OK, ich machs kurz.
Ich füttere seit einigen Monaten morgens Dose, abends meistens roh.
Trockenfutter nur ganz selten mal und nur als Leckerchen, jedem ein paar Knüddelchen. Denn auch wenn ICH den Katzen das
Trockenfutter aus Gesundheitsgründen vom Speiseplan gestrichen haben, meine Miezen fahren voll drauf ab. Aber in homöopathischen Dosierungen vertragen sie es inzwischen wieder ganz gut.
Dose ist nach viel Versuch und Irrtum das, was die beiden Alten drin behalten. Wobei sie, seit sie
Trockenfutter-Abstinenzler sind, nicht mehr so empfindlich reagieren. Derzeit habe ich im Angebot Cosma, Miamor und noch eine Sorte, deren Namen ich regelmäßig vergesse. Ich bestelle demnächst wieder Grau, weil das meine Katzen ausgesprochen gerne fressen. Weil ich es über eine Bekannte bekomme, werde ich auch ab und zu Anivit-Paletten im Haus haben. Kurz, ich habe immer 2-3 verschiedene Firmen im Haus, wobei ich mich im Bereich Mittelklasse- bis Premiumfutter bewege, ich werde auch noch andere Marken in diesem Qualitätsspektrum ausprobieren. Aber erst so nach und nach, weil ich Futterwechsel nur in größeren Abständen mache. Wobei ich immer 1 oder 2 bekannte Marken belasse und schaue, ob die dazukommende auch „funktioniert“.
Abends gibt es ja Rohfutter, im Moment habe ich portionsweise eingefroren eine Mischung aus Putenoberkeule mit Haut, Hähnchenbrust, etwas Putenherz und ein wenig ..äh…Geflügelleber, habe aber vergessen, von wem die stammt. Manchmal mache ich auch Geflügel-Rindfleischmischungen. Aber ich habe festgestellt, rohes Rind mögen alle drei nicht so rasend gern, auch nicht als Beimischung. Fisch gibt es auch manchmal frisch. Das Fleisch jage ich vorm Portionieren und Einfrieren durch die grobe Scheibe meines Fleischwolfes, weil die alte Katze nicht gern kaut. Ihr fehlen aber auch fast alle Zähne, es sei ihr verziehen. Ich ergänze das Rohfutter vorm Verfüttern mit Knochenmehl, wenn keine Knochen drin sind (ich mische auch mal Karkasse mit dazu, dann brauchts das Knochenmehl nicht mehr), von amerikanischen Freunden habe ich mir eine Vitamin-Elektrolytmischung für Katzen aus den Staaten mitbringen lassen. Der Name dieser Mischung ist grad in einem Alzheimerloch verschwunden. Reiche ich nach, wenn gewünscht. Dazu kommt ein wenig Öl und ein Teelöffel Gemüse, was ich vorgedünstet und ebenfalls für Hund und Katzen portionsweise eingefroren habe. Für den alten Kater mische ich alle paar Tage eine Hefetablette (eine Tablette auf 3 Portionen, jeder bekommt dann also ca. eine Dritteltablette) mit unters Rohfutter. Ich habe festgestellt, dass seine Haut dann nicht mehr schuppt. Damit hatte er nämlich die letzten Jahre immer wieder heftig zu tun. Ob es die B-Vitamine sind oder andere Inhaltsstoffe, weiß ich nicht.
Den Katern werfe ich ab und zu Hühnerhälse oder -flügelchen, ganze Herzen vor. Darum können sie sich streiten und sie sind stundenlang mit kauen und alles vorm Hund in Sicherheit bringen beschäftigt. Nebenbei ist es gut für die Zähne. Demnächst werde ich meinem Kleinen auch mal eine Frostmaus oder ein Frostkücken anbieten. Er ist der Experimentierfreudige, die beiden anderen werden sich garantiert schüttelnd abwenden. Aber das ist mehr als Spaß und Nahrungsergänzung gedacht. Ich glaube nicht, dass ich meine Katzen längerfristig auf Frosttiere umstellen werde.
Meine Informationen habe ich zum einen von
www.savannahcats.de/katzenernaehrung.html und dann bin ich seit einigen Jahren stiller Leser bei der yahoo-group „Katzen-Alternativ“. Da mein alter Kater eine zeitlang erhöhte Nierenwerte hatte und das Damoklesschwert
Niereninsuffizienz über ihm pendelte, bin ich auch noch bei der yahoo-group „Nierenkranke Katze“. Zu diesem letzten Thema gibt es noch ein paar weitere hochinteressante Seiten, in denen sich neben den Behandlungsmöglichkeiten auch intensiv mit der Ernährung niereninsuffizienter Katzen auseinandergesetzt wird. Auch diese Erkenntnisse kann man ganz gut auf gesunde Katzen übertragen. Dazu ein wenig Forenstöbern, Hirnschmalz, ein wenig wissenschaftliches Interesse an Physiologie. Ich bin Biologin, wenn auch in einem völlig anderen wissenschaftlichen Bereich tätig. Aber eigentlich müsste ich ja was von Ernährungsphysiologie im Allgemeinen verstehen. Die Betonung liegt auf EIGENTLICH.