand von Willow sich nicht wieder verbessert, gehofft hast du innerlich mit Sicherheit. Traurig, dass Willow so eine Krankheit ertragen musste, du hast sie aber wunderbare 8 1/2 Jahre ihres Lebens begleitet und geliebt. Die schönen Erinnerungen werden dir immer bleiben. Es ist sehr schwer, einen entsprechenden Trost zu finden. Es dauert leider seine Zeit.

Und, dein Herz wird dir zeigen, wann die Zeit für ein neue Katze gekommen ist. Ich wünsche dir viel Kraft.

Liebe Grüße

Susanne
 
  • Willow, wir hatten nicht genug Zeit... Beitrag #13
Mein Mitgefühl um Deinen Verlust. Ich kann Deine Gedanken und wiederkehrenden Fragen sehr gut nachvollziehen. Mein Kater Musch hat sich von mir innerhalb von 9 Tagen verabschiedet. Bei ihm war es auch über Jahre immer wieder die Bauchspeicheldrüse, bis vor 2 Jahren noch eine CNI hinzukam. Er hat die letzten Monate viel geschlafen, dennoch gut gefressen, war medikamentös eingestellt bis es dann zum „Knall“ kam. Ich war auch fassungslos, wie er praktisch vor meinen Augen dahinstarb, wobei ich ihn erlösen ließ. Viel Kraft wünsche ich Dir und lasse stille Grüße hier.
 
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