Ich brauch einmal eure Hilfe. Hier ist doch bestimmt jemand,der neben Katzen auch noch einen Hund hat oder ? Vorsicht etwas lang
Bei uns ist letzte Woche eine junge Hündin (6 Monate alt) aus dem Tierschutz eingezogen. Wir haben uns schon super lange mit dem Gedanken getragen,einen Hund aufzunehmen. Aber bisher ist es entweder an unseren Katzen gescheitert (unsere zwei verstorbenen Fellnasen wären definitiv nicht kompatibel gewesen) oder/und Wohnsituation. Nun wohnen wir im Eigentum,ländlich,mit großem Garten.
Die kleine Hundemaus ist wirklich goldig,katzenverträglich (wobei sie sich da wohl ihre Katzen aussucht wie ich jetzt sagen kann) kennt halt noch überhaupt keine Erziehung o.ä Aber in der kurzen Zeit hat sie schon sehr sehr gut gelernt und horcht schon gut. Also Grundkenntnisse hat sie intus
Das nur mal vorweg.
Nun zu unseren Katzen. Momentan bin ich einigermaßen verzweifelt und hab die letzten zwei Tage quasie durchgeheult. Am massivsten hat es unsere kleine Merle erwischt. Sie hat quasie eine 180 Grad Charakterwendung durch und lebt nur noch auf dem Wohnzimmerschrank.
Kommt gerad mal runter wenn sie auf Klo muss (dann aber auch nur wenn Hund nicht da ist ... sprich Garten oder Gassi) oder wenn´s Futter gibt. Für Thunfisch kommt sie sogar in die Küche (auch nur wenn der Hund gesichert ist,sprich an der Leine oder selbst frisst) aber sonst lieber Wohnzimmer fressen (für gewöhnlich frisst sie für ihr Leben gern auf meinem Bett) Sie hat´s spielen eingestellt .. bekomm sie maximal dazu ihren Lieblingsball vom Schrank zu werfen und hinterher zu gucken. Nichts mehr von der kleinen trolligen,tobenden,zickigen Katzendame.
Momo hatte 3 Tage ein offensichtliches,massives Problem. Es hat sich etwas gelegt bzw. ist etwas besser geworden. Er hatte das Fressen eingestellt,woraufhin ihm übel war und er spucken musste. Mit Geduld und spucke,viel Streicheleinheiten,Beruhigung,dabei sitzen hab ich ihn zum futtern bekommen und vorbei war der Spuk.
Am Samstag ist er dann mit dem Hund aneinander gerasselt,hat ihr eine gepfeffert,da sie zu aufdringlich wurde,trotz mehrfachem "nein" und zurück halten. Danach ging es dem Kater offenbar besser und er kam aus dem Wohnzimmer mehr und mehr in die Wohnung wieder zurück. Bevorzugt und für ihn am sichersten ist aber weiter der große Kratzbaum im Wohnzimmer. Ich helfe nach,halte sie zurück,wenn sie´s fauchen nicht versteht/verstehen möchte.
Momo kommt auch am Abend wie gewohnt zu mir schlafen wieder. Hund schläft bei meinem Freund im Zimmer. Nachts unbeobachtet würde ich sie nicht lassen. Sprich,sobald die Zimmertür zu ist,kommt Momo an und kringelt sich ein.
Ian hatte die wenigsten Probleme. So dachten wird. Er begrüßte den Hund als erstes,lockte sie aus der Box (sie war total verängstigt) war neugierig und fand´s erst einmal toll a la "oh wow noch jemand zum toben" Muss dazu sagen,er lässt sich auch am wenigsten von den dreien aus der Ruhe bringen und strotzt vor Selbstbewußtsein.
Putzte sie gleich mehrfach mit,hatte nix gegen wenn sie sich neben ihn kuschelte etc.pp
Nun ist aber auch er auf dem Rückzug und kommt nur noch aus dem Wohnzimmer,wenn Hund am Abend schlafen geht.
Spielen/toben ist auch gleich einmal null.
Jetzt gerade liegt er zum ersten Mal wieder eingekugelt in meinem Bett (hat er am Morgen sonst immer gemacht und noch ne Runde nach´m Frühstück dort geschlafen) seit Tagen. Aber auch nur weil ich die Hundemaus eben nach der Gassirunde zu meinem Freund wieder ins Zimmer gepackt hab.
Ich merke das die drei ein massives Problem mit dem Hund haben und mir bricht´s das Herz. Gerade unsere Kätzin so zu sehen.
Mir ist klar das ich/wir den Hund "unter Kontrolle" (blöder Ausdruck) haben müssen,sie darf nicht Katzen jagen,muss sie respektieren etc. Das wird dauern bis sie das wirklich tut. Dazu ist es Junghund und die haben viel Flausen im Kopf.
Ich kann den Hund jetzt nicht dauernd in der Wohnung anleinen. Seh zu das ich sie im Garten auspower. Gerade das fiel die ersten Tage schwer,da sie noch nicht gespielt hat draußen. Inzwischen tut sie´s. So das sie in der Wohnung so ruhig und "erledigt" wie möglich ist.
Wir hatten uns das -so glaubten wir- wirklich gut überlegt.Schließlich schafft man sich nicht "mal eben so" ein Tier an. Nur wir haben offenbar gerade Merle völlig falsch eingeschätzt. Das Momo ein Problem haben wird -zumindest für eine kurze Zeit- war uns klar. Aber mit etwas Zeit würde sich das geben. Er ist was Veränderungen angeht immer so,das er einfach eine Runde länger braucht. Egal worum es geht. Und das selbst Ian jetzt auch anfängt sich mehr als offensichtlich zu verändern .. -.-
Heute nimmt mein Freund den Hund erst einmal mit ins Büro um uns zumindest etwas Gedankenluft zu verschaffen und um zu gucken wie die Katzen darauf reagieren.
Ich hab halt keine Ahnung wie lange ich den Katzen das zumuten kann. Ansich bin ich niemand der schnell den Kopf in den Sand steckt. Zumal eine Woche halt keine Zeit ist. Nur mein Bauch sagt mir "das geht nicht gut"
Wäre dankbar wenn mir hier jemand vllt einen Rat geben könnte.