12 Monate alter Kater hört nicht auf zu kratzen und pinkelt vor die Wohnungstür

Diskutiere 12 Monate alter Kater hört nicht auf zu kratzen und pinkelt vor die Wohnungstür im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo zusammen, leider muss ich mich in meinem ersten Beitrag gleich mit meinem Problem belästigen, ich hoffe jedoch ihr könnt mir irgendwie...
  • 12 Monate alter Kater hört nicht auf zu kratzen und pinkelt vor die Wohnungstür Beitrag #1
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Moewe

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Hallo zusammen,

leider muss ich mich in meinem ersten Beitrag gleich mit meinem Problem belästigen, ich hoffe jedoch ihr könnt mir irgendwie weiterhelfen.

Vor 8 Monaten haben wir zwei Kater bei uns aufgenommen. Sherlock und Watson (Brüder, gleicher Wurf - Main Coon Mixe). Die beiden waren beim Einzug 4 Monate alt und sind jetzt also ein Jahr alt. Sherlock ist nicht das Problem, der ist ein super chilliger Kater und total entspannt. Watson ist unser Sorgenkind.

Watson ist einerseits Epileptiker, was ihn eh schon zu einem kleinen "Problem" macht. Bzw zumindest dazu, das wir auf ihn ein bisschen mehr aufpassen. Gleichzeitig ist Watson aber auch der Kater, der auf alles raufklettert, alles erkundet und ÜBERALL hin muss. Watson wurde sehr früh kastriert (mit 6 Monaten), weil er schon superfrüh anfing alles zu markieren, an der Balkontür zu kratzen und all das. Sherlock kam dann zwei Monate später unters Messer.

Beide Kater dürfen am Wochenende und manchmal auch abends ein paar Stunden in den Garten bzw. einfach raus. Da unser Garten nicht umzäunt ist, sind sie quasi Teilzeit-Freigänger. Das war schon immer so und auch nie ein sehr großes Problem. Allerdings hat Watson vor ein paar Monaten angefangen, immer, wenn die Gartentür nicht offen war, an der Tür zu kratzen und zu miauzen. Wir haben das versucht immer zu ignorieren, was mal mehr und mal weniger gut funktioniert.

Das Problem ist, er kratzt nicht nur an der Gartentür, sondern an allen verschlossenen Türen. Inklusive der Wohnungstür, vor welche er auch regelmäßig pinkelt, wenn wir nicht zuhause sind. Das Kratzen hat schon dazu geführt, das der Türstock ziemliche Furchen aufweist. Ebenso miauzt Watson IMMER wenn jemand zuhause ist und die Tür nicht offen. Er kennt die geschlossenen Türen eigentlich, weil die Türen am Anfang nie und auch jetzt nur manchmal offen sind. Aber während sein Bruder sich einfach hinsetzt und durch die geschlossene Tür rausschaut, so macht Watson wirklich Randale.

Die beiden haben Spielzeug (das sie nutzen), zwei Kratzbäume, insgesamt 120 qm und immer genug Wasser, Futter und saubere Klos. Wenn wir aus der Arbeit kommen, dann kuscheln wir mit ihnen, spielen und bürsten sie.

Wir wissen uns einfach nicht mehr zu helfen. Rein vom Gefühl her, habe ich den Eindruck das Watson einen wahnsinnigen Hormonschub hat was Revierdran, Markieren usw angeht. Er reibt sich auch über all und an allem, damit es seinen Geruch annimmt. Aber eigentlich ist er schon kastriert, was sollen wir also noch machen?

Nicht reagieren/ignorieren geht leider nicht mehr, da es eben wirklich an die Mietsache geht mittlerweile. Außerdem fängt es um ca. 2 Uhr nachts an und hört nicht mehr auf. Wir können nicht mehr schlafen. Er folgt uns auch und kratzt immer an den Türen nach draußen, die uns am nächsten sind. Mein Lebensgefährte hat es schon mit Wasser probiert, das hat ein paar Tage geholfen. Jetzt kann man den Kater an der Tür quasi abduschen und es interessiert ihn einfach nicht. Er macht einfach weiter.

Hat irgendjemand noch Ideen, was wir noch machen können? Die Situation aktuell ist einfach kein Zustand für irgendjemanden.
 
