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Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie

Diskutiere Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie im Tumore und Geschwürerkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hat hier zufällig jemand schon einmal eine dentritische Zelltherapie bei seiner Katze machen lassen? Wenn ja, wie waren Eure Erfahrungen damit?
  • Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie Beitrag #1
Y

Yoyusihe

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Hat hier zufällig jemand schon einmal eine dentritische Zelltherapie bei seiner Katze machen lassen?

Wenn ja, wie waren Eure Erfahrungen damit?
 
  • Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie Beitrag #2
Das würde mich auch interessieren.
Ich hab gehört das es gut greift wenn der krebs noch nicht im endstadium ist...bei meiner hilft das leider nicht mehr. Genauso ozon therapie.
 
  • Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie Beitrag #3
Mein Betrag hier ist schon sehr alt....
Bei meinen Kater ist Anfang Juli 2018 Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert worden (histologisch durch Proben gesichert).
Euthanasie stand laut im Raum.
Haben wir aber abgelehnt, er war noch voller Leben und kräftig...

Da der Krebs bereits in die umgebenden LK metastasiert hatte, haben wir keine Resektion des Tumors, respektive der Bauchspeicheldrüse vornehmen lassen. Das hätte keine Heilung mehr bringen können. Er bekam nur eine Cholezystoduodenostomie um die tumorbedingt gestaute Galle abzuleiten.

Auch auf Chemo und Bestrahlung haben wir verzichtet. Auf Bauchspeicheldrüsenkrebs hat das kaum eine lebensverlängernde Wirkung, dafür aber doch unschöne Nebenwirkungen.
Die Prognose laut Entlassungbrief..."ausgesprochen schlecht"
...im BESTfall 3 Monate sagte die medizinische Literatur.

Wir haben als letzten Strohhalm zur dendritischen Zelltherapie gegriffen... was soll ich sagen... Ende Januar sind es 7 Monate. Die Zellen tun ihm jedes Mal richtig gut. Er ist munter, hält sein Gewicht, spielt und schmust....

Wenn man ein wenig recharchiert dann wird einen schnell klar, dass diese Zellen kein Wundermittel sind. Sie heilen selten. Sie halten den Krebs nur eine Weile im Schach.Sie helfen leider nicht bei jedem Krebs.

Die Chance war bei uns ca. 30 %.Wir hatten großes Glück... Aber die Therapie kann helfen und das fast komplett Nebenwirkungsfrei.

Für uns ist jeder Tag mit ihm ein grosses Geschenk und mal ehrlich 7 Monate...So mancher Mensch mit BSDK, mit gigantischer OP, Chemo und Bestrahlung schafft das nicht...und schon mal gar nicht bei so guter Lebensqualität...

Für uns ist bewiesen dendritischen Zellen können helfen...leider weiß man nur nicht im Voraus bei welchem Krebs und Patienten sie es tun.
 
  • Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie Beitrag #4
Welch schöner Erfolg für euren Kater und euch. Und auch nochmal ein wichtiger Hinweis, dass auch „außergewöhnliche“ Maßnahmen mitunter lebensverlängernd sind ohne die Nebenwirkungen von Chemotherapie oder Bestrahlung. Ich hatte mich mit dieser Behandlungsmethode beschäftigt, als bei meiner Nelly die Diagnose Lymphom im Raum stand, die sich aber glücklicherweise nicht bewahrheitete.
Ich wünsche euch von Herzen noch eine gute Zeit mit eurem Kater und danke für den Bericht.
Liebe Grüße
Christa
 
  • Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie Beitrag #5
Welch schöner Erfolg für euren Kater und euch. Und auch nochmal ein wichtiger Hinweis, dass auch „außergewöhnliche“ Maßnahmen mitunter lebensverlängernd sind ohne die Nebenwirkungen von Chemotherapie oder Bestrahlung. Ich hatte mich mit dieser Behandlungsmethode beschäftigt, als bei meiner Nelly die Diagnose Lymphom im Raum stand, die sich aber glücklicherweise nicht bewahrheitete.
Ich wünsche euch von Herzen noch eine gute Zeit mit eurem Kater und danke für den Bericht.
Liebe Grüße
Christa

Ich danke Dir für die lieben Worte und freue mich für Euch, das es bei Nelly kein Lymphom war.

Wenn eine Katze kooperativ ist, dann würde ich es immer wieder mit der Zelltherapie versuchen.

Das einzig wirklich belastende daran ist die Blutabnahme einmal monatlich. Bei meinen Schatz geht das nur noch in leichter Sedierung, weil wir inzwischen an der Hinterbein Innenseite Blut abnehmen müssen. Die Venen vorne sind zu vernarbt und zu.

