Mittwoch Vormittag habe ich das neue Insulin abgeholt. Ich habe Spritzen und Nadeln mitbekommen, die Pumpen sind okay, die Nadeln waren leider Riesenlanzen, da ging gar nichts. Also bin ich zwei Straßen weiter zu meinem Hausarzt gedüst, um vielleicht ein paar dünnere Nadeln zum Testen zu bekommen, bevor ich ein Pack kaufe, mit denen ich auch nicht klarkomme.
Ich erklärte kurz, um was es ging, bekam aber keine. Doof!
Also weiter in die Apotheke. Dort hat man mir 3 Nadeln geschenkt. Geht doch. Insulin mit einer Spritze aufzuziehen, ist gar nicht so einfach. Gestern war der Blutzucker noch immer hoch, ich am Abend verzweifelt.
Heute der nächste Versuch. Mittags nochmal gemessen. Djuke ein paar Tropfen Blut abzujagen, ist schwierig, weil er noch dehydriert ist. Aber es hat geklappt: Ich habe einen Wert von 325 erzielt! Das sind über 100mg weniger als bei der letzten Messung. Was heißt, bei DER letzten, DEN letzten MessungEN. Werte unter 400mg habe ich lange nicht gesehen. Ich hab gejubelt!
Nun heißt es, Werte unten halten.
Ich hatte ein Insulin, das aus 40% schnellwirkendem Anteil bestand, das ist bissl krass gewesen, selbst bei nur einer Einheit hat Djukes Körper gegenreguliert, um Unterzuckerung zu vermeiden.
Ich versuche es jetzt mit einer Einheit Caninsulin, den Zucker dauerhaft zu senken, schaue, wie ich das mit dem Futter hinbekomme, um ein Gleichgewicht herzustellen.
In der Apo habe ich Einmalspritzen gekauft. Sind toll. Ich kann feindosieren und die Nadeln sind hauchdünn und kurz. Das Gewebe wird weniger verletzt, es kann nichts durch den Stichkanal herauslaufen, es verbleibt weniger Insulin in der Nadel zurück. Hoffentlich bekomme ich nachher noch ne Messung hin.
Mein Hoffnungslevel steigt wieder, auch wenn Djukis Gesamtzustand nicht so dolle aussah. Neuropathische Störung in den Hinterläufen, er stackselte rum anstatt zu laufen. Das wird aber wieder nachlassen.