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  • 12 Monate alter Kater hört nicht auf zu kratzen und pinkelt vor die Wohnungstür Beitrag #2
Hi,

ich finde nicht das Watson früh kastriert wurde. Wenn er schon markiert hat, war das eigentlich schon zuspät und es kann sein dass er sich das jetzt angewöhnt hat.
Markiert er denn an Türen oder pinkelt er? Das ist nämlich ein großer Unterschied.

Und, ich denke das Watson eure Wohnung nicht reicht. Sherlock ist vielleicht zufrieden mit dem wenigen Freigang, aber Watson reicht das einfach nicht. Das ist leider oft ein problem, wenn Katzen mal raus dürfen und mal nicht. Nicht alle kommen damit klar. Wohnt ihr denn so gefährlich? Oder wäre es möglich ein Stück Garten einzuzäunen? Einen Kater mit Epilepsie rauszulassen, finde ich schon ziemlich gefährlich.
Wie beschäftigt ihr euch mit den Katzen? Spielen die zwei Zusammen?
 
  • 12 Monate alter Kater hört nicht auf zu kratzen und pinkelt vor die Wohnungstür Beitrag #3
Nein, er pinkelt vor die Tür. Und nur, wenn wir nicht da sind (auch nicht immer). Markieren ist es nicht, es riecht "normal" und ist eine große Pfütze. Auf meinen Lebensgefährten wirkt es so, als würde sich Watson so stressen, weil er nicht raus kann, dass er pinkelt.

Wir haben einen großen Gemeinschaftsgarten, da können wir definitiv nichts einzäunen (wir wohnen im Erdgeschoss), es ist sehr ruhig bei uns, daher wäre Freigang an sich kein Problem. Die beiden wurden auch an Freigang gewöhnt bevor rauskam, dass Watson Epilepsie hat. Daher haben wir dann eben beschlossen, den Freigang soweit zu reduzieren, dass es dann ist, wenn wir im Haus sind und wissen, dass er nachts und wenn wir arbeiten nicht draußen ist. Klar, da kann man jetzt gegenargumentieren, dass er auch mit Anfall vom Baum fallen kann, wenn er draußen ist während wir daheim sind (oder vom Kratzbaum, wenn wir arbeiten). Aber nachdem er einfach einen so starken Freiheitsdrang hat, wollten wir es ihm halt nicht ganz "wegnehmen" auf Grund der Krankheit (das hätte eh nicht funktioniert, das war damals schon klar). Zudem ist eine Katzenklappe problematisch wg. Glasfronten und unsere Wohnungstür geht nur in den Hausflur. Da wir beruflich auch nächstes Jahr nochmal umziehen müssen, werden wir dann zwar auf einen eingezäunten Garten achten, aber auch da können wir ja nicht den ganzen Tag die Balkon-/Terrasentür offen lassen, wenn wir beide berufstätig sind.

Die beiden Kater spielen und toben sehr viel miteinander, raufen etwas und jagen sich auch mal durch die Wohnung. Sie liegen aber ebenso auch zusammen, schlafen aufeinander und putzen sich gegenseitig. Es ist also aus meiner Sicht wirklich nur spielen und keine Revierkämpfe oder so.

Wir spielen mit ihnen mit der Spielangel, mit dem Laserpointer oder ihren Spielbällen. Das wird auch gut angenommen und es ist mind. eine Stunde am Abend, bis wir quasi "ignoriert" werden, weil man jetzt echt keinen Bock mehr auf Spielzeug/jagen hat und lieber faul und desinteressiert rumliegt.
 
  • 12 Monate alter Kater hört nicht auf zu kratzen und pinkelt vor die Wohnungstür Beitrag #4
Hallo und herzlich willkommen hier. :)

Klar, da kann man jetzt gegenargumentieren, dass er auch mit Anfall vom Baum fallen kann, wenn er draußen ist während wir daheim sind (oder vom Kratzbaum, wenn wir arbeiten).
Du, ich stimme dir da uneingeschränkt zu. Leben ist nicht erhaltbar, und es ist gefährlich an allen Ecken. Wir riskieren Kopf und Kragen vom Tag unserer Geburt an. Und was meine persönliche Meinung ist: Du kannst dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben.
Wenn es meiner wäre würde ich ihn rauslassen, wann immer er raus will. Streß ist für jemanden mit Epilepsie auch schädlich, und er scheint ja gestreßt zu sein.
Wieviele Anfälle hat er denn, und wie oft?

