Genau, Andrea, das sehe ich auch so.

Mit Zwang zeigt man ihnen nur ständig, daß wir nicht vetrauenswürdig sind.
Ich finde es auch total wichtig, was Du schreibst: Den Unterschied zwischen Hochheben und Herumschleppen. Ich respektiere das absolut, wenn ein Tier es nicht mag, herumgetragen und gemuckelt zu werden. Aber Haustiere müssen sich meines Erachtens nach prinzipiell anfassen und hochheben lassen.
Es müssen ja nicht gleich so dramatische Situationen sein wie ein Wohnungsbrand, weswegen man eine Katze händeln muß. Allein ein Tierarztbesuch ist realistisch, oder ein Umzug. Wenn dann die Katze mit Decken, Keschern und 8 Personen in Schutzkleidung eingefangen werden muß, ist das ja nicht nur schlimm und super stressig für's Tier.
Das mit dem kurz hochheben und dann ein Leckerchen geben ist eine gute Idee, das werde ich auch so machen, wenn Floki ein bißchen mehr Vertrauen hat. Ich habe Frieda beim streicheln eher beiläufig gelupft, auf den Schoß, auf's Bett, auf den Stuhl, und dabei einfach weitergestreichelt. Vor lauter Schnurren war sie glaube ich einfach zu überrumpelt, um Angst zu haben.
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Ich weiß es nicht, Elvira. Ich will um Himmels Willen auch gar nicht so weit gehen, daß ich ihr Kompetenz abspreche. Sie wirkte auf jeden Fall sehr engagiert (wenn ich auch das Gefühl hatte, daß sie viel Wert darauf gelegt hat ausgiebig aufzuzeigen, wer alles welche Fehler gemacht hat mit den Kätzchen; von der Vermittlerin über mich bis zu unserem Tierarzt?) und hat so viel und lange geredet, bis der Akku von meinem Telefon leer war.
Vielleicht hat sie ja Erfolg mit dieser Vorgehensweise, wenn es um scheue, wilde Kätzchen geht. Sie war auch dafür, solche Kitten so früh wie möglich von der Mutter wegzuholen und im Kennel aufzuziehen. Vielleicht hat das ja alles bei ihr in der Vergangenheit funktioniert? Deswegen frage ich, ob jemand dabit Erfahrung hat, weil es mich prinzipiell interessiert, nicht weil ich es umsetzen will.
Sie hat ja den Schwerpunkt der Katzenvermittlung, und das ist sicherlich leichter mit schmusigen, händelbaren Katzen.
Bloß gut, daß unsere Samtpfoten im häsulichen Umfeld die Zeit haben, die sie brauchen, und nicht mehr um Interessenten buhlen müssen.