Liebe Mitglieder,
ich bin neu hier und brauche zu zwei Themen dringend euren Rat. Vorab: Der Text wird länger werden, daher danke schon mal für das Lesen
1.
Wir sind vor 3 Jahren in ein kleines Wohngebiet gezogen. Unser Kater (fast 14 Jahre alt) hatte nie Probleme mit anderen Katzen, erst seitdem wir hier wohnen. Die Katze unserer Nachbarn hat von den Beobachtungen her das gleiche Revier wie unserer. Beides Alphatiere und der Hass ist inzwischen so groß, dass die zwei sich regelrecht ineinander verbeißen. Leider zieht unser Raziel dabei immer den Kürzeren, weil er mit seinen 3,7 Kilo viel kleiner als Nachbars Katze ist. Ende vom Lied, letztes Jahr war der Biss (immer am Ohr) so schlimm, dass nach schweren Schwindelattacken das Trommelfell links rausoperiert werden musste. Empfehlung vom Arzt war es natürlich, Raziel nicht mehr rauszulassen. Dies haben wir auch probiert - 4 Wochen lang. Die erste Woche hatte er wegen Genesung keine Anstalten gemacht raus zu wollen. Danach ging der "Terror" los. Stundenlagens "schreien", makieren. Anfangs makierte er nur auf der Badezimmermatte, je länger er aber nicht raus durfte kam noch das Sofa sowie die Bettseite meines Mannes dazu. Nach 4 Wochen haben wir mit Rücksprache Tierarzt ihn dann wieder raus gelassen. Samt Kauf eines neuen Sofas und Matratze, weil der Geruch-egal mit welchen Mitteln-nicht mehr rausging. Ich muss dazu sagen, Raziel ist seit Kittenzeit bei uns und seit er ein halbes Jahr alt ist Freigänger und entsprechend nach wie vor manchmal Tage unterwegs. zur Hauskatze umerziehen scheint unmöglich. (Feliway, Katenminze etc. alles versucht, half aber nicht).
Nun haben wir das Problem, dass er sich natürlich nach wie vor mit Nachbarskatze prügelt. Jetzt hält er das gesunde Ohr hin und dies war schon wieder dreimal wegen Bisswunde verletzt. Wir haben die Angst, dass es wieder so schlimm sein könnte, dass das andere Trommelfell auch raus muss. Und eine
taube Katze sollte man ja nicht raus lassen. Wir haben auch mit den Nachbarn geredet, deren Katze noch nie verletzt war. Aber auch so ein freier Pirat wie unserer ist. Feste Rausgehzeiten funktioniert bei Nachbars Katze nicht. die ist auch so, wenn sie raus will und nicht rauskam, war Theater groß, daher haben sie eine Katzenklappe installiert, dass ihre Katze rauskann wann sie will.
Zudem kam bei uns noch eine Änderung: Wir haben wir vor einem halben Jahr ein Baby bekommen. Wenn der kleine Mann schreit, will Raziel sofort raus, weil ihm das wahrscheinlich einfach zu laut ist. Also ist die Situation jetzt noch eine andere, als wie letztes Jahr, wenn unser Kater nicht sofort rauskommt, besser geschrieben wir erahnen wie es endet: Wir hatten letzte Woche nochmal einen Versuch unternommen ihn nicht rauszulassen wegen erneuter Verletzung. Kater am schreien, Baby am weinen wegen dem Geschrei, Makieren auf Badezimmermatte - Kater abends wieder rausgelassen.
Hat einer von euch so einen freiheitsliebenden Stubentiger und ihn dennoch erfolgreich ans Haus gewöhnt? Vor allem mit Baby, die nunmal auch laut sind? Wenn ja wie habt ihr es gemacht? Ein Außengehege kommt bei uns nicht in Frage. Wir haben nur eine kleine Terrasse und 2x2 Meter Gehege ist ja da keine Lösung.
2.
Meine Mama ist erkrankt (Krebs), wohnt weit weg und ihr größter Wunsch ist es, mit uns noch einmal in Urlaub zu fahren. Ich würde ihr den Wunsch gerne erfüllen, wir hätten auch jemanden, der sich um den Kater kümmert. Die Person würde morgens, mittags, abends nach dem Rechten sehen (was ja schon total lieb ist so oft). Aber wenn die Verletzung wieder so schlimm wäre mit Schwindel etc. und niemand ist dann zb. nachts da, kann es eben auch böse enden. Ich würde den Wunsch meiner Mum so gerne erfüllen, aber meine Überlegung ist Kater im Haus lassen und dann Überraschung wo er makiert hat und was danach neu gekauft werden kann-muss nicht unbedingt sei. Oder Katzenpension?
- Hat jemand Erfahrung mit Katzenpensionen?
- Ist es

vielleicht gut Raziel vorab mal für ein - zwei Nächte in einer die mir gut erscheint unterzubringen um zu sehen wie er damit klar kommt?
Wäre meine Mum nicht erkrankt würde ich mir die Frage wegen Urlaub gar nicht stellen. Ich habe mich für mein Tier entschieden mit aller Liebe und Konsequenzen. Aber auf der anderen Seite weiß ich nicht, wie oft oder lange es noch die Gelegenheit gibt, mit meiner Mutter in Urlaub zu fahren. Und vor allem würde sie natürlich auch gerne Zeit mit Enkel verbringen, was nunmal in Alltag nicht geht, da wir 300km auseinander wohnen.
Vielen Dank schonmal für das Lesen und für eure Hilfe!!!
Liebe Grüße Nina
Noch ein kleiner Nachtrag:
Wir sind uns sicher, dass es Nachbars Katze ist, weil wir bisher zweimal beobachten konnten, wie sie sich ineinander verbissen haben. Einmal kam ich schnell genug dazwischen und habe sie mit Wasser auseinanderbringen können.
Nachbars Katze ist auch manchmal zwei / drei Tage unterwegs. die beiden treffen daher so oder so immer mal wieder aufeinander. Daher kann unser Nachbar keine festen Rausgehzeiten festlegen, so wie wir auch nicht.
LG Nina
und zum zweiten Punkt:
Wenn das mit einer Pension gar nichts ist, bleibt mein Mann zu Hause. Auch wenn meine Mama gerne mit uns dreien noch einmal weg fahren würde.
LG Nina