Liebe Grüße
 
  • 12 Monate alter Kater hört nicht auf zu kratzen und pinkelt vor die Wohnungstür Beitrag #5
Er hat ca. einen Anfall alle 6 Wochen (von dem wir etwas mitbekommen, er ist eben immer wenn er darf draußen und was er dort anstellt, das ist uns gänzlich unbekannt).

Ja, das ist sicher richtig. Und deswegen überlegen wir, war wir ihm eben irgendwie ermöglichen können. Es ist eben auch nicht alles ganz so einfach möglich, das muss leider auch klar sein. Wir können baulich bedingt keine Katzenklappe einbauen (Miete und 4-fach wärmedämmende bodenhohe Glasfronten an zwei Seiten - sonst nur zwei Bad- und ein Klofenster), und wir sind eben berufstätig und können daher nicht den ganzen Tag und die halbe Nacht ständig irgendwelche Türen öffnen. Da wir ebenerdig wohnen ist auch einen Spalt offen lassen keine Option. Haben wir alles schon durchüberlegt. Rollos haben wir keine, also ist nachts auch nix mit Balkontür auf.

Der Gedanke war noch auf der Terrasse quasi ein Mini-Häuschen zu bauen, mit Chip-Klappe, wo er und sein Bruder dann halt Futter und ein trockenes Plätzchen haben, wenn wir die Tür nicht öffnen können. Aber so ganz überzeugt bin ich von der Idee halt auch nicht.
 
  • 12 Monate alter Kater hört nicht auf zu kratzen und pinkelt vor die Wohnungstür Beitrag #6
Hallo,

wenn er wirklich pinkelt, dann als erstes ab zum Tierarzt. Pinkelei ist nicht selten Anzeichen einer Blasenentzündung.

LG Pia
 
  • 12 Monate alter Kater hört nicht auf zu kratzen und pinkelt vor die Wohnungstür Beitrag #7
Natürlich geht es nicht, daß Du ganztägig an der Tür stehst und diese öffnest und schließst, wie es den Herrschaften beliebt. ;-) Ich habe mich auf dein
daher haben wir dann eben beschlossen, den Freigang soweit zu reduzieren, dass es dann ist, wenn wir im Haus sind und wissen, dass er nachts und wenn wir arbeiten nicht draußen ist.
bezogen.
Die Idee mit dem Unterstand / Häuschen finde ich super. Dann könnten sie sich auch bei schlechtem Wetter und Kälte wärmen, und ihr könntet sie, wenn sie das wollen, auch über Nacht mal stromern lassen. Da ist meine Katze immer besonders gerne unterwegs gewesen. :)

Wie schwer sind denn die Anfälle? Krampft er richtig, oder sind es eher Absencen?
 
  • 12 Monate alter Kater hört nicht auf zu kratzen und pinkelt vor die Wohnungstür Beitrag #8
Wie schwer sind denn die Anfälle? Krampft er richtig, oder sind es eher Absencen?

Er krampft komplett, kann sich nicht mehr bewegen und fällt auch z.b. um, wenn er gerade steht. Oder fällt vom Sofa, wenn er am Rand liegt und wir es nicht rechtzeitig merken. Also er wird wirklich komplett steiff/bewegungsunfähig. Es sind keine sanften Anfälle, leider :( Selbst wenn es nach einer Minute oder so vorbei ist, dauert es etwas, bis er seinen Körper wieder sortiert und komplett unter Kontrolle hat. Grad die Hinterbeine brauchen oft ein paar Sekunden länger, bis er sie wieder normal benutzen kann.

5 Minuten später springt er rum, als wäre nie was gewesen.
 
  • 12 Monate alter Kater hört nicht auf zu kratzen und pinkelt vor die Wohnungstür Beitrag #9
Hallo und Herzlich Willkommen im Forum!:smile:

Ich bin auch der Meinung, dass zur Sicherheit, der Urin untersucht werden sollte.
Katzen die Schmerzen beim Pinkeln haben, verbinden diesen Schmerz häufig mit dem Katzenklo und suchen sich deshalb andere Orte.
Das kann auch nur zeitweise sein.

Was den Freigang bzw Freiheitsdrang Deines Katers betrifft, bist Du in einem Dilemma.