Das ist alleine schon stressiger als vorne, aber bei 10 benötigten Millilitern, ist es auch einfach ein langwieriger Prozess. Das mit einer sehr wehrhaften Katze ... ich weiß nicht ob das überhaupt geht. Die Zellgabe ist bei meinem Räuber total easy, aber er ist auch einfach nur lieb.

Ich denke der Hauptgrund warum nicht mehr Menschen das versuchen ist schlicht der Preis.

Eine Chemo kostet nicht viel weniger, aber das versuchen die wenigsten, weil die eben so viele Nebenwirkungen haben kann.
Die Zellgabe hat als einzige Nebenwirkung, das er dadurch ein paar Tage später kräftiger und besser drauf wirkt. Sonst nichts, kein Erbrechen kein Durchfall keine besondere Müdigkeit, kein gar nichts.
Also kann es eigentlich nur am Preis liegen. Der ist leidwr für Menschen ohne Versicherung, ohne gut bezahlte Jobs kaum zu stämmen.
Leider :-(
 
  • Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie Beitrag #6
Wer macht so etwas und wo wird das Angeboten und was kostet das ganze? Ich denke das ist für den ein oder anderen Mitleser interessant. Das liest sich sehr gut und wenn damit viele gute Tage erreicht werden ist das doch toll!
 
  • Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie Beitrag #7
Soweit ich weiß ist das einzige Labor/Firma in Deutschland, wenn nicht in Europa, die die Zellen aus dem Blut von Tieren (in der Humanmedizin gibt es da durchaus mehrere Labore) aufbereitet Petbiocell.

Am besten ist es wenn der Krebs vorher so weit wie möglich operativ entfernt werden könnte

Die Firma empfiehlt wenigstens 3 Zellgaben...

Eine Gabe kostet ca. 750 Euro, bei mehreren Gaben wird es günstiger.

Durchgeführt wird sowohl die Blutabnahme für die Zellen, als auch die Zellgabe beim Haustierarzt, sofern dieser sich dazu bereit findet. Denn zumindest die Blutabnahme ist relativ zeitaufwendig. Die Zellgabe erfolgt intracutan in Lymknotennähe über viele kleine Quadal.

Zwischen Blutabnahme und Gabe liegen 7 Tage, denn wenn die Zellen im Labor aus dem Blut gefiltert wurden, müssen diese ja noch vermehrt werden. Am 8 Tag erfolgt dann die Zellgabe.

Mein Mausbär hatte heute morgen seine sechste Zellgabe und sitzt im Moment mozend neben mir, weil er eine Dose Belohnungssheba für deutlich zu wenig erachtet. Er ist gerade nicht sehr einsichtig, das es besser für ihn ist, das olle Grau Schlemmertöpchen zu futtern :)
 
  • Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie Beitrag #8
Danke für die Info!!!👍
 
  • Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie Beitrag #9
Ich finde ja auch, dass er sich eine große Belohnung verdient hat. 😉

Danke, dass du über diese alternative Behandlungsmethode berichtest.

Ich finde deine Entscheidungen, andere Behandlungen (OP, Chemo, Bestrahlung) nicht durchführen zu lassen, sehr gut nachvollziehbar. Bei deinem Katerchen, wie auch bei vielen Menschen mit Krebserkrankungen, würden sie kaum Besserung bzw. Lebensverlängerung ohne große Nebenwirkungen oder Schmerzen bringen. Man fragt sich manchmal leider im Nachhinein, ob die Quälerei, die mit den anderen Behandlungsmethoden verbunden ist, wirklich eine Verbesserung und ein Eindämmen der Erkrankung gebracht hat, oder ob es doch nur dem Patienten (bzw bei Tieren dem Besitzer) das Gefühl geben sollte, dass man nicht untätig geblieben ist.

Ich freue mich sehr für dich, dass dein Mausebär die dendritische Zelltherapie gut verträgt und dass sie ihm anscheinend auch wirklich Besserung verschafft. Ich hoffe, dass er noch lange bei guter Lebensqualität bei dir sein kann. Ich bin sicher, du wirst ihn ausgiebig verwöhnen und ihm weiterhin viel Zeit und viel Liebe schenken.
 
  • Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie Beitrag #10
Vielleicht interssiert sich ja jemand für den Hintergrund dieser Therapie.
Ich würde sie nicht im eigentlichen Sinne als alternativmedizinische bezeichnen.

Heute geht die Medizin immer mehr dazu über sogenannte immunmodulierende Therapien zur Krebstherapie zu entwickeln. Bei einigen Krebsarten sind damit inzwischen Erfolge zu verzeichnen, wie Chemo sie nie hatte. Leider ist BSDK sehr speziell und besonders schwierig zu behandeln (das hat mit der Anatomie und Physiologie der einzelnen Bauchspeicheldrüsenzelle zu tun)

Die dendritischen Zelltherapie ist quasi der Urvater dieser neuen modernen Therapien.
Es werden ganz bestimmte Zellen des Immunsystems aus dem.Blut gefischt und vervielfältigt, die in der Lage sind Krebszellen zu erkennen und eine Immunreaktion hervor zu rufen, die die Metastasierung unterdrückt und auch das Krebszellwachstum aufhält.

Der Entdecker der Zellen hat immerhin den Medizin-Nobelpreis bekommen. Er ist übrigens selber an BSDK erkrankt und hat diesen Dank seiner Therapie lange, lange trotzen können.

Wie gesagt die Therapie ist kein Wundermittel das Heilung verspricht. Tut auch die Firma nicht. Aber für uns ist sie eine echte Alternative zur Chemotherapie nur eben ohne die schlimmen Nebenwirkungen.

Wer mehr dazu lesen will, hier mal ein leichtverständlicher Link dazu

 
Zuletzt bearbeitet:
  • Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie Beitrag #11
Hallo, knuddel mal deinen Mausbären !
Wie sieht der Süße denn eigentlich aus?:)
Danke für deinen mutmachenden Bericht bezügl. alternativer Wege.
LG von Maja mit 3 Bärchen
 
  • Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie Beitrag #12
Ich finde den Ansatz sehr interessant, auch für die Humanmedizin. Die Behandlungsmethode ist leider wenig bekannt bei den Tierärzten. Als ich meine TÄ danach fragte, meinte sie ein wenig achselzuckend, dass, wenn wirklich etwas dran sei, das Verfahren in der Humanmedizin doch zuerst und vielfältig zum Einsatz käme. Ich hätte mich bei Nelly gegen eine Chemotherapie entschieden, der Nebenwirkungen wegen, die dentritische Zelltherapie hätte ich sehr wohl in Erwägung gezogen. Danke nochmals für den ausführlichen Bericht, ich hatte mich auch schon quer durchs Internet gelesen, hatte aber bislang noch keinen Kontakt mit jemandem, der auf eigene Erfahrungswerte zurückgreifen konnte.
Liebe Grüße
Christa, Nelly und Obelix
 
  • Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie Beitrag #13
Hmm, wenn man sich länger mit dem Thema Krebs beschäftigt, dann stößt man relativ schnell auf viele vielversprechende Ansätze.

Ich bin weit davon entfernt unter Verfolgungswahn zu leiden und die Pharmafirmen zu verteufeln,aber Tatsache ist das größere Studien und Medikamentenentwicklungen sehr teuer sind.

In der Regel benötigt man dafür Sponsoren.
Gerade an den Chemotherapeutika verdient die Pharmaindustrie richtig gut. Welches Interesse sollten diese Firmen haben, in etwas zu investieren, was sie erstmal furchtbar viel Geld kostet nur um später ein Produkt auf den Markt zu bringen, das ihnen das gute Geschäft mit den Chemotherapie kaputt zu machen und weniger in die Kasse zu spülen.

In Kuba, einem bettelarmen Land gibt es weit mehr Unterstützung für die Entwicklung neuer und günstiger Krebsmedikamente als in Deutschland oder den USA. Warum, weil es dort Aufgabe des Staates ist die Bevölkerung mit guten und günstigen Medikamenten zu versorgen. Hier muss man für Studien seinen Sponsor selber auftreiben.

Das zweite Problem ist, das eben auch alternative Behandlungsmöglichkeiten ihr Grenzen haben und nicht bei jedem wirken und auch unerwünschte Nebenwirkungen können auftreten.

Sobald diese Auftreten ist das Wasser auf die Mühlen derjenigen die solche Behandlungsansätze als Unfug abtun.
Chemo bringt längst nicht bei jedem Menschen einen Tumorwachstumsstopp und ist eigentlich nichts anderes als ein Zellgift. Eigentlich stellt sich bei Chemo nur die Frage wer stirbt schneller, die Krebszellen oder der Organismus, aber hier gibt es eben zig Studien belegen, es kann auch helfen. (Womit sich der Kreis zum Thema Geld wieder schließt)

In gewisser Weise wird von den alternativen Heilmitteln viel mehr erwartet als von Chemo....

Nicht leicht da ein neues Heilmitel zu etablieren.
 
  • Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie Beitrag #14
Wie ist die Therapie denn weitergegangen ?
 
Thema:

Dendritische Zellen - unterstützende Krebstherapie

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