Aber mit solchen Krampfanfällen:
Er krampft komplett, kann sich nicht mehr bewegen und fällt auch z.b. um, wenn er gerade steht. Oder fällt vom Sofa, wenn er am Rand liegt und wir es nicht rechtzeitig merken. Also er wird wirklich komplett steiff/bewegungsunfähig. Es sind keine sanften Anfälle, leider :( Selbst wenn es nach einer Minute oder so vorbei ist, dauert es etwas, bis er seinen Körper wieder sortiert und komplett unter Kontrolle hat. Grad die Hinterbeine brauchen oft ein paar Sekunden länger, bis er sie wieder normal benutzen kann.

5 Minuten später springt er rum, als wäre nie was gewesen.

Würde ich mein Tier im Leben nicht, in den ungesicherten Freigang schicken.
Natürlich kann im Haus auch was passieren, aber die Chancen, dass er im Haus von fremden Katzen gestresst/verhauen wird, vom Auto über.-oder angefahren wird, und so weiter...sind doch eher ausgeschlossen.

Grundsätzlich sollte man den Tagen mehr Leben geben, ja.
Aber in dem Fall, wäre es im schlimmsten Fall nur noch ein Tag!

Ich würde mir Hilfe von einem seriös arbeitendem Therapeuten holen und versuchen, ihm das Schreien und Kratzen abzugewöhnen. Voraussetzung ist natürlich, dass er tierärztlich gecheckt ist und keine Schmerzen hat.
Du hast ja geschrieben, dass ihr im nächsten Jahr eh umzieht.
Dann könntet ihr ja den Garten evtl sichern.

Liebe Grüße
Melanie
 
  • 12 Monate alter Kater hört nicht auf zu kratzen und pinkelt vor die Wohnungstür Beitrag #10
Aber mit solchen Krampfanfällen:

Würde ich mein Tier im Leben nicht, in den ungesicherten Freigang schicken.
Natürlich kann im Haus auch was passieren, aber die Chancen, dass er im Haus von fremden Katzen gestresst/verhauen wird, vom Auto über.-oder angefahren wird, und so weiter...sind doch eher ausgeschlossen.

Genau das war eben auch unser Gedankengang. Wir möchten ihm ein gutes Leben ermöglichen, aber es halt auch im möglichen Rahmen für den Kater relativ sicher gestalten.

Er hat ja quasi ungesicherten Freigang, aber wir wissen abends, das er daheim ist. Das gibt uns Sicherheit. Und tagsüber, wenn jemand daheim ist, dann darf er eben raus. Auch wenn da nichts abgezäunt ist. Dazu muss man wissen, wir wohnen aktuell sehr ruhig, es gibt nur eine Straße zu uns und das Spannendste ist 1x die Woche die Müllabfuhr und das Postauto. Die Nachbarschaft kennt unsere Tiger auch, weil sie farblich auffällig sind.

Tabletten gegen Epilepsie sind schwierig, weil die gerade bei so jungen Tieren halt starke Nebenwirkungen haben. Die Häufigkeit der Anfälle ist eben gerade an der Grenze dessen, wo man grad noch ohne Tabletten auskommt lt. unserem Tierarzt. Aber wenn er die Anfälle < 4 Wochen bekommt, dann müssen wir eh auf Tabletten gehen, weil der Katzenkörper sich sonst gar nicht mehr erholen kann.

Prinzipiell wissen wir auch, dass jeder Tag der Tag sein kann, an dem wir heimkommen und er nicht mehr lebt. Das kann morgen sein und es kann noch jahrelang gut gehen. In der Wohnung haben wir eben einfach höhere Chancen, dass ihn früh(er) jemand findet, wenn er sich verletzten sollte und ihm noch helfen kann.

Ich habe jetzt nochmal einen Termin beim Tierarzt zur Abklärung eventueller körperlichen Beschwerden, die er uns nicht anders mitteilen kann und dann sehen wir weiter.

Danke für eure netten und konstruktiven Antworten bisher.
 
  • 12 Monate alter Kater hört nicht auf zu kratzen und pinkelt vor die Wohnungstür Beitrag #11
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Tabletten gegen Epilepsie sind schwierig, weil die gerade bei so jungen Tieren halt starke Nebenwirkungen haben. Die Häufigkeit der Anfälle ist eben gerade an der Grenze dessen, wo man grad noch ohne Tabletten auskommt lt. unserem Tierarzt. Aber wenn er die Anfälle < 4 Wochen bekommt, dann müssen wir eh auf Tabletten gehen, weil der Katzenkörper sich sonst gar nicht mehr erholen kann.

Ach ich dachte, dass er schon mit Medikamenten eingestellt ist.
Hm, ich glaube, ich würde jetzt über eine medikamentöse Behandlung nachdenken.
Denn wenn er nicht mehr krampfen würde, könnte er in den absoluten Freigang. Dann würde man, meiner Meinung nach, dem Tag wieder mehr Leben geben. Die möglichen Nebenwirkungen würde ich vernachlässigen oder zumindest ausprobieren, wie es ihm unter einer Medikation geht.


Ich habe jetzt nochmal einen Termin beim Tierarzt zur Abklärung eventueller körperlichen Beschwerden, die er uns nicht anders mitteilen kann und dann sehen wir weiter.

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Dann lasse ihn bitte einmal richtig durchchecken und nicht nur kurz ins Maul sehen, abhören und abtasten, wie das viele Tierärzte leider praktizieren und einem dann sagen:"Alles super!".
Ich würde ein großes Blutbild machen lassen, den Urin untersuchen lassen plus evtl Schall der Blase und die Zähne würde ich auch ganz genau anschauen lassen.

Alles Gute für Euch und ich drücke die Daumen, dass ihm weiter nichts fehlt.

Liebe Grüße
Melanie
 
  • 12 Monate alter Kater hört nicht auf zu kratzen und pinkelt vor die Wohnungstür Beitrag #12
Ich weiß nicht, warum Euer Kater schreit und in die Wohnung pinkelt, aber Deine Schilderungen haben mich an diese Zeit mit Samy erinnert.
Er war unausgeglichen, laut, hat seine Geschwister geärgert und gejagt und mich wochenlang gestresst.
Des Schlimmste war, daß er täglich irgendwo ins Haus gepinkelt hat. Ich wußte nicht, was ich machen sollte, alles Zylkene und Feliway und andere Maßnahmen haben nichts gebessert.

Als ich es nicht mehr aushalten konnte, habe ich ihm Freigang aus dem gesicherten Garten durch eine chipgesteuerte Katzenklappe ermöglicht.
Seitdem ist er ganz lieb und hat nie wieder ins Haus gepinkelt.
 
  • 12 Monate alter Kater hört nicht auf zu kratzen und pinkelt vor die Wohnungstür Beitrag #13
Hi,

grundsätzlich ist es schwer zwischen Markieren und Pinkeln zu unterscheiden, weil weder die Menge noch die Körperhaltung (sitzend oder stehend) Rückschlüsse zulässt. Man geht meist davon aus, dass Katzen, die ihr Katzenklo zum Pinkeln benutzen und zusätzlich an anderen Orten urinieren, markieren.
Deiner Beschreibung nach scheint dein Kater sehr revierbezogen. Für Katzen, die ihr Revier ständig im Blick haben wollen und uneingeschränkten Zugang fordern, wäre ein totaler Freigang natürlich toll und das wäre eine wahrscheinliche Lösung des Problems.
Nun hat er aber Epilepsie. Hm.
Ich würde da ehrlich gesagt auch bei der medikamentösen Behandlung der Anfälle ansetzen. Ja, Antiepileptika haben Nebenwirkungen. Epilepsie ist aber auch etwas sehr Individuelles.
Ich selbst habe auch Epilepsie und wurde über lange Zeit eingestellt. Ich hatte zwei Medikamente, mit deren Nebenwirkungen ich nicht leben wollte und wurde deshalb wieder umgestellt. Jetzt lebe ich mit einem Medikament, das - im Vergleich zu vorher- so gut wie keine Nebenwirkungen hat und mich anfallsfrei hält.
Genau dieselbe Art von Einstellung würde einem anderen Menschen mit einer anderen Art Epilepsie aber gar nicht helfen.
Was ich damit sagen will, ist, dass ich an deiner Stelle einen erfahrenen Fachmann (Neurologe) zu Rate ziehen würde. Wahrscheinlich gibt es bei Katzen nicht die große Vielfalt an Medikamenten, aber vielleicht findet ihr genau das Richtige für euren Kater, welches seine Lebensqualität nicht zu sehr einschränkt.

Alles Gute für euch!

Lg
 
Thema